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Vergangene Ausstellungen

Hanne Darboven - Schreibzeit

3. Mai bis 7. Juni 2017

Im Jahr 1976 publizierte die Konzeptkünstlerin Hanne Darboven (1941–2009) eine Sequenz von 236 Blättern unter dem Namen „etc. etc.“. In den Folgejahren ist aus dieser Sequenz ihr fast 4000 Blätter starkes Schlüsselwerk „Schreibzeit“ geworden. In „etc. etc.“ vereinte Darboven erstmals die Elemente ihrer Arbeitsweise: minimalistische Konstruktionsprinzipien, ihre Technik der Zeitnotierung und ihre Art des politischen Kommentierens durch eklektisches Abschreiben. Mit raumfüllenden Papierarbeiten, 16mm-Filmen, zivilisationshistorischer Sammlerarbeit und mit musikalischen Kompositionen entwickelte Hanne Darboven ihre Arbeit über Jahrzehnte weiter. Mit etc. etc. von 1976, dem 16mm-Film „Vierjahreszeiten. Der Mond ist aufgegangen“ von 1982/83 und die Live-Aufführung ihrer Komposition Opus 17a für Kontrabass solo von 1983 und Opus 26 für Streichquartett von 1989/90 zeigt die Studiengalerie 1.357 Hanne Darbovens Arbeitsweise in ihrer Medienvielfalt.

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
I.G. Farben-Haus, 1. OG, rechts

Zum Programmflyer: Hier...

Weitere Informationen: Hier...

Veranstalter:
Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Hanne Darboven Stiftung, Hamburg und Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"


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Rahmenprogramm der Ausstellung "Unter Waffen. Fire & Forget 2"

10. September 2016 bis 26. März 2017

 

Der Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" verantwortet das Rahmenprogramm der Ausstellung "Unter Waffen. Fire & Forget 2" im Museum Angewandte Kunst. Die Ausstellung wird am 10. September 2016 eröffnet und bis zum 26. März 2017 gezeigt. Zu den Beiträgerinnen und Beiträgern der ingesamt 14 Podiumsdiskussionen, Vorträge, Filmscreenings gehören Ellen Blumenstein, Prof. Dr. Christoph Burchard, Prof. Dr. Christopher Daase, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Marco Fey, Dr. Daniel Föller, Prof. Dr. Dr. Günter Frankenberg, Prof. Dr. Klaus Günther, Prof. Dr. Ingeborg Harms, Prof. Dr. Vinzenz Hediger, Prof. Dr. Angela Keppler, Dr. Matthias Kettemann, Dr. Stefan Kroll, Dr. Mahret Kupka, Dr. Valentin Rauer, Niklas Schenk, Prof. Dr. Susanne Schröter, Prof. Dr. Martin Seel, Dr. Daniel Tyradellis, Dr. Thorsten Thiel, Univ.-Prof. Dr. Miloš Vec, Dr. Simone Wisotzki, Ronja von Wurmb-Seibel, Peter Zizka.

 

Veranstalter:
Museum Angewandte Kunst in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Weitere Informationen: Hier...

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Nous n'avons pas besoin de tuer...

Neoninstallation von Laura J Gerlach

Im Rahmen der Luminale 2016, 13. März 2016 bis 18. März 2016

Drei Schriftzüge, unübersehbar an drei Orten in Frankfurt und Offenbach, dominieren die Architektur, die Textbotschaft manifestiert sich, während die urbane Situation in der Dunkelheit verschwindet. Ein subtiler Sound, der in die Nacht flutet, unterstreicht die Relevanz, das Gelesene zu interpretieren, auf die eigene Haltung hin zu überprüfen, Position zu beziehen auf die textliche, politische Aufforderung hin. Und auch: sich als Bürger, als Teil der Weltgesellschaft mit der Fähigkeit und Möglichkeit zur Veränderung zu verantworten.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit Galerie Marion Meyer, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Stadt Offenbach am Main

Weitere Informationen: Hier..

Zu vorangegangenen Veranstaltungen während der Luminale: Hier... 

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ARAHMAIANI: „Violence No More“

12. bis 25. Oktober 2015

Die Ausstellung „Violence No More“ im Haus am Dom ist eine Retrospektive der indonesischen Künstlerin ARAHMAIANI. Indonesische Gegenwartskunst ist in Europa so gut wie unbekannt. Zu den wenigen Künstlern des Gastlandes der Buchmesse 2015, die international unterwegs sind, zählt ARAHMAIANI. Sie steht an vorderster Stelle in der Vermittlung indonesischer Kunst auf dem internationalen Parkett. Keine Kunstmetropole auf dieser Welt, in der sie noch nicht exponiert hätte, keine Biennale im Norden oder Süden, zu der sie nicht eingeladen war. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Werner Kraus (Center for Southeast Asian Art, Passau) und organisiert von Dr. Gunnar Stange (Goethe-Universität) und Dr. Lisa Straßberger (Haus am Dom, Frankfurt). Sie findet im Rahmen einer Kooperation des Haus am Dom, des Sonderforschungsbereichs 1095: „Schwächediskurse und Ressourcenregime“ und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt, der Frankfurter Buchmesse sowie des Center for Southeast Asian Art, Passau, sowie des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) statt.

Weitere Informationen: Hier...

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Sense of Doubt. Wider das Vergessen

10. September bis 11. Oktober 2015

Um den Erzählungen der Macht entgegenzutreten, braucht es einen ausgeprägten Sinn zum Zweifeln. Dieser produktive Zweifel hilft, um in die Vergangenheit zu blicken. Er vergegenwärtigt das Verdrängte und macht auch Alternativen bewusst. Das Projekt Sense of Doubt zeigt mit einer Ausstellung von achtzehn Videokunstwerken im Park des Museum Angewandte Kunst sowie einer Serie von Vorträgen und Podiumsdiskussionen, wie dieser Sinn zum Zweifeln alternative Erinnerungen an historische Ereignisse zur Geltung bringen kann und in den aktuellen globalen Diskurs überführt.

Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo. Das Projekt wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Weitere Informationen: Hier...

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Trevor Paglen: The Octopus

Werkschau 20. Juni bis 30. August 2015

 

“Trevor Paglen: Octopus” ist ein Ausstellungsprojekt des Frankfurter Kunstvereins. Es findet im Rahmen der RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt Rhein/Main statt und ist zudem eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

 

 

 

Weitere Informationen: Hier...

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The Human Face of Climate Change /Der Katastrophe Gesichter geben

19. Februar bis 15. Mai 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen“

20. Januar bis 25. März 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fragile narratives: memory and moving images in Colombian Art

Vortrag zur B3 Biennale des bewegten Bildes 2013

3. November 2013, 11-12.15 Uhr

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Vortragssprache Englisch

Video:



Audio:



Abstract:



The lecture focuses on two artworks by two Colombian artists, the video installation "Project for a Memorial" (2002) by Oscar Munoz and the moving photographs "Novenarios abiding" (2012) by José Manuel Echavarría. Through moving images these artists create a suggestive narrative for the problem of memory and representation of violence in Colombia. the lecture will show how these works keep company to the silence left by the war and become, thanks to the discontinued temporalities and the intervals made possible by its moving narratives, a plea and a place for mourning.



Prof. Dr. María del Rosario Acosta Lopez
, Phd Philospohy, is Professor at the Universidad de los Andes, Bogotá, Colombia, and currently a guest researcher, funded by the Alexander von Humboldt Foundation, in the Cluster of Exzcellence "The formation of normative Orders". She is the author of books on German Romanticism and F. Schiller, and has edited books on Hegel, Schiller, contemporary philosophy oft art, and contemporary politica philosophy. Her current interests are related to Colombian Transitional Justice Process and the questions of memory and representation of violence in Law and Art.
 

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Veranstalter: Hochschule für Gestaltung Offenbach in Kooperation (u. a.) mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

























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Narrative der Gerechtigkeit

Vortrag B3 Biennale des bewegten Bildes 2013

1. November 2013, 15.30-16.30 Uhr

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Video:



Audio:



Abstract:
Über Gerechtigkeit wird häufiger in der Form von Narrativen und (bewegten) Bildern verhandelt als in der Form von Theorien. Die Figur der Iustitia mit Waage, Schwert und Augenbinde ist eines der ältesten und wirkmächtigsten Bilder in der kollektiven Vorstellung des Okzidents. Man findet es auf dem Frankfurter Römerberg oder in dem berühmten Fresko über die gute und die schlechte Regierung in Siena. Aber auch Theorien der Gerechtigkeit artikulieren sich häufig in Bildern, Gleichnissen und Erzählungen, z. B. in Thomas Hobbes "Leviathan" (1651) mit dem berühmten Titelkupfer. Umgekehrt handeln viele Erzählungen und Filme von Konflikten über die Gerechtigkeit, z. B. über die (gerechte/ungerechte) Vergeltung eines Unrechts, von Homers "Ilias" über den biblischen "Sündenfall" bis zu Sergio Leones Western "Spiel mir das Lied vom Tod". Wie erklärt sich diese enge Wechselbeziehung?.


Prof. Dr. Klaus Günther, geboren 1957, Studium der Philosophie und Rechtswissenschaft in Frankfurt am Main, Promotion 1987 ("Der Sinn für Angemessenheit", Suhrkamp 1988), Habilitation 1997 ("Schuld und kommunikative Freiheit", Vittorio Klostermann 2005), seit 1998 Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Frankfurter Goethe-Universität sowie Co-Sprecher des Exzellenzclusters EXC 243/2 "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Mitglied des Kollegiums am Institut für Sozialforschung Frankfurt/Main sowie des Direktoriums am Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg v. d. H. 1994/96 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Gastprofessuren in Buffalo/NY, Oxford, Paris und zuletzt 2012 an der London School of Economics.

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Veranstalter: Hochschule für Gestaltung Offenbach in Kooperation (u. a.) mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"






















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Erzählungen von Gesetz und Gewalt: Theater und Film

Gesprächsrunde B3 Biennale des bewegten Bildes 2013

30. Oktober 2013, 20.30-22 Uhr

MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Video:



Audio:



Abstract:


Der Zusammenhang und Gegensatz von Gesetz und Gewalt sind seit jeher ein zentraler Gegenstand künstlerischer Erzählungen. Rechtssetzende Gewalt kommt dabei nicht minder zur Gestaltung wie Gewalt bei der Durchsetzung oder Anwendung von Recht und Gesetz oder die (oft gewaltsame) Umwandlung von gesetzlosen Zuständen in rechtsförmige, sei es in vorstaatlichen oder staatlichen Bereichen oder im internationalen Maßstab. An einschlägigen Beispielen soll diskutiert werden, wie die Verzahnung von Recht, Gesetz, und Gewalt in der künstlerischen Behandlung im älteren und neueren Theater und Film dramatisiert wird. Dabei wird es insbesondere um die narrativen Formen gehen, mit denen Theater und Kino gestern wie heute die Dialektik von Gesetz und Gewalt exponieren.

Prof. Dr. Christoph Menke, Professor für Praktische Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Arbeitsschwerpunkte: Politische und Rechtsphilosophie; Ästhetik. Buchveröffentlichungen (Auswahl): Die Souveränität der Kunst (1988); Tragödie im Sittlichen (1996); Spiegelungen der Gleichheit (2000, 2004); Die Gegenwart der Tragödie, Versuch über Urteil und Spiel (2005); Kraft. Ein Grundbegriff ästhetischer Anthropologie (2008); Recht und Gewalt (2011); Die Kraft der Kunst (2013).



Prof. Dr. Martin Seel,
geboren 1954, ist Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Zu seinen Publikationen zählen: Eine Ästhetik der Natur, Frankfurt am Main 1991; Versuch über die Form des Glücks, Frankfurt am Main 1995; Ästhetik des Erscheinens, München 2000; Sich bestimmen lassen. Studien zur theoretischen und praktischen Philosophie, Frankfurt am Main 2002; Theorien, Frankfurt am Main 2009; 111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue, Frankfurt am Main 2011; Die Künste des Kinos, Frankfurt am Main 2013.



Frederike Popp
, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philiosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Mitglied des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen.



Dr. Dirk Setton lehrt Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und arbeitet als Postdoc im Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Er arbeitet zu Kants kritischer Philosophie, zum Verhältnis von Freiheit und Normativität, zu Theorien des Bildes und der Einbildungskraft sowie zu den Begriffen der Irrationalität und des Selbstbewusstseins. Zuletzt ist von ihm erschienen: Unvermögen. Die Potentialität der praktischen Vernunft (Zürich, 2012), und als Mitherausgeber (gemeinsam mit Juliane Rebentisch) Willkür: Freiheit und Gesetz II (Berlin, 2011).


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Veranstalter: Hochschule für Gestaltung Offenbach in Kooperation (u. a.) mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

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Das Wilhelminische Deutschland und die Universität Frankfurt: Der Kontext des Kriegsjahres

Vortrag  im Rahmen von "GU 100", den Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der Goethe-Universität Frankfurt am Main


29. Mai 2014, 18.00 Uhr
Prof. Christopher Clark (University of Cambridge)

Das Wilhelminische Deutschland und die Universität Frankfurt: Der Kontext des Kriegsjahres

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Hörsaalzentrum, HZ 1

Weitere Informationen zur Person: Hier...

Zum Artikel: „Alle wollten bis zum Ende pokern“

Video:


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  • Prof. Christopher Clark, University of Cambridge
  • Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr.Andreas Fahrmeir, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Neuere Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Christopher Clark, University of Cambridge
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafprozessordnung der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Gesprächsrunde im Anschluss des Vortrags




Veranstalter:

Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"





Der ethisch-politische Horizont der Kritischen Theorie: Gestern und heute

Veranstaltungen des Exzellenzclusters an "GU 100", den Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Vortrag
4. Juni 2014, 19.30 Uhr
Prof. Seyla Benhabib (Yale University)

Der ethisch-politische Horizont der Kritischen Theorie: Gestern und heute

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Hörsaalzentrum, HZ 5

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
 
Weitere Informationen zur Person: Hier...

Artikel: „Die Aufgabe, die gesellschaftliche Welt als ein widersprüchliches Ganzes zu begreifen“ – Seyla Benhabib über das Programm Kritischer Theorie gestern und heute







Video:


 

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Grundrechte und Religion im Europa der Frühen Neuzeit (16./18. Jh.)

Arbeitsgespräch

27.-28. November 2014

Programm:

Organisation: Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte, PD Dr. Cecilia Cristellon (Goethe Universität, Frankfurt a. M., Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

27. November: Campus Westend,  IG Farbenhaus, Foyer 411
12. 00 Uhr Eintreffen, kleiner Imbiß

12. 45 Uhr
Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte (Goethe Universität, Frankfurt a. M.), Begrüßung und Einleitung

Campus Westend,  Gebäude  "Normative Ordnungen", Raum 5.02

Grundrechte in  theologischen, politischen und juristischen Debatten
Teil I
13.00 Uhr
Prof. Dr. Volker Leppin (Eberhard Karls Universität, Tübingen), Das Gewissen als Grenze der Obrigkeit im 16. Jahrhundert

13.45 Uhr
PD Dr. Christopher Voigt-Goy (Institut für Europäische Geschichte, Mainz) Die Geschichte des Begriffs „Gewissen“ im Protestantismus des 16./17. Jahrhunderts

14. 30 Kaffeepause

Teil II
14.45 Uhr
Prof. Dr. Merio Scattola (Universität Padua), Forum Conscientiae. Die interne Gerichtsbarkeit in der theologischen Literatur  der Frühen Neuzeit

15.30 Uhr
PD Dr. Frank Kleinehagenbrock (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Selektive Toleranz. Zu juristisch-politischen Diskursen über Gewissensfreiheit im Alten Reich und in Großbritannien im 18. Jahrhundert

16.15 Uhr Kaffeepause

Politik, Praxis und Erfahrung der Grundrechte. Perspektiven aus den Römischen Kongregationen
Teil I
16.00 Uhr
Prof. Dr. Günther Wassilowsky (Universität Innsbruck), Religionsfreiheit im päpstlichen Rom? Schriftrekurs bei Begegnungen zwischen Päpsten und Juden

17.15 Uhr
rof. Dr. Dr. hc. Silvana Seidel Menchi (Universität Padua), Gewissen - Ohrenbeichte - Inquisition aus den Protokollen des Heiligen Offiziums.

18.00 Uhr Ende des ersten Tages

18.30 Uhr Abendessen im Lokal Eppstein-Eck, Eppsteiner Straße 26

28. November: Campus Westend, Casino, Raum 1.802
Teil II
9.00 Uhr
Dr. Andreea Badea (DHI Rom), Zwischen Gewissen und Bildung? Roms Sorge um die anima simplex im 17. Jahrhundert
9.45 Uhr

PD Dr. Cecilia Cristellon (Goethe Universität, Frankfurt a. M.) Grundrechte, Religion und Politik am Beispiel der Übergangsriten

10.30 Kaffeepause

Grundrechte, Gnadenakte und die Herausforderungen der Säkularisierung
10.45 Uhr Dr. Benedetta Albani (Max Planck Institut für Europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt a. M.), Päpstliche Gnadenakte als Regierungsinstrument der Katholischen Kirche: Ein Beispiel für Rechte und Gewissensfragen der Gläubigen nach dem Konzils von Trient

11.30 Uhr
Dr. Ellinor Forster (Universität Innsbruck), Einpassen von konfessionellen Rechten und Gewohnheiten in die zivilrechtliche Kodifikation. Diskussionen über katholische, protestantische und jüdische familienrechtliche Bestimmungen in Österreich im 18. Jahrhundert

13.00 Uhr Ende des Arbeitsgesprächs und Mittagessen in der Mensa

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

ESTER Research Design Course 2014

How to strengthen your dissertation project

14. bis 17. Oktober 2014

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen"

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und N.W. Posthumus Institute/ESTER

Programmflyer
(pdf): Hier...

Weitere Informationen zum ESTER Research Design Course: Hier...

Weitere Informationen zu ESTER: Hier...


"Quo vadis Indonesien?" Pluralismus und religiöse Toleranz in Gefahr!

Lesung und Podiumsdiskussion

5. Oktober 2014, ab 16.30 Uhr

Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt am Main

Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Friedrich-Naumann-Stiftung und weitere Partner

Programm:
16.30 Uhr – Begrüßung
16: 40 Uhr – Autorenlesung
18.00 Uhr – Meet and Greet
19.00 Uhr – Podiumsdiskussion: „Quo vadis Indonesien?“ Pluralismus und religiöse Toleranz in Gefahr!

Lesung und Podiumsdiskussion können gern unabhängig voneinander besucht werden.

Um Anmeldung wird gebeten, Kurzentschlossene sind jedoch ebenso herzlich willkommen:
0611/157567
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Indonesien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2015, ist seit dem Sturz des autoritären Präsidenten Mohammed Suharto im Mai 1998 in einem umfassenden Demokratisierungsprozess begriffen. Seither fungiert das Land als vielzitiertes Musterbeispiel für die Demokratiefähigkeit der islamischen Welt.
Dieser Entwicklung steht jedoch eine fortschreitende gesellschaftliche und politische Islamisierung gegenüber, die die religiösen Minderheiten des Landes zunehmend in Bedrängnis bringt. So beklagen Amnesty International und andere Nichtregierungsorganisationen seit Jahren sich häufende, weitgehend ungeahndete Übergriffe auf Christen, Schiiten und Anhänger der Ahmadiyyah und ihre Institutionen durch militante islamische Gruppierungen. Auf politischer Ebene wurden in großer Zahl islamische Rechtsverordnungen erlassen, die zahlreiche Experten als Widerspruch zur indonesischen Verfassung einordnen.
Vieles deutet darauf hin, dass religiöse Toleranz und Pluralismus als normative Grundlagen des Landes, das die „Einheit in Vielfalt“ zum Staatsmotto erhoben hat, zunehmend in Bedrängnis geraten. Mit dem neuen Präsidenten Joko Widodo, der sich im Wahlkampf für soziale Gerechtigkeit und interreligiösen Dialog ausgesprochen hat, verbinden viele Bürgerinnen und Bürger die Hoffnung auf eine Trendwende.
Über diese Entwicklungen diskutieren Personen des öffentlichen Lebens Indonesiens mit Experten aus Deutschland und dem Publikum an diesem Abend. Auf dem Podium sprechen Prof. Dr. Susanne Schröter, Dr. Siti Musdah Mulia, Prof. Dr. Franz Magnis-Suseno, Dr. Luthfi Assyaukanie und Olaf Kellerhoff. Moderation: Gunnar Stange.
Zuvor erwartet die Gäste eine interessante Autorenlesung von Goenawan Mohamad und Avianti Armand, die nicht zuletzt auch persönliche Einblicke in die Thematik eröffnen wird.

Leitung:
Prof. Dr. Susanne Schröter
Cornelia Holtmann
Dr. Christopher Scholtz
Gunnar Stange

Programmflyer (pdf): Hier...

Critical Normativities/Normative Disorders

The workshop series Critical Normativities/Normative Disorders engages with a broad spectrum of approaches to politics and society. It originates from the idea that the diverse orders of normativity that constitute the social, political and economic practices of our contemporary world display an inherently critical nature that is worthy of being inquired into with the aid of the widest possible range of conceptual devices. Normativities are critical in a double sense: On the one hand, they consist of an amalgam of problems, dilemmas, hegemonies, injustices, and constellations of power; on the other hand, they immanently provide resources and energies for challenging, transforming, even re-inventing given orders. Normative orders can be depicted as disorders by revealing their immanent subversive potentials.

In winter semester 2014-15, the workshop series focuses on the following topics: peoplehood and republicanism, neoliberalism and financial governmentality, violence, gender oppression and pornography, as well as political affects.
Each session consists of a dialogue between two speakers. Workshop language will be English. Papers will be distributed via email in advance.

If you are interested, please register for the workshop series by sending email to the conveners:
Federica Gregoratto (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), or Kolja Möller (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Program (provisional):

29 October 2014 (4-7pm)
Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02

Philipp Schink (Frankfurt a. M.), Kolja Möller (Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" Frankfurt a. M.):
Staging the People of the Republic

Dorothea Gädeke (Frankfurt a. M.): Critical Republicanism

19 November 2014 (4-7pm)
Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Raum PA 21

Emanuele Leonardi (Bergamo): Financial Governmentality: Wealth-Effect as a Practice of Social Control

Thomas Biebricher (Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders", Frankfurt a. M.): Sovereignty, Norms and Exception in Neoliberalism

17 December 2014  (4-7pm)
Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", Raum EG 02

Thore Prien (Flensburg): The Spatial Fix of Violence. Landgrabbing and the Missing Link Between Overaccumulation Crisis and the Crisis of Biopolitics

Francesca Raimondi (Frankfurt a. M.): The „De-actualization“ of Freedom. Marx’ Critique of State Violence

21 January 2015 (4-7pm)
Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen"Raum EG.02

 Mara Marin (Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" Frankfurt a. M.): Connected by Commitment. Rethinking Relations of Oppression and Our Responsibility to Undermine Them

 Mari Mikkola (Berlin): Pornography: A Source of Oppression or a Tool for Emancipation?

11 February 2015 (4-7pm)
Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", Raum EG.02

Serhat Karakayli (Hamburg): Politics of Affect Between Intensity and Control

Judith Mohrmann (Berlin): Why Politics Can't Do away with Emotions - and why that is a Good Thing

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of normative Orders"

Die Rezeptivität des Urteilens: Norm und Natur II

Internationale Tagung

23. bis 25 Oktober 2014

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", Raum  5.01

Konzeption und Organisation: Christoph Menke, Dirk Setton (beide Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")



Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Programm:

Donnerstag, 23.10.2014

16.00-17.15 Uhr
Marcus Willaschek (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" Frankfurt am Main)
The Role of Receptivity in Kant’s Account of Cognition and Judgment

17.30-18.45 Uhr
Andrea Kern (Leipzig)
Reason as Nature

Freitag, 24.10.2014

10.00-11.15 Uhr
Dirk Setton (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" Frankfurt am Main)
Selbstaffektion und Gegenstandskonstitution: Die Einbildungskraft im Urteilen nach Kant

11.30-12.45 Uhr
Marc Rölli (Zürich)
Schluss mit dem Urteil. Zur Repräsentationsanalyse in Deleuzes »Differenz und Wiederholung«

14.00-15.15 Uhr
Judith Mohrmann (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" Frankfurt am Main)
Enthusiasmus und Revolution – Politisches Urteilen nach Kant

15.30-16.45 Uhr
Sabine Müller-Mahl (Dresden)
"Zusammensehen" von Sachverhalt und Norm im juridischen Urteil

17.15-18.30 Uhr
Wayne Martin (Essex)
Pathology, Hyperautonomy, and the Ossification of the Power of Judgement

Samstag, 25.10.2014

10.00-11.15 Uhr
Christoph Menke (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" Frankfurt am Main)
Der Sklavenaufstand im Urteilen

11.30-12.45 Uhr
Andrew Norris (UC St. Barbara)
Receiving Autonomy: On Cavell’s Perfectionism

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Skepticism as Practical Philosophy in the Work of Stanley Cavell

Lecture

5. November 2014, 6pm

Prof. Andrew Norris (Associate Professor of Political Science und Affiliated Professor of Philosophy an der University of California, Santa Barbara)

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen"

Please register in advance: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Cavell has been read as presenting both a "decisive refutation" of skepticism (by readers like Michael Williams) and an account of "the irrefutability of skepticism" (by readers like Simon Critchley). On his own account, however, he does neither. This talk explores Cavell’s understanding of what he terms "the truth of skepticism", and evaluates it as a contribution to practical philosophy.

Prof. Andrew Norris is Associate Professor of Political Science and Affiliated Professor of Philosophy at University of California, Santa Barbara. For further information: click here...

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of normative Orders"

Salafismus und Jihadismus. Der Traum vom Gottesstaat im 21. Jh.

 Konferenz

28. November 2014

Die Salafismus genannte Form des radikalen politischen Islams hat sich in Deutschland wie in vielen anderen Ländern zu einer virulenten Jugendbewegung entwickelt. Die Ursachen dafür wurden von Wissenschaftlern und Politkern bislang vorrangig in den Defiziten der Einwanderungsgesellschaft ausgemacht, in der mangelnden Anerkennung der Postmigranten, ihren Diskriminierungserfahrungen und vergleichsweise schlechten Bildungsabschlüssen. Dieses Szenario erklärt allerdings weder die hohe Anzahl an Konvertiten innerhalb der salafistischen Bewegung noch den Umstand, dass auch Jugendliche aus privilegierten Familien in ihren Reihen aktiv sind. Die Reduzierung auf endogene Faktoren berücksichtigt außerdem nicht, dass Salafismus in seiner militanten Variante, dem Jihadismus, ein globales Phänomen darstellt, das in fast allen sunnitisch geprägten Ländern zu einem ernsten gesellschaftlichen Problem geworden ist. Die Ursachen sind so verschieden wie ökonomische, soziale und politische Probleme in unterschiedlichen Teilen der Welt nur sein können, die Kultur, das politische Programm und die Aktionsformen von Salafisten gleichen sich jedoch weltweit. Salafismus ist eine transnationale Bewegung, ein utopisches Gegenmodell zu real existierenden Gesellschaftsformen und bietet seinen Anhängern „Heimat“ in einer unübersichtlichen Welt.Er zeichnet sich durch eine rigide Geschlechterordnung aus, die überraschenderweise auch für Frauen attraktiv ist, durch ein strenges Regelsystem, dem der Einzelne sich zu unterwerfen hat, sowie durch die Gleichzeitigkeit von Autoritarismus und anarchischen Freiräumen. Für junge Männer bietet er in seiner Variante des Jihadismus eine Spielwiese des Heroischen, die seltsam anachronistisch wirkt.

Salafisten und Jihadisten grenzen sich von traditionellen islamischen Organisationen ab, sind aber dennoch auf die Akzeptanz oder zumindest die stillschweigende Duldung konservativer Muslime angewiesen. Für viele sind sie die „jungen Wilden“ der Ummah, denen man zwar ambivalent, nicht aber ohne Verständnis gegenübersteht.

Im Rahmen der Konferenz sollen Hintergründe und Konsequenzen des salafistischen Aufbruchs erörtert sowie Präventionsmaßnahmen und DeRadikalisierungsprogramme im Hinblick auf ihre Effekte diskutiert werden.

Historisches Museum Frankfurt
Lepolid Sonnemann-Saal
Fahrtor 2 (Römerberg)
60311 Frankfurt am Main

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Die Veranstaltung ist kostenfrei

Anmeldung bis zum 24. Nov. bei Oliver Bertrand
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Goethe-Universität Frankfurt am Main
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt
Tel.: 069-798-33062, Fax: 069-798-33077
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Programmflyer: Hier...

Programm:

10.00 Uhr Begrüßung durch:
Prof. Dr. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, Professur für Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen
Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen”
Prof. Dr. Bekim Agai, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam Professor für Kultur und Gesellschaft des Islam in Geschichte und Gegenwart

Video:

 

10.30 Uhr „Homegrown-Terrorismus in England und syrische Auslandskämpfer“
Prof. Dr. Peter Neumann, Director of the International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR), Security Studies at the Department of War Studies, King’s College London

11.15 Uhr Diskussion

Video:

 

11.30 Uhr „Transnationale Jihadbewegungen im Irak. Wie etablierte sich der Islamische Staat (IS )?“
Dr. Andreas Armborst, Zentrum für Sicherheit und Gesellschaft, Institut für Soziologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Video:



12.15 Uhr Diskussion

12.30 Uhr „Die jungen Wilden der Ummah. Heroische Geschlechterkonstruktionen im Jihadismus”
Prof. Dr. Susanne Schröter, Exzellenzcluster „Normative Ordnungen“, Institut für Ethnologie, Goethe-Universität Frankfurt

13.15 Uhr Diskussion

Video:

 

13.30 Uhr Mittagspause, kleiner Imbiss und Getränke im Foyer

 

14.15 Uhr „Die neuen Feinde der Demokratie. Jihadistischer Salafismus als Jugendkultur“
Dr. Marwan Abou-Taam, LKA Rheinland-Pfalz

15.00 Uhr Diskussion

Video:

 

15.15 Uhr „Psychologische Aspekte des religiösen Radikalismus“
Dipl. Psychologe Ahmed Mansour, Mitarbeiter bei der Beratungsstelle HAYAT, Programmdirektor bei der European Foundation for Democracy

16.30 Diskussion

Video:

 

16.45 Kaffeepause, Getränke und Kuchen im Foyer

 

17.00 „Die sozialen Grundlagen des Jihads: Boko Haram, al-Shabab und Nordmali im Vergleich.“
Prof. Dr. Roman Loimeier, Institut für Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen

17.45 Uhr Diskussion

Video:

 

18.00 Uhr „Heiliger Krieg, heiliger Profit. Afrika als neues Schlachtfeld des internationalen Terrorismus“
Marc Engelhardt, Afrikakorrespondent und freier Journalist

18.45 Uhr Diskussion

Video:

 

19.00 Uhr Verabschiedung

Weitere Informationen: Hier...

Zurück zu Leo Strauss? Robert Howse on the Neocons, Obama, and the (new) Iraq War

Lecture

Robert Howse

Zurück zu Leo Strauss? Robert Howse on the Neocons, Obama, and the (new) Iraq War

8 December 2014, 8pm

Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg
Sofienstraße 12
69115 Heidelberg

With ISIS in Iraq and the disorder in Syria, the Bush era Neocons-Cheney, Wolfowitz, Bill Kristol-are back, this time on the talk shows, urging that the US flex its muscles, and calling Obama a coward and a weakling.

A decade ago, when the US went into Iraq and toppled Saddam Hussein, Leo Strauss (the German Jewish emigre  philosopher who died in 1974) was a name often associated with inspiring the Neocon case for war.
But this time round, Strauss will not be a weapon in the warmonger’s arsenal, because, as Robert Howse will explain, his new book Leo Strauss Man of Peace, rereading of Strauss’s works in light of newly available transcripts of his lectures to students, shows that Strauss was a man of peace not war, who argued for the rule of law in global affairs, believed in moral as well as legal constraints on violence, criticized imperial ambition, and supported peaceful European integration.

