Rechtsfertigungsnarrative und Sanktionen in der Entwicklungszusammenarbeit
Entwicklungszusammenarbeit hat sich als dominante Form der Beziehungen zwischen reichen Ländern des Nordens und armen Staaten im Süden etabliert. Die Geschichte des ökonomisch motivierten und moralisch begründeten Engagements des Nordens reicht bis in die frühe Neuzeit zurück und orientiert sich an Wertvorstellungen und Bedingungen, die von den „Geberländern“ vorgegeben werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Grundsätze führen zu Sanktionen, die in extremen Fällen bis hin zu militärischen Interventionen reichen können.
Andererseits entstehen Rechtsfertigungsnarrative nicht unbeeinflusst von Aushandlungsprozessen, die vor Ort im Süden stattfinden. Im Panel soll diskutiert werden, welche Rechtfertigungsnarrative die Beziehungen zwischen armen und reichen Ländern leiten. Haben diese auch jenseits direkter staatlicher Intervention einen Einfluss, und wie werden sie von Akteuren interpretiert, angeeignet, instrumentalisiert oder verworfen?
Das Panel soll Nachwuchswissenschaftlern aus allen Disziplinen offen stehen, die sich mit Fragen der Kooperation von Norden und Süden befassen. Von besonderem Interesse sind die Strategien des Südens und inwieweit diese auf die Herausbildung von Normen im Norden zurückwirken.
Vorschläge sollten eine Länge von ca. 500 Wörtern haben und bis zum 6. Juli 2009 eingeschickt werden. Es ist geplant, Reise- und Hotelkosten zu bezuschussen. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und wenden sich mit Fragen an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. und Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Weitere Informationen finden Sie auf www.normativeorders.net.












