Herausbildung der Präferenzen für Demokratie und Marktwirtschaft in Afrika südlich der Sahara

Wir untersuchen die Determinanten von Präferenzen für Demokratie und Marktwirtschaft am Beispiel der Staaten Afrikas südlich der Sahara. Eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der entwicklungspolitischen Aktivitäten im Bereich Marktwirtschaft und Demokratie ist die Akzeptanz dieser Leitbilder in der Bevölkerung. Während inhärente Präferenzen für wirtschaftliche Systeme in den Wirtschaftswissenschaften normalerweise als konstant angesehen werden, wurde in jüngeren Forschungsarbeiten nachgewiesen, dass ein gewisser “Gewöhnungseffekt” in dem Sinne besteht, dass die Unterstützung eines wirtschaftlichen Systems in der Bevölkerung tendenziell wächst, je länger dieses besteht. Die Frage der Determinanten der Unterstützung der Marktwirtschaft und Demokratie ist besonders wichtig für Afrika, da sich viele afrikanische Staaten noch im Übergang von autoritären zu demokratischen Systemen sowie von ökonomischen Systemen mit erheblichen Staatseingriffen zu marktwirtschaftlichen Systemen befinden. Autoritäre Systeme könnten einerseits die Präferenzen der Bevölkerung nachhaltig dahingehend geprägt haben, dass ein solcher Führungsstil bevorzugt wird, oder aber andererseits den Wunsch nach Demokratie und starker Eigenverantwortung im wirtschaftlichen Bereich hervorrufen.

Basierend auf Daten der sogenannten Afrobarometer-Befragung aus 18 afrikanischen Ländern sowie Makro-Daten zum politischen und ökonomischen Regime analysieren wir einerseits, welche individuellen Charakteristika (z.B. Geschlecht, Einkommen, Alter) eine hohe Korrelation mit der Unterstützung der Demokratie und Marktwirtschaft aufzeigen, und testen, ob diese Korrelationen den Vorhersagen ökonomischer Theorien entsprechen. Andererseits untersuchen wir, ob die Unterstützung für Demokratie und Marktwirtschaft innerhalb eines Landes wächst, je länger diese Systeme im Land etabliert sind, und ob dieser Effekt abhängig von der Qualität des Regimes ist.

 

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Personen in diesem Projekt:

  • Projektleitung / Ansprechpartner
    • Fuchs-Schündeln, Nicola, Prof. Dr. | Profil

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