Howse will explain how Strauss’s thought came to be so distorted in recent American intellectual history, giving rise to a conservative “cult”. He will suggest how the real Strauss might have approached the current world (dis)order, based on Strauss’s confrontation with thinkers such as Thucydides, Kant, Machiavelli, and Hugo Grotius the founder of modern international law.  Howse’s book has been called “bold and admirable” by the Los Angeles Review of books and “distinct and original” by Yale political theorist Steven Smith in Notre Dame Philosophical Reviews.

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders", a Cooperation of the Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law (Cluster Partner) with DAI Heidelberg.

For further information: click here...

Justification Beyond the State: Philosophy and International Law

Yale Political Theory Workshop & Yale Law School

 

Justification Beyond the State: Philosophy and International Law

5 December, 2014

New York, Yale University
President's Room, Woolsey Hall

Presented by:
In collaboration with “Normative Orders Cluster of Excellence” and “Transnational Justice – Leibniz Research Group” of Goethe University at Frankfurt/Main

With the Support of the Kempf Memorial Fund at the Yale MacMillan Center, and the Oscar M. Ruebhausen Fund at the Yale Law School

 Program of the Workshop:

BREAKFAST AND COFFEE FOR PARTICIPANTS

Greetings and Opening Words: 10:00-10:15 am

Session I.  10:15-12:15 pm
Global Governance, Human Rights and the Responsibility to Protect

Chair: Stefan Gosepath (Freie Universitat, Berlin)

Speaker: Cristina Lafont, "Sovereignty and the International Protection of Human Rights" (Northwestern University)

With the participation of Darrel Mollendorf (University of Frankfurt), Scott Shapiro (Yale University), Neil Walker (Visiting; Yale Law
School)

LUNCH BREAK – 12:15-1:30 PM

Session II.  1:30-3:30 pm
Developments in Global Governance and Administrative Law

Chair: Turkuler Isiksel (Columbia University, Princeton University)

Speaker: Eyal Benvenisti, "Why do global governance bodies owe you an accounting?" (Tel-Aviv University)

With the participation of Judith Resnik (Yale University, Law School), Charles Sable (Visiting Professor of Law, Yale)

COFFEE BREAK; 3:30-4:00 PM

Session III.  4:00-6:00 pm
The Jurisprudence of Dignity

Chair: Seyla Benhabib (Yale University and Adjunct, Yale Law)

Speaker: Christopher McCrudden, “Is There Dignity Beyond the State?: Judicial Approaches to the Supposed Universal” (Belfast/Michigan/Wissenschaftskolleg, Berlin)

With the participation of Mattias Kumm (Visiting; Yale Law), Rainer Forst (J.W. Goethe University) and Reva Siegel (Yale Law)

6:00- 7:00 pm  COCKTAILS AND DRINKS FOR PARTICIPANTS AND AUDIENCE

DINNER AT THE UNION LEAGUE CLUB FOR GUESTS AT 8 PM

Das Recht der Grenze und die Grenzen des Rechts

Podiumsdiskussion

Mit

Prof. Dr. Dr. Günter Frankenberg, Professur für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung und assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dr. Felix Hanschmann, Akademischer Rat a.Z. am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ophelia Lindemann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Dr. Valentin Rauer, Post Doc des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“


Kötter/Seidl fragen in ihrer Projektreihe nach den Bedingungen und Möglichkeiten gesellschaftlichen Handelns, nach den "Grenzen künstlerischer Arbeit, politischer Aktivität, wissenschaftlichen Nachdenkens?" (Projektbeschreibung) Das auszuloten, führen sie in der Musik-Theater-Film-Performance „RECHT. Ökonomien des Handelns2“ ein Experiment durch: Sie verpflanzen eine nach spezifischen Merkmalen ausgewählte Menschengruppe – Rechtswissenschaftler und NGO-Mitarbeiter - auf eine Insel und geben dieser Gruppe eine Aufgabe: Wie müsste sie aussehen, eine neue globale Ordnung, Gerechtigkeit durch Recht? Dieses Experiment filmen sie, unterwandern und überfliegen es durch Musik und führen das Ganze schließlich einem Publikum vor. Das ist Kötter/Seidls Form des gesellschaftlichen Handelns, nämlich das der Kunst.
Ob es allerdings zufriedenstellend sein kann, den Beitrag der Wissenschaftler zur Frage gesellschaftlichen Handelns, zu den Grenzen des Rechts auf Inseln zu belassen, bleibt zu bezweifeln. Schaffe eine utopische globale Rechtsordnung – in ihrem Abschlussstatement weisen die Inselbewohner auch die Zumutung dieser Aufgabenstellung zurück: Die Aufgabe ist zu groß, es gibt wenn, dann nicht eine Ordnung, sondern viele und außerdem ergibt die Prüfung der Zuständigkeit, dass nicht Inselgelehrte, sondern gesellschaftliche Konflikte für die Herausbildung von Ordnungen zuständig sind. Ist diese Antwort eine der Resignation angesichts der Größe der Aufgabe? Ist die Grenze wissenschaftlichen Nachdenkens über normative Ordnungen die Frage gesellschaftlichen Eingreifens? Oder kann – trotz aller Limitierungen – an einer kritischen Form der Intervention in einer zugegebenermaßen emphatisch verstandenen Öffentlichkeit festgehalten werden? Die Diskussion wäre also von der Insel zu holen.
Die für das Experiment gewählte Insel ist keinesfalls bloß ein utopischer Nicht-Ort irgendwo im Nirgendwo, sondern - historisch bedeutungsschwanger aufgeladen – eine Moselinsel bei Schengen. Wurde das Schengener Abkommen zur Öffnung der europäischen Grenzen ursprünglich auf einem Schiff unterzeichnet, ist nun zu fragen, ob dieses Schiff mitsamt möglicherweise der Idee des Einreißens von Gewalt implizierenden Grenzziehungen jetzt auf einer Insel gestrandet ist – die fröhlich Gestrandeten finden wir diskutierend, feiernd und musizierend - während da draußen die See gar so furchtbar hoch geht. Schon fordern marschierende Volksverteidiger die Schotten schön dicht zu machen… Die Frage nach den Grenzen des Rechts gewinnt materielle Gewalt in den Flüchtlingscamps außerhalb des Blickfelds der Festgesellschaft.

25. Januar 2015, 15.00 Uhr

Mousonturm, Lokal
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Video:

 

Audio:

 

Bildergalerie:

  • "Das Recht der Grenze und die Grenzen des Rechts" - Podium am 25.01.2015 im Mousonturm
  • Moderation: Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Moderation: Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Dr. Günter Frankenberg, Professur für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung und assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Dr. Felix Hanschmann, Akademischer Rat a.Z. am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Ophelia Lindemann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Dr. Valentin Rauer, PostDoc des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Daniel Kötter und Hannes Seidl (v.l.), Künstler von "Recht. Ökonomien des Handels 2"
  • Priv. Doz. Dr. Dr. Fabian Steinhauer, Mitwirkender an "Recht. Ökonomien des Handels 2"

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Im Rahmen von RECHT. Ökonomien des Handelns2, einer Produktion von Kötter/Seidl in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm / Frankfurter Positionen, Muziekcentrum De Bijloke Gent, MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik und dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main und die Flämischen Regierung / Belgien



 

 

Defeasibility in Law

Workshop


12-13 March 2015

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Lübeckerstraße/Ecke Hansaallee
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01

Participants:

Carsten Bäcker (Kiel)
Ruth Chang (New Brunswick)
Jonathan Dancy (Austin/Reading)
Michel de Araujo Kurth (Frankfurt)
Klaus Günther (Frankfurt)
Matthias Klatt (Hamburg/Osnabrück)
Susanne Mantel (Saarbrücken)
Andrei Marmor (Los Angeles)
Josep Juan Moreso (Barcelona)
Andreas Müller (Frankfurt)

Description:
In this workshop philosophers and jurists with different theoretical backgrounds come together to discuss about defeasibility in the law.
Defeasibility, most generally speaking, means that given some set of conditions A, something else B will hold, unless conditions C apply.
Especially reasons seem to be an appropriate candidate for an object to which defeasibility may be attributed to. Roughly speaking a reason r is defeasible when the justification it offers is only inconclusive because it can be challenged by defeating conditions (the so called “defeaters”). Now a central question is: does this also hold for legal reasons? If legal reasoning is, as most people think it is, mainly a rule-governed activity, then the defeasibility of legal reasons cannot just be taken for granted and more need to be said about how the defeasible force of legal reasons may be reconciled with the rule-governed character of legal reasoning (some philosophers suggest that one way to do this is to require that “contend independent reasons” or “formal principles” must be taken into account in the process of balancing reasons for and against deviating from a rule indicated outcome. This is supposed to make it more difficult to set the rule aside). It is also still unclear whether defeasibility poses a real challenge for legal positivism (as for example Dworkin seems to have supposed) or whether legal positivism is neutral to defeasibility based arguments. Questions like these will be discussed by the participants of this workshop.

Registration required. Unfortunately registration is only possible until March 9, 2015 Email to: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schedule: click here...

Language: english

Conveners of the workshop are:
Prof. Klaus Günther (Co-Speaker Cluster of Excellence "The Formation of normative Orders" and Prof. Marcus Willaschek (Cluster of Excellence "The Formation of normative Orders")

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Gott näher sein als seiner eigenen Halsschlagader - Muslime in Wiesbaden

Vortrag

29. Januar 2015, 18 Uhr

Prof. Dr. Susanne Schröter, Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

„Muslime in Wiesbaden“ ist eine ethnographische Studie über Muslime, denen Gott, wie es in einem Koranvers heißt, näher ist als ihre eigene Halsschlagader.
Es sind Menschen, die sich in besonderem Maß ihrer Religion widmen und das Diesseits nur als Übergangsstadium zum ewigen Leben im Paradies verstehen.
Sie versuchen die Gebote Gottes im deutschen Alltag einzuhalten und organisieren sich in Moscheegemeinschaften bzw. Vereinen.
Diese frommen Muslime sind keine homogene Gruppe. Die Idee der einen ummah wird durch die Vielzahl der Organisationen, der kulturellen und sprachlichen Differenzen sowie der Individualität der einzelnen Mitglieder immer wieder gebrochen.
Über dieses konservativ-fromme Segment des deutschen Islams hat Frau Prof. Dr. Susanne Schröter eine ethnographische Forschung in 15 muslimischen Gemeinschaften unterschiedlichster Ausrichtungen in Wiesbaden durchgeführt, deren Ergebnisse im Vortrag präsentiert werden.

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Lübeckerstraße/Ecke Hansaallee
Gebäude "Normative Ordnungen", 5.02

Veranstalter:
Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI), Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Anmeldung ist erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Plakat (pdf): Hier...

Weitere Informationen: Hier...

The Human Face of Climate Change /Der Katastrophe Gesichter geben

Ausstellung zum Thema "Klimagerechtigkeit" im Fokus von Wissenschaft und Kunst

Vernissage der Fotoausstellung, 19. Februar 2015, 16.30 Uhr

Es stellen aus: Mathias Braschler und Monika Fischer

Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg

Bildergalerie:

  • Michael Korwisi, Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg
  • Dr. Julia Schultz, Bad Homburg
  • Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Ingrid Rudolph, Geschäftsführerin des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main


Podiumsdiskussion am 23. Februar 2015, 19 Uhr

Mit Prof. Dr. Darrel Moellendorf, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Prof. Dr. Konrad Ott, Kiel und Dr. Hermann E. Ott, Berlin. Die Moderation übernimmt Dr. Julia Schultz, Bad Homburg. Michael Korwisi, Oberbürgermeister von Bad Homburg, und Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften, halten Grußworte.

 Flyer: Hier...

Während beim Klimaschutz oft nur an technologische Innovation gedacht wird, soll es bei diesen beiden Veranstaltungen um Fragen der Gerechtigkeit gehen. Ohne mehr Gerechtigkeit wird es kein neues Klimaabkommen geben. Die Fotoausstellung zeigt Menschen weltweit, die bereits heute vom Klimawandel betroffen sind. In der Podiumsdiskussion werden Fragen angesprochen wie: Steht Klimaschutz gegen das Recht auf Entwicklung? Sind staatliche Vorgaben vorzuziehen oder Freiwilligkeit?

Wie ist unser Verständnis von Wohlstand? Ist Geoengineering eine Option?

Kurz: Wie wollen wir ohne große Ungerechtigkeit die gravierendsten Folgen des Klimawandels abwenden?

Bildergalerie:

  • Ingrid Rudolph, Geschäftsführerin des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Michael Korwisi, Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg
  • Dr. Julia Schultz, Bad Homburg
  • Prof. Konrad Ott, Professor für Philosophie und Ethik an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
  • Prof. Darrel Moellendorf, Professor für Internationale Politische Theorie und der Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Hermann E. Ott, Klimawissenschaftler am Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie

 

Veranstalter:
Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität und Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Defizitäre Souveräne? Frühneuzeitliche Rechtfertigungsnarrative im Konflikt

Internationale Konferenz

5. bis 6. März 2015

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 5.02
Max-Horkheimer-Str. 2

Die Diskrepanz zwischen den zunehmenden Bestrebungen in der Frühen Neuzeit, rechtlich eindeutige Kategorien von Herrschaft und Souveränität zu etablieren einerseits und den legitimatorischen Ambivalenzen von Souveränität auf der Ebene praktischer Herrschaftsausübung andererseits, bildet den Ausgangspunkt dieser Tagung. Im Zentrum steht die Frage, ob und wenn ja wie die mangelnde Eindeutigkeit von Souveränität im praktischen wie symbolischen Vollzug von Herrschaft kompensiert wurde. Die Tagung verlegt die Frage nach der Souveränität damit von den Gipfeln politischer Ideen in die Niederungen konkreter Herrschaftspraxis und fragt nach den Interdependenzen zwischen beiden Ebenen. Sie geht mit Denis Baranger und anderen davon aus, dass Souveränität sichtbar gemacht werden musste, um Geltung zu beanspruchen.

Eine Anmeldung ist erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm (pdf): Hier...

5. März 2015

13.00-13.30 Uhr Lena Oetzel & Kerstin Weiand:
Welcome and Introduction

13.30-15.00 Uhr
Panel I: England and Scotland

Kerstin Weiand (Frankfurt am Main):
How to Reinvent a Royal Image Abroad: James I/VI of England and Scotland

Ulrich Niggemann (Marburg):
Wilhelm III. und Maria II. als defizitäre Monarchen? Legitimitäts- und Illegitimitäts-Frames in England im ausgehenden 17. und frühen 18. Jahrhundert

15.30-17.00 Uhr
Panel II: England and Sweden

Lena Oetzel (Bonn/Salzburg):
Talking about Rule: Queen Elizabeth’s I Royal Representation between Idealization and Expectations

Marie-Louise Rodén (Kristianstad): The Historical Fate of a Dysfunctional Monarch – Christina of Sweden

17.30-19.00 Uhr
Panel III: Italy

Andrea Gamberini (Mailand):
Politics vs Law in 14th-Century-Milan. The Visconti, the Question of Tyranny, and the Construction of a New Territorial Sovereignty

Henk Th. Van Veen (Groningen):
Unsettled and unsettling: the image of rulership in the portraits of (grand)duke Cosimo I

6.3.2015

9.00-10.30 Uhr
Panel IV: The Holy Roman Empire and Spain

Ludolf G. W. Pelizaeus (Amiens):
Das «Requerimiento» und die «gleiche Gnade Gottes». Symbolik bei der Unterwerfung rebellierender Städte beim Herrschaftsantritt Karls I./V.

Christopher Storrs (Dundee):
Carlos II of Spain: The Deficient Monarch

11.00-12.30 Uhr
Panel V: The Holy Roman Empire

Stefan Ehrenpreis (Innsbruck):
Rudolf II. – Repräsentation und Legitimation eines unverheirateten Monarchen

Werner Telesko (Wien):
„Sie starb als Mann – und Kaiserinn“. Body Politics und visuelle Repräsentation bei Maria Theresia
(1717-1780)

13.30-14.30 Uhr
Ronald G. Asch (Freiburg):
Commentary

Leitung und Konzeption: Dr. Kerstin Weiand und Dr. Lena Oetzel 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Love and Care in the Time of Capitalism

Conference

24 (9am) -25 June (1pm) 2015

Speakers: Evelyn Nakano Glenn (Berkeley), Daniela Grunow (Frankfurt am Main), Lisa Y. Haller (Kassel/Berlin), Maria Kontos (Frankfurt am Main), Jennifer Nedelsky (Toronto), Beate Rössler (Amsterdam)

Conference Description:
Conflicts between work and family life are front-page news. The conference is born out of the belief that the framing of these conflicts in mainstream culture - as a matter of personal choice or flexibility of employers to the needs of working parents - obscures the larger, structural conflicts inherent in the current phase of capitalism. This conference aims to illuminate these larger conflicts by looking at the norms that regulate the social spheres of work, family and intimate life, and how they function on the basis of long-standing inequalities and reified identities of race, ethnicity, sexual orientation, gender and class. We anticipate a discussion about the meanings and normative underpinnings of feminism as a politics of emancipation in the context of present-day capitalism, with special attention to the transformation and reorganization of (re)productive work, care-work and the idea of “love.”

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 2, Room: 5.01
Gebäude "Normative Ordnungen"

Registration is required: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Organizers: Dr. Federica Gregoratto, Dr. Mara Marin (Post-doc fellows, Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"   

Schedule (pdf): click here...

Wednesday, June 24 2015

9:00 Welcome and Registration

9:15 Opening address: Federica Gregoratto (Frankfurt a. M.) and Mara Marin
(Frankfurt a. M.)

9:30 – 12:00 Care Work in Globalized Labor Markets

Chair: Eszter Kollar (Frankfurt a. M.)

Maria Kontos (Frankfurt a. M.): Normative Implications of Live-in Care Work: The Familisation of Work, the Defamilization of the Workers and their Right to Privacy and Family Life

Evelyn Nakano Glenn (Berkeley): Entitlement and Obligation: Dual
Pillars of Racialized and Gendered Care

12:00 – 13:30 – Lunch

13:30 – 16:00 – Gender Roles and the Political Economy of Parenthood

Chair: Maeve McKeown (Frankfurt a. M.)

Daniela Grunow (Frankfurt a.M.): Institutions as Reference Points for Work-Care Decisions in Contemporary Europe

Lisa Yashodhara Haller (Berlin): The Political Economy of Gender
Arrangements in the Family

 

Thursday, June 25 2015

9:30 – 12:00 – Critique and Transformation of Care Norms

Chair: Esther Lea Neuhann (Frankfurt a. M.)

Jennifer Nedelsky (Toronto): Creating New Norms of Work and Care

Beate Rössler (Amsterdam): Feminist Social Criticism: Reconstructing Experiences of Injustice

12:00 – 12:30 Concluding Remarks

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Die Normativität formaler Ordnungen und Prozeduren in der Antike und im Mittelalter: Mathematische und rechtliche Regelsysteme im Vergleich

Konferenz

17. bis 19. März 2015

Systeme von Rechtsnormen (Verfassungen, Rechtssammlungen, juristische Lehrtexte) und mathematische Satz- oder Regelsysteme stellen beide formale Ordnungen dar, deren Wert in bestimmten rechts- und wissenschaftstheoretischen Perspektiven gerade darin liegt, dass sie eine hohe innere Kohärenz besitzen, welche deduktive Ableitungen ermöglichen kann und in ihrer Anwendung auf konkrete Probleme eindeutige Entscheidungen (Problemlösungen) erstrebt. Auf beiden Seiten wird das Bestehen dieser formalen Ordnung durch gewisse übergeordnete (Meta-)Normen geprägt, die den Aufbau und die Anwendung des Normen- bzw. Regelsystems leiten. Die Orientierung an solchen Meta-Normen, die einem formalen Verständnis von rechtlichen und mathematischen Ordnungen und Prozeduren zugrunde liegen, ist auf den ersten Blick ein charakteristisches Kennzeichen eines spezifisch modernen Rechts- und Mathematikverständnisses.

Allerdings zeigt sich schon beim Blick auf sehr frühe Stadien schriftlich verfasster rechtlicher und mathematischer Systeme und Verfahren, dass der Aufbau formaler Ordnungen in diesen beiden (und in der Tat weiteren) Bereichen eine historisch frühe Errungenschaft mindestens mancher (wenn nicht gar aller) Schriftkulturen war. Die Herausbildung, aber auch die historische und kulturelle Variation jener Meta-Normen, die sich auf den Aufbau und die Anwendung formaler Ordnungen und Prozeduren in Recht und Mathematik beziehen, kann (und
muss) daher als ein historischer Prozess de longue durée verstanden werden. Den Anfang dieses Prozesses in den antiken Hochkulturen und im islamischen Mittelalter besser zu verstehen ist das Ziel dieser Tagung.

Organisation und Konzeption:
Daliah Bawanypeck, Annette Imhausen (Warner), Guido Pfeifer, Petra Schmidl

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 2
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

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Programm (pdf): Hier...

Walter Hallstein Kolloquium 2015

XIV. Walter-Hallstein-Kolloquium

19. und 20. März 2015

Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union, Brüssel

Wettbewerb der Systeme – System des Wettbewerbs in der EU

Veranstalter:
Merton Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

War der europäische Bundesstaat noch das Leitbild Walter Hallsteins und anderer Gründerväter der europäischen Integration, gilt er heute nicht mehr als Option für die Zukunft der Europäischen Union. Das ist, entgegen gelegentlich geäußerter Kritik am vermeintlichen Ziel eines europäischen Superstaates, nicht erst seit der Lissabon-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts so. Das schließt es aber nicht aus, dass die EU als ein quasi-föderales Gebilde angesehen wird und etwa Vergleiche mit den USA herangezogen werden, wenn es um Modelle und Leibilder Europas geht. Ein solches Modell ist der Wettbewerbsföderalismus. Damit sind zunächst Formen des Standort- oder Regulierungswettbewerbs der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialordnungen gemeint, die ein wie auch immer verstandenes Gemeinwohlinteresse fördern sollen. Das weitgehend folgenlose Verpuffen der Lissabon-Strategie und der so genannten Offene Methode der Koordinierung mit ihren durch „benchmarks“ und Evaluierungen gesetzten Anreizen scheint zu belegen, dass es nicht möglich ist, einen solchen Wettbewerb durch politische Strategien zentral zu lancieren. Doch treten infolge der Konkurrenz zwischen den Staaten und ihren Wirtschafts- und Sozialordnungen Effekte ein, die durch das europäische Recht, oft in seiner Auslegung durch den Europäischen Gerichtshof, begünstigt und als Überbietungs- oder Unterbietungswettbewerb um bessere Wachstumschancen gedeutet werden. Beispiele bieten die Förderung von Investitionen durch Steuervergünstigungen und große Gefälle bei Tarifen und Standards auf den Arbeitsmärkten.
Die Beiträge des Kolloquiums beschäftigen sich mit diesen Themen und wenden sich dem Steuer-wettbewerb, dem Wettbewerb der Gesellschafts-/Privatrechtsordnungen und den Befürchtungen eines race to the bottom im Arbeitsrecht zu. Auch das erst kürzlich beobachtete Phänomen der unterschiedlichen Freizügigkeitsrechte für Migranten gehört in diesen Zusammenhang. Am Ende können Schlussfolgerungen darüber stehen, ob der Wettbewerb der Systeme für Europa ein taugliches normatives Leitbild oder zumindest eine brauchbare Zustandsbeschreibung bietet, oder ob es sich nicht vielmehr um Folgen einer freiheitsbasierten Integration handelt, die durch gemeinsame europäische Rechtsetzung eingefangen werden müssten.
 
Programm:

Donnerstag, 19. März 2015, 18.00-20.00 Uhr

Begrüßung:
Friedrich von Heusinger, Leiter der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union

Prof. Dr. Stefan Kadelbach, Co-Direktor des Wilhelm Merton-Zentrums für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Hauptvortrag:
MdEP Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Mitglied des Ausschusses für konstitutionelle Fragen

Diskussion:
MdEP Elmar Brok und die beiden Co-Direktoren des Wilhelm Merton-Zentrums (Prof. Dr. Stefan Kadelbach, Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann)

Schlusswort:
Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Europa-Beauftragter des Präsidiums der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

19.30 Uhr Empfang in der Hessischen Landesvertretung

Freitag 20. März 2015, 9-13.00 Uhr
9:00 Uhr Rechtsetzungswettbewerb, Rechtsanwendungswettbewerb und ihr Recht: Das Beispiel des Steuerrechts
Prof. Dr. Ekkehart  Reimer, Heidelberg

9.45 Uhr Konkurrenz der Privatrechtsordnungen
Prof. Dr. Felix Maultzsch, Frankfurt am Main

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr
Uhr Lohn und Arbeit
Prof. Dr. Bernd Waas, Frankfurt am Main

11.45 Uhr
Wettbewerb um Migranten? – Die Stratifikation von Freizügigkeitsrechten in der EU
Dr. Anuscheh Farahat, Heidelberg/Frankfurt am Main

13.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Programm (pdf): Hier...

Trevor Paglen: The Octopus

Werkschau 20. Juni bis 30. August 2015

 Trevor Paglen „Large Hangars and Fuel Storage; Tonopah Test Range,  NV Distance ~ 18 miles; 10:44 a.m.“, 2005  C-Print  30 x 36 inch / 76,2 x 91,4 cm  © the artist  Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

 

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Der Frankfurter Kunstverein zeigt eine umfassende Werkschau des US-amerikanischen Künstlers Trevor Paglen.

In seinen Fotografien, Fotoserien und Büchern ergründet Paglen (geb. 1974 in Maryland, USA) militärische Orte, geheime Organisationen und Überwachungsobjekte, deren Existenz vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben soll. Es sind meist hochbrisante gesellschaftspolitische Themen, denen der Künstler seine Projekte widmet und großes mediales Echo erzeugt. Durch langwierige Recherchen, unterstützt von Wissenschaftlern, Hobbyastronomen und Technikern und durch neueste Aufnahmetechnologie, gelingt es ihm staatlich angeordnete und nicht demokratisch legitimierte Kontrolle und Überwachung aufzuspüren und sichtbar zu machen. In seinen eindringlichen und ästhetisierten Aufnahmen von Militäranlage, Drohnen und Satelliten verbindet er einen dokumentarischen Ansatz mit medien- und fototheoretischen Diskursen. Fotografische Stilmittel wie Unschärfe, Belichtungszeit und Zoom setzt Paglen mit einem inhaltlichen Bezug auf seine Motive ein und reflektiert über das Sehen. Das Unscharfe erhebt er zu einer fotografischen Kategorie. Sie soll dazu führen, genauer hinzusehen. Da er das Unsichtbare und offiziell nicht Existente abbildet, können seine Bilder auch als „Fotografie des Ausnahmezustands“ gedeutet werden.

In der Ausstellung werden von Trevor Paglen neben einer umfassenden Auswahl bestehender Bildwerke auch Neuproduktionen sowie Materialien und Dokumente seiner Recherchen präsentiert.

“Trevor Paglen: Octopus” ist ein Ausstellungsprojekt des Frankfurter Kunstvereins. Es findet im Rahmen der RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt Rhein/Main statt und ist zudem eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Paglen erhält den renommierten Kulturpreis 2015 der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Er wird ihm am 21. Juni im Frankfurter Kunstverein verliehen.

Eröffnung:
19. Juni 2015, 10 Uhr
(im Rahmen der Eröffnung der Triennale RAY2015)

Museum für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

mit Bekanntgabe der Preisträger des Eagle-Eye Photo Contests durch Trevor Paglen um 20.30 Uhr

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

 

 

 

 

 



 

 

 

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung "Trevor Paglen: The Octopus"
20. Juni 2015, 20 Uhr

Mit Trevor Paglen (Künstler), Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Dr. Valentin Rauer (Soziologe und Postdoktorand des Exzellenzclusters), Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein), Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters)

The Art of Surveillance

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Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Trevor Paglen: The Octopus"
22. Juli 2015, 19 Uhr

Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Die (Un-)Sichtbarkeit der Macht

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Democracy and the Financial Order: Legal Perspectives


Workshop

2-3 September 2015

Keynote: Prof. Henrik Enderlein (Hertie School of Governance)

How to reconcile democracy with a market-oriented financial order? This question has been brought to the fore by global debt and monetary crises of the last decade. The answers emerge along two dimensions. On one hand, it is feared that favoring the interests of the market will do harm to democracy. On the other hand, there is a growing belief that democratic decision-making may undermine the financial stability or lead to unsound policy. The workshop addresses the role of law in this debate. Each paper will approach the role of law from a particular theoretical angle. In addition, each paper will choose a case study or an issue area which will base it in the realities of contemporary financial and legal orders.

The workshop is organized by the Cluster Project on the Exercise of Public Authority of the Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law in cooperation with the German Law Journal.

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

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Programme (pdf): click here...

Freedom in View? The Critical Theory of John Dewey

International Workshop

Critical social theories are generally understood to be distinct from other normative theories by their explicit orientation towards emancipation: They not only inquire into the actualized freedom of a given form of social life, but claim to point towards a “freedom in view” ¬– an end that might aid those participating in social struggles. John Dewey’s experimentalist social theory cherishes this very ideal of social inquiry. It contributes to a critical social research in a variety of ways, some of which, so we believe, are still to be discovered. It is, however, rarely discussed explicitly as a critical theory or in the context of other traditions of social critique, as exemplified by the Frankfurt School. This workshop aspires to investigate from different angles John Dewey’s contributions to critical social theory.

17-18 April 2015

Institut für Sozialforschung
Senckenberganlage 26
60325 Frankfurt am Main

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" and Institute for Social Research

 Programme:

9:00
Welcoming address by professor Axel Honneth and the organizing committee

9:30 Panel 1: The Art of Critique (Chair: Just Serrano)

9:30 – 10:15 Thomas Schmidt (Frankfurt)
“‘Criticism is Judgment’: Perception and Normativity in Dewey’s Concept of Critical Judgment”

10:15 – 11:00 Arto Laitinen (Tampere)
“Habits, Traditions of Inquiry, and Determinate Ought”

11:15 – 12:00 Arvi Särkelä (Frankfurt/Lucerne)
“Immanent Critique as Self-Transformative Praxis”

12:00 Lunch

13:30 Panel 2: Nature and Social Critique (Chair: Arvi Särkelä)

13:30 – 14:15 Italo Testa (Parma)
“The Authority of Life: The Critical Task of Dewey’s Habit Ontology”

14:15 – 15:00 Federica Gregoratto (Frankfurt)
“The Nature of Gender: A Deweyan Approach to the Problem of the Sex/Gender Distinction “

15:00 Coffee break

15:30 Panel 3: Democracy and Its Problems (Chair: Federica Gregoratto)

15:30 – 16:15 Dirk Jörke (Darmstadt)
“From Democratic Theory to Democratic Socialism (and Reverse)”

16:15 – 17:00 Justo Serrano (Frankfurt)
“The Logic of Mobilization: Exploring the Democratic Value of Situated Inquiries”

20:00 Dinner in Mezzanotte, Leipziger Straße

Saturday, April 18th
9:00 Panel 4: Traditions of Critique (Chair: Just Serrano)

9:00 – 9:45 Andreas Hetzel (Darmstadt)
“Praxis and Experience: Dewey's Critical Theory”

9:45 - 10:30 Roberto Frega (IMM-CNRS, Paris)
“John Dewey’s Two Projects of Social Philosophy”

10:30 Coffee Break

11:00 Panel 5: Critique, Norms and Ideals (Chair: Federica Gregoratto)

11:00 – 11:45 Martin Hartmann (Lucerne)
“Can a Pragmatic Ethics Be merely Procedural?”

