Herrschaftsordnung und Religion in der Frühen Neuzeit
(Therese Schwager)
Ausgehend von einem Fundus an Normen und Wertmustern, nämlich der Religion, die sich in der Bibel als zentralem Text politischer/politisch-theologischer Rechtfertigung von Herrschaft in der Frühneuzeit oder einer Reaktion auf einen Herrschaftsanspruch artikuliert, soll anhand regionaler Ständedebatten im Europa der Frühen Neuzeit erarbeitet werden, dass weniger Sanktionen, als vielmehr Rechtfertigungsnarrative eine Aussage über (Neu-)Begründung und Umbrüche normativer Ordnungen erlauben.
Anhand historischer Fallstudien, die sich auf die sakrale Legitimation von Macht oder die theologische und naturrechtliche Begründung des Widerstands gegen einen politisch-theologischen Herrschaftsanspruch beziehen, soll diese Hypothese untersucht werden. Das europäische Panorama regionaler Ständekonflikte führt schließlich zu der umfassenderen Frage, ob und inwieweit der Komplex von Politik und Religion mit Hilfe der Kategorien „Sanktionen“ oder/und „Rechtfertigungen“ erfasst werden kann.
Sonntag, 25.10.
IG Farben-Gebäude 457
13.00-13.30 Uhr
Lena Oetzel (Salzburg): Religion, Parlament und Königin: Herrscherkritik bei Elisabeth I. von England (1558-1603)
13.30-14.00 Uhr
Hannah Smith (Oxford): „Last of all the Heavenly Birth“: Queen Anne and Sacral Queenship
14.00-14.30
Diskussion
14.30-14.45 Uhr
Kaffeepause
14.45-15.15 Uhr
Maciej Ptaszyński (Warschau): Der Freiheitsbegriff in den Rechtfertigungsnarrativen der polnischen Protestanten im 16. Jahrhundert
15.15-15.45 Uhr
Stephanie Frank (Chicago): As the Church is to God, so the National Assembly is to France: Parallels in the Justificatory Narratives of Malebranche and Sieyès
15:45-16:15
Diskussion