11:45 – 12:30 Annette Pitschmann (Salzburg)
“Towards an Unideological Understanding of Ideals: Dewey on the Structure of Ends-in-View”

12:30 Lunch

13:30 Panel 6: Work, Economy and Praxis (Chair: Arvi Särkelä)

13:30 – 14:15 Emmanuel Renault (Paris Ouest)
“Dewey and His Critical Conception of Work”

14:15 – 15:00 Judith Green (Fordham, New York), “Emancipating Piketty’s Pragmatist Political Economy: Deweyan Critical  Pragmatists as Partners in Paradigm Shift”

15:00 Coffee break

15:30 Final discussion

Organizers:
Federica Gregoratto, Axel Honneth, Arvi Särkelä, Justo Serrano

Programme (pdf): click here...

Poster (pdf): click here...

Vortragsreihe des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

3. Vortragsreihe des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Die Vortragsreihe des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ befasst sich mit kulturellen und politischen Transformationen postkolonialer Gesellschaften sowie mit Problemen der Formierung einer multikulturellen deutschen Moderne. Der Fokus der Vorträge liegt vornehmlich auf aktuellen Entwicklungen in islamischen Gesellschaften und Gemeinschaften sowie auf Dynamiken der Transformationsprozesse.

Die Vorträge finden jeweils von 18–20 Uhr im Gebäude „Normative Ordnungen statt.

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Anmeldung erforderlich bei Oliver Bertrand (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Programm:


Do. 16. April 2015
Dr. Thomas Gugler (Uni Münster): Pakistan – Epizentrum des modernen Jihadismus?

 

 

 

 

 


Do. 30. April 2015
Hptm. Christoph Lammel: Der Afghanistaneinsatz aus persönlicher Perspektive. Ziele und Grenzen des Comprehensive Approach im Raum Kunduz

 

 

 

 

 


Do. 21. Mai 2015
Ursulina Hadulla: Homosexualität im Iran. Betrachtungen zu Geschlechterpolitik und Sex-Gender-Dualismus in der Islamischen Republik

 

 

 

 

 

 
Do. 28. Mai 2015
Seyran Ateş (Berlin): Braucht der Islam eine sexuelle Revolution?

 

 

 

 

 

 


Do. 18. Juni 2015
Irfan Ortac (Christl.-Ezidische Gemeinde): Kurdische Eliten im Irak

 

 

 

 

 

 

 
Do. 25. Juni 2015
Prof. Dr. Bekim Agai (Uni Frankfurt): Jenseits der Hohlphrasen von Extremismusprävention – Muslimische Jugendarbeit als Herausforderung für Pädagogik und Theologie

 

 

 

 

 

Do. 09. Juli 2015
Dr. Abdel-Hakim Ourghi (Uni Freiburg): Der Koran als Text. Mekkanische und medinensiche Verse

Symposium with Gillian Brock and Michael Blake on their new book: Debating Brain Drain: May Governments Restrict Emigration? (OUP 2015)

Symposion

Monday June 29, 2015, 10am-5pm

Confirmed speakers:
Michael Blake (Washington)
Gillian Brock (Auckland)
Daniel Callies (Frankfurt)
Eszter Kollar (Frankfurt)
Darrel Moellendorf (Frankfurt)
Merten Reglitz (Frankfurt)
Christine Straehle (Ottawa)
Lea Ypi (LSE)

Goethe-UniversityFrankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", 501
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Description:
The idea that persons have an unrestricted right to emigration has been taken for granted by liberal political theory as well as international human rights law. Recent discussions on international brain drain, however, have brought to light an inherent tension between the needs of source populations and the freedom of the emigrating individuals. Are states ever justified in restricting emigration?

There are two important dimensions of the debate. First, on what grounds can emigration restrictions be justified? Can poor states with insufficient labor supplies for producing basic social goods, such as education or health care, restrict emigration? Or those that are unable to support fundamental autonomy enhancing institutions? How should these grounding reasons be balanced against the interests and vulnerabilities of the migrating professionals? Second, by what means may states restrict or constrain emigration. Much of the debate is not about whether states can restrict emigration, but how can they legitimately do so. Which policy measures leave sufficient room for an autonomous life? Part of the problem is the ambiguity concerning what mechanisms for managing the labor supply for social purposes count as ‘coercive’ and the kind of coercion that may or may not count as justified.

Participation is free and open to all but registration is necessary with Ellen Niess at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Further information: Eszter Kollar at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Demokratie und Krise

Diskussion

9. Juni 2015, 17.15 bis 19.30 Uhr

Prof. Dr. Wolf gang Merkel (Wissenschaftszentrum Berlin), Lea Heyne (Universität Zürich), Prof. Dr. Brigitte Geissel (Goethe Universität Frankfurt am Main), Prof. Dr. Frank Bösch (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam), Dr. Alexis Katsanidou (GESIS Köln)

Moderation: Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf (HSFK)

Die gemeinsame Veranstaltung des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt" und des Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" widmet sich der Frage, was die viel beschworene Krise der Demokratie ausmacht. Und inwiefern diese den Fortbestand demokratischer Systeme gefährdet?
Sie tut dies, indem sie den jüngst erschienenen, von Wolfgang Merkel herausgegebenen Sammelband "Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie" vorstellt und diskutiert. Wolfgang Merkel und Lea Heyne, eine Autorin des Bandes, leiten die Podiumsdiskussion mit Impulsvorträgen ein. Anschließend gehen sie gemeinsam mit Frank Bösch (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam), Alexia Katsanidou (GESIS, Köln) und Brigitte Geißel (Frankfurt am Main) der Frage nach, ob und wohin sich Legitimationsachsen der Demokratie verschieben und inwiefern das Sprechen von der Krise der Demokratie theoretischen und empirischen Gehalt hat.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Eine Anmeldung ist erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen kleinen Empfang

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Veranstalter:
Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

 Plakat (pdf): Hier...

Ringvorlesung "Gobal Challenges. Armut"

Vorlesungsreihe "Global Challenges. Armut"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 13.4.2015, 18 Uhr
Jens Steffek
(Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Transnationales Regieren)
Einführung

Matthias Nohn
Housing the Urban Poor in Developing Countries

Montag, 20.4.2015, 18 Uhr
Björn Egner
Zwischen Armutsbekämpfung und Mittelschichtspolitik: Wohnungspolitik in Deutschland

Montag, 27.4.2015, 18 Uhr
Barbara Akdeniz
Armut und soziale Ausgrenzung in Darmstadt - wie können wir kommunal intervenieren?

Montag, 4.5.2015, 18 Uhr
Carina Schmitt
Soziale Sicherung in Entwicklungsländern

Montag, 11.5.2015, 18 Uhr
Hans-Jürgen Bieling
Armut und Eurokrise

Montag, 18.5.2015, 18 Uhr
Roland Verwiebe
Armut und Migration: das Schrumpfen der migrantischen Mittelschicht in Deutschland

Montag, 1.6.2015, 18 Uhr
Alexander Ludwig
Verteilungswirken des demografischen Wandels

Montag, 8.6.2015, 18 Uhr
Darrel Moellendorf (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Internationale Politische Theorie und Philosophie)
Poverty and Climate Change

Montag, 15.6.2015, 18 Uhr
Wilhelm Urban
Tackling Water Poverty - Best Practice im Norden Namibias

Montag, 22.6.2015, 18 Uhr
Frank Weiler
Armutsbekämpfung und Entwicklungspolitik

Montag, 29.6.2015, 18 Uhr
Jakob Rhyner
Armut und Umweltrisiken

Montag, 6.7.2015, 18 Uhr
Dirk Jörke
Armut und Demokratie

Montag, 13.7.2015, 18 Uhr
Abschlussklausur

 

TU Darmstadt, Raum S 207/167

Ringvorlesung des interdisziplinären Studienschwerpunkts "Technologie und internationale Entwicklung"
Kontakt: Elena Dingersen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstalter:
TU Darmstadt, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", iSP

Klaus Günther: Sense of Doubt. Wider das Vergessen

Erinnerungen vergangener Ereignisse, individuelle ebenso wie kollektive, manifestieren sich in Bildern und Erzählungen. Damit werden sie weitergegeben, mit anderen geteilt – zugleich sind  diese Bilder und Erzählungen aber immer auch Deutungen, Interpretationen, und als solche Thema kritischer Diskurse um die richtige, angemessene Erinnerung. Wenn schon die Erinnerung selektiv ist, dem Erlebten eine bestimmte Färbung gibt, wenn das Gedächtnis das vergangene Ereignis re-konstruiert, dann gilt dies erst recht für die sie verkörpernden Bilder und Erzählungen. Vor allem dann, wenn es um die Vergangenheit eines größeren Kollektivs, einer ganzen Gesellschaft oder um Ereignisse geht, die von der Weltöffentlichkeit wahrgenommen werden, wird deutlich, dass der re-konstruierende Charakter der Erinnerungsnarrative (sei es in Bildern, Filmen, Geschichten) von den jeweiligen Machtverhältnissen maßgeblich mitbestimmt wird. Immer wieder setzen sich einige Erinnerungsnarrative als herrschende durch, ihre Bilder prägen die kollektive Vorstellung, ihre Erzählungen grundieren oder dominieren den öffentlichen Diskurs über die Vergangenheit. Häufig können sie nur schwer in Frage gestellt werden, weil alternative Erinnerungen gar nicht mehr präsent sind, nicht mehr mitgeteilt oder gehört werden – oder ihre Kritik wird verboten und zensiert. Dies gilt vor allem für die vielfältigen Konflikte zwischen Nord und Süd, zwischen den wohlhabenderen und ärmeren, den mächtigen und schwachen Regionen der Welt. Die Konflikte, auf die sich die Erinnerungsnarrative beziehen, reichen oftmals weit zurück, bis in die Zeit des Sklavenhandels zwischen Afrika, Europa und Nordamerika, und sie kulminieren aktuell in Terroranschlägen wie 9/11 oder den Kriegen und Bürgerkriegen des Nahen Ostens. Was hier jeweils gesehen wurde, gesagt und erzählt, aber auch verschwiegen, verleugnet, vergessen und verdrängt wird, trägt immer auch die Spuren und Züge der Macht – direkt oder indirekt, untergründig und verborgen oder offen und erkennbar. Um den Meistererzählungen der Macht und den machtvollen Bildern entgegenzutreten, braucht es einen Sinn für das Zweifeln, einen Zweifels-Sinn, der den Blick in die Vergangenheit ständig zu erweitern sucht, um das Vergessene und Verdrängte zu vergegenwärtigen, aber auch vergangene Möglichkeiten und Alternativen bewusst zu machen. Diesen Zweifels-Sinn zu wecken, zu schärfen, zu artikulieren, ist das Ziel des Projekts Sense of Doubt. Wider das Vergessen des Frankfurter Exzellenzclusters Die Herausbildung normativer Ordnungen. Das Projekt will mit Hilfe einer Ausstellung von Videokunstwerken und einer Serie von Vorträgen und Podiumsdiskussionen zeigen, wie dieser Zweifels-Sinn sowohl die kulturelle, soziale und politische Konstruktion von Erinnerungen sichtbar werden lässt, als auch Vergessenes und Verdrängtes wieder entdeckt und im gegenwärtigen globalen Diskurs über historische Ereignisse und Prozesse zur Geltung bringen kann.

I.
Die im Ausstellungsteil des Projekts gezeigten Videokunstwerke stammen aus einer umfangreichen, in den 80er Jahren begonnenen Sammlung der „Assoçião Cultural Videobrasil“. Die Sammlung enthält neben internationalen Videokunstwerken auch Interviewaufnahmen, Dokumentationen und andere Aufzeichnungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Künstlern/-innen und Kunstwerken aus der Welt des Südens, namentlich Lateinamerika, Afrika, Osteuropa, Asien und dem Nahen Osten. Thematisiert werden vergangene und aktuelle, direkte ebenso wie indirekte Nord-Süd-Konflikte. Dabei handelt es sich jedoch weder um reine Dokumentarfilme noch um politische Propaganda, sondern um Kunstwerke. Es geht also darum, wie diese Konflikte von den Künstlern/-innen jeweils wahrgenommen und in der spezifischen Form einer Videoinstallation ästhetisch zur Darstellung gebracht werden. Das lässt sich zwar nicht, zumal im Genre des Videofilms, von den sozialen und politischen Kämpfen trennen, in denen die Künstler/-innen sich jeweils bewegen und eine Position einnehmen, doch unterscheidet der ästhetische Charakter und Anspruch sie zugleich von anderen Formen des politischen Engagements. Das gilt für die Darstellung von Makro-Ereignissen wie die Anschläge von 9/11 ebenso wie für kurze Erzählungen auf der Mikro-Ebene eines individuellen Falles. Auf diese Weise ist ein Archiv herangewachsen und ein kollektives Gedächtnis installiert worden, in dem „unbequeme Erinnerungen an Konflikte, Verfolgung und Gewalt“  aufbewahrt sind.
Das Frankfurter Projekt folgt dabei einer Auswahl, die der international angesehene argentinische Kurator Agustín Pérez Rubio getroffen hat. Dazu zählen Videoinstallationen über weiter zurückliegende Ereignisse wie der Sklavenhandel zwischen Afrika und Brasilien, jüngere wie der Militärputsch in Chile, der Kampf der Ureinwohner Afrikas gegen den Ölkonzern Elf Aquitaine, das Massaker auf dem Tiananmen Square in Beijing, die historischen Kämpfe gegen die Apartheid in Südafrika, aber auch aktuellere wie der Bürgerkrieg im Libanon, das Gefangenenlager auf Guantánamo, die Terroranschläge vom 11. September 2001 oder die jüngsten Migrationsbewegungen.
Einige dieser Ereignisse sind auch in den Erinnerungen der Welt des Nordens und des Westens präsent, aber mit unterschiedlichen Gewichten und Akzenten, andere wiederum sind weitgehend vergessen oder verdrängt. Entscheidend ist jedoch die individuelle Perspektive des/der Künstlerin, die biographisch und kulturell geprägt ist von den Erfahrungen und Deutungen der Bevölkerungen des Südens, wie sie in öffentlichen Diskursen kontrovers diskutiert und verhandelt werden. Die Videoinstallationen tragen selber zu diesen öffentlichen Deutungsprozessen bei, setzen neue und andere Akzente, eröffnen ungewohnte Perspektiven und verschaffen dem komplizierten und komplexen Vorgang der Aneignung historischer Ereignisse und ihrer (Re-)Konstruktion als Historie im kollektiven Gedächtnis ein reflexives Moment. Sie lassen die Art und Weise der Konstruktion des kollektiven Gedächtnisses in ihrem Vollzug durchsichtig werden, bewahren damit zugleich historische Ereignisse vor dem Vergessen und weben in die Erinnerung den kritischen Faden alternativer Darstellungen, Sichtweisen und Deutungen. Nur so kann auch die Zukunft offen bleiben, ohne von der Last einer verdrängten Vergangenheit überschattet, von den verstörenden Folgen eines Traumas gebannt oder von einer monopolisierenden Deutung auf eine vermeintlich zwingende und alternativlose Fortschreibung der Vergangenheit festgelegt zu werden. Dies jedoch als eine Zukunft, die sich nicht gegenüber der Vergangenheit privilegiert, indem sie die schmerzhaften Erinnerungen an vergangene Konflikte einem linearen Fortschrittsglauben opfert. In den Worten Rubios: „The most important thing here is to reflect on how we should interpret history, save it, and evoke it, in order to learn from it, while still turning the past around in order to give privilege to the future, something that, as a typical feature of modernity, this project cannot help to assume. In this sense, what we need is to speak about historical memory and the different ways we create it (…) a manual on how to continue moving forward without erasing that which has occurred.”
Man könnte daher die Videoinstallationen wie einstmals die Beiträge der „Kritischen Theorie“ der Frankfurter Schule im Exil als eine Art Flaschenpost bezeichnen, die in den vielgestaltigen und heterogenen Prozessen der Entstehung und Transformation des kollektiven Gedächtnisses nach Adressaten in der Gegenwart sucht. Ihr Inhalt besteht jedoch weniger aus Texten, sondern aus Bildern, Filmsequenzen und Stimmen, nicht im Medium der Schrift, sondern im Medium des Videos, das eine individuelle Wahrnehmung wiedergibt, die jedoch zugleich unmittelbar an unbestimmt viele Zuschauer-/innen gerichtet ist. Das Video ist ein „demokratisches“ Medium (Rubio), das leicht zugänglich ist und die Pluralität der Stimmen im öffentlichen Diskurs vermehrt, aber zugleich weniger unmittelbar als die heutigen Echtzeit-Filme von Smartphones, die mit Twitter und anderen Apps um die Welt geschickt werden. Als Flaschenpost artikulieren sie jedoch auch die Einstellungen und Stellungnahmen der Künstler-/innen in den jeweiligen politischen, sozialen und geographischen Kontexten der gefilmten Ereignisse. Mehr noch als andere Kunstwerke bewegen sich Videoinstallationen stets in einem normativen Bezugsgewebe, in dem es um Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit geht – namentlich bei den hier in Rede stehenden Videoinstallationen.

II.
Technologisch und medial ermöglichen die über dreißig Jahre gesammelten Videoinstallationen einen erweiterten, wenn auch schmerzhaften Blick in Vergangenheiten. Insofern sind sie ebenfalls Teil von „Expanded Senses“; sie spiegeln Vergangenes, bewahren es vor Verdrängung und Vergessen, holen es in die Gegenwart, jedoch ohne den/die heutigen Zuschauer/-innen die Position eines/einer allwissenden Akteurs/-in zuzuweisen. In ihrer Einseitigkeit, in ihrer gerade durch den zeitlichen Abstand und, vor allem, durch ihre aus heutiger Sicht veralteten Technologie lassen sie den Charakter des kulturellen Konstrukts umso deutlicher hervortreten. Aktuell herrschende Aufnahmetechniken (wie heute die Livestreams, wie Twitter und andere Apps) suggerieren den Produzenten ebenso wie den Rezipienten stets, es würde sich um wahrheitsgemäße, alternativlose Abbildungen eines hier und jetzt sich vollziehenden Geschehens handeln. Nicht zuletzt deshalb können sie infolge ihre blitzschnellen und massenhaften Verbreitung politische Bewegungen initiieren und intensivieren, kurzfristige machtvolle Massendemonstrationen herbeiführen wie auf dem Tahrir-Platz in Kairo während des „Arabischen Frühlings“. Im Vordergrund stehen der Bildinhalt und die aus ihm erschlossene normative Botschaft, nicht die Technologie seiner Konstruktion. Das ist aber beim Videomaterial viel eher der Fall, die technologische Differenz zu aktuellen Livestream-Medien macht aufmerksam auf die intrinsische Abhängigkeit des Dargestellten von der medialen Technologie seiner Darstellung. So trivial die Einsicht ist, dass es niemals um wahrheitsgemäße Abbildung geht, sondern um eine „Kulturelle Konstruktion“ , so schwierig und herausfordernd ist es immer wieder, diesen Umstand bewusst zu machen. Die Videoinstallationen erweitern daher nicht nur wegen des Filmmaterials und seiner Inhalte, sondern auch wegen der medialen und technologischen Qualitäten den Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Gegenwart, und zwar als jeweils technologisch reproduziertes Bild (bzw. Filmsequenz).

III.
Bilder, Filme und Berichte von Vergangenheiten ebenso wie von vergangenen und künftigen möglichen Welten haben eine narrative Struktur, stellen kausale Zusammenhänge her, verknüpfen Handlungen und Folgen, unterscheiden zwischen relevanten und irrelevanten Kontexten, akzentuieren besondere Umstände und marginalisieren andere. Dies alles nicht nur, um Ereignisse in der alltäglichen Lebenswelt zu erklären und verständlich zu machen, sondern auch, um normative Positionen und Stellungnahmen nahezulegen, bestimmte normative Gründe zu verstärken, ihnen im jeweiligen besonderen Kontext mehr Überzeugungskraft zu verleihen, während die Kraft der anderen Gründe (vor allem möglicher Gegen-Gründe) abgeschwächt wird. Normative Ordnungen gehören zu den Kontexten, die einer Erzählung Plausibilität verleihen, während gleichzeitig normative Ordnungen darauf angewiesen sind, in und durch Narrationen mit lebensweltlichen Kontexten so verknüpft zu werden, dass normative Gründe hier und jetzt ihre Kraft entfalten können. Normen und ihre Rechtfertigungen, so eine der zentralen Forschungshypothesen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“  , sind „in Narrative eingebettet, in jene historisch und lokal geprägten, durch die jeweiligen Erfahrungsräume und Erwartungshorizonte der Beteiligten bestimmten Erzählungen, Handlungen oder Rituale, welche die rechtfertigenden Gründe einer normativen Ordnung wie eine Tatsache erscheinen lassen. Über solche Narrative sind normative Ordnungen so eng mit der Lebenswelt der Beteiligten, mit dem jeweils öffentlich thematisierbaren Ausschnitt des Wissens von der objektiven, subjektiven und sozialen Welt verwoben, dass ihr konstruktiver, von diskursiv bestreitbaren Gründen bestimmter Charakter kaum noch wahrgenommen wird.“
An solchen Rechtfertigungsnarrativen nehmen die Videoinstallationen selbst teil, und zwar gerade durch die individuelle Perspektive des/der Künstlers/-in in der oben beschriebenen Art und Weise als vor dem Vergessen zu bewahrende Stimme, die zugleich kritisch und reflektiert ist, aber auch Stellung nehmend und politisch aktiv. Als eine Stimme des Südens erinnern sie an verdrängte oder vergessene Konflikte der Vergangenheit, und sie fordern damit jene rechtfertigenden, zu einer Tatsache verfestigten Meisterzählungen des Nordens und des Westens heraus. In diesen werden jene Konflikte oftmals marginalisiert oder in einer Weise gedeutet, die das Geschehene in einem anderen, zumeist milderen Licht erscheinen lässt, das vergangene Unrecht neutralisiert oder von der vermeintlich fortschrittlicheren Gegenwart abspaltet. Wenn die Geschichte zumeist eine Erzählung des Siegers und Gewinners ist, dann öffnen die Videoinstallationen den Raum für die Gegen-Narrative der Geschlagenen und der Verlierer: „The intention of these artists is to keep alive the memory of a conflicting occurrence, a past fact that has been either forgotten or interpreted by the winning narrator.“  
Sie machen auf bislang vernachlässigte Kontexte aufmerksam, bieten neue Sichtweisen auf ein bekanntes Ereignis, verleihen damit anderen normativen Gründen überzeugendere Kraft und fordern die rechtfertigende Kraft der Meistererzählungen kritisch heraus. Die Meisterzählungen erscheinen dann nur als eine von vielen möglichen Welten der Vergangenheit und Zukunft, sie werden durch die Videoinstallationen mit anderen möglichen Welten konfrontiert. Die zur lebensweltlichen Tatsache verfestigten Narrative werden damit durchbrochen, geraten unter den Druck von Alternativen – und öffnen mit bislang ungehörten, unbekannten Deutungen der Vergangenheit neue Horizonte für die Zukunft - “recall or evoke other possible worlds.”

Sense of Doubt. Wider das Vergessen

Ein wissenschaftlich-künstlerisches Projekt des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis

10. September bis zum 11. Oktober 2015

Um den Erzählungen der Macht entgegenzutreten, braucht es einen ausgeprägten Sinn zum Zweifeln. Dieser produktive Zweifel hilft, um in die Vergangenheit zu blicken. Er vergegenwärtigt das Verdrängte und macht auch Alternativen bewusst. Das Projekt Sense of Doubt zeigt mit einer Ausstellung von achtzehn Videokunstwerken im Park des Museum Angewandte Kunst sowie einer Serie von Vorträgen und Podiumsdiskussionen, wie dieser Sinn zum Zweifeln alternative Erinnerungen an historische Ereignisse zur Geltung bringen kann und in den aktuellen globalen Diskurs überführt.

Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo. Das Projekt wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main: Sense of Doubt. Wider das Vergessen

Programm und weitere Informationen: Hier...
Programm mit vollständiger Terminübersicht (pdf): Hier...

Presseservice: Hier...

Trailer:

Erkenntnisse im Containerpark. Geisteswissenschaften plus Kunst - was ergibt das?
7. Oktober 2015, Süddeutsche Zeitung
Zum Beitrag

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Eintritt frei

Aus Sicherheitsgründen bleibt die Ausstellung bei Regen geschlossen

Folgende Publikation erscheint zum Projektbeginn:
Klaus Günther, Rainer Forst, Rebecca Caroline Schmidt (Hg): Eine Publikation zum Ausstellungsprojekt Sense of Doubt. Wider das Vergessen. Mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis. Berlin: Revolver Publishing, 2015, 364 S.

 

 

"The Art of Surveillance" - Podiumsdiskussion


im Rahmen von "Trevor Paglen: The Octopus" - Werkschau vom 20. Juni bis 30. August 2015

20. Juni 2015, 20 Uhr

Mit Trevor Paglen (Künstler), Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Dr. Valentin Rauer (Soziologe und Postdoktorand des Exzellenzclusters), Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein), Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters)

Die vermeintliche Notwendigkeit moderner Überwachungssysteme, wie sie der Künstler Trevor Paglen in seinen Fotografien zeigt, wird mit der Verteidigung westlicher Werte begründet. Ein Grundpfeiler der Demokratie ist jedoch die Privatsphäre. Warum die schon heute schier grenzenlose Überwachung das Potenzial hat, den Rechtsstaat abzuschaffen, obwohl sie ihn doch schützen soll, ist Thema der Podiumsdiskussion unter Federführung des Exzellenzclusters.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

Prof. Dr. Klaus Günther ist Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Rechtsphilosophie, Diskurstheorie des Rechts und Theorie der juristischen Argumentation, Recht und Literatur sowie Grundlagenprobleme des Strafrechts. Ausgewählte Publikationen: „Der Sinn für Angemessenheit“ (Suhrkamp) sowie „Schuld und kommunikative Freiheit“ (Vittorio Klostermann).

Dr. Valentin Rauer ist Soziologe und Postdoktorand des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Sicherheitskulturforschung, Digitalisierung, Migration und Globalisierung sowie Materialität und Erinnerungskultur in Postkonfliktgesellschaften. Zum Thema "Sicherheit" erschien u.a.: Interobjektivität: Sicherheitskultur aus Sicht der Akteur-Netzwerk-Theorie. In: Daase, Christopher, et al. (Hrsg.): Sicherheitskultur. Gesellschaftliche und politische Praktiken der Gefahrenabwehr,  S. 69-81 (Campus).

Rebecca Caroline Schmidt hat an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Rechtswissenschaft studiert und ist seit Beginn der zweiten Förderperiode am 1. November 2012 Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen". Zuvor war sie bereits an unterschiedlichen universitären Forschungsprojekten sowohl wissenschaftlich als auch als Koordinatorin tätig.

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Ohne Anmeldung, Eintritt frei

 

Video:

Audio:

 

Bildergalerie:

  • Franziska Nori (Direktorin des Frankfurter Kunstvereins)
  • Trevor Paglen (Künstler)
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Dr. Valentin Rauer (Postdoc des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen", Soziologe mit dem Schwerpunk Sicherheitskultur und politische Verantwortung im Rahmen digitaler Überwachungstechnologien)
  • Trevor Paglen (Künstler)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Franziska Nori (Direktorin des Frankfurter Kunstvereins)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Franziska Nori (Direktorin des Frankfurter Kunstvereins)
  • Trevor Paglen (Künstler)
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main

„Trevor Paglen: The Octopus“ findet im Rahmen der RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt Rhein/Main statt und ist zudem eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

 

Workshop on Andrea Sangiovanni’s book “Humanity, Reciprocity, and Solidarity: Three Essays on International Justice”

25-26 June 2015

Goethe-University Frankfurt am Main
Campus Westend
Building "Normative Ordnungen", room 5.01
Max-Horkheimer-Str. 2

Presented by:
The Centre for Advanced Studies "Justitia Amplificata" and the Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" in cooperation with King’s College London and Leibniz Research Group "Transnational Justice"

Workshop Programme: click here...

Die Ethisierung des Rechts

Vortrag

7. Juli 2015, 16 Uhr

Prof. Silja Vöneky (Freiburg i. Br.)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, RuW Raum 4.101

Frau Vönkey ist seit 2010 Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Rechtsethik an der Univeristät Freiburg i. Br. und seit 2012 Mitglied es Deutschen Ethikrates. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen u. a. im Umwelt- und Seevölkerrecht, Kriegsvölkerrecht, Biosicherheits- und Biomedizinrecht sowie in der Rechtsethik.

Der Vortrag findet auf Einladung von Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Marcus Willaschek (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Philosophie der Neuzeit der Goethe-Unviversität Frankfurt am Main) statt.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

"The Language of Law on the Internet: Lost in Translation?"

Dr. Matthias C. Kettemann (Postdoc Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders")

Lecture

Is the Internet governed by norms? Or is the normative vocabulary lost in translation when it is applied to online settings? The foundational myth of the Internet as a space without norms is just that: a myth. I will show that states have a moral right and duty to provide rules for online settings, but that these have to be developed and applied in concert with other stakeholders – and that values and rights can be protected via law but also via code. Indeed, I will show that code is law in that it is normative. But code is not law in that it eliminates law-makers as normative agents in online settings.  As a normative instrument, code has to be treated as law and similarly legitimated. Privacy-sensitive coding, for instance, could make heightened privacy settings the default option, thus encoding human rights into programmes and translating values into code.

30 July 2015, 7pm

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Building "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2

Video:


Audio:

 

An evening at the Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" with following stand-up reception within the Max Planck Summer Academy for Legal History. For further information: click here...

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

„Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen“

Ausstellung vom 20. Januar bis 25. März 2012

Zum Programm (Termine, Hintergrund): Hier...


Das gemeinsame Ausstellungsprojekt widmet sich unterschiedlichen Formen der öffentlichen Artikulation von Macht, Zweifel und Protest, um sich auf Basis künstlerischer und ideengeschichtlicher Ansätze dem lebendigen Moment des Aushandelns verbindlicher gesellschaftlicher Normen anzunähern. „Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen“ umfasst über 40 künstlerische Positionen aus den Bereichen Kunstgeschichte, zeitgenössische bildende Kunst und Performance.

Mit den theoretischen und analytischen Fragen der Ausstellung befasst sich ein Rahmenprogramm, an dem sich zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters beteiligen.

Über die Austellung:
Protestdemonstrationen sind allgegenwärtig und haben eine starke mediale Präsenz: Menschenmassen in Bewegung, Transparente hochhaltend, Parolen skandierend, in Begleitung von Musik oder schweigend, lassen sich als ein Akt des Aufzeigens einer bestimmten Haltung lesen. Ausgehend von der facettenreichen Bedeutung des lateinischen Ursprungsbegriffs „demonstrare" - vom bloßen Akt des Aufzeigens über die wissenschaftliche Beweisführung bis hin zum Massenprotest auf der Straße - forscht die Ausstellung nach verbindenden Motiven in Demonstrationen. Im Focus stehen Aspekte von Bewegung und Blockade, Repräsentation und Präsenz, Legitimation und Legitimationsverlust.


Kuratorinnen des Projektes sind: Fanti Baum, Britta Peters und Dr. Sabine Witt

Veranstalter:
Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Frankfurter Kunstverein.

Programmheft (pdf): Hier...

Plakat (pdf): Hier...

Pressevorbesichtigung: 19. Januar 2012, 11 Uhr
Eröffnung: 19. Januar 2012, 20 Uhr


Ermöglicht durch:

Workshop on Ethics in Finance and Investment: Opportunities, Positive Impacts and Sustainable Innovation

2. Oktober 2015

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 501
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Anmeldung ist erforderlich:
Dr. Manuel Wörsdörfer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm (pdf): Hier...

Programm "Sense of Doubt. Wider das Vergessen"

Programm mit vollständiger Terminübersicht (pdf): Hier...

Zum Beitrag "Pressegespräch": Hier...

10. September 2015, 19 Uhr
Metzlerpark

Eröffnung
Grußworte: Prof. Dr. Felix Semmelroth (Kulturdezernent Stadt Frankfurt am Main), Matthias Wagner K (Direktor Museum Angewandte Kunst), Dr. Julia Cloot (Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH), I.E. Maria Luiza Ribeiro Viotti (Botschafterin der Republik Brasillien)
Einführung: Prof. Dr. Klaus Günther (Kurator, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"), Danilo Miranda (Direktor Sesc/SP)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

11. September 2015, 17 Uhr
Gespräch, Vortragssaal
Remembering Terror: 9/11 Memorial and Subaltern Narratives
Aletta Diefenbach (IGP-Stipendiatin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen") und H. Mohib (Doktorandin der Anthropologie am Liu Institute for Global Issue, University of British Columbia, Vancouver)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

11. September 2015, 19 Uhr
Podiumsdiskussion, Foyer
Sense of Doubt. Wider das Vergessen
Begrüßung:
Matthias Wagner K (Direktor Museum Angewandte Kunst)
Mit: Juliana Braga (Manager of the Visual Arts and Technology Department, Sesc/SP), Prof. Dr. Rainer Forst (Kurator, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"), Prof. Dr. Klaus Günther (Kurator, Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Co-Sprecher des Exzellenzclusters), Prof. Bernd Kracke (Präsident der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Künstlerischer Leiter der B3 Biennale des bewegten Bildes 2015), Danilo Santos de Miranda (Direktor Sesc/SP), Dr. Katharina von Ruckteschell-Katte (Leiterin des Goethe-Instituts Sao Paulo und der Region Südamerika), Rosângela Rennó (Brasilianische Künstlerin, Teilnehmerin der Ausstellung), Rebecca Caroline Schmidt (Kuratorin und Geschäftsführerin des Exzellenzclusters)

19 Uhr Panel I: Perspektiven des Südens: Fragen der kutlruellen Vermittlung
19.30 Uhr: Pause/Empfang
20 Uhr: Panel II: Umkämpfte Erinnerungen: Wahrheit und Gerechtigkeit historischer Erzählungen

Weitere Informationen (Bildergalerie): Hier...

12. September 2015, 16 Uhr
Kuratorenführung, Englisch, Deutsch, Metzlerpark
Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

12. September 2015, 19 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
Indigenität, Neotraditionalismus und das Erbe der Ethnologie
Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl (Direktor des Frobenius-Instituts an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Professor für Kultur- und Völkerkunde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

13. September 2015, 19 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
Sichtbares Unrecht. Augenschein und Zeugenschaft als Strategien von Politik und Kunst
Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

14. September 2015, 18 Uhr
Podiumsdiskussion, Vortragssaal
Ist das Erinnern zum Vergessen?
Dr. Dominik Brodowski (L.L.M. UPenn), Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"), Dr. Matthias Goldmann (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg), Dr. Matthias C. Kettemann (Postdoc des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

15. September 2015, 19 Uhr
Vortrag
Erinnerung als Widerstand
Raimar Stange (Kurator und Kunstpublizist)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, u.a.): Hier...

16. September 2015, 17 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
Für ein verantwortungsvolles Anthropozän
Prof. Dr. Darrel Moellendorf (Professor für Internationale Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

16. September 2015, 19 Uhr
Metzlerpark

Führung durch die Ausstellung
Carolina Romahn (Leiterin des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main)

16. September 2015, 20 Uhr
Podiumsdiskussion, Foyer
Zur Inszenierung von Protest u. Widerstand
Prof. Dr. Christoph Daase (Professor für Internationale Organisationen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main,
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungspolitik an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
Marcel Seehuber (Filmemacher)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

17. September 2015, 19 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
"Nothing Can Be Told"
Prof. Dr. Rainer Forst (Kurator, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

18. September 2015, 17 Uhr
Podiumsdiskussion, Vortragssaal
Erinnerungen an Zerstörung und Krieg? Libanon 1975-1990
Prof. Dr. Hartmut Leppin (Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) und Prof. Dr. Susanne Schröter (Professorin für Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

19. September 2015, 16 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung
Dr. Paula Macedo-Weiß (Kulturproduzentin)

19. September 2015, 17 Uhr
Vortrag und Aktion, Metzlerpark
Widerstand sichtbar machen: Street Art als alternatives Geschichtsnarrativ
Lisa Bogerts (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

Entfällt:
19. September 2015, 19 Uhr

Podiumsdiskussion der Städelschule, Metzlerpark
artistic – resistant – indonesian. Buchgespräch
Ade Darmawan (Indonesischer Künstler, Kurator und Leiter von ruangrupa) und Philippe Pirotte (Rektor der Städelschule und Direktor des Portikus)

20. September 2015, 13 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung
Matthias Wagner K (Direktor des Museum Angewandte Kunst)

21. September 2015, 19 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
Medien der Gerechtigkeit
Prof. Dr. Klaus Günther (Kurator, Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

22. September 2015, 19 Uhr
Event der Städelschule, Metzlerpark
Daturas Having Tea
Cecila Gerson und Jasmin Werner

Anmeldung erforderlich
Weitere Informationen (Bildergalerie u.a.): Hier..

23. September 2015, 17.30 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung
Linde Storm (Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

23. September 2015, 18.30 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
Zur urheberrechtlichen Zulässigkeit von Filmzitaten, Kompilationsfilmen und Mashups
Prof. Dr. Alexander Peukert (Professor für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

24. September 2015, 19 Uhr
Event der Städelschule, Metzlerpark
Pure Fiction Class
Mit Studierenden der Städelschule
Weitere Informationen (Bildergalerie u.a.): Hier...

25. September 2015, 19 Uhr
Impulsvortrag, Vortragssaal
“Projeto Pacifico” / “Contestado, A Guerra”
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir (Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des 19. Jahrhunderts an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

26. September 2015, 16 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung
Linde Storm (Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

28. September 2015, 19 Uhr
Vortrag, Vortragssaal
Amicus curiae? Zum Gebrauch von Geschichte im Recht in Lateinamerika
Prof. Dr. Thomas Duve (Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte, Professor für vergleichende Rechtsgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Bildergalerie u.a.): Hier...

29. September 2015, 19 Uhr
Impulsvortrag, Vortragssaal
„Landnahmen“
Prof. Dr. Sighard Neckel (Professor für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

30. September 2015, 18 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung

3. Oktober 2015, 16 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung

7. Oktober 2015, 16 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung
Prof. Dr. Klaus Günther (Kurator, Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

7. Oktober 2015, 17 Uhr
Vortrag, Vortragsaal
Kunst – Experiment – Leben
Prof. Dr. Christoph Menke (Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Rechtsphilosophie und Politische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

8. Oktober 2015, 18.30 Uhr
Podiumsdiskussion, Vortragssaal
Journeys
Prof. Dr. Günter Frankenberg (Professor für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“), Prof. Dr. Jens Steffek (Professor für Transnationales Regieren an der Technischen Universität Darmstadt, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) und Maximilian Pichl (Juristischer Referent bei Pro Asyl)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

8. Oktober 2015, 20 Uhr
Podiumsdiskussion, Vortragssaal
Schwarz ist die Farbe. Ein Dialog über Sklaverei und Kunst
Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) und Prof. Dr. Juliane Rebentisch (Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Kunsthochschule des Landes Hessen, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
Weitere Informationen (Bildergalerie): Hier...

9. Oktober 2015, 16 Uhr
Podiumsdiskussion, Vortragssaal
Imaginative Dokumentationen struktureller Gewalt
Dr. Anja Peltzer (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Universität Mannheim) und Jochen Schuff (Institut für Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Bildergalerie u.a.): Hier...

10. Oktober 2015, 16 Uhr
Metzlerpark
Führung durch die Ausstellung
Rebecca Caroline Schmidt (Kuratorin, Geschäftsführerin des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

10. Oktober 2015, 19 Uhr
Event der Städelschule, Metzlerpark
Live-Konzert mit Bernhard Schreiner (Zither / live-electronics)
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, u.a.): Hier...

 

Museum für Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Veranstalter:
Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo.

Weitere Informationen: Hier...

Postsecularism in Global Context: New Perspectives on the Role of Religion in Postsecular Societies

International Workshop

4–5 September, 2015 (10am-5pm)

The relevance of the discourse about postsecularism is that it provides new horizons and frontiers for the analysis of contemporary societies caught between the „return of religion” and the process of secularization. The idea of postsecularism signals an attempt to rethink the place of religion, especially religious language, in political theory as well as social processes in otherwise secularized societies. Often couched in the language of the ideals of liberal values such as democracy, freedom and justice; postsecularism aims to provide new impulse for contemporary political theory. Unfortunately, the discourse so far has been limited to the context of the so-called secularized societies of the West. This is an important shortcoming because, when we look at the secularization process globally, what we find is that there are different formations of the secular. To understand, therefore, the goals and ideal embedded in the idea of postsecularism, a global perspective is imperative. To this end, this workshop aims to provide a new orientation towards the concept in this direction.

Participants:
Mit Eduardo Mendieta (Pennsylvania State University), Andre C. Willis (Brown University), Malachy Okwueze (University of Nigeria), Matthias Lutz-Bachmann (Goethe Universität Frankfurt), Samuel F. Müller (New School for Social Research), Emmanuel Ogbunwezeh (International Society for Human Rights)

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", 501
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Registration is requested: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programme: click here...

Overshooting 2°: Moral and Policy Considerations

International Conference

1- 2 October 2015

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

 

 

 

 

 


Registration required:
069/798-31521 or Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

International climate change negotiations are converging on a policy arrangement commonly known as “pledge and review.” Countries will independently make pledge reductions in greenhouse gas emissions; and progress towards realizing those pledges will be subject to some kind of international review. The virtue of this policy is that it seems capable of eliciting widespread agreement among a great many states. One significant drawback is that the total reductions pledged are very likely to be less than the deep cuts required to keep cumulative historical emissions of carbon below one trillion tons. Therefore, the likelihood of limiting warming to the internationally recognized goal of 2°C will be low. The agreement is likely to be wide, but the reductions not deep.

This conference is devoted to a number of questions regarding this expected state of affairs:
Is it reasonable to hope that the effects on the energy market of a wide agreement on mitigation policy will nonetheless lead to innovations making it possible to achieve the 2°C goal? Should some other international goal for mitigation be set? Or is international policy best pursued without any such a goal? How much protection can we reasonably expect from adaptation? And what should the aims of adaptation be? What is the appropriate account of responsibility for adaptation? Can a satisfactory costs and damages policy be developed? Has humanity’s relationship to nature fundamentally changed? If so, are new norms of interaction with nature required? Should efforts at the assisted migration of species be accelerated? Should the research and deployment of carbon dioxide removal be emphasized? Should the development and testing of solar radiation management be accelerated? What would be required in order for the governance of solar radiation management to be legitimate?

Programme:
1 October 2015


Announcements/Welcoming: 9:45-10:00

Session 1: 10:00-11:40
Volker Mosbrugger, “Overshooting 2° C – Lessons from Earth History”
Stephen M. Gardiner, “Is Geoengineering ‘Plan B’?”

Coffee Break: 11:40-11:55

Session 2: 11:55-13:35
Robyn Eckersley, “Improvising around a Zombie Regime: The Fate of Equity and Common but Differentiated Responsibilities in the Climate Negotiations”
Diana Hummel, “Societal Relations to Nature & the Science-Policy Interface in the Anthropocene – A plea for Transdisciplinarity”

Lunch: 13:35-14:35

Session 3: 14:35-16:15
Catriona McKinnon, “Risking Extinction: An International Crime?”
Ed Page, “Compensating for Climatic Loss and Damage in the Developing World”

Coffee Break: 16:15-16:30

Session 4: 16:30-18:10
Joachim Curtius, “Overshooting 2°C: A Meteorologist’s Point of View”
Harald Stelzer, “Evaluating the Imaginary: Climate Engineering in Overshooting Scenarios”

2 October 2015
Announcements: 9:45-10:00

Session 5: 10:00-11:40
Thomas Hickler, “Impacts of Climate Change on Biodiversity, Ecosystems and Global Justice”
Benjamin Hale, “Reshuffling the Deck Chairs: Assisted Colonization and Managed Relocation in a Forever Warming World”

Coffee Break: 11:40-11:55

Session 6: 11:55-13:35
Clare Heyward, “Making Windows into Men’s Souls? A Scanlonian Approach to the Moral Significance of
Intentional Climate Change”
Megan Blomfield, “Geoengineering in a Climate of Uncertainty”

Lunch: 13:35-14:35

Session 7: 14:35-16:15
Darrel Moellendorf, “Can Dangerous Climate Change Be Avoided?”
Simon Caney, “Climate Targets: How to Choose them in Ideal and Non-ideal Circumstances”

All sessions will be 1 hour and 40 minutes. Each session will consist of two 30 minute presentations followed by 40 minutes of discussion time.

Confirmed Speakers:
Megan Blomfield, Lecturer in Value Theory, University of Bristol Philosophy Department
Simon Caney, Professor of Political Theory, Fellow and Tutor in Politics at Magdalen College, Oxford University
Joachim Curtius, Professor, Institute for Atmospheric and Environmental Research, Goethe-University of Frankfurt am Main
Robyn Eckersley, Professor in Political Science in the School of Social and Political Sciences, and Chair of the Discipline of Political Science at the University of Melbourne
Stephen M. Gardiner, Professor of Philosophy & Ben Rabinowitz Endowed Professor of the Human Dimensions of the Environment
Benjamin Hale, Associate Professor, Philosophy and Environmental Studies, University of Colorado, Boulder
Clare Heyward, Leverhulme Early Career Research Fellow, Department of Politics and International Studies, University of Warwick
Thomas Hickler, Professor for Quantitative Biogeography Senckenberg Biodiversity and Climate Research Centre (BiK-F) and Department for Physical Geography, Goethe-University of Frankfurt am Main
Diana Hummel, Research Scientist and Member of the Executive Board, ISOE - Institute for Social-Ecological Research (Frankfurt); Member Research Activity 9, Ecosystems Services and Climate, Senckenberg Biodiversity and Climate Research Centre (BiK-F)
Catriona McKinnon, Professor, Politics and International Relations, University of Reading
Darrel Moellendorf, Cluster Chair of International Political Theory Excellence Cluster Normative Orders; Professor of Philosophy (co-opted); Member Research Activity 9, Ecosystems Services and Climate, Senckenberg Biodiversity and Climate Research Centre (BiK-F), Goethe-University of Frankfurt am Main
Volker Mosbrugger, Director General of Senckenberg Research Institute and Natural History Museum; Scientific Coordinator Senckenberg Biodiversity and Climate Research Centre (BiK-F); Chair in Historical Geology and Palaeontology, Goethe-University of Frankfurt am Main
Edward Page, Associate Professor, Department of Politics and International Studies, University of Warwick
Harald Stelzer, Professor of Philosophy and Leader of Working Area Political Philosophy, University of Graz. University of Graz

Schedule (pdf): click here...

For further information (pdf): click here...

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Proceduralization of the Law

International Conference

3 to 5 December 2015

The concept of “proceduralisation of the law” has been introduced in German legal theory and philosophy debates in the 1980s and 90s as a reaction to the “regulatory crisis” of the welfare state and the challenges of the “risk society” (Ulrich Beck). Drawing on the resources as diverse as discourse theory and systems theory, along with postmodernist, deconstructive, and autonomy-based modes of reflection on law and society, the foremost theorists of proceduralisation – Jürgen Habermas, Rudolf Wiethölter, Gunther Teubner, Karl-Heinz Ladeur, Klaus Eder, and Ingeborg Maus – all advocated a turn away from the traditional formal and substantive paradigms of law towards a proceduralised version of the law. Despite different articulations of this concept the common ground is that proceduralised law is not (or no longer) primarily characterised by its function to implement presupposed principles, values, or purposes of the respective practice of regulation. Instead, the perspective of the genesis of legal norms becomes central including the reflection on the principles and criteria of their evaluation as well as the conditions of involving various actors or limiting their access to the procedures of decision making and the creation of law.
Today, the relevance of this concept for legal and political theory and philosophy seems undisputed – “proceduralisation”, often as an implicit concept, has long entered the debates surrounding the question of participation and democracy, of recognition and power relations, the processes of constitutionalisation on both national and supranational levels, and so forth. The proceduralisation of the law is usually regarded not solely as an inevitable reaction to the crisis of regulative law, and thus without any alternatives, but also in a normative way as a progress in the development of law. However, rarely do we find an explanation of what the demand of proceduralisation actually is: Is it about the task (or the accomplishment) of a progressive democratization on all levels of the law, or is it rather primarily about a more efficient technique of the law? Can we recognize a gain in freedom when turning away from regulative law or is this only another form of wielding authority and power? And finally, is proceduralisation a recent phenomenon or do we have to assume that the law, particularly in its modern form, has always been constituted in a procedural and self-reflexive way?
Given the emergence of new forms of transnational governance and jurisdiction over the last decades, it seems important to revisit the various conceptions of “proceduralised” law today, especially with regard to the question of the normativity of law and its legitimacy. The aim of the conference is to revive the (philosophical) question of rationality (and irrationality) of the law, and to reconceptualise the category of “proceduralised” or “reflexive” law under the current conditions of its validity and modes of operation. The contributions will assess the potential and limitations of this concept along the problem areas of democracy, governance, constitutionalisation, and multinormativity.

With contributions by:
Samantha Ashenden (Birkbeck, University of London)
Hauke Brunkhorst (University of Flensburg)
Catherine Colliot-Thélène (University of Rennes)
Klaus Günther (University of Frankfurt)
Karl-Heinz Ladeur (University of Hamburg)
Aliki Lavranu (University of Crete)
Emmanuel Melissaris (London School of Economics)
Christoph Menke (University of Frankfurt)
Kolja Möller (University of Frankfurt)
Tatjana Sheplyakova (University of Frankfurt)
Christopher Thornhill (University of Manchester)
Thomas Vesting (University of Frankfurt)

The conference languages will be German and English.

Flyer (programme, pdf): click here...

Organisation: Dr. Tatjana Sheplyakova

Venue:
Goethe University Frankfurt am Main, Campus Westend
Building „Normative Orders“, EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Conference participation is free, but registration is required.
Please register by November 27, 2015 by sending an email to
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Presented by:
The conference is organized within the framework of the DFG-Project on “Taking Legal Action: A Philosophical Perspective” and funded by the DFG and the Goethe University, in cooperation with the Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

FRCPS Chandra Talpade Mohanty Reading Group

12 December 2015, 12-4pm

The Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies (FRCPS) is delighted to welcome you to the Chandra Talpade Mohanty reading group in preparation of Chandra Talpade Mohanty’s visit as Angela Davis Guest Professor for International Gender and Diversity Studies at the Cornelia Goethe Center for Women’s and Gender Studies (CGC) in December 2015.

We will read select texts of Chandra Talpade Mohanty and discuss the influence of her work for Critical Race theory, Feminist Theory as well as Postcolonial Studies. A particular focus will lie on her intersectional analysis of the co-constitutiveness of capitalist, racist and sexist forms of oppression as well as her focus on the possibilities of transnational feminist alliances.

The reader will be made available online and it is expected that you have prepared in advance the texts to be discussed. The link to the reader will be sent to all that have registered.

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2

Please register in advance by writing an e-mail including your name and institutional affiliation / year and main subject of studies to:
frcps.mail [at] googlemail.com.

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Protest - Widerstand - Aufstand. Streit um politische Ordnungen


Montag, 9.11. 2015 16.15 Uhr

Eine verhängnisvolle Affäre? Globaler Dschihadismus und die Entwicklung terroristischer Kooperation
Assaf Moghadam, International Institute for Counter-Terrorism (ICT) Interdisciplinary Center (IDC) Herzliya, Israel

Montag, 30.11. 2015, 16.15 Uhr
Resisting Resistance: The Case for Coercion
Jane Mansbridge, Harvard University

Montag, 7.12. 2015 16.15 Uhr
Transnationaler Ungehorsam? Irreguläre Migration als politische Praxis
Robin Celikates, Universiteit van Amsterdam

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Seminarhaus SH. 5.101

Organisation: Christopher Daase und Nicole Deitelhoff

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Nichtstaatliche Akteure und Weltordnung

Jahreskonferenz des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

8. und 9. Oktober 2015

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main


Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Baseler Straße 27-31
60329 Frankfurt am Main

Nichtstaatliche Akteure – zivilgesellschaftliche Organisationen, Wirtschaftsunternehmen und Gewaltakteure – spielen in Konflikten eine immer größere Rolle. Dies gilt sowohl für Gewaltkonflikte auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene als auch für Auseinandersetzungen über sicherheitsrelevante Themen wie Meinungsfreiheit und Cyber Security. Nichtstaatliche Akteure können Konflikte verursachen, sie ringen nach Anerkennung und Mitwirkung, oder sie sind im Rahmen von Global Governance zunehmend in politische Prozesse zur Lösung von Konflikten eingebunden.
Im Rahmen der HSFK-Jahreskonferenz 2015 „Agents of Peace and Justice? Non-state Actors and World Order“, die am 8. und 9. Oktober stattfindet, sollen die Chancen und Risiken, die aus der Inklusion nichtstaatlicher Akteure entstehen, diskutiert werden. Leitfragen sind: Ist die Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure förderlich oder hinderlich für Frieden und Gerechtigkeit? Führt die Beteiligung nichtstaatlicher Akteure zu effektiverer Problemlösung? Welche Probleme entstehen für die Demokratie und die Legitimität politischer Prozesse?
Die HSFK-Jahreskonferenz bringt Wissenschaftler und Praktiker aus Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen zusammen, um über diese Fragen zu diskutieren. Die Eröffnungsveranstaltung am 8. Oktober findet in deutscher Sprache, die Konferenz am 9. Oktober findet in englischer Sprache statt.

Programme:

Thursday, 8 October 2015 (Haus am Dom, in German)

19:00–20:30

Public Forum

Freiheit des Worts vs. Schutz der Religion: Von der Kontroverse zur Annäherung

Prof. Dr. Susanne Schröter, Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN
Dr. Lale Akgün, ehem. Bundestagsabgeordnete (SPD)
Tim Wolff, Chefredakteur der „Titanic“

Moderation: Dr. Claudia Baumgart-Ochse (HSFK)

 Friday, 9 October 2015 (HSFK, in English)

09:00–09:30   

Introduction
Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf

09:30–11:00   

Panel I: Non-state Actors and the Implementation of International Humanitarian Law – Potential and Risk of their Inclusion

Introduction: Konstanze Jüngling (HSFK)

Engaging with Armed Non-state Actors (ANSAs) to Promote Greater Compliance with International Humanitarian Law (IHL)
Yvette Issar (University of Geneva, Geneva)

The Role of NGOs in Implementing International Humanitarian Law: Opportunities and Limitations
Andrea Prasow (Human Rights Watch, Washington D. C.)

11:00–11:30   

Coffee break

11:30–13:00 

Panel II: Just and Inclusive Resource Governance – An (Im)possible Task?

Introduction: Andreas Jacobs (HSFK)

Cocoa in the Côte d’Ivoire: From a Conflict Resource to a Fundament for a Better Livelihood?
Friedel Hütz-Adams (Südwind Institut, Bonn)

Campaigning for a More Transparent and Accountable Extractive Sector: Experiences from the Publish What You Pay Coalition and
the EITI
Dr. Asmara Klein (Publish What You Pay International, London)

13:00–14:00   

Lunch

14:00–15:30   

Panel III: Non-state Actors and the Securitization of the Internet

Introduction: Dr. Thorsten Thiel (HSFK/University of Trier)

The Limits of State Power in Cyberspace
Dr. Myriam Dunn Cavelty (ETH Zürich)

The Role of Non-state Actors in Cyberspace
Frank Rieger (Chaos Computer Club, Hamburg)

15:30–16:00   

Coffee break

16:00–17:00   

Closing remarks

Introduction: Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf (PRIF)

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (PRIF)

Prof. Dr. Jens Steffek (Technische Universität Darmstadt)

 

 Veranstalter: Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Amicus curiae? Zum Gebrauch von Geschichte im Recht in Lateinamerika

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Duve (Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte, Professor für vergleichende Rechtsgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) im Rahmen des wissenschaftlich-künstlerischen Projektes "Sense of Doubt. Wider das Vergessen" des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis am 28. September 2015 im Vortragssaal des Museum Angewandte Kunst.

PDF zum Vortrag "Amicus curiae? Zum Gebrauch von Geschichte im Recht in Lateinamerika" von Thomas Duve mit Beiträgen von Mariana Armond Dias Paes, Pamela Cacciavillani, Karla Escobar, Sandra M. Roeseler (pdf): Hier...

Audio:

 

Bildergalerie:

  • Karla Escobar
  • Karla Escobar
  • Sandra Michelle Roeseler
  • Sandra Michelle Roeseler
  • Pamela Caccivillani
  • Pamela Caccivillani
  • Prof. Dr. Thomas Duve, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für vergleichende Rechtsgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Veranstalter:
Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo.

Weitere Informationen: Hier...

ARAHMAIANI: „Violence No More“

Die Ausstellung „Violence No More“ ist eine Retrospektive der indonesischen Künstlerin ARAHMAIANI. Ihr Werk soll dabei allerdings nicht chronologisch hervorgezerrt und aufgereiht, sondern ihre künstlerischen und geistigen Entwicklungsschritte der letzten 30 Jahre zu einem großen Ganzen zusammengefügt und dem Publikum angeboten werden. Indonesische Gegenwartskunst ist in Europa so gut wie unbekannt. Zu den wenigen Künstlern des Gastlandes der Buchmesse 2015, die international unterwegs sind, zählt ARAHMAIANI. Sie steht an vorderster Stelle in der Vermittlung indonesischer Kunst auf dem internationalen Parkett. Keine Kunstmetropole auf dieser Welt, in der sie noch nicht exponiert hätte, keine Biennale im Norden oder Süden, zu der sie nicht eingeladen war.
Die Frankfurter Ausstellung stellen wir unter das Motto „Waking up – Growing up“, das den künstlerischen Wertegang ARAHMAIANIS gut beschreibt. Aufgeweckt wurde sie als junge Künstlerin durch die brutalen Unterdrückungsmethoden der Militärdiktatur Indonesiens sowie durch die aggressive kulturpolitische Einmischung radikal-islamischer Gruppen in ihrer Heimat, die ihre Ausstellungen stürmten und ihr Gewalt androhten. Gewachsen ist sie am Bewusstsein, dass eine Künstlerin (vielleicht noch mehr als ein Künstler) Verantwortung für die Humanisierung ihrer Gesellschaft übernehmen muss, dass sie eintreten muss für die Rechte von Frauen, von Minderheiten, von ökonomisch und sozial marginalisierter Gruppen. Ein Zwischenergebnis ihrer wachsenden Bewusstwerdung war die Erkenntnis, dass alle gesellschaftlichen Veränderung nichts sind, wenn sie nicht gleichzeitig das ökologische Erbe des Planeten erhalten – dauerhaft und zum Nutzen aller im Netzwerk der Natur integrierten Beteiligten. Arahmaiani knüpft damit an die indonesische Vorstellung der Einheit alles Seienden, also an die große spirituelle Tiefe des asiatischen Denkens an. Diese Spiritualität beförderte ihre Erweiterung von einer politischen zu einer ökologischen Aktivistin, für die gesellschaftliche und kosmische Enzwicklungszustände untrennbar miteinander verknüpft sind.
Das kuratorische Konzept der Ausstellung sieht vor, die beiden Stränge der Bewusstseinsbildung der Künstlerin – Waking up-Growing up – anfänglich nebeneinander zu stellen, um sie schließlich mehr und mehr zu einem Entwicklungsstrang zusammenzuführen. Im Prinzip soll jedes der gezeigten Kunstwerke (Videos von früheren Performances, Installationen, Live-Performances, Fotos und 6 großformatiger Gemälde) als solches eigen- und vollständig sein und gleichzeitig soll sich alles zum größeren Kontext zusammenfügen, soll der gegenwärtige ethische, künstlerische und emotionale Standpunkt der Künstlerin erkannt werden. Wir wollen die aufsteigenden Etagen des „Haus am Dom“ für den fortschreitenden Prozess der Veränderung und Entfaltung der Künstlerin nutzen und diesem so eine räumliche Komponente geben. Haus und Werk sollen zusammenfinden, das Werk soll sich in die Architektur des Hauses einfügen und dabei vielleicht neue Sichtachsen innerhalb des Hauses schaffen.
Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Werner Kraus (Center for Southeast Asian Art, Passau) und organisiert von Dr. Gunnar Stange (Goethe-Universität) und Dr. Lisa Straßberger (Haus am Dom, Frankfurt). Sie findet im Rahmen einer Kooperation des Haus am Dom, des Sonderforschungsbereichs 1095: „Schwächediskurse und Ressourcenregime“ und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt, der Frankfurter Buchmesse sowie des Center for Southeast Asian Art, Passau, sowie des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) statt.

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Termine
Vernissage: 12.10.2015, 18.30 Uhr
- Performance „Flag Project“ der Künstlerin
- Empfang
- Filmvorführung der Filme „Riding My Tiger“ und „Paradise Later“ des Fimemachers Ascan Breuer
- Diskussion Arahmaianis und Ascan Breuers mit dem Publikum, Moderation Dr. Gunnar Stange

Finissage: 25.10.2015, 11:00 Uhr Haus am Dom, Frankfurt am Main
- Performance „Violence No More“ der Künstlerin
- Empfang

Die Ausstellung ist vom 13.10. bis 25.10.2015 täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr (Sa/So ab 11.00 Uhr) geöffnet.

 

 

 

 

 

Veranstalter:
Haus am Dom, Sonderforschungsbereich 1095: „Schwächediskurse und Ressourcenregime“, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Frankfurter Buchmesse, Center for Southeast Asian Art, Passau und Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI)

Post-Conflict Transformations in Aceh, Indonesia: Islam, Gender, Human Rights and Politics

Podiumsdiskussion

15. Oktober 2015, 18.15 bis 19.45 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02
Max-Horkheimer-Str. 2

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die verheerenden Folgen des sogenannten „Indian Ocean Tsunami“ vom 26.12.2004 lösten in Aceh, der nordwestlichsten Provinz Indonesiens, einen umfassenden politischen, kulturellen und sozialen Transformationsprozess aus, der bis heute als ergebnisoffen gelten muss. Aceh war seit 1976 Schauplatz eines bewaffneten Konfliktes zwischen der Unabhängigkeitsbewegung Freies Aceh (GAM) und der indonesischen Regierung, der bis 2005 circa 30.000 Todesopfer gefordert hatte. Vor dem Hintergrund der Zerstörungen des Tsunami gelang es den Konfliktparteien schließlich am 15.08.2005 im finnischen Helsinki unter internationaler Vermittlung ein Friedensabkommen zu  unterzeichnen, das Aceh eine weitgehende Autonomie über seine religiösen, politischen und wirtschaftlichen Belange zusicherte. Im Gegenzug gab die GAM ihr politisches Ziel einer Loslösung von Indonesien auf.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion soll der Versuch unternommen werden, die bisherigen Entwicklungen des Friedensprozesses in den vergangenen zehn Jahren in Bezug auf die islamische Rechtsordnung der Provinz, Geschlechterverhältnisse, Menschenrechte und lokale politische Dynamiken nachzuzeichnen. Es diskutieren die indonesische mehrfach preisgekrönte freie Schriftstellerin und Journalistin Linda Christanty (Thema: Medien und Demokratisierung), der aus Aceh stammende Menschenrechtsaktivist und freie Autor Azhari Aiyub (Thema: Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit), der US-amerikanische Ethnologe Prof. Dr. James T. Siegel (Thema: politischer Islam in Aceh) und Gunnar Stange (politische Transformation in Aceh nach 2005). Die Diskussion wird von der Ethnologin Prof. Dr. Susanne Schröter moderiert.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und weitere Partner

Heiner Goebbels - Kantorowicz Lecture in Political Language

11. November 2015

"Erkläre nichts. Stell es hin. Sag's. Verschwinde." Zur Frage nach einer Politik des Ästhetischen

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Casino, R. 1.801

Die fünfte Kantorowicz Lecture in Political Language widmet sich der Frage nach der politischen Semantisierbarkeit der Künste und einem besonders sperrigen Medium politischer Sprache: der Musik.  
Mit dem Komponisten und Theatermacher Heiner Goebbels hat das Forschungszentrum für die Kantorowicz Lecture 2015 einen international besonders exponierten Redner gewinnen können, der den Versuch unternimmt, dem Begriff der politischen Sprache die künstlerische Erfahrung entgegenzustellen. Seit seinen frühesten Arbeiten, der Zeit seiner Zusammenarbeit mit Heiner Müller, bis zu seinen aktuellen Musiktheaterproduktionen stellt sich Goebbels unentwegt die Frage nach der Politik des Ästhetischen.

Heiner Goebbels ist Musiker, Komponist, Hörspiel- und Theatermacher. Er ist Präsident der Hessischen Theaterakadmie und Professor für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus Liebig Universität Gießen.

Weitere Informationen (pdf): Hier...

 

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Veranstalter:
Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Porträt, Skizze, Entwurf: Über „Jane B. par Agnès V.“ und „Kung Fu Master“

Lecture & Film: „Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda“

Die Idee zu „Jane B. par Agnès V.“ hatte Jane Birkin. Mit dem Schmacht-Hit „Je t’aime … moi non plus…“ zusammen mit ihrem Partner Serge Gainsbourg zum Pop–Weltstar geworden und in den 1980er mit den Filmen ihres neuen Partners Jacques Doillon zur Schauspielerin avanciert, bot Birkin sich selbst Agnès Varda als Sujet eines Porträt-Films. Daraus wurde ein vielschichtiges filmisches Gemälde, ein Porträt von Birkin und ihren Kindern, Charlotte Gainsbourg und Luc Doillon, ein Doppel(selbst)porträt von Birkin und Agnès Varda, und zugleich ein Entwurf für einen weiteren Film, „Kung Fu Master – Un petit amour“, eine Liebesgeschichte zwischen einer Frau um die vierzig und einem jungen Mann an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Ein Film also, der aus einem Zwiegespräch entsteht, die Werkgrenzen sprengt und sich somit besonders gut eignet als Ausgangspunkt einer Diskussion über die Poetik von Agnès Varda.

29. Oktober 2015, 20 Uhr

Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Filmprogramm: „Jane B. par Agnès V.“, Frankreich 1987, 80 min.


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

 

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Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe der Goethe-Universität (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) und des Exzellenzcluster „Die
Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA). In Kooperation mit dem
Masterstudiengang „Curatorial Studies“, dem Institut Français pour l’Histoire en Allemagne und der Filmwissenschaft/Mediendramaturgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Zum Programm: Hier...

Kunst – Experiment – Leben

Vortrag von Prof. Dr. Christoph Menke (Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Rechtsphilosophie und Politische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) im Rahmen des wissenschaftlich-künstlerischen Projektes "Sense of Doubt. Wider das Vergessen" des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis am 7. Oktober 2015 im Vortragssaal des Museum Angewandte Kunst.

 

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  • Prof. Dr. Christoph Menke (Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Rechtsphilosophie und Politische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Dr. Eva Buddeberg (Akademische Rätin a. Z. des Instituts für Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Christoph Menke (Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Rechtsphilosophie und Politische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Veranstalter:
Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo.

Weitere Informationen: Hier...

Live-Konzert mit Bernhard Schreiner (Zither / live-electronics)

Event der Städelschule im Rahmen des wissenschaftlich-künstlerischen Projektes "Sense of Doubt. Wider das Vergessen" des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis am 10. Oktober 2015 im Metzlerpark.

 

 

 

 

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  • Bernd Schreiner, Künstler

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Veranstalter:
Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo.

Weitere Informationen: Hier...

Frankfurter Kolloquium für Internetforschung

Sommersemester 2016

Das Frankfurter Kolloquium für Internetforschung ist ein interdisziplinäres Forum für all jene, die sich in Frankfurt und Umgebung mit Themen aus dem weiten Feld der Netzpolitik auseinandersetzen und in Forschung oder Praxis mit dem Internets zu tun haben. Es soll der Vernetzung wie dem wissenschaftlichen Austausch dienen, personell wie inhaltlich Kräfte bündeln und fördert die institutionelle Verankerung von Internetforschung in Frankfurt. Themenvorschläge für Präsentationen sind herzlich willkommen.

Donnerstag, 28. April 2016, 18.00 Uhr
Matthias C. Kettemann ("Normative Ordnungen")
Intermediäre: Gesetzgeber, Polizisten, Richter des Internets?

Donnerstag, 12. Mai 2016, 18.00 Uhr
Christopher Daase und Thorsten Thiel  ("Normative Ordnungen", HSFK)

Donnerstag, 2. Juni 2016, 18.00 Uhr
Daniel Jacob (FU Berlin)
Macht und Widerstand in Zeiten der Digitalisierung

Donnerstag, 30. Juni 2016, 18.00 Uhr
Julia Hörnle (Queen Mary, University of London)
Eine Neuvermessung der Datenschutzwelt


Campus Westend, Gebäude "Normative Ordnungen" (Raum 5.02)
Max-Horkheimer-Straße 2
60629 Frankfurt am Main

Eine Anmeldung ist erforderlich:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Convener:
Dr. Matthias C. Kettemann LL.M. (Harvard)
Dr. Thorsten Thiel (Post Doc Fellow)

Zum vergangenen Frankfurter Kolloquium für Internetforschung: Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Schwarz ist die Farbe. Ein Dialog über Sklaverei und Kunst

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) und Prof. Dr. Juliane Rebentisch (Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Kunsthochschule des Landes Hessen, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) im Rahmen des wissenschaftlich-künstlerischen Projektes "Sense of Doubt. Wider das Vergessen" des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis am 8. Oktober 2015 im Vortragssaal des Museum Angewandte Kunst.

 

 Bildergalerie:

  • Johannes Schulz, Leibniz Forschungsgruppe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Vinzenz Hediger, Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Juliane Rebentisch, Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Kunsthochschule des Landes Hessen, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Veranstalter:
Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo.

Weitere Informationen: Hier...

Imaginative Dokumentationen struktureller Gewalt

Podiumsdiskussion mit Jochen Schuff (Institut für Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Dr. Anja Peltzer (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Universität Mannheim) im Rahmen des wissenschaftlich-künstlerischen Projektes "Sense of Doubt. Wider das Vergessen" des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit der Videokunstausstellung memórias inapagáveis am 9. Oktober 2015 im Vortragssaal des Museum Angewandte Kunst.

 

Video:

Audio:



Bildergalerie:

  • Jochen Schuff (Institut für Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Dr. Anja Peltzer (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Universität Mannheim)

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Veranstalter:
Ein Projekt des Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen gemeinsam mit Sesc São Paulo, Associação Cultural Videobrasil, dem Museum Angewandte Kunst und Dr. Paula Macedo Weiß Kulturproduktion, im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes. Weitere Kooperationspartner sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, die Städelschule Frankfurt am Main und das Goethe-Institut São Paulo.

Weitere Informationen: Hier...

The Crisis of Europe – A Crisis for the Left?


Stufog-Konferenz

6.-8. November 2015

Jügelhaus Campus Bockenheim (H V)
Frankfurt am Main

Programm: Hier...

Die Platypus Afilliated Society (Stufog des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" lädt zur zweiten europäischen Konferenz unter dem Titel „The Crisis of Europe – A Crisis for the Left?“ nach Frankfurt am Main ins alte Hörsaalzentrum am Campus Bockenheim (H V).
Es stehen die europäische Krise und die divergierenden Antworten seitens der internationalen Linken im Zentrum der diesjährigen Konferenz.

Um sowohl diesen Antworten als auch ihren Bedingungen nachzugehen und eine kritische Auseinandersetzung mit ihnen zu ermöglichen, veranstaltet die Stufog in diesem Rahmen Podien zu Themen wie „What is the European Union and should we be against it?“, „Electoral Politics and the Left: Problems and Prospects“ und „Socialism, Democracy, Social Democracy“, sowie Workshops in denen unterschiedliche linke Projekte sich, ihre Arbeit und Perspektiven vorstellen um eine Diskussion darüber zu ermöglichen. Dazu wurden Parteien, Gruppen und einzelne Akteure unterschiedlichster linker Richtungen wie  z. B. Thomas Seibert und Jens Wissel, sowie Syriza, Podemos, Die Linke, SPD,CPGB, International Bolshevik Tendency, Junge Grüne, Partia Razem, die Rosa-Luxemburg-Stiftung uvm. eingeladen.

Alle Veranstaltungen finden auf Englisch statt.

Die Platypus Affiliated Society ist eine internationale Studierendenorganisation, die 2006 in Chicago gegründet wurde und mittlerweile an verschiedenen Universitäten weltweit, so auch an der Goethe-Universität Frankfurt, vertreten ist. Sie versteht sich als Projekt der Selbstbildung und Selbstkritik innerhalb der Linken mit dem Ziel ihrer praktischen Re- und Neuorganisation. Platypus ist seit diesem Jahr Stufog des Exzellenzclusters.

Weitere Informationen: Hier...


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Veranstalter:

Platypus Affiliated Society, Asta der Goetheuniversität Frankfurt, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Rosa Luxemburg Stiftung, Förderfond Lehre, Fachschaften 03 und 08.

 

SYRIZA as a symptom of the Euro-Crisis. De te fabula narratur

Evening Lecture


18 November 2015, 7.15pm

Prof. John Milios

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Hörsaalzentrum, HZ5

John Milios is Professor of Political Economy and the History of Economic Thought at the National Technical University of Athens (NTUA). Until March 2015 he was the chief economic advisor of SYRIZA. His most recent books in English are Rethinking Imperialism. A Study of Capitalist Rule (Palgrave-Macmillan 2009, co-authored with D.P. Sotiropoulos) and A Political Economy of Contemporary Capitalism and its Crisis. Demystifying Finance (Routledge 2013, co-authored with D.P. Sotiropoulos and S. Lapatsioras).

In this lecture John Milios will give an overview of the background conditions that contributed to the rise of SYRIZA and show some similarities of SYRIZA\'s course with PODEMOS, Jeremy Corbyn, the election results in Portugal and other developments that currently appear to strengthen the Left in Europe. The talk will then also critically analyse Syrizas evolvement and try to point to some of the lessons that should be learned for promoting progressive policies in the future.

 

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Die Vorlesung wird organisiert von der Nachwuchswissenschaftler-Gruppe des Exzellenzclusters "Rechtfertigungsnarrative in der Krise", Jonathan Klein

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

"Debtocracy" – Dokumentarfilmvorführung, Präsentation und Diskussion

14. Dezember 2015, 19.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2

Griechenland, 2011, 74 Min., Buch und Regie: Katerina Kitidi und Aris Chatzstefanou; Produktion: Kostas Efimeros. Mit: David Harvey, Costas Lapavitsas, Alain Badiou, Eric Toussaint, Samir Amin u.a.

Der Dokumentarfilm untersucht die Ursachen der griechischen Staatsschuldenkrise von 2010. Zu diesem Zweck wird die Krise eingeordnet in die Dynamiken des globalen Kapitalismus und der Eurozone. Der Titel des Films wird damit erläutert, dass Griechenland in der Schuldenkrise von den Schulden beherrscht wird und dass in diesem Schuldenregime sogar Verfassungsprinzipien und die Demokratie außer Kraft gesetzt werden. Beispiele anderer Länder werden genannt und erläutert, die in ihrer Position als Schuldner zur umfassenden gesellschaftlichen Umgestaltung gezwungen wurden. Experten aus Initiativen zum Kampf gegen Schulden kommen zu Wort. Der Film stellt das von den USA bereits zweimal (Cuba, Irak) verwendete Konzept der „verabscheuungswürdigen Schulden“ (odious debt) vor. Weitere Möglichkeiten der Untersuchung der Legitimität und Legalität von Schulden werden vorgestellt. Der Film schlägt die Bildung einer Kommission vor, zur detaillierten Untersuchung der griechischen Staatsschulden mit Perspektive der Zahlungsverweigerung von als verabscheuungswürdig, illegal und illegitim erachteten Schulden.

Eine solche Kommission wurde 2015 von der ehemaligen Parlamentspräsidentin Zoe Konstatopoulou ins Leben gerufen. Im Anschluss an den Film soll deswegen der im Juli 2015 erschienene vorläufige Bericht der „Truth Commission on Public Debt“ vorgestellt werden.

Die Vorlesung wird organisiert von der Nachwuchswissenschaftler_Innen-Gruppe „Rechtfertigungsnarrative in der Krise“.

Eine Anmeldung ist erforderlich bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Dier Herausbildung normativer Ordnungen"

International Health Governance (IHG): Infectious Disease Epidemics Control from an IPA (International Public Authority) perspective - Call

International Workshop

3 and 4 March 2016

Call for Abstracts

Keynote speaker: Prof. Dr Michael Marx (Managing director evaplan International Health at the University Hospital Heidelberg, Germany)

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Neuenheimer Feld 535
D-69120 Heidelberg
Germany

The Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V., Institute for Interdisciplinary Research (FEST) and the Max-Planck-Institute for Comparative Public Law and International Law (MPIL), are pleased to announce this joint workshop as part of the German Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders", at Frankfurt University. This workshop marks the first milestone of a larger IPA research project on IHG. Information on the broader IHG project can be found here.

The workshop serves the following core purposes:
• To share individual research findings and discuss them among a peer group,
• To craft a deeper and more detailed understanding of IHG, and
• To create links across institutions with joint research interests, and provide a forum for networking.

IHG structures considerably affect peoples’ lives, particularly when aid delivery is necessary. Yet research on IHG remains scarce and fragmented. We choose to focus on the following sub-areas of IHG research: responsibilities of IHG actors (1), coordination of IHG actors (2), and publicly-financed research (3). For the initial research stage, we will refer to the recent Ebola crisis as a particular example.

We are particularly interested in the legal mechanisms related to infectious disease epidemics control, especially in light of the recent Ebola crisis taking place in West Africa
and the structural deficiencies manifested in its wake. The international community could have reacted sooner during the main Ebola peaks, but valuable time was lost due to shortcomings within the particular national health systems of the primarily affected countries, and a lack of coordination in the international arena. The international and regional response to these challenges frequently occurs through non-binding acts and instruments that do not fit under formal categories of public international law. Despite this fact, they can perform a game-changing role (arguably, e.g. WHA resolution 19.16 was the internal legal tool employed by WHO towards smallpox eradication), and can even amount to authorizing restrictions of certain individual human rights (e.g. WHO Director General's temporary recommendations regarding quarantine and isolation measures).

The concept of International Public Authority (IPA), a research approach employed across various projects (and utilized by various investigators) at MPIL, can serve as a methodological basis for analyzing these acts. The aim is to discuss the possibility of a framework capable of responding to some of the conceptual and practical challenges that arise, as well as to questions about the legitimacy of such acts. At the same time, states are still the entities primarily responsible for the health of their population. In this regard, the response to disease outbreaks requires a minimum set of surveillance and response capabilities, such as the ones established by the current International Health Regulations (IHR). Thus, there is a continuous emphasis within a multi-level approach to strengthen national health systems as a necessary step towards a universally robust framework for infectious disease epidemics alert and response.

To summarize, the core purpose of this workshop is to define the international duties and responsibilities of states, international organizations, and private actors as well as public-private collaborations in IHG in light of infectious disease epidemics control. This increasingly developing field is characterized by a multilevel network of different actors that goes beyond common structures of public international law. Therefore, the workshop aims at gaining deeper insights into the current status of IHG as well as an understanding of the status and requirements of international law in this area. Despite this particular international law or IPA perspective, the workshop encourages participation from all relevant disciplines in order to enable a more comprehensive understanding of this matter.

Here is a non-conclusive list of relevant research questions in consideration of the initial workshop:
• Responsibilities of IHG actors during the Ebola crisis: What are the legal, political, and ethical responsibilities of relevant IHG actors, and what are the claims? How do these responsibilities interact? In the self-perception of actors, to which sets of responsibilities do they relate? Which potential sets of responsibilities can we infer from the global justice debates?
• Coordination of IHG actors during the Ebola crisis: What are the key determinants for lack of coordination? What is the normative standard for coordination? How do the overlapping and partly conflicting logics of public health, national security, and aid effectiveness interact with each other?
• Human right to health: How can we specify the contents of the human right to health in the Ebola case?
• Legal pluralism: How are local legal norms relevant in the context of Ebola coordination, and how do they interact with other norm layers (domestic, regional, and international law)?
• Publicly-financed research on Ebola: What research is lacking? How is its relevance and priority determined? How are research funds governed, and with what effects?

Abstracts: We especially encourage researchers, post-docs, doctoral students, and international health practitioners in general to submit academic abstracts for paper presentations on topics related to the workshop´s theme. Although there is a specific interest in law-related papers, submissions of other disciplines are highly welcome to broaden the view, inspire discourses, and to enrich the legal analysis. Proposals shall be no longer than 500 words and be submitted with short biographical notes of no more than 100 words to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! no later than 30 November 2015. Early submissions of proposals are highly welcome. Information on the acceptance of a proposal will be provided latest by 15 January 2016.

Workshop format: The workshop will be held from the afternoon of 3 March until midday of 4 March. The workshop´s language will be English. In order to ensure a high level of discussion, the workshop will offer time for the discussion of up to 10 papers.
Further information: We will discuss a publication format as a follow-up to the workshop depending on the quality and degree of development of papers. We can cover some workshop costs for those presenting, and will provide details at a later stage.

Open distribution: Please feel free to distribute this call among peers, colleagues and friends who share a relevant research interest in the respected area. However, should you not wish to be included in our distribution list any further, please let us know.

For further questions please primarily contact:
Dr. iur. A. Katarina Weilert, LL.M. (FEST), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
On behalf of the FEST Institute for Interdisciplinary Research

Additional project management contacts are:
Leonie Vierck (MPIL), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Pedro Villarreal, UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México / National Autonomous University of Mexico)

Call for Abstracts (pdf): click here...

The Transnationalization of Law - Perspectives and Developments

Conference

13-14 November 2015

Forschungskolleg Humanwissenschaften
am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg

Please register in advance: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programme (pdf): click here...

The Transnationalization of Law has become a topos: Based upon the removal of boundaries in law, politics, the economy and communication, transnational legal norms nowadays represent integral components of legal scholarship and legal practice. Transnational law changes the structuring effects of both law-making and the application of law, thereby affecting – on a global scale – research and teaching at law schools.

Guided by the fact of legal pluralism the research network RECHT IM KONTEXT at the Institute for Advanced Study in Berlin, the Humboldt-Universität zu Berlin, the Goethe University Frankfurt, the Cluster of Excellence “The Formation of Normative Orders” at Frankfurt University, the Forschungs-kolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg, as well as the Max Planck Institutes for European Legal History in Frankfurt and for Comparative Public Law and International Law in Heidelberg have joined forces in order to map – as part of a discussion group – both the challenges and the potential of transnational legal developments for universities, legal research institutions and law schools.

This mapping is aimed at answering, inter alia, the following question: How can legal research institutions participate strategically in the future adoption of these transnational developments in law? As part of this, experience from the various legal cultures shall be gathered with regard to how universities, faculties and research institutions react to the new demands of transnational legal forms and norms – in particular when it comes to designing university curricula.

In addition to reconstructing the transnationalization of law from the perspectives of legal theory, the history of (legal) science and empiricism, the discussion group can function as a source of inspiration and contribute to making transnational legal developments accessible not only to research in the context of the foundational subjects of law but to the core disciplines of (German) legal scholarship in research and teaching as well.

Schedule:

Friday, November 13, 2015

11:00 – 13:00 Whose Transnationalization? – Mapping Global Legal Developments
Shalini Randeria (Wien)
Gunther Teubner (Frankfurt am Main)
Peer Zumbansen (London)

 Chair: Gerhard Wagner (Berlin)

13:00 – 14:30 Lunch

14:30 – 16:00 Variations of Transnationalization I
Takeshi Fujitani (Tokyo)
Flavia Portella Püschel (São Paulo)

Chair: Moritz Hartmann (Berlin)

16:00 – 16:30 Coffee Break

16:30 – 18:00    Variations of Transnationalization II
Helge Dedek (Montréal)
Mathias W. Reimann (Ann Arbor)

Chair: Alexandra Kemmerer (Heidelberg)

19:00 – 22:00 Dinner


Saturday, November 14, 2015

09:00 – 11:00 Transnational Legal Scholarship – Challenges (and Potentials) for Law Schools
This panel shares multiple experiences with regard to how universities and law schools reflect the new demands of transnational legal forms and norms – in particular when it comes to designing university curricula.

Introduction: Klaus Günther (Frankfurt am Main)
Chair: Christoph Möllers (Berlin)

11:00 – 11:30 Coffee Break

11:30 – 13:00 Transnational Legal Scholarship – Challenges (and Potentials) for Research Institutions
This last panel aims at collectively answering the question how legal research institutions can strategically integrate transnational legal developments into their well-established research curricula.
            
Introduction: Thomas Duve (Frankfurt am Main)
Chair: Matthias Lutz-Bachmann (Frankfurt am Main)

13:00 – 14:30 Lunch


Biographies

Helge Dedek (Montréal)
Associate Professor of Law and Director of McGill University’s Institute of Comparative Law. Helge Dedek has been an invited Fellow at the Käte Hamburger Institute of Advanced Studies at the University of Bonn and at the Max-Planck-Institute for Comparative and International Private Law in Hamburg. He is an elected Associate Member of the International Academy of Comparative Law and a Fellow of the European Law Institute. His research focuses on the areas of (comparative) legal history, legal theory, private law, comparative law, and Roman law. Currently, he pursues a research project on the intellectual history of the concept of individual rights.

Thomas Duve (Frankfurt am Main)
Managing Director of the Max-Planck Institute for European Legal History and Professor for Comparative Legal History at the Faculty of Law of the Goethe University Frankfurt am Main. From 2005-2009 Thomas Duve was Professor of Legal History with a so-called dedicación especial en investigación at the Faculty of Law and Professor of Canon Law History at the Faculty of Canon Law of the Pontificia Universidad Católica Argentina (UCA) as well as a member of the board of directors of the Instituto de Investigaciones de Historia del Derecho, Buenos Aires. His research interests focus on the legal history of the early Modern Age and the Modern Era. One particular research interest is the legal history of Hispanic America and the history of science in the 20th Century.

Takeshi Fujitani (Tokyo)
Associate Professor at the University of Tokyo’s Institute for Social Science.

Klaus Günther (Frankfurt am Main)
Professor of Legal Theory, Criminal Law and Criminal Procedure and Co-speaker of the Cluster of Excellence „The Formation of Normative Orders“ at the Goethe University Frankfurt am Main. A former Fellow of the Wissenschaftskolleg zu Berlin and the Corpus Christi College Oxford, he was also a Visiting Professor at the London School of Economics and is Member of the Collaborative Research Council of the Institute of Social Research in Frankfurt am Main. His research focuses on philosophy of law (systematically and historically), discourse theory of law, theory of legal argumentation, theories of responsibility, legal theory of globalization, sociology of law, and law and literature (law as literature).

Moritz Hartmann (Berlin)
Academic Coordinator of Recht im Kontext at the Wissenschaftskolleg zur Berlin and Postdoctoral Fellow at the Freie Universität Berlin. A graduate from the European University Institute in Florence, he was a fellow of the Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law’s Otto Hahn Group and at the Freie Universität’s Law Department. His reseach focuses on the law and politics of European integration, public law, environmental law and climate change law.

Alexandra Kemmerer (Heidelberg)
Senior Research Fellow and Research Coordinator at the Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law in Heidelberg. She has been a research fellow at the Simon Dubnow Institute for Jewish History and Culture at the University of Leipzig, a visiting scholar at the European University Institute and visits regularly at the University of Michigan Law School. Her research interests include international law, European public law, constitutional theory, comparative constitutional law, and media theory. Currently, she focuses on the history of European and International Law as a history of ideas.

Matthias Lutz-Bachmann (Frankfurt am Main)
Professor of Philosophy at the Faculty of Philosophy of Frankfurt am Main’s Goethe University, Adjunct Professor of Philosophy at the Department of Philosophy of Saint Louis University, and Director of the Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg. A former Vice-President of the Goethe University, Matthias Lutz-Bachmann specializes in the fields of medieval philosophy, political philosophy, the philosophy of religion, the oeuvre of Immanuel Kant, and critical theory.

Christoph Möllers (Berlin)
Professor of Public Law and Jurisprudence at the Humboldt University’s Faculty of Law and Co-Director of Recht im Kontext at the Wissenschaftskolleg zu Berlin. A former Fellow at NYU School of Law, Christoph Möllers is a member of the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and a Permanent Fellow at the Wissenschaftskolleg zu Berlin. Since 2011, he has acted as a judge at the Superior Administrative Court in Berlin since 2011. His main interests include German, European and comparative constitu¬tional law, regulated industries, democratic theory in public law, and the theory of normativity.

Flavia Portella Püschel (São Paulo)
Professor at the São Paulo Law School of Fundação Getúlio Vargas and Researcher of the Brazilian Center for Analysis and Planning — CEBRAP —, on Law and Democracy. Flavia Portella Püschel is a Member of the Executive Council of Revista Direito GV. She has worked on the following topics: theory of liability, civil liability, private law, and public policy as well as legal education. She has conducted postdoctoral research as a visiting scholar and fellow at the Cluster of Excellence „The Formation of Normative Orders“ at the Goethe University Frankfurt am Main in 2011.

Shalini Randeria (Wien)
Rector of the Institute for Human Sciences (IWM) in Vienna and Research Director and Professor of Social Anthropology and Sociology at the Graduate Institute of International and Development Studies (IHEID) in Geneva. Furthermore, she is a Visiting Professor at the Social Science Research Centre Berlin (WZB) and the Freie Universität Berlin. She has been a Member of the Senate of the German Research Council (DFG), President of the European Association of Social Anthropologists (EASA) and a Fellow at the Wissenschaftskolleg zu Berlin. She has published widely on the anthropology of globalization, law, the state and social movements. Her empirical research on India addresses issues of post-coloniality and multiple modernities.

Mathias W. Reimann (Ann Arbor)
Hessel E. Yntema Professor of Law at the University of Michigan Law School in Ann Arbor. He has held visiting appointments in many countries around the world, including France, Italy, Japan, Israel, Germany, and Austria. He publishes widely both in the United States and abroad in the areas of comparative law, private international law, and legal history.

Gunther Teubner (Frankfurt am Main)
Professor emeritus of Private Law and Legal Sociology at the Faculty of Law of the Goethe University Frankfurt am Main. Gunther Teubner has held professorships at the University of Bremen, the European University Institute in Florence, the London School of Economics and the International University College in Torino. He acted as a Principal Investigator at the Cluster of Excellence „The Formation of Normative Orders“ at the Goethe University and received honorary doctorates from the Universities of Lucerne, Napoli, Tiflis, Macerata and Lund. His research focuses on the social theory of law, private law theory, contract law, and comparative law.

Gerhard Wagner (Berlin)
Professor of Private Law, Commercial Law and Law and Economics at the Humboldt University’s Faculty of Law in Berlin and Co-Director of Recht im Kontext at the Wissenschaftskolleg zu Berlin. From 1999-2012 Gerhard Wagner was a professor of German and European civil and procedural law, international private law and comparative law at the University of Bonn. Since 2009 he is the holder of the Erasmus Chair of Fundamentals of Private Law at Erasmus University Rotterdam. During the academic year 2010-2011 he was a Visiting Professor of Law at the University of Chicago Law School. He has published widely both in German and English, covering topics such as the harmonization of European legal systems, products liability, medical malpractice, securities litigation, antitrust damages, and liability for breach of contract.

Peer Zumbansen (London)
Inaugural Professor of Transnational Law and founding director of the Dickson Poon Transnational Law Institute at King’s College London. At Osgoode Hall Law School at York University in Toronto, he held a prestigious Canada Research Chair for a decade – first in the Comparative and Transnational Law of Corporate Governance and, since 2009, in Transnational Economic Governance and Legal Theory. He was, from 2000-2013, the founding co-editor in chief of the German Law Journal and has been, since 2012, the editor in chief of Transnational Legal Theory. His research and teaching focuses on comparative corporate and business law, private law theory, European, comparative and transnational law, and legal theory.

Presented by:
Forschungskolleg Humanwissenschaften, Bad Homburg
Cluster of Excellence „The Formation of Normative Orders“
Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law, Heidelberg
Max Planck Institute for European Legal History, Frankfurt am Main
Recht im Kontext / Wissenschaftskolleg zu Berlin

An Islamic Critique of Authoritarian Rule

Lecture

26 November 2015, 6pm

Prof. Jasser Auda

The "Arab Spring" demonstrated that the primary problem with the Arab and Muslim-majority countries in general is authoritarianism (istibdād). This lecture explains the relationship between political, religious, and economic authoritarianism, from the Quranic perspective as well as projecting it on the contemporary reality of many states. A suggestion for a "civil state" is made as a first step for the overcoming of authoritarian regimes in Muslim-majority countries and authoritarianism in many Islamic sub-cultures.

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Please register in advance: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

A Phoenix Tale? The Dynamics of Norm Robustness

Konferenz

4. Dezember 2015, 9 Uhr bis 5. Dezember 2015, 17 Uhr

Mit Tanja Börzel (FU Berlin), Adam Bower (St. Andrews), Jutta Brunnée (University of Toronto), Christopher Daase (Goethe Universität), Sarah Percy (University of Queensland), Richard Price (University of British Columbia), Thomas Risse (FU Berlin), Wayne Sandholtz (USC Dornsife) Beth Simmons (Harvard University), Kathryn Sikkink (Harvard University), Nina Tannenwald (Brown University), Jennifer Welsh (European University Institute), Antje Wiener (Universität Hamburg)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Gebäude „Normative Ordnungen“, Raum 5.01,
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Anmeldung ist erforderlich: Dr. Lisbeth Zimmermann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Es handelt sich um einen Autorenworkshop. Plätze sind darum begrenzt

Veranstalter:
Die Tagung wird organisiert im Rahmen des DFG-Projekts "Internationale Normen im Streit. Kontestation und Normrobustheit" an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konflitkforschung und vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Organisiert von: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Dr. Lisbeth Zimmermann

 


Information:
Contestation has become a new buzzword in IR norm research. While the 1990s saw the rise and diffusion of many “good” international norms – such as human rights standards, environmental standards and humanitarian law – today their contestation and potential decay is the focus of debate. Instead of studying the strategies of ‘norm entrepreneurs’ in establishing norms, current research is interested in how ‘norm revisionists’ resist and weaken existing norms.
Little is known so far, however, about why international norms remain robust, are strengthened or lose their influence.
The major relevance can be illustrated by the following questions – to which an answer would have major policy relevance:
- Has the U.S.’ reinterpretation of the international ban on torture
led to the norm’s weakening at an international level – or has the ban rather been strengthened by U.S. non-compliance, and the ensuing international discourse?
- Has the constant critique of numerous African states weakened the
International Criminal Court’s legitimacy?
- Is the ban on chemical weapons weakened or strengthened by current
controversies regarding its application in Syria?
- Has the contestation concerning the responsibility to protect (R2P)
led to a specification of what R2P is and is not, and has this strengthened the norm’s robustness? Would the writing into law of the moral R2P norm make it more robust?
Current scholars differ widely on these questions regarding norm robustness. This is also due to lacking agreement on the question of what norm robustness is and how it can be measured. We often do not know if we observe norm decay or a process where a norm is strengthened as a result of intense international contestation, like a Phoenix rising from the ashes. Additionally, how is robustness linked to changing interpretations of norms, which have recently been studied in International Relation?
In addition, the workshop should encourage more research on the explanation of the dynamics of norm robustness. Papers should focus on the following questions: What is the relation of norm contestation and norm robustness? How is norm change (i.e. changing norm
interpretations) linked to norm robustness? Does law make norms more robust? Why or why not? How are the dynamics of norms interrelated?
Can we observe waves of strengthening or weakening of interrelated norms or norms in the same policy field? What effects do exits of states from international conventions have on norm robustness? (such as a potential exit of African states from the Rome Statute). These questions will be at the heart of the Frankfurt workshop.

Workshop with Chris Armstrong on his book manuscript: Justice and Natural Resources: An Egalitarian Theory (forthcoming in Oxford University Press).


22 January 2016, 10am-6pm

With: Chris Armstrong (University of Southampton), Ayelet Banai (University of Haifa), Daniel Callies (Goethe-University Frankfurt), Ian Carter (University of Pavia), Anca Gheaus (University of Sheffield), Eszter Kollár (Goethe-University Frankfurt), Darrel Moellendorf (Goethe-University Frankfurt), Merten Reglitz (Goethe-University Frankfurt).

 

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", 501
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Registration required: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

About the book:
Natural resources are an important sources of advantage, and their fair distribution - and, in many cases, their conservation - poses formidable practical and philosophical challenges. This book provides a systematic philosophical account of natural resource justice, and illustrates some of its implications. It has three main goals. First, it offers a conceptual account of natural resources, the rights we might have over them, and the grounds and content of the special claims with which some of us might be able to make over them. Second, it defends an egalitarian approach to questions of natural resource justice, and draws out some of its implications. Third, it offers a critique of the contemporary regime of state sovereignty over resources, and sketches a set of proposals for advancing greater equality. It assesses the progressive potential of reforms to the resource trade, and global taxes on natural resources; examines the challenge of fairly sharing the oceans' resources; and addresses how we might justly distribute the burdens of conserving key resources such as rainforests, and / or leaving fossil fuels unexploited.

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Praktische Gerechtigkeit

Prof. Dr. Bernhard Schlink (Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin)

Vortrag im Rahmen des Kolloquiums "Politische Theorie" in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und der Leibniz-Forschungsgruppe "Transnationale Gerechtigkeit" am 8. Dezember 2015 im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend.

 

Bildergalerie:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Hörsaalzentrum, HZ 5

Veranstalter:
Im Rahmen des Kolloquiums "Politische Theorie" in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und der Leibniz-Forschungsgruppe "Transnationale Gerechtigkeit"

Global Constitutionalism and Critical Theory

International Workshop

11 Dezember 2015

Heilig-Geist-Kapelle
Spandauer Str. 1
10178 Berlin

Gegenstand des Workshops sind zwei zusammenhängende Themenkomplexe: Zum einen geht es um die Frage, ob und wie genau mit der Globalisierung des öffentlichen Rechts das emanzipatorische Potenzial der konstitutionellen Tradition zur Entfaltung gebracht wird oder ob im Gegenteil konstitutionalistische Rhetorik lediglich neue Formen der Repression legitimiert bzw. den Fortbestand alter Repressionen verdeckt. Zum anderen geht es um die Frage: Kann eine von universalen konstitutionalistischen Prinzipien kritisch angeleitete Rechtswissenschaft als eine dem positiven Recht inhärierende Reflexivität verstanden werden und damit die Rolle einer kritischen Theorie des Rechts spielen?

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Program:

9:45-10am
Registration and Coffee

10-11:30am
Panel 1
Keynote:
"Legitimacy, Democracy and Justice: On the Reflexivity of Normative Orders"
Rainer Forst, Goethe University Frankfurt

Commentators
Seyla Benhabib, Yale University
Mattias Kumm,  WZB/HU Berlin/New York University

11:30 am-1pm
Panel 2
Keynote: "New Border and Citizenship Constellations: Implications for Law and Justice"
Ayelet Shachar, MPI-MMG

Commentators
Christoph Möllers, HU Berlin/Wissenschaftskolleg zu Berlin
Peter Niesen, University of Hamburg

1-2:15pm
Lunch Break

2:15-3:45pm
Panel 3
Keynote: "Democracy Under Siege – Global Constitutionalization as Structural Transformation of the Public Sphere: the European Case
Hauke Brunkhorst, University of Flensburg

Commentators
Cristina La font, Northwestern University
Antje Wiener, University of Hamburg

3:45-4:15pm
Coffee Break

4:15-5:45pm
Panel 4
Keynote: "On Political and Pathological Self - Determination"
Alexander Somek,
University of Vienna

Commentators
Richard Bellamy, European University Institute
Christopher McCrudden, Queen’s University Belfast/University of Michigan

Program (pdf): click here...

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Nach Workshops an der NYU und an der Yale University ist dies die dritte Veranstaltung der Workshopreihe "Justification Beyond the State" organisiert von Mattias Kumm (WZB), Rainer Forst (Frankfurt) und Seyla Benhabib (Yale).

Veranstalter:
Humboldt-Universität zu Berlin, WZB Center for Global Constitutionalism, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Normative Disorders (III)

Workshop Series

Materialismus und politisches Handeln

Programm:
16. Dezember 2016, 11 bis 18 Uhr

11.00-12.00 Uhr
Philipp Schink/Kolja Möller (Frankfurt): Vom Realismus zum Materialismus und weiter. Drei Modelle politischen Handelns

12.00-12.30 Uhr: Pause

12.30-13.30 Uhr:
Mareike Kajewski (Frankfurt): Performativität und Befreiung – Die Unabsehbarkeit politischen Handelns nach Hannah Arendt

13.30-14.00 Uhr: Pause

14.00-15.00 Uhr:
Valentin Rauer (Frankfurt): Superforecasting. Zur Politik der Vorhersage

15.00-15.30 Uhr: Pause

15.30-16.30 Uhr:
Philipp Hölzing (Berlin): Machiavelli über Gewalt

16.30-17.00: Pause

17.00-18.00 Uhr:
Andreas Wagner (Frankfurt): Realismus und Materialismus in Machiavellis Politikverständnis

Eine Anmeldung ist erforderlich:
Kolja Möller (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 2
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Wende in der Integrations- und Flüchtlingspolitik?


Podiumsdiskussion zu den Ereignissen in der Silvesternacht

19. Januar 2016, 18-20 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Casino Gebäude, Raum 1.811
Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main

Über die Lehren und Konsequenzen aus den Ereignissen in der Silvesternacht diskutieren unter der Moderation von Prof. Dr. Susanne Schröter (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen", Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam)

Khola Maryam Hübsch (Journalistin, Ahmadiyya Muslim Jamaat), Ismail Tipi (MdL, Integrationspolitischer Sprecher der CDU Hessen), Döndü Dede (Kriminalhauptkommissarin, Hessisches Landeskriminalamt), Sonia Zayed (Ethnologin, Ezxellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Die massive sexuelle Gewalt gegen Frauen, die sich in der Silvesternacht in Köln, Hamburg, Bielefeld und anderen Städten Deutschlands, darunter auch in Frankfurt, ereignete, hat eine bundesweite Diskussion über die Integrations- und Flüchtlingspolitik entfacht. Während die einen von einem Scheitern des eingeschlagenen Weges reden, härtere Gesetze und schnelle Abschiebungen fordern, halten andere die Fokussierung auf Flüchtlinge und Migranten für antimuslimischen Rassismus. Viele Fragen bleiben unbeantwortet: Lassen sich die Gewalttätigkeiten durch die Kultur der Zuwanderer erklären?
Spielt der Islam eine Rolle? Wie lässt sich verhindern, dass Rechtspopulisten die Vorfälle für ihre Ziele instrumentalisieren?
Wie kann Sicherheit im öffentlichen Raum hergestellt werden? Welche Konzepte brauchen wir, damit Integration gelingen kann?

Organisation: Prof. Dr. Susanne Schröter

Information: Dr. Doris Decker: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Video:

Audio:

 

Veranstalter:
Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Plakat (pdf): Hier...

 

Selling Out the Political?: Perspectives from Law, Political Economy & Critical Theory


First Annual Goethe-Göttingen Critical Exchange

Friday, 15 January 2016

Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften
Hermann-Föge-Weg 11
37073 Göttingen

 

 

 

Presented by:
Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften und Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Program:

10:00a.m. 10:15 a.m.
Opening Remarks

10:15 a.m. – 12:00 noon

Speaker: Wendy Brown (Berkeley)
“Neoliberalism Contra Democracy: Ten Theses”

Chair: Peter van der Veer (MPI-MMG)

Discussants: Rainer Forst (Frankfurt) & Melissa Williams (Toronto)

1:45 p.m. – 3:30 p.m.

Speaker: Wolfgang Streeck (MPIfG)
“Life After Government: Uncertainty, Disruption, Resilience”

Chair: Darrel Moellendorf (Frankfurt)

Discussants: Christoph Engel (MPI for Collective Goods) & Andreas Busch (Göttingen)

4:00 p.m. – 5:45 p.m.

Speaker: Ayelet Shachar (MPI-MMG)
“The New Gates of Admission: On Citizenship, States, and Markets ”

Chair: Peter Niesen (Hamburg)

Discussants: Martin van Gelderen (Lichtenberg-Kolleg) & Sarah Fine (King’s College)

Flyer (pdf): click here...

Practices of International Law: Contesting Norms, Negotiating Ambiguity

International Workshop at the Cluster of Excellence “Formation of Normative Orders”

3-4 July 2015

Convener: Jens Steffek, TU Darmstadt, Cluster of Excellence “Formation of Normative Orders”

Normative Orders Building
Max Horkheimer Str. 2
Campus Westend
Goethe University Frankfurt/Main

In this interdisciplinary workshop we focus on ambiguity and contestation in the field of international law. The indeterminacy, vagueness or ambiguity of law is an important topic in legal theory. Precision of norms may be a virtue, but in practice it is rarely achieved and not always useful. International law seems to be especially prone to vagueness and ambiguity due to its politicized character and the diplomatic dynamics of compromising in its formulation. In a similar vein, the validity of international legal norms, as well as their applicability to specific local cases, are often particularly contested. In this workshop we plan to explore political and legal practices, in which the meaning and/or applicability of global norms are negotiated. Concentrating thus on “norms in use” we will look at practices of norm formulation, in which vagueness and ambiguity are purposefully produced; on the (re-)negotiation of norms in the light of concrete circumstances where conflicts of interpretation may be (temporarily) settled; on attempts at balancing competing concerns that both informed a prescription; and on the creeping “erosion” of legal norms through persistent contestation.

 

Programme:

Friday, 3 July 2015

10:00
Welcome and Introduction
Jens Steffek

10:30-12:45

Session 1 “International Law as Practice”

“Navigating international law: changing practices, paradoxes and politics of global rule”
Tanja Aalberts (Amsterdam)

“Legality, interdisciplinarity and the study of practices.”
Nikolas Rajkovic (Brussels)

Comment: Gunther Hellmann (Frankfurt)

12:45 – 14:00

Lunch

14:00 – 17:00

Session 2 “Negotiating the Ambiguity of International Law”

 “Ambiguity and normative contestation in the laws of war”
Michael Byers (Vancouver)

“Strategically created treaty conflicts and the politics of international law”
Surabhi Ranganathan (Cambridge)

“Ambiguities of legalization: measuring the vagueness of international law”
Hanne Weismann (Darmstadt)

Comment: tba

18:00  - 19:30

Public Keynote Speech

“After theory, before empiricism – or, how to think about praxis”
Friedrich Kratochwil (Florence)

20:00

Conference dinner


Saturday, 4 July 2015

9:00 – 11:00

Session 3 “Global Norms, Local Practices: International Law and Transitional Justice”

“All roads lead to Rome?: Transitional justice and the rise in accountability and state impunity for international crimes”
Laurel Fletcher (Berkeley)

“Debating justice in transitional contexts: societal, governmental and international perspectives”
Nadia El-Ouerghemmi (Darmstadt)

Comment: Susanne Buckley-Zistel (Marburg)

11:00 – 11:30

Coffee

11:30-13:30

Session 4 “The Practices of International Criminal Law”

“Legal humanitarianism: critiquing international criminal law's restorative turn”
Sara Kendall (Canterbury)

“In search of the relevant victim: victim participation and the ghost of the real at the ICC”
Gianna Schlichte (Darmstadt)

Comment: Klaus Günther (Frankfurt)

13:30 – 14:30

Lunch

14:30 – 16:30

Session 5 “Innovation and Contestation”

“Stepping into the gap: innovation and contestation in international law”
Wayne Sandholtz (Southern California)

“The normative force of contestation: norm specification by applicatory discourses”
Antonio Arcudi (Frankfurt)

Comment: Nicole Deitelhoff (Frankfurt)

Presented by: Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" and Technische Universität Darmstadt

Autonomie im Recht - geschlechtertheoretisch vermessen

Internationale Tagung

3.-5. Februar 2016

Autonomie im Recht Eine der zentralen Fragen der Rechtswissenschaft ist jene nach Selbstbestimmung und Autonomie. Alle Teildisziplinen müssen sich damit auseinandersetzen, wie viel individueller Freiraum zugestanden wird, welche Grenzen der privaten Selbstbestimmung zu ziehen sind und wie Autonomie zu sichern ist oder wäre. Dies lässt sich – so die These der Tagung -  geschlechtertheoretisch reformulieren. Die Tagung soll dazu beitragen, die Bedeutung von Autonomie und Selbstbestimmung in Kontexten zu verstehen, die von struktureller Diskriminierung geprägt sind. Unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen können und müssen Entscheidungen von Menschen, die struktureller Benachteiligung ausgesetzt sind, als autonom vom Recht akzeptiert werden? Wann greift eine staatliche Schutzpflicht, um Menschen davor und auch vor sich selbst zu schützen? Welche Kriterien können dazu dienen, um legitimen, vielleicht sogar gebotenen staatlichen Schutz von unzulässigem Paternalismus abzugrenzen? Dies gilt es zu diskutieren.

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen"
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Anmeldefrist: 10.02.2016
Eine vorherige verbindliche Anmeldung ist Voraussetzung für die Tagungsteilnahme. Die Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Programm:

3. März 2016
14.00 Begrüßung und Einführung
Ute Sacksofsky (Frankfurt/M.), Susanne Baer (Berlin)

I. Grundlagen
14.30-16.30 Freiheit – Selbstbestimmung – Autonomie
Referentin: Andrea Maihofer (Basel)

Kommentare:
Theresia Degener (Bochum), Silvia Ulrich (Linz), Lena Foljanty (Frankfurt/M.)

Moderation: Klaus Günther (Frankfurt/M.)

16.30-17.00 Pause

17.00-19.00 Privatheit

Referentin: Beate Rössler (Amsterdam)

Kommentare:
Kirsten Scheiwe (Hildesheim), Gabriele Wilde (Münster), Sarah Elsuni (Berlin)

Moderation: Beate Rudolf (Berlin)

20.00 Gemeinsames Abendessen

4. März 2016

9.30 – 11.30 Autonomie in der Demokratie

Referentin: Sabine Hark (Berlin)

Kommentare:
Katharina Mangold (Frankfurt/M.), Patricia Purtschert (Zürich)

Moderation: Christian Bumke (Hamburg)

11.30-12.00 Pause

12.00-13.00 Zwischenbilanz: Gelingende Interdisziplinarität?

Ute Gerhard (Frankfurt/M.), Maria Wersig (Berlin)

Moderation: Dorothee Frings (Mönchengladbach)

13.00-14.30 Mittagspause

II. Fälle
14.30-17.00 Reproduktionsmedizin, Leihmutterschaft, Familie

Referentinnen: Andrea Büchler (Zürich), Friederike Wapler (Frankfurt/M./Berlin), Michelle Cottier (Genf)

Kommentare: Nina Dethloff (Bonn), Sibylla Flügge (Frankfurt/M.), Anne Röthel (Hamburg)

Moderation: Tomke König (Bielefeld)

17.00-17.30 Pause

17.30-19.30 Prostitution, Pornografie

Referentinnen: Elisabeth Holzleithner (Wien), Ulrike Lembke (Hamburg)

Kommentare: Anja Schmidt (Leipzig), Berit Völzmann (Frankfurt/M.)

Moderation: Paula-Irene Villa (München)

20.00 Gemeinsames Abendessen

5. März 2016

III. Übergreifendes

9.30-11.30 Prekäre Arbeit, Migration, Solidarität

Referentinnen: Eva Kocher (Frankfurt/O.), Petra Sußner (Wien)

Kommentare: Astrid Wallrabenstein (Frankfurt/M.), Janine Dahinden (Neuchatel), Nora Markard (Hamburg)

Moderation: Alexandra Scheele (Bielefeld)

11.30-12.00 Pause

12.00-13.30 Reflexionen, Abschluss - Ausblick

Christa Tobler (Basel), Dagmar Schiek (Belfast), Susanne Baer (Berlin), Ute Sacksofsky (Frankfurt/M.)

Weitere Informationen (Programm - pdf): Hier...

Zentrale Veranstaltungen des Exzellenzclusters 2015

 
Video:


Zu den aktuellen Veranstaltungen des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen": Hier...

Crisis Talks - Europäische Solidarität in der Krise

23. Februar 2016, 12.30-14.30 Uhr

Ob Schuldenkrise in Griechenland oder die aktuelle Flüchtlingskrise: Die Krisen, mit denen die EU gegenwärtig konfrontiert ist, zeichnen sich zunehmend dadurch aus, dass in ihnen das Thema der europäischen Solidarität aufgeworfen wird. In solchen Krisensituationen entstehen Dynamiken, die den Zusammenhalt von Gemeinschaften gefährden und möglicherweise auch zu ihrem Zerfall führen können. Vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahren beobachteten Politisierung der EU, die immer stärker zum Thema gesellschaftlicher Auseinandersetzungen geworden ist, bergen solche Krisen aber auch Chancen: Sie bieten die Möglichkeit, die an supranationale Institutionen gestellten Anforderungen zu konkretisieren, und bergen daher Mobilisierungspotential zugunsten einer Ausweitung europäischer Integration. Reicht die europäische Solidarität aus, um gemeinsam den Krisen einer globalisierten Welt zu begegnen? Wächst sie an den politischen Herausforderungen? Oder ist es gerade das Fehlen europäischer Solidarität, das in Krisen die Unzulänglichkeiten der institutionellen Architektur aufdeckt?

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und daher auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Gilt die bisherige Faustregel noch, dass Krisen in der Tendenz zu weiterer Vergemeinschaftung führen? Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe von Crisis Talks, in denen der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ systematisch und entlang konkreter Herausforderungen der Frage nachgehen wird, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgeht, was die Chancen der Krise(n) sind, und was man aus der Bewältigung vergangener Krisen lernen kann.

Begrüßung
Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten
Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Sprecher des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“

Vortrag
Prof. Dr. Michael Zürn, Wissenschaftszentrum Berlin

Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Michael Zürn
Rebecca Harms Mitglied des EP und Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europaparlament)
Dr. Janusz Lewandowski, Mitglied des Europäischen Parlaments, ehem. EU-Kommissar (2009-2014)

Moderation
Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf

Simultanverdolmetschung Deutsch/Englisch

U.A.w.g. per e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm (pdf): Hier...

Die Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union
Rue Montoyer 21, B-1000 Brussels

Konzeption: Dr. Thorsten Thiel, Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund
„Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Nous n'avons pas besoin de tuer...

Neoninstallation von Laura J Gerlach

Im Rahmen der Luminale 2016, 13. März 2016 bis 18. März 2016

Standort 1:
Galerie Marion Meyer
Eichendorffstrasse 70a, 60320 Frankfurt am Main

Standort 2:
Lucae-Brunnen
Opernplatz, 60313 Frankfurt am Main

Standort 3:
Rathaus Offenbach
Berliner Straße 100, 63065 Offenbach am Main

„Nous n’avons pas besoin de tuer pour vivre!“ lautet der Schriftzug an der Galerie Meyer. Kombiniert wird dieses Zitat des international bekannten Designers Philipp Starck mit dem aus der Marseillaise stammenden Aufruf „Aux armes, citoyens“ („Zu den Waffen, Bürger“). Auf dem Brunnen des Frankfurter Opernplatzes ist eine Zeile der Deutschen Arbeiter-Marseillaise zu lesen: „für Freiheit, Recht und Brot“. An der Fassade des Rathauses in Offenbach schließlich steht: „Enrichissez-vous!“. Das Zitat wird François Guizot zugeschrieben, einem französischen Minister des 19. Jahrhunderts. Man kann es als „Bereichert euch!“ übersetzen. Dann folgt: „Eclairez-vous!, „Erhellt euch!“ oder „Klärt euch auf!“.

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Termine:


13. März 2016, 18 Uhr
Eröffnung des Gesamtprojektes

Mit Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

vor dem Rathaus Offenbach
Berliner Straße 100, 63065 Frankfurt am Main

Weitere Informationen: Hier...
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15. März 2016

18.30 Uhr

Vernissage in der Galerie Marion Meyer

19.30 Uhr
Podiumsgespräch
"Zu den Waffen?/!" Angst im Rechtsstaat

Mit Dr. Reinhard Müller, F.A.Z. und Andreas Engels, C. W. Engels Waffen
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Galerie Marion Meyer
Eichendorffstr. 70a, 60320 Frankfurt am Main

Weitere Informationen: Hier...


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17. März 2016, 19 Uhr

Vortrag
Auf Leben und Tod. Über das (Un-) Recht zu töten

Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Fotografie Forum Frankfurt
Braubachstraße 30–32, 60311 Frankfurt am Main

Weitere Informationen: Hier...

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Nous n‘avons pas besoin de tuer ...
Drei Schriftzüge, unübersehbar an drei öffentlichen Orten installiert – in Frankfurt an der Fassade der Galerie Marion Meyer und auf dem Opernplatz am Lucae-Brunnen, in Offenbach an einer Wand des Rathauses.

Der Neon-Text dominiert die Architektur und die schriftliche Botschaft manifestiert sich, während die urbane Situation in der Dunkelheit verschwindet. Ein subtiler Sound, der in die Straße und in die Nacht flutet, lenkt zusätzlich die Aufmerksamkeit auf die Installation, fordert zum Lesen auf und dazu, das Gelesene zu deuten und zu bedenken, die eigene Haltung unter diesem Eindruck zu überprüfen, Position zu beziehen.

Die Schriftzüge leuchten und sprechen öffentlich, richten sich an das Publikum: An den Menschen, Bürger/-innen hier und zugleich Bürger/-innen der Weltgesellschaft, fähig, politische Verantwortung zu übernehmen, ungerechte  politische und soziale Verhältnisse zu verändern. Oder eben auch nicht?

„Nous n‘avons pas besoin de tuer pour vivre!
Aux armes, citoyens
für Freiheit, Recht und Brot.
Enrichissez-vous. Enrichissez-vous! Eclairez-vous!“

Keine Gesellschaft ist je der Frage entronnen und kann ihr entrinnen, ob sie das Töten um des Lebens willen erlauben oder gar gebieten dürfe oder
nicht. Nicht nur um des bloßen Überlebens willen, sondern auch, um Leben vermeintlich zu erhalten, um ein vermeintlich besseres Leben zu ermöglichen.
Ein ehernes, mythisches Gesetz? Haben wir es nötig zu töten, um zu leben?  

Wer Menschen tötet, erzählt fast immer eine rechtfertigende Geschichte dazu, sei es eine Geschichte von Not und Unterdrückung, von Ausbeutung und Erniedrigung, Unrecht und Vergeltung, Ehre und Schande, aber zuweilen auch von einem schicksalhaften Kampf zwischen Gut und Böse oder göttlicher Erlösung von den Feinden des Glaubens, deren Leben korrumpiert und unrein sei. Terrorismus und Völkermord suchen sich häufig mit Erzählungen zu maskieren, in denen es vermeintlich um einen unvermeidlichen Kampf um Leben und Tod geht.

Auch das Recht erlaubt das Töten, sei es im Recht der Notwehr oder im Kriegsvölkerrecht, in einigen Teilen der Welt auch immer noch und aktuell wieder verstärkt exekutiert, die Todesstrafe. Gleichzeitig hält man das Leben für das höchstes Gut, das Recht auf Leben gilt als eines der wichtigsten Menschenrechte, in allen Menschenrechtskonventionen rechtlich anerkannt.

Wie lässt sich die Gleichzeitigkeit von einem Recht zu töten und einem Menschenrecht auf Leben verstehen? Wie verhalten wir uns dazu als das Leben verehrende Einzelne, als Staatsbürger/-innen, als Weltbürger/-innen und Inhaber von Menschenrechten? Wer (wenn nicht wir) soll verantwortlich sein für den Schutz des Lebens – und soll notfalls dafür auch getötet werden dürfen? Wer beansprucht für sich die Deutungshoheit über das Recht auf Leben und das Recht zu töten, wer kann seine Deutung durchsetzen, wer setzt welche Mittel dazu ein?

Neben der dreiteiligen Neon-Sound-Installation während der Luminale finden eine Ausstellung und drei Veranstaltungen statt, die sich von dem Licht-Kunstwerk zu Fragen über das Recht auf Leben und das Recht/Unrecht zu töten anregen lassen

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit Galerie Marion Meyer, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Stadt Offenbach am Main

Mit freundlicher Unterstützung von Main Licht GmbH

Programmflyer mit Beteiligung des Exzellenzclusters (pdf): Hier...

Gesamtprogramm der Luminale (pdf): Hier...
(Projekte mit Beteiligung des Clusters auf Seite 150)

Zu vorangegangenen Veranstaltungen während der Luminale: Hier...

International Health Governance of Disease Outbreaks


International Workshop

Keynote speaker: Prof. Dr Michael Marx (Managing director evaplan International Health at the University Hospital Heidelberg, Germany)

Max Planck House,
Gerhart-Hauptmann-Straße 36
D-69120 Heidelberg, Germany

Programme:

3. March 2016 (13:00 – 19:30)

Section I: Setting the Scene (13:00 - 15:30)
Chair: Pedro Villarreal

Welcome speech/introduction
13:00 – 13:15
Professor Armin von Bogdandy (for MPIL): “IHG within the Research of the MPIL”

13:15 – 13:30
Dr. A. Katarina Weilert (for FEST): “IHG within the Research of the FEST, and the Idea Behind the Project”

13:30 – 13:45
Dr. Eszter Kollár (for the Cluster of Excellence “The Formation of Normative Orders” at Goethe University Frankfurt/Main): “Normative Foundations of Responsibility for Global Health”

Keynote speech
13:45 – 14:20
Professor Michael Marx, Institute for Public Health/Heidelberg University Hospital and Evaplan GmbH am Universitätsklinikum Heidelberg: “Ebola Fever Epidemic 2014: A Call for Sustainable Health and Development Policies”

14:20 – 14:30
Professor Wolfgang Hein, German Institute for Global and Area Studies (GIGA) Hamburg

14:30 – 15:00: Discussion

15:00 – 15:30: Coffee Break

Section II: How to Approach Disease Outbreaks in Developing Countries? Is there a Role for Law ? (15:30-19:30)

Panel A.- The approach from social sciences, and anthropology (15:30 – 17:45):
Chair: Dr. André den Exter, Institute of Health Policy & Management, Erasmus University Rotterdam (The Netherlands)

15:30 – 15:50:
Professor Susan L. Erikson, Faculty of Health Sciences at Simon Fraser University: “Beyond the Rule of Law: Global Preparedness Standards, Ebola Governance and Questions of Sovereignty in Sierra Leone”

15:50 – 16:10
Hunter Keys, MSN, MPH, University of Amsterdam: “Ethical Frameworks and Responsibilities for Psychosocial Interventions in the Ebola Outbreak: Case Report from Liberia”

16:10 – 16:30
Dr. Christian R. Thauer, DAAD Center for German Studies at the Hebrew University of Jerusalem: “In Need of Meta-Governance. The Governance of Epidemics in Areas of Limited Statehood”

16:30 – 17:15: Discussion

17:15 – 17:50: Coffee Break

Panel B.- Legal Views on How to Approach Disease Outbreaks in Developing Countries (17:50 – 19:20)
Chair: Dr. Katarina Weilert

17:50 – 18:00
Elif Askin (MPIL) on Ebola and Extraterritorial Obligations of States

18:00 – 18:20
Dr. Andra Le Roux-Kemp, School of Law, City University of Hong Kong (HKSAR)/School of Law, University of the Witwatersrand (South Africa): “The International and Operational Responses to Disease Control: Beyond Ebola and Epistemological Confines”

18:20 – 18:40
Dr. G. Pascale, University of Bergamo (Italy): “The Ebola Crisis: A Mirror of the Ineffectiveness of the Right to Health under the African Charter on Human and Peoples´ Rights?”

18:40 – 19:10 – Discussion

4. March 2016 (9.00-15.30)
(8:30 - 9:00: Morning coffee)

Section III: The Roles of WHO and the Security Council in Disease Outbreak Alert and Response (9:00 - 10:45)
Chair: Dr. Pia Acconci, University of Teramo (Italy)

9:00 – 9:20
Dr. Robert Frau, European-University Viadrina (Germany): “Combining the WHO´s International Health Regulations (2005) with the UN Security Council´s Powers: Does it Make Sense for Health Governance?”

9:20 – 9:40:
Dr. Richard Pavone, National Research Council of Italy/ University of Macerata/La Tuscia University (Italy): “The Ebola Outbreak, the Failure of Global Health Governance and the rRole of the Security Council in Fighting Health Pandemics: Res. 2177/2014”

9:40 – 9:55:
Dr. Pia Acconci, Commentator to the papers of Frau/Pavone

9:55 – 10:05:
Pedro Villarreal (MPIL) on the Role of the WHO: Institutional and Legal Features related to Infectious Disease Epidemics, from H1N1 Pandemic Influenza to Zika

10:05 – 10:45: Discussion

10:45 – 11:15: Coffee Break

Section IV: The Role of Regional Organizations and Private Actors in Disease Outbreak Alert and Response (11:15 – 12:45)
Chair: Dr. Mateja Steinbrück Platise, MPIL

11:15 – 11:35
Edefe Ojomo, LLM, University of Lagos/New York University: “Fostering Regional Health Governance in West Africa: The Role of the West African Health Organisation (WAHO)”

11:35 – 11:55
Ali A. Dehaghani, University of Nantes: “Effective Control of Infectious Diseases: Which Role for Multinational Corporations?”

11:55 – 12:05
Dr. Monica Cappelletti, Department of Law, University of Parma (Italy): on the General Aspects of the Right to Health in the European Union

12:05 – 12:30: Discussion

Optional lunch: 12:30

Presented by:
Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V., Institute for Interdisciplinary Research (FEST), Max Planck Institute for public law and international law (MPIL), Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Programme (pdf): click here...


Call for Abstracts: click here...

Dynamics of the Administered World. On the Diagnostic and Normative Relevance of a Contemporary Critique of Bureaucracy


Gespräch

6. April 2016, 19.30 Uhr

David Graeber (Professor für Anthropologie, London School of Economics and Political Science, Aktivist) und Axel Honneth (Professor für Philosophie, Institut für Sozialforschung und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Leben wir in einer Gesellschaft zunehmend totaler Bürokratisierung? Was war, was ist Bürokratie? Wie sind die Dynamiken der heutigen verwalteten Welt analytisch und normativ zu verstehen? Was bedeutet Bürokratie für Beziehungen der Anerkennung, für soziale Gerechtigkeit und Freiheit? Wären nicht-bürokratische Formen der Vergesellschaftung in pluralen und komplexen Gesellschaften wirklich möglich und wünschenswert? Und was wären überhaupt nicht-bürokratische Organisationsformen?

Über diese und weitere Fragen werden die beiden Gesprächspartner an diesem Abend diskutieren. Anlass des Gesprächs ist die Veröffentlichung der deutschen Ausgabe von Graebers jüngstem Buch „Bürokratie. Die Utopie der Regeln“ (Klett-Cotta, 2016).

Gespräch in englischer Sprache, Eintritt frei

Zentralbibliothek
Stadtbücherei Frankfurt am Main
Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main

Video:

Audio:


Bildergalerie:

  • Stadtbücherei Frankfurt am Main
  • Dr. Sabine Homilius, Leiterin der Stadtbücherei Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. David Graeber, Professor für Anthropologie, London School of Economics and Political Science, Aktivist
  • Prof. Dr. Axel Honneth, Professor für Philosophie, Institut für Sozialforschung und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Jonathan Klein, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main

Link zur Verlagsseite und Hintergrund zum Buch: Hier..,.

Finance – Knowledge – Justice

Workshop

May 24th, 2016, 9.00 am – 5.00 pm (t.b.c.)

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Building "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2

After the Great Financial Crisis, financial institutions have received attention not only from economists, but also from philosophers.
Existing financial institutions can be criticized not only for being inefficient, but also for creating and exacerbating social injustice.
A closer look at the institutional details shows that many normative problems in the financial system – and in fact in the economy as a whole – have to do with the structural distribution of knowledge and the presence or absence of trust between different market participants. This means that these institutions can criticized not only from a perspective of distributive justice, but also from perspectives of epistemic justice, structural justice, or the distribution of trust in society. In all three areas, philosophers have recently made valuable contributions that can be brought to bear on the analysis of financial institutions.

This workshop brings together scholars from the projects “Moral Agents in Financial Markets” (Frankfurt) and “Trusting Banks” (Groningen/Cambridge) to discuss work-in-progress on these topics.
Papers will be circulated beforehand and all participants are expected to read them. Depending on availability, commentators will be assigned to introduce the papers and start the discussion.

Confirmed participants
Boudewijn de Bruin, Groningen
Marco Meyer, Groningen/Cambridge
Jens van ‘t Klooster, Groningen/Cambridge Lisa Herzog, Frankfurt Cristian Dimitriu, Frankfurt/Berlin

Call for Paper proposals
We have free slots for up to two papers. Papers do not have to be exactly on the workshop topics, but there should be sufficient overlap to ensure fruitful discussion. Possible topics include: human rights and financial stability, epistemic injustice and financial inclusion, central banking and sovereignty, the right to credit, discriminatory lending, or government banking If you are interested in joining the workshop and presenting your work, please send an abstract of around 500 words to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! and Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Please note that we expect not to have funds available for travel cost and accommodation.

Time line
March 31st: Deadline for submission of abstracts
April 20th: Notification of applicants
May 9th: Deadline for submitting full papers for circulation
May 24th: Workshop

Contact details
If you are interested in participating, please contact Lisa Herzog at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Please indicate if you are interested in acting as a commentator. Spaces will be limited in order to keep a workshop atmosphere, and will be distributed on a first come, first served basis.

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

"Zu den Waffen?/!" Angst im Rechtsstaat


Podiumsgespräch im Rahmen von Nous n'avons pas besoin de tuer... Neoninstallation von Laura J Gerlach, Luminale 2016, 13. bis 18. März 2016

15. März 2016, 19.30 Uhr

Mit Dr. Reinhard Müller, F.A.Z. und Andreas Engels, C. W. Engels Waffen
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Galerie Marion Meyer
Eichendorffstr. 70a
60320 Frankfurt am Main

Waffen erleichtern das Töten, insbesondere Schusswaffen ermöglichen das Töten auf Distanz. Der Ruf, zu den Waffen zu greifen, gleich für welches Ziel, lässt sich daher nicht von der Vorstellung trennen, dieses Ziel durch schnelleres und effizienteres Töten erreichen zu können als ohne Waffen. Dafür gibt es legale und illegale Märkte, auf denen sich Waffen jeder Art beschaffen lassen. Ein wichtiges Motiv ist die Angst davor, angegriffen zu werden, individuell oder kollektiv. Je unsicherer man sich fühlt, je größer die Furcht wird, Opfer eines Verbrechens zu werden, desto stärker wird die Neigung, sich eine Waffe zu beschaffen, sei es auch nur zur Abschreckung. Dies vor allem dann, wenn das Vertrauen in das Gewaltmonopol des Staates sinkt, wenn die Befürchtung um sich greift, die Polizei könne einen nicht mehr ausreichend schützen. Dann beginnen sich Bürgerwehren zu formieren und diejenigen, die es sich leisten können, ziehen sich in umzäunte und von Wachpersonal geschützte Wohnquartiere zurück. Gleichzeitig wird aber auch der Ruf nach einer Verschärfung des Waffenrechts laut, wenn Menschen andere Menschen mit Waffen töten, zu denen sie eigentlich keinen Zugang haben dürften. Das Podium wird über die Frage diskutieren, wie der Handel, Besitz und Umgang mit Waffen rechtlich geregelt ist und wie sich Recht und Wirklichkeit zueinander verhalten, um sich dann mit dem aktuellen Problem des in einigen Teilen der Bevölkerung zu beobachtenden steigenden Unsicherheitsgefühls auseinanderzusetzen. Wie kann und soll ein Rechtsstaat darauf reagieren, wie lässt sich verhindern, dass Kriminalitätsfurcht umschlägt in die Forderung, jeder/jede solle sich am besten selbst und auch durch Bewaffnung selbst schützen?


Bildergalerie:

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit Galerie Marion Meyer, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Stadt Offenbach am Main

Mit freundlicher Unterstützung von Main Licht GmbH

Auf Leben und Tod. Über das (Un-) Recht zu töten


Vortrag im Rahmen von Nous n'avons pas besoin de tuer... Neoninstallation von Laura J Gerlach, Luminale 2016, 13. bis 18. März 2016

17. März 2016, 19 Uhr

Prof. Dr. Klaus Günther
, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Fotografie Forum Frankfurt
Braubachstraße 30–32
60311 Frankfurt am Main

Fast jeder absichtliche Tötungsakt wird von einer rechtfertigenden Erzählung begleitet. Die Frage nach dem „Warum?“ sucht nach Gründen, aus denen sich irgendein Recht folgern ließe, das den Tod verständlich, gerechtfertigt erscheinen lässt. In archaischen Erzählungen kommt der Tod überhaupt nur in die Welt, weil eine Verfehlung bestraft werden muss. Blut muss mit Blut, Leben mit Leben vergolten werden. Wenn Strafe im Töten besteht, dann kann auch der Tod eine Strafe sein. Dieser mythische Zusammenhang findet seit jeher vielfältige, auch künstlerische Darstellungsformen. Explizit ist er heute noch in der Todesstrafe, ein symbolischer Rest davon scheint implizit in jeder Strafe, in der absichtlichen Zufügung von Übel und Schmerz, auch noch in der sozialen Isolation durch Freiheitsentzug, anwesend zu sein. Aber auch jenseits der individuellen Bestrafung eines einzelnen Verbrechens spielt das Motiv des ausgleichenden Todes/Tötens eine wichtige Rolle. Wie viele Kriege wurden und werden geführt, wie viele Revolutionen richteten und richten ein Blutbad an, um ein tatsächliches oder vermeintliches Unrecht zu vergelten und das Leben schützende und erhaltende Recht wiederherzustellen? Der Vortrag geht dieser wirkungsmächtigen, aktuell durch Bilder, Videoclips und andere Medien noch verstärkten Verquickung von Recht und Unrecht des Tötens nach, um nach Möglichkeiten ihrer Auflösung zu suchen.

Video:

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Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Fotografie Forum Frankfurt
  • Sabine Seitz, Geschäftsführerin des Fotografie Forum Frankfurt
  • Sebastian Läßle, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit Galerie Marion Meyer, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Stadt Offenbach am Main

Mit freundlicher Unterstützung von Main Licht GmbH

Von der Lust, die Welt zu bewohnen

Über die Aufmerksamkeit den Dingen gegenüber: Agnès Varda ist eine Sammlerin, die präsentiert, gestaltet und inszeniert, was sie vorfindet - im Film, in Installationen, in Fotografien. Eine Laudatio.

Von Christa Blümlinger

Veröffentlicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 29. Februar 2016

Mit der Verleihung des Max-Beckmann-Preises an Agnès Varda wird erstmals eine Künstlerin gewürdigt, deren herausragende Leistungen im Bereich des Films liegen. Zwar wurden schon mehrfach Persönlichkeiten ausgezeichnet, die in ihrer künstlerischen oder kuratorischen Arbeit sich dem Bewegtbild zugewandt hatten - man denke an Bruce Nauman, Maria Lassnig oder auch Harald Szeemann. Doch scheinen die Vorzeichen dieses Mal umgekehrt gesetzt zu sein. Preisträgerin ist eine sogenannt "spätberufene" bildende Künstlerin, die zuallererst im Kino beheimatet ist, und das in einer einzigartigen Spannbreite zwischen Avantgarde, Dokumentarismus und Spielfilm.

Man kann diese Auszeichnung durchaus im Geiste von Ernst Cassirer der Erkenntnis zuschreiben, dass durch das Medium Film die Wirklichkeit des zwanzigsten Jahrhunderts auf besondere Weise ästhetisch intensiviert wurde. Vardas Werk zeigt, in welchem Maße es dazu jedoch nicht nur einer Technik und einer Idee, sondern insbesondere auch einer Form und einer Haltung bedarf. In diesem Sinne verkörpert die 1928 geborene Doyenne der Nouvelle Vague mit ihrem vielfältigen, dem Leben iher Zeitgenossen zugewandten Schaffen geradezu das "Filmwollen" der heutigen Kunstwelt.

Es ist weltweit bekannt, dass die Grande Dame des "Cinéma du Réel" Vorläuferin, ja Erfinderin eines Stils ist. Wie ihre Weggefährten Alain Resnais und Chris Marker wusste sie immer wieder neue Wege zu beschreiten, um an den Mythen der Gesellschaft die Fundamente des Realen aufzuzeigen. Anfang der sechziger Jahre schreibt der Kritiker Raymond Bellour der neuen Sehweise dieses gleichzeitig mit dokumentarischen und fiktionalen Elementen experimentierenden, später als "Rive Gauche"-Gruppe apostrophierten Kreises an jungen Filmemachern eine "wunderbare Aufmerksamkeit gegenüber den Dingen" zu, eine "beharrliche Dialektik des Blicks und des Gedächtnisses" sowie "den unmittelbarsten Ausdruck der Lust, die Welt zu bewohnen, sinnlich wahrzunehmen, augenblicklich zu verwandeln" .

"Spätberufen" ist also verkürzt gesagt und nur auf den Kontext bezogen, in dem Agnès Vardas Fotografien und Installationen der letzten Jahre zu sehen waren. Ihr anschauliches Denken bezog sich von Beginn ihres Schaffens an auf andere Künste. Noch in einer ihrer jüngsten Arbeiten für das Kino vermittelt die Preisträgerin eine Vision des Films, wie sie Ricciotto Canudo zu Beginn der zwanziger Jahre definierte, nämlich als siebente Kunst, die "alle anderen versöhnt".

Les plages d'Agnès (Die Strände von Agnès, 2008) hebt die Grenze zwischen ästhetischem Gebilde und Realität auf, ohne dabei den romantischen Gestus des Gesamtkunstwerks zu bemühen. Dieser explizit autobiographisch angelegte Essayfilm präsentiert sich bewusst fragmentarisch, als heterogene Sammlung, wie ein Gang durch die Räume eines Kuriositätenkabinetts. Mit gekonnter Leichtigkeit entwirft Varda hier ein kinematographisches Selbstporträt, das, ganz in der Tradition Montaignes, keine zusammenhängende Erzählung zu schaffen sucht, sondern ein Netzwerk von Analogien und Metaphern. Die Filmemacherin widmet sich in ihrem Rückblick Flanerien und Träumereien, deren ursprüngliche Inspiration bei Baudelaire und Rilke, bei den Surrealisten, aber auch im Chanson eines Brassens oder Prévert liegen. Anhand von räumlich durchlaufenen und enzyklopädisch angereicherten Stationen geht sie gleichzeitig wissbegierig und poetisch einer Gedächtniskunst nach, deren Rhetorik sie bereits zu Beginn ihrer Laufbahn mit poetisch-realistischen Filmen wie L'Opéra Mouffe (1958) erprobt hatte.

Wie andere Filmemacher und Künstler vor ihr, wie Lászlo Moholy-Nagy, Helen Levitt, William Klein, Robert Frank oder auch Chris Marker, kommt Agnès Varda von der Fotografie. In ihrer zunächst als Handwerk verstandenen Tätigkeit als Fotografin für das Théâtre national populaire unter Jean Vilar ist die bildnerische Inspiration spürbar, gleichzeitig aber auch ein ausgeprägter Sinn für die Inszenierung und den realen Raum des Theaters. Wenig später verließ Varda die Häuser der darstellenden Kunst, um den Alltag der Nachkriegszeit direkt zu erkunden. Damals entwickelte sie ihre Meisterschaft in der Aufnahme des Unabwägbaren. Aus ihren Fotografien der fünfziger Jahre spricht das Bemühen um Wirklichkeitsnähe. Steht der Schnappschuss bei Varda für radikale Verzeitlichung und Zufall, so zeigt die Pose ihre Vorliebe für das Inszenatorische.

Als sie Mitte der fünfziger Jahre die Aufmerksamkeit der Filmkritik auf sich zog, hatte sie bereits als Fotografin einen Namen. Roland Barthes erkennt an ihren fotografischen Schauspielerporträts zu Beginn die Qualitäten einer Avantgarde: In seinem Aufsatz zum Gesicht, der später in die "Mythen des Alltags" eingehen sollte, stellt Barthes über Vardas Fotografien fest: "Sie lassen dem Schauspieler immer sein Gesicht der Verkörperung und schließen ihn offensichtlich mit einer beispielhaften Demut in seiner sozialen Funktion ein, die da ist, zu ,repräsentieren' und nicht zu lügen." Noch in den fotografischen Porträts, die Varda in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends macht, findet man etwas von diesem anthropologischen Bewusstsein für das Milieu der Menschen wieder, das ihrem ausgeprägten Gespür für Körpertechniken geschuldet ist.

Agnès Vardas erster Spielfilm La Pointe Courte (1954), den die damalige Fotografin noch vor der sogenannten Nouvelle Vague jenseits herrschender Produktionsstrukturen auf eigene Faust in einem Fischerdorf bei Sète gedreht hatte, folgt einer von der Literatur inspirierten narrativen Wechselstruktur. Hier alternieren kontrastreich komponierte Szenen einer Ehe mit neorealistisch anmutenden Sequenzen aus dem Dorfleben. Der künstlichen Stillstellung von tableaux vivants und den theatralen Dialogen steht der lebendige Verismus des Fischeralltags gegenüber. Dass die akzentuierte Parallelführung von Schauspielern und Laiendarstellern glückt, liegt nicht zuletzt an der Montage von Alain Resnais, der die Rauhheit der stilistischen Konfrontation respektierte.

Die Kunst des Porträts und den Sinn für das Detail entwickelt sie aus Inspirationen der italienischen Malerei des Quattrocento oder des Kubismus gleichermaßen wie aus der humanistischen Fotografie der Pariser Nachkriegszeit. In ungewöhnlichen Kadragen und Perspektiven erzeugt sie einen Wahrnehmungsmodus, der zwischen dem Sehen des Gegenständlichen und dem Betrachten der bildlichen Komposition changiert.

Das formal ausgeklügelte Spiel mit Gegensätzen, aus dem die Spannung zwischen Inszenierung und Wirklichkeit folgt, wird Varda zum Prinzip ihrer Cinécriture erheben. Später wird sie "doppelte" Filme machen wie Mur Murs (Mauerbilder, 1980) über die Graffiti im Los Angeles Ende der siebziger Jahre und als "Schatten" dieses Films das "Scheindokument" Documenter (Menschengesichter, 1980/81), dessen semifiktionale Struktur sie in dem von ihr selbst gestalteten Buch zum eigenen Werk feinsinnig kommentiert. Ein weiteres filmisches Zwillingspaar wird durch Jane B. par Agnès V. (1986/87) und Kung Fu Master (1987) gebildet, zwei Filme mit Jane Birkin. Der erste ist ein als Porträt getarntes Selbstporträt, der zweite eine Fiktion mit Besetzung aus dem eigenen Haus (Charlotte Gainsbourg und Mathieu Demy, die Kinder von Birkin/Gainsbourg beziehungsweise Varda/Demy).

In all ihre Spielfilme baut Varda über abstrakte Formen und Strukturen einen Zweifel an der Wahrheit und am Realismus der Erzählform ein. Cléo de cinq à sept (1963), ihr vielbeachtetes Melodram über das Warten einer Sängerin, die angesichts einer lebensbedrohenden Krankheit einsam durch Paris flaniert, spielt mit der paradoxen Ineinssetzung von erlebter und mechanischer Zeit. Einblendungen von Zwischenzeiten tragen zur gedanklichen Unterbrechung des Erzählflusses bei und stehen gleichzeitig als Nachweis des temporalen Kontinuums.

Über Gedächtnisorte, Porträts und persönliche Sammlungen hat Agnès Varda schon von Beginn ihrer Filmarbeit an immer auch Fragmente eines Selbstporträts erstellt, das nicht notwendigerweise über das eigene Ebenbild, sondern über subjektive Wahrnehmungsweisen und Bekenntnisse sich einstellt. L'Opéra Mouffe (1958), den Varda aus Menschenbildern ihrer unmittelbaren Umgebung zusammensetzt, stellt die Phantasie einer Schwangeren dar, die das Mienenspiel von Passanten und die anorganischen Formen von Objekten auf ihren eigenen körperlichen Zustand bezieht. Ulysse (1982) geht vom Fundus des eigenen Archivs aus, was für Varda Anlass einer Betrachtung über das Gedächtnisvermögen und das Unvordenkliche der Fotografie ist. Noch in Les Glaneurs et la glaneuse (2000), ihrem zutiefst politischen Essayfilm über das Sammeln und Nachlesen, schreibt die Filmemacherin ihren persönlichen, taktilen Bezug zum Gegenstand und zur Kamera ein, indem sie sich selbst beim Betrachten außergewöhnlicher Erdäpfel oder bei der gestischen Imitation einer Kadrage filmt.

1967 verteidigte Frieda Grafe den Cinémascope-Film Les Créatures gegen die vorherrschende Kritik als einen Film mit Camp-Qualität, im Sinne von Susan Sontags Definition eines "guten schlechten Geschmacks". Grafe ortet in dieser unorthodoxen Haltung damals eine Parallele zur Figur des fröhlichen Ehebrechers François aus Le Bonheur (1964): "Wie François auf moralischem Sektor, kennt Varda auf dem ästhetischen keine Schuldgefühle. Nur hat sie sich damit aus dem allgemeinen Kunstbetrieb hinauskatapultiert." Les Créatures, für den Varda seinerzeit Michel Piccoli und Catherine Deneuve gewonnen hatte, war auch kommerziell ein Fehlschlag. Es wirkt wie ein später Triumph, wenn die Regisseurin sich vierzig Jahre danach mit einem expliziten Bezug auf genau diesen Film im Kunstbetrieb etablierte. In das lichtdurchflutete, transparente Erdgeschoss des Jean Nouvel-Baus der Fondation Cartier hatte die Künstlerin 2006 als Replik auf die Architektur dieses für bewegte Bilder wenig tauglichen Eingangsbereichs eine gläserne Hütte gestellt, die sie "Meine Misserfolgs-Hütte" nannte.

Vardas Filme entdecken, inszenieren und gestalten das Vorgefundene und machen dabei das Anordnen und Ausstellen zu ihrem Gegenstand. Sie präsentieren sich als das Werk einer Sammlerin und vermitteln dank ihres Formwillens die Kunst der Betrachtung, ohne den Blick auf das Reale zu verstellen.

Ihre ungewöhnliche Hommage an ihren Mann Jacques Demy beginnt Agnès Varda mit Motiven, die ihr ganzes Werk durchziehen: Sand am Meer, eine allegorische Geste, ein Tafelbild. In Jacquot de Nantes (1990) fügen sich, collagenhaft, meist in Schwarzweiß gehalten, einfallsreich und präzise inszenierte Kindheitserinnerungen des Lebensgefährten. Sie figurieren hier als Quell einer zukünftigen Berufung. Jacques Demy hatte künstlerisch andere Wege als seine Frau eingeschlagen, das Genre des poetischen Musicals in seiner französischen Ausprägung perfektioniert. Sein Werk bildet jedoch nur den Horizont für Jacquot de Nantes, um in Form von kurzen, farbigen Einsprengseln Vardas veristische Fiktion zu untermalen. Den hier spärlich auftauchenden, schon von schwerer Krankheit gezeichneten "realen" Demy betrachtet die Filmemacherin aus einer vertrauten, stummen Nähe. Jacquot de Nantes ist keinesfalls ein trauriger Film, aber einer, der berühren will; kein Film, der Emotionen kalkuliert, aber einer, der sie evoziert.

Jahre nach den Dreharbeiten zu diesem Film kehrte Varda 2007 nochmals in die Zeit ihrer und Demys Kindheit zurück; diesmal, um sich einem der finstersten Kapitel der europäischen Geschichte anzunähern, der Verfolgung der Juden während des Nationalsozialismus. Anlässlich der staatlichen Ehrung französischer Gerechter, die während der deutschen Besatzung jüdische Leben gerettet hatten, kommt Varda auf die Form der konzentrierten Evokation zurück, die sie für Jacquot de Nantes gefunden hatte. Mit anderen Mitteln und jenseits des Kinos gelingt es ihr auf überzeugende Weise, dem Pariser Pantheon, einem zutiefst symbolträchtigen Ort, beizukommen. In Justes de France, ihrer wohl eindrücklichsten Installation, stellt sie historische Fotografien fiktionalen Nachempfindungen gegenüber. Mit radikaler Fragmentarik begegnet sie hier dem Problem der Darstellbarkeit des gefährlichen Augenblicks. Die pointierten filmischen Skizzen machen auf scheinbar kleine, doch entscheidende Gesten aufmerksam. Sie vermitteln eine Vorstellung vom Mut und von der Geistesgegenwart derer, die sich manches Mal in Sekundenschnelle zum Widerstand entschlossen. Agnès Varda zeigt sich hier gleichzeitig als alte Meisterin und junge Künstlerin.

Vardas Kunst, auf höchstem Niveau Dokumentarisches mit Fiktionalem zu mischen, ihr geschärfter Sinn für die Temporalität von Film und Fotografie und ihre große Gabe, Wort und Bild in immer neuen Konstellationen poetisch zu verbinden, all das macht aus ihrem Werk eine Schule des Sehens. Unaufgeregt, humorvoll, genau beobachtend, neugierig den kulturellen und politischen Zeichen zugewandt, hat Agnès Varda nun seit mehr als sechzig Jahren die Ästhetik der Moderne mit den Mitteln des Films einfallsreich weiter getrieben. Sie hat es immer wieder geschafft, etwas davon anschaulich zu machen, was Ernst Bloch in den dreißiger Jahren die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" genannt hat: nichts weniger als das gesellschaftliche Nebeneinander, das uns heute von Neuem ganz besonders herausfordert.

Christa Blümlinger ist Professorin für Filmwissenschaft an der Universität Paris 8 Vincennes-Saint-Denis. Dies ist ihre gekürzte Rede anlässlich der Verleihung des Max-Beckmann-Preises der Stadt Frankfurt am Main an Agnès Varda.

Weitere Informationen zur Reihe Lecture & Film: „Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda“: Hier...

29.02.2016, Feuilleton (Feuilleton), Seite 12

Eröffnung des Projektes "Nous n'avons pas besoin de tuer..."

Neoninstallation von Laura J Gerlach

Im Rahmen der Luminale 2016, 13. März 2016 bis 18. März 2016

 
13. März 2016, 18 Uhr
Eröffnung des Gesamtprojektes

Mit Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

vor dem Rathaus Offenbach
Berliner Straße 100, 63065 Frankfurt am Main

Nous n‘avons pas besoin de tuer ...
Drei Schriftzüge, unübersehbar an drei öffentlichen Orten installiert – in Frankfurt an der Fassade der Galerie Marion Meyer und auf dem Opernplatz am Lucae-Brunnen, in Offenbach an einer Wand des Rathauses.

Der Neon-Text dominiert die Architektur und die schriftliche Botschaft manifestiert sich, während die urbane Situation in der Dunkelheit verschwindet. Ein subtiler Sound, der in die Straße und in die Nacht flutet, lenkt zusätzlich die Aufmerksamkeit auf die Installation, fordert zum Lesen auf und dazu, das Gelesene zu deuten und zu bedenken, die eigene Haltung unter diesem Eindruck zu überprüfen, Position zu beziehen.

Die Schriftzüge leuchten und sprechen öffentlich, richten sich an das Publikum: An den Menschen, Bürger/-innen hier und zugleich Bürger/-innen der Weltgesellschaft, fähig, politische Verantwortung zu übernehmen, ungerechte  politische und soziale Verhältnisse zu verändern. Oder eben auch nicht?

„Nous n‘avons pas besoin de tuer pour vivre!
Aux armes, citoyens
für Freiheit, Recht und Brot.
Enrichissez-vous. Enrichissez-vous! Eclairez-vous!“

Keine Gesellschaft ist je der Frage entronnen und kann ihr entrinnen, ob sie das Töten um des Lebens willen erlauben oder gar gebieten dürfe oder
nicht. Nicht nur um des bloßen Überlebens willen, sondern auch, um Leben vermeintlich zu erhalten, um ein vermeintlich besseres Leben zu ermöglichen.
Ein ehernes, mythisches Gesetz? Haben wir es nötig zu töten, um zu leben?  

Wer Menschen tötet, erzählt fast immer eine rechtfertigende Geschichte dazu, sei es eine Geschichte von Not und Unterdrückung, von Ausbeutung und Erniedrigung, Unrecht und Vergeltung, Ehre und Schande, aber zuweilen auch von einem schicksalhaften Kampf zwischen Gut und Böse oder göttlicher Erlösung von den Feinden des Glaubens, deren Leben korrumpiert und unrein sei. Terrorismus und Völkermord suchen sich häufig mit Erzählungen zu maskieren, in denen es vermeintlich um einen unvermeidlichen Kampf um Leben und Tod geht.

Auch das Recht erlaubt das Töten, sei es im Recht der Notwehr oder im Kriegsvölkerrecht, in einigen Teilen der Welt auch immer noch und aktuell wieder verstärkt exekutiert, die Todesstrafe. Gleichzeitig hält man das Leben für das höchstes Gut, das Recht auf Leben gilt als eines der wichtigsten Menschenrechte, in allen Menschenrechtskonventionen rechtlich anerkannt.

Wie lässt sich die Gleichzeitigkeit von einem Recht zu töten und einem Menschenrecht auf Leben verstehen? Wie verhalten wir uns dazu als das Leben verehrende Einzelne, als Staatsbürger/-innen, als Weltbürger/-innen und Inhaber von Menschenrechten? Wer (wenn nicht wir) soll verantwortlich sein für den Schutz des Lebens – und soll notfalls dafür auch getötet werden dürfen? Wer beansprucht für sich die Deutungshoheit über das Recht auf Leben und das Recht zu töten, wer kann seine Deutung durchsetzen, wer setzt welche Mittel dazu ein?

Neben der dreiteiligen Neon-Sound-Installation während der Luminale finden eine Ausstellung und drei Veranstaltungen statt, die sich von dem Licht-Kunstwerk zu Fragen über das Recht auf Leben und das Recht/Unrecht zu töten anregen lassen.

Video:

Audio:

 

Bildergalerie:

  • Horst Schneider, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Laura J Gerlach, Künstlerin (v.l.)
  • Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Laura J Gerlach, Künstlerin


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit Galerie Marion Meyer, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Stadt Offenbach am Main

Mit freundlicher Unterstützung von Main Licht GmbH

 

Welcher Islam gehört zu Deutschland?


Konferenz des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

29. April 2016, 10–18 Uhr

Historisches Museum Frankfurt
Leopold Sonnemann-Saal
Fahrtor 2 (Römerberg)
60311 Frankfurt am Main

Debatten finden zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, aber auch innerhalb der islamischen Gemeinschaften und unter muslimischen Intellektuellen statt. Liberale Muslime beginnen damit sich zu formieren und an den Universitäten werden neue unorthodoxe theologische Sichtweisen entwickelt. Konservative reagieren darauf mit brüsker Zurückweisung und kritisieren die Entstehung eines deutschen Staatsislam. Durch den massiven Zustrom muslimischer Flüchtlinge erhalten diese Debatten eine zusätzliche Aktualität. Die Integration der Neuzuwanderer wird in entscheidendem Maße davon abhängen, ob es gelingt, ihre Religionen und Traditionen mit den Werten der Mehrheitsgesellschaft zu vereinbaren. Das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam wird sich im Jahr 2016 mit dem Schwerpunktthema „Welcher Islam gehört zu Deutschland?“ befassen und eine Reihe von Veranstaltungen anbieten, auf denen ergebnisoffen diskutiert und gestritten, unorthodoxe Modelle der Konfliktlösung erörtert und neue Wege eines milieuübergreifenden Miteinanders erdacht werden können.

Die Veranstaltung ist kostenfrei

Leitung: Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

Anmeldung erforderlich bis zum 22. April bei Oliver Bertrand Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ausführliche Programmbroschüre (pdf): Hier...

Programm

Begrüßung

10:00 Uhr
Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen” an der Goethe-Universität Frankfurt
Rebecca Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen” an der Goethe-Universität Frankfurt
Thomas Volk, Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin, Koordinator Islam und Religionsdialog

Vorträge

10.30 Uhr
EUROPÄISIERUNG DES ISLAMS ODER ISLAMISIERUNG EUROPAS?
Prof. Dr. Bassam Tibi, Institut für Politikwissenschaft, Georg-August-Universität Göttingen

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11:15 Uhr
DER ISLAM LEIDET UNTER EINEM ISLAMISCHEN ANALPHABETISMUS VIELER SEINER ANHÄNGER. EINE HERAUSFORDERUNG NICHT NUR AN EUROPA
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, stellv. Direktor des Centrums für religionsbezogene Studien, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

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12:00 Uhr
DIE ISLAMISCHE WURZEL EUROPAS
Hamideh Mohagheghi, Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften für die islamische Theologie an der Universität Paderborn

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12.45 Uhr
Mittagspause

13:45 Uhr
WIR SIND DAS VOLK. IN WELCHEM DEUTSCHLAND WOLLEN WIR LEBEN?
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland

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14:30 Uhr
SUFISMUS FÜR DEUTSCHLAND
Husamuddin Meyer, Sufi-Ordensmitglied der Naqshbandiyya, Gefängnisseelsorger JVA Wiesbaden und Beratungsstelle Salafismusprävention

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15:15 Uhr
Kaffeepause

15:45 Uhr
LIBERALER ISLAM – EINE UNBEQUEME ALTERNATIVE?
Rabeya Müller, Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung, Vorstandsmitglied des Liberal Islamischen Bundes

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16:30 Uhr
DER DEUTSCHE ISLAM ALS SUBJEKT UND OBJEKT DER UNIVERSALEN AUFKLÄRUNG?
Prof. Dr. Erdal Toprakyaran, Zentrum für Islamische Theologie, Eberhard Karls Universität Tübingen

Zum Video:


17:15 Uhr
PLÄDOYER FÜR EINEN DEUTSCHEN ISLAM
Prof. Dr. Susanne Schröter

Zum Video:


18.00 Uhr
Verabschiedung


Als der frühere Bundespräsident Christian Wulff im Oktober 2010 in seiner Rede zum zwanzigsten Jahrestag der Deutschen Einheit erklärte, der Islam gehöre wie das Christentum und das Judentum zu Deutschland, löste er eine Kontroverse aus, die bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt andauert. Auf der einen Seite werden Muslime immer stärker zu institutionellen Teilen der Gesellschaft, beteiligen sich an zivilgesellschaftlichen Aufgaben wie der Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen oder der Betreuung muslimischer Flüchtlinge und wünschen sich weitere Teilhabemöglichkeiten. Der Staat reagierte mit der Einrichtung von Lehrstühlen für islamische Theologie an deutschen Hochschulen, der Einführung bekenntnisorientiertem Islamunterrichts an staatlichen Schulen und beginnt mit dem Aufbau einer muslimischen Diakonie.
Auf der anderen Seite sorgen islamischer Extremismus, gewalttätige Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften und rigorose Forderungen nach Akzeptanz islamisch begründeter Vorschriften für Sorge innerhalb weiter Teile der nichtmuslimischenBevölkerung. Islamophobe Einstellungen breiten sich aus und ein rechtspopulistisches Lager mit dezidiert islamfeindlicher Agenda hat sich bereits formiert. Über konfessionelle Grenzen hinweg wird weiterhin diskutiert, ob Pressefreiheit und die
Freiheit der Kunst gegen muslimische Empfindlichkeiten verteidigt werden sollen oder nicht, ob es akzeptabel ist, wenn die Hand zum Gruße ausgeschlagen wird oder inwieweit sich öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten muslimischen Speisegeboten anpassen sollen.

Veranstalter: Die Konferenz wird ausgerichtet vom Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

9. Lichter Filmfest Frankfurt International - Exzellenzcluster wieder Partner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Eröffnung des 9. Lichter Filmfest am 29. März 2016

  • Johanna Süss, Stellvertretende Festivaldirektorin und Gregor Maria Schubert, Festivaldirektor
  • Johanna Süss, Stellvertretende Festivaldirektorin
  • Daniella Baumeister, Moderation der Eröffnung des 9. Lichter Filmfestes Frankfurt International, hr2 und Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
  • Edgar Reitz, Schirmherr des 9. Lichter Filmfestes Frankfurt International und Regisseur
  • Cho Sung-hyung, Regisseurin
 

Der Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" ist Partner des Lichter Filmfests Frankfurt International

Besonderer Partner ist er darüberhinaus für das Rahmenprogramm:

Auftaktgespräch
30. März 2016,  19 Uhr

Europa: Außen.Grenzen.Innen.

Darüber diskutieren:
Ralph Bollmann, Historiker und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung 

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen / Exzellenzcluster Normative Orders an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Karl Kopp, Europareferent Pro Asyl

Dr. Mark Terkessidis, Migrationsforscher, Journalist, Publizist u.a. Interkultur (2010) und zuletzt Kollaboration (2015)

Moderation: Dr. Eberhard Nembach, Journalist und Politik-Redakteur von hr-info

Weitere Informationen: Hier...

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Interdisziplinärer Kongress
31. März – 1. April 2016

LICHTER AGORA: GRENZEN UNLIMITED

Mit Ben Kamis, Sebastian Läßle, Jonathan Klein, Dr. Matthias Kettemann, Dr. Valentin Rauer und Dr. Thorsten Thiel (Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Weitere Informationen: Hier...

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Festivalzentrum:
Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main GmbH
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

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"Les Sauteurs (those who jump)" 

Der Exzellenzcluster hat während des Lichter Filmfests die Patenschaft für den Film "Les Sauteurs (those who jump)" des malischen Regisseurs Abou Bakar Sidibé und der deutschen Regisseure Estephan Wagner und Moritz Siebert (Dokumentarfilm, Dk 2016, Frz./Bambara OmU, 80 min.) übernommen. Die Dokumentation wurde mit dem LICHTER International Feature Award ausgezeichnet.

  • Mousonturm, Frankfurt am Main
  • Michael Hack, Programmleitung internationaler Kurzfilm
  • Abou Bakar Sidibé, Regisseur von Les Sauteurs (thos who jump)

Zur Pressemitteilung der Preisverleihung (pdf): Hier...

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Zu vergangenen Veranstaltungen während des Lichter Filmfest: Hier...

Veranstalter:
Lichter Filmfest Frankfurt International in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Politik und Verantwortung. Analysen zum Wandel politischer Entscheidungs- und Rechtfertigungspraktiken

Autorentagung PVS Sonderheft 2017

10.-12. Februar 2016

Konferenzorganisation:
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
Campus Westend, Max-Horkheimer-Str. 2, 60629 Frankfurt am Main
Konferenzräume EG01 und 5.01.
Christopher Daase, Julian Junk, Stefan Kroll und Valentin Rauer

Programm:

Mittwoch, 10. Februar 2016

Wertepluralität und Normrelation
(Diskussionsleitung: Valentin Rauer)

13:15 Uhr, Kurze Begrüßung

13:30 Uhr
Rhetorik und normativer Anspruch: Die „neue deutsche Verantwortung“ in der  Außenpolitik (Corinna Hauswedell)
Discussant 1: Hanna Pfeifer, Discussant 2: Christopher Daase

14:20 Uhr
Die Bedeutung staatlicher Institutionen für die Erzeugung von Normen und Verfahren der Verantwortungsbestimmung (Cord Schmelzle)
Discussant 1: Anna Geis, Discussant 2: Stefan Kroll

15:10 Uhr, Kaffeepause

15:20 Uhr
Verantwortliche oder souveräne Staaten? Die Verantwortung von Staaten in der internationalen Politik (Julian Junk und Stefan Kroll)
Discussant 1: Aletta Mondré, Discussant 2: Julia Strasheim

16:10 Uhr
Umkämpfte Verantwortungszuschreibung: Extraterritoriale Menschenrechtsverletzungen der USA in der Terrorismusbekämpfung (Monika Heupel)
Discussant 1: Jürgen Plöhn, Discussant 2: Julian Junk

17:00 Uhr, Kaffeepause

17:30 Uhr
Praktiken der Verantwortungszuschreibung: Transnationale Regelsetzung und politische Autorität (Aletta Mondré, Holger Niemann, Christian Scheper und
Cornelia Ulbert)
Discussant 1: Anna Leupold, Discussant 2: Christopher Daase

18:20 Uhr
Zu den Bedingungen moralischer Handlungsfähigkeit: Unternehmerische soziale Verantwortung (Antje Vetterlein)
Discussant 1: Franziska Müller, Discussant 2: Stefan Kroll

19:10 Uhr, Abendessen

Donnerstag, 11. Februar 2016
Konzeptionelle und theoretische Überlegungen,  (Diskussionsleitung: Stefan Kroll)

9:00 Uhr
Erläuterung der Struktur des Bandes und des Konzepts durch die Herausgeber

9:30 Uhr
Verantwortung und Rücktritt (Jürgen Plöhn)
Discussant 1: Corinna Hauswedell
Discussant 2: Christopher Daase

10:20 Uhr
Das Los der Verantwortung oder verantwortungslos? Eine quantitative Analyse von Konjunktur und Wandel des Verantwortungsbegriffs in VN Sicherheitsratsresolutionen, 1992-2015 (Julia Strasheim, Felix Haaß und Felix S. Bethke)
Discussant 1: Mitja Sienknecht
Discussant 2: Julian Junk

11:10 Uhr, Kaffeepause

11:30 Uhr
Verantwortung als Irritation – ethische Überlegungen (Regina Ammicht Quinn)
Discussant 1: Chantal Magnin
Discussant 2: Christopher Daase

12:20 Uhr
Souveräne schaffen und beschränken: Vorarbeiten zu einer Genealogie politischer Verantwortung (Frieder Vogelmann)
Discussant 1: Cord Schmelzle
Discussant 2: Valentin Rauer

13:10 Uhr, Mittagssnack

14:30 Uhr
Verantwortung in vernetzten Systemen. Rechtliche Haftung und Zuschreibungsproblematik (Klaus Günther)
Discussant 1: Wolfgang Seibel
Discussant 2: Valentin Rauer

15:20 Uhr
Individuelle und korporative Verantwortung für kollektives politisches Handeln (Christian Neuhäuser)
Discussant 1: Antje Vetterlein
Discussant 2: Julian Junk

16:10 Uhr, Kaffeepause
Akteure, Vernetzung und Subjektrelation (Diskussionsleitung: Christopher Daase)

16:40 Uhr
Hybride Strukturen, Verantwortungsdiffusion und Verantwortungsethik in der öffentlichen Verwaltung (Wolfgang Seibel)
Discussant 1: Jürgen Neyer
Discussant 2: Valentin Rauer

17:30 Uhr
Kosmopolitische Verantwortung – Konzeptionelle Überlegungen zu einem umstrittenen Begriff (Jürgen Neyer, Luana Martin und Mitja Sienknecht)
Discussant 1: Christian Neuhäuser
Discussant 2: Valentin Rauer

18:20 Uhr
Partizipative Politik und Verantwortungsdiffusion am Beispiel städtebaulicher Vorhaben (Chantal Magnin)
Discussant 1: Leon Hempel
Discussant 2: Julian Junk

19:30 Uhr, Abendessen

20:30 Uhr
Lounge-Gespräch
• Trends zum Thema des Bandes „Politik und Verantwortung
(Erkenntnisse der Diskussionen der ersten 1,5 Tage Autorenkonferenz)
• Konsequenzen für die Struktur und Teile des Bandes
• Verständigung über weiteres Vorgehen

Freitag, 12. Februar 2016
9:00 Uhr
Dilemmata demokratischer Legitimation des Verantwortungsdiskurses in der deutschen Außenpolitik (Anna Geis und Hanna Pfeifer)
Discussant 1: Christian Volk
Discussant 2: Julian Junk

9:50 Uhr
Blame-shifting im europäischen Mehrebenesystem während der Eurokrise – Befunde und Konsequenzen (Anna Leupold)
Discussant 1: Cornelia Ulbert
Discussant 2: Stefan Kroll

10:40 Uhr
Wirtschaftliche Verantwortung für Menschenrechte: Privatisierung von Verantwortung? (Janne Mende)
Discussant 1: Janna Wolff
Discussant 2: Stefan Kroll

11:30 Uhr,  Kaffeepause

Materialität und Objektrelation (Diskussionsleitung: Julian Junk)

11:50 Uhr
Klimaverantwortung: Idealtypen globaler und lokaler Verantwortungsdiffusion am Beispiel von Klimaschutzprojekten (REDD+) (Franziska Müller)
Discussant 1: Janne Mende
Discussant 2: Stefan Kroll

12:40 Uhr
Verantwortungstransfer als Folge des medizinisch-technischen Fortschritts am Beispiel der Pränataldiagnostik (Janna Wolff)
Discussant 1: Regina Ammicht Quinn
Discussant 2: Valentin Rauer

13:30 Uhr, Mittagssnack

14:10 Uhr
Digitale Dissidenz: Verantwortung und Widerstand im Internet (Christopher Daase und Thorsten Thiel)
Discussant 1: Klaus Günther
Discussant 2: Felix Haaß

15:00 Uhr
Verantwortungsdiffusion. Folgen der Digitalisierung sozialen Handelns (Valentin Rauer)
Discussant 1: Frieder Vogelmann
Discussant 2: Monika Heupel

15:50 Uhr
Aporien der Verantwortung. Attribution als Problem und Praxis im Kontext von IT-Sicherheit (Leon Hempel)
Discussant 1: Thorsten Thiel
Discussant 2: Stefan Kroll

16:40 Uhr, Wrap-Up

17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Programm (pdf): Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Europäische Union und Migrationen. 13. Europäische Sommeruniversität für Recht Vilnius

27. Juni bis 4. Juli 2016

Das vergangene Jahr hat gezeigt, mit welchen Aufgaben, Problemen und Herausforderung die EU durch den anhaltenden Migrationsstrom konfrontiert war und weiterhin sein wird. Neben soziologischen und wirtschaftlichen Fragen sind auch entscheidende rechtliche und rechtsvergleichende Fragen zu klären. Ziel der achttägigen tri-nationalen Tagung wird es daher sein, einen Ausblick über die Analyse der rechtlichen Regulierung der Immigration und Emigration in der Europäischen Union zu geben.

Ablauf:
Täglich finden zunächst einführende Vorträge durch einen deutschen, französischen oder litauischen Sprecher statt. Diese Einführungen, die zur Vermittlung von Basisinformationen notwendig sind, werden stets mit Diskussionen verbunden werden.  
Anschließend wird in kleineren Workshops zum Thema gearbeitet. Von den Teilnehmenden wird eine aktive Mitarbeit in Form von Kurzreferaten oder vorbereiteten Diskussionsbeiträgen in Absprache mit der/dem jeweiligen DozentIn erwartet. Im Mittelpunkt der Sommeruniversität steht die Information der und die Diskussion mit den Promovierenden. Zum Abschluss des Tages finden sich nochmals alle zu einem abschließenden Vortrag zusammen. Der Fokus auf der gemeinsamen Arbeit bietet die ideale Voraussetzung für eine  Vernetzung der internationalen Teilnehmenden.

Weitere Informationen finden Sie: Hier...

Bewerbungen:
Bis zum 31. März 2016 an das Auslandsbüro FB Rechtswissenschaft, Frau Shukvani: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zielgruppe:
Studierende und DoktorandInnnen der Rechtswissenschaften und benachbarter Disziplinen aus den drei beteiligten Ländern

Träger:
Universität Vilnius  (Litauen),  Goethe-Universität Frankfurt am Main und Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" (Deutschland), Université Paris Ouest Nanterre La Défense (Frankreich)
 
Arbeitssprachen:
Deutsch und Französisch
 
Teilnehmerzahl: 60

Veranstaltungsort:
Universität Vilnius
Universitet 9/1
01519 Vilnius
Litauen

Stipendien:
Die  Teilnahme  an  der  Sommeruniversität wird insgesamt durch 10 Stipendien unterstützt. Bis zu drei Stipendien werden  vom  Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" vergeben.

Poster (pdf): Hier... 

Veranstalter:
Université Paris Ouest Nanterre la Defense, der Universität Vilnius sowie dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung Normativer Ordnungen“ und dem Fachbereich 01 für Rechtswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt am Main

Programm (Anderungen vorbehalten):

Tag 1

Geschichte und Theorie der Migration in Europa

Der geschichtliche und methodologische Rahmen sowie die Teilnehmenden der Sommeruniversität werden vorgestellt

Vorträge:
Historische und theoretische Grundlagen. Das Römische Reich, die großen Wanderbewegungen und die Bildung der Europäischen Nation
SOAZICK KERNEIS, (PROF, PARIS OUEST)

Die „Global Mobility Divide“ – Perspektiven aus Sicht der Politikwissenschaft
JENS STEFFEK (PROF. DR. TU DARMSTADT)

Anschließend Eröffnungsveranstaltung und Empfang

Tag 2

Migration, Arbeitsrecht und Sozialrecht

Im Fokus stehen Arbeitnehmer, ihre Freizügigkeit und ihre durch die europäischen Verträge ugebilligten Rechte

Vorträge/Workshops:
Die Reglementierung der Arbeit der Zuwanderer
OTTMAR SEUL (PROF,PARIS OUEST)

Der Schutz der Migrantinnen und Migranten im Privatrecht
HELMUT KOHL (PROF. DR., GOETHE UNIVERSITÄT)

Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU
MANFRED WEISS (PROF. EM., GOETHE UNIVERSITÄT) Neue Formen der Grenzüberschreitenden

Migration im Zusammenhang mit dem Arbeitsrecht
TOMAS DAVULIS (PROF. DR., UNIVERSITÄT VILNIUS)

Tag 3 und 4

Einwanderung und externe Beziehungen der EU

Im Zentrum stehen das europäische Asylrecht, Artikel 79AEUV und die Rolle der FRONTEXT Agentur

Vorträge/Workshops:
Migration und Menschenrechte in Europa
VAIDOTAS VAICAITIS (ASSOC. PROF. DR.,UNIVERSITÄT VILNIUS)

Existenzsicherungsleistungen und Aufenthaltsrecht
ASTRID WALLRABENSTEIN (PROF. DR., GOETHE UNIVERSITÄT)

Das Grundrecht auf Asyl
GÜNTER FRANKENBERG (PROF. DR., GOETHE UNIVERSITÄT)

Einwanderung und Menschenrechte: Zwischen Gleichheit und Diskriminierung  
TIMO TOHIDIPUR (DR., GOETHE UNIVERSITÄT)

Europa gegenüber Asylbewerbern
ANNE LAURE CHAUMETTE (MCF, HDR, PARIS OUEST)

Menschenrechte und Ausländerrecht: Die Tyrannei des Nationalen?
SERGE SLAMA (MAITRE DE CONFÉRENCE, PARIS OUEST)

Tag 5

Europäische Migration uns Menschenrechte

Behandelt werden Fragen zum Ausländerrecht, der Diskriminierung und des Rassismus

Vorträge/Workshops:
Migration und internationales Strafrecht
JUSTAS NAMAVICIUS (DR., UNIVERSITÄT VILNIUS)

Der Einfluss des EU-Rechts auf das Ausländerstrafrecht: Das französische Beispiel  
CÉLINE CHASSANG (MCF, PRIVATRECHT, PARIS OUEST)

Globale Migrationsbewegungen und Strafrecht
KLAUS GÜNTHER (PROF. DR., GOETHE UNIVERSITÄT)

Tag 6  

Europäische Migration und Strafrecht

Der Fokus des letzten Tages liegt auf dem Zusammenspiel von europäischem Recht und Strafrecht im Bereich der Migration.

Vorträge/Workshops:
Besichtigungsworkshop:

„Recht der Flüchtlinge und Vertriebenen und humanitäre Aktionen“ in Zusammenarbeit mit NOAH und dem litauischen Roten Kreuz
RENATA VAISVILIENE (NOAH UND UNIVERSITÄT VILNIUS)

Tag 7
Kulturelles Rahmenprogramm

Tag 8
Abschluss und Zertifikatübergabe

Ausstellungsprojekte während der Luminale

 

Nous n'avons pas besoin de tuer...

Neoninstallation von Laura J Gerlach

Im Rahmen der Luminale 2016, 13. März 2016 bis 18. März 2016

Drei Schriftzüge, unübersehbar an drei Orten in Frankfurt und Offenbach, dominieren die Architektur, die Textbotschaft manifestiert sich, während die urbane Situation in der Dunkelheit verschwindet. Ein subtiler Sound, der in die Nacht flutet, unterstreicht die Relevanz, das Gelesene zu interpretieren, auf die eigene Haltung hin zu überprüfen, Position zu beziehen auf die textliche, politische Aufforderung hin. Und auch: sich als Bürger, als Teil der Weltgesellschaft mit der Fähigkeit und Möglichkeit zur Veränderung zu verantworten.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" mit Galerie Marion Meyer, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Stadt Offenbach am Main

Weitere Informationen: Hier..

 

Say Say Say

Lichtinstallation von Anny und Sibel Öztürk

Im Rahmen der Luminale 2014, 30. März bis 4. April 2014

Rathäuser gehören zu den lokalen Foren, auf denen die Zivilgesellschaft über ihre eigenen Ordnungen verhandelt. Am Offenbacher Rathaus lassen Anny und Sibel Öztürk durch eine an der Fassade montierte interaktive Sprechblase Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Stimmen aus der Vergangenheit zu Wort kommen. Nachhaltigkeit, Klima und Fragen sozialer Gerechtigkeit sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Veranstalter:
Anny und Sibel Öztürk in Kooperation mit Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Weitere Informationen: Hier...

French Laïcité, the Old and the New


Kantorowicz Lecture in Political Language

Prof. Dr. Joan Scott

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Casino, Metzler-Saal 1.801

Thema des Vortrags sind die Geschichte und die aktuellen – immer polemischen – Verwendungen des Prinzips der “laicité“, des französischen Konzepts von Säkularismus. Im Zentrum steht die Art und Weise, wie alte und neue Säkularisten ihre Aufmerksamkeit auf Frauen richten: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert blickten sie auf die Gefahren, die angeblich von einer den französischen Frauen unterstellten Neigung zur Religion ausging, im 21. Jahrhundert konzentrieren sie sich auf die vorgebliche Bedrohung der Republik durch verschleierte muslimische Frauen. Der Vortrag wird sowohl die Historizität normativer Ordnungen beleuchten als auch die Herausforderungen, die Geschlechterdifferenzen für sie darstellen.

Joan W. Scott ist emeritierte Professorin an der School of Social Science am Institute for Advanced Study der Universität Princeton, USA. Sie ist Autorin des Klassikers Gender and the Politics of History. Zur Zeit untersucht sie die Geschichte von Säkularismus und Gleichstellung in modernen westlichen Nationalstaaten.

 

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Joan Scott, Emeritierte Professorin an der School of Social Science am Institute for Advanced Study der Universität Princeton, USA
  • Dr. Steffen Bruendel, Forschungsdirektor und Geschäftsführer des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften
  • Prof. Dr. Bernhard Jussen, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Joan Scott, Emeritierte Professorin an der School of Social Science am Institute for Advanced Study der Universität Princeton, USA

 

Veranstalter:
Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Legal Scholars‘ Engagement in Crisis

Panel Discussion

19 April 2016, 17.00-18.30

Goethe University Frankfurt am Main
Campus Westend, Casino 1.

Crises dominate today’s public discourses and politics in Europe. The European project appears to be in serious danger due to the still unresolved Eurocrisis, the inability of member states to agree on a joint effort to offer protection to refugees or the rise of nationalist parties and movements. Law plays a central role: Not only are the European Union, the Monetary Union, the Schengen and Dublin Systems creatures of law, but law itself is said to be in crisis – for some because it provides inadequate or unjust remedies, for others because it is being persistently broken or eroded.
Given the centrality of law, the panel engages with the various types of interventions by legal scholars in today’s public discourses and politics. We want to discuss whether legal scholars have a responsibility to intervene and how they can intervene responsibly. For this purpose the panel brings together scholars who have chosen different forms of interventions – who publish opinion pieces in blogs and newspapers, appear as experts in the media to defend particular interpretations of the law, engage with political parties or build institutions to foster dialogue between scholars and decision‐makers. They neither share a common view on the responsibility of legal scholars nor of the Europe we should aspire to. We hope this is going to make for a controversial and constructive debate.

Participants:
Alexandra Kemmerer, Senior Research Fellow and Academic Coordinator, Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law, Heidelberg
Anna Katharina Mangold, Schumpeter Fellow, Goethe University Frankfurt
Alexander Peukert, Professor of Civil Law and Commercial Law, Goethe University Frankfurt
Antonios Tzanakopoulos, Associate Professor of Public International Law, University of Oxford JHH Weiler, President, European University Institute, Florence

Free entrance, without registration, in English

Convener and Chair:
Isabel Feichtner, Assistant Professor of Law and Economics, Goethe University Frankfurt

Programme (pdf): click here...

Frankfurter Kolloquium für Internetforschung II

Wintersemester 2015/2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Frankfurter Kolloquium für Internetforschung ist ein interdisziplinäres Forum für all jene, die sich in Frankfurt und Umgebung mit Themen aus dem weiten Feld der Netzpolitik auseinandersetzen und in Forschung oder Praxis mit dem Internets zu tun haben. Es soll der Vernetzung wie dem wissenschaftlichen Austausch dienen, personell wie inhaltlich Kräfte bündeln und dient der institutionellen Verankerung von Internetforschung in Frankfurt. Themenvorschläge für Präsentationen sind herzlich willkommen.

12.11.2015
Ben Wagner (Center for Internet and Human Rights, Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder)
Thinking from the Edges: Globalisation, Technology and the Internet in International Relations

10.12.2015
Winterkolloquium:  „Vom Völkerrecht des Netzes zur normativen Ordnung des Internets“
Präsentation eines Gutachten von Matthias C. Kettemann mit Kommentaren von Ben Kamis und Martin Schmetz (alle Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Anschließend Diskussion und Buffet

14.1.2016
Dominik Brodowski (Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Effektive Bekämpfung von Cyberkriminalität: Aktuelle Entwicklungen, zukünftige Herausforderungen

Jeweils donnerstags, 18.30-20.00 Uhr

Campus Westend, Gebäude "Normative Ordnungen" (Raum 5.02)
Max-Horkheimer-Straße 2
60629 Frankfurt am Main

Eine Anmeldung ist erforderlich:
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Convener:
Dr. Matthias C. Kettemann LL.M. (Harvard)
Dr. Thorsten Thiel (Post Doc Fellow)

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Banking for Development? The Asian Development Bank and civil society resistance


Workshop on the Occasion of the ADB's Annual Meeting in Frankfurt

3 May 2016, 5pm

Aram Ziai (Universität Kassel)

Can the subaltern file claims? The World Bank Inspection Panel form a postcolonial perspective

Rayyan Hassan (NGO Forum on ADB, Philippines), Titi Soentoro (AKSI!, Indonesia), Chris  Lang (REDDMonitor / Asienhaus, Köln)

Civil society panel: Challenging ADB's immunity

6 May 2016, 10am-6pm

Rayyan Hassan (NGO Forum on ADB), Knud Vöcking (Urgewald)

Interactions betrween social movements and international organisations: opportunities and pitfalls

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Please register in advance for the Workshop on Friday: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Casino Cas 823 (Festsaal)

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders and other partners

 

The Value of Critique

Symposium

19-20 January 2017

Concept: Isabelle Graw and Christoph Menke

Address:
Städelschule
Dürerstraße 10
60596 Frankfurt am Main

The title „The Value of Critique“ refers to two different modes of practicing judgment: critique and value (or evaluation). Lately, many theorists have said Farewell to Critique, advocating alternative attitudes of judgment that could be labeled as practices of value or valuing – which are (or were) precisely those attitudes against which the tradition of “critique” has established itself. The aim of the conference is to explore the relation between these two modes of thinking and practicing judgment. Especially, we want to ask if, and how, it is possible to overcome their traditional opposition.

Here is a (highly) schematic way of describing this antagonism. According to it, critique is the paradigmatic enlightenment strategy of judgment whereby a subject establishes itself and thus its freedom precisely by grounding (or claiming or pretending to do so) itself in the object of its judgment. To criticize in this sense means: to gain freedom over and against an object, a situation, a condition, in short: the world, by turning it against itself; by claiming that it is contradictory in itself and thus by mobilizing it against itself. The concept of value, on the other hand, refers to an act of evaluation which is openly and avowedly partial and perspectival – the act of measuring, in which a living being expresses the utility of something in the world for it, i.e. its flourishing. Evaluation is about the enhancement of the evaluating living being, about increasing its life-forces, its ability to live (or survive).

The antagonism between critique and value (or evaluation) should thus be obvious. From the perspective of value, critique is the strategy by which the enlightenment subject seeks to empower itself, merely pretending to let “die Sache selbst” (Hegel) speak. From the perspective of critique, on the other hand, the model of value or evaluation has surrendered already from the start to the endless circle of the immanence of life, be it biological or economical. Evaluation stands in the service of self-preservation or -enhancement.

Is this mutual denunciation the last word about critique and value? Do we have to decide between the two, and can we? If one traces Criticism back to its etymological origin (Kritiké) and understands it as a way of separating and differentiating, its evaluative dimension becomes quite obvious. As soon as the critic selects an object as worthwhile her interest and time, she has indeed contributed to it being potentially considered valuable. Criticism is therefore implicated in the formation of value, but it also traditionally aims at questioning existing values. Theories of value are usually marked by a similar critical impetus, and one could go so far as to say that Critique is their modus operandi. As much as Critique takes part in the formation of Value, Value seems to trigger Critique.

Furthermore, both concepts share a metonymic structure: Criticism refers to an object that is outside of it as much as the critic might be deeply affected by it. A similar displacement occurs in Value since there is no „intrinsic value“ as Marx underlined. Value is relational and therefore always to be found elsewhere. But despite its metonymic nature Value needs to get materialized – it has a form, and this renders it similar to the objects of Criticism.

But despite Criticism’s strength as a relational concept it is currently said to have lost its transformative power in a New Economy that is busy absorbing it. We would like to propose a less pessimistic and less totalizing account by distinguishing between different types of Critique and their respective situative potential (such as Luc Boltanski’s model of „Social Critique“, Bruno Latour’s “Critique of Critique”, Rahel Jaeggi’s „Internal Critique“ , Beate Söntgen’s „Kulturen der Kritik“). Each of these models demonstrates how Critique is able to develop its own criteria that are different from the values that it produces. This Conference presupposes, in other words, that it still matters how Criticism argues even if it is complicit with the current power technologies. Instead of endlessly deploring its complicity, we would like to examine how its evaluations differ from the act of evaluation implied in the concept of value.
Isabelle Graw/Christoph Menke

Language: English

Programme:

January 19, Städelschule Lichthalle

2-4 pm
Against Critique
Lecture: Bruno Latour
Respondents: Rainer Forst, Petra Gehring
Moderation: Dirk Setton
For further information (Video and Audio): Click here...

4:30-6 pm
Roundtable: Labour and Value
Participants: Sabeth Buchmann, Isabelle Graw, Christoph Menke, John Roberts
Moderation: Felix Trautmann
For further information (Video and Audio): Click here...

6:30-8:30 pm
The Power of Critique
Lecture: Beate Söntgen
Respondents: Martin Seel, Kerstin Stakemeier
Moderation: Philippe Pirotte
For further information (Video and Audio): Click here...


January 20, Städelschule Lichthalle

11am-1pm
Criticize your Life
Lecture: Rahel Jaeggi
Respondents: Eva Geulen, Thomas Lemke
Moderation: Judith Mohrmann
For further information (Video and Audio): Click here...

2-4:00 pm
Social Critique
Lecture: Luc Boltanski
Respondents: Juliane Rebentisch, Klaus Günther
Moderation: Marina Martinez Mateo
For further information (Video and Audio): Click here...

 

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" and Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Städelschule

„Eine Begegnung mit Agnès Varda“

Lecture & Film: „Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda“

Ein Werkstattgespräch mit Agnès Varda und Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“).

14. April 2016, 20 Uhr

Film: „Les 101 Nuits de Simon Cinéma“. Frankreich/Großbritannien 1995. R: Agnès Varda, D: Michel Piccoli, Marcello Mastroianni. 101 Min. DCP. OmeU


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

Video (Teil 1):

 Audio (Teil 1):

 

 Video (Teil 2):


Audio (Teil 2):

 

Bildergalerie:

  • Claudia Dillman, Direktorin des Deutschen Filminstitut – DIF e.V. in Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Agnès Varda, Filmemacherin

 

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe der Goethe-Universität (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) und des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA). In Kooperation mit dem
Masterstudiengang „Curatorial Studies“, dem Institut Français pour l’Histoire en Allemagne und der Filmwissenschaft/Mediendramaturgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Zum Programm: Hier...

Philip Pettit: How Language Gives Birth to Ethics

Public Lectures

How Language Gives Birth to Ethics

Philip Pettit (Princeton University/Australian National University)

Goethe-University Frankfurt am Main
Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ3
Theodor-W.-Adorno-Platz 5, 60323 Frankfurt am Main

Lecture I, 30 May 2016, 6.15pm

Reports, avowals and pledges

If the natural world contains no moral properties, how can we human beings find our moral bearings? How can we claim to identify features that make various actions or arrangements morally desirable, various agents or agencies fit to be held morally responsible?

Video:

Audio:

 

Lecture II, 31 May, 6.15pm

Desirability and responsibility

Might a society of mutually reliant creatures like us use language only for exchanging reports about the world and their attitudes? Not likely. The desire to be taken as credible and reliable interlocutors would push them inevitably into practices of avowing and pledging their attitudes. Where reports are cheap, avowals and pledges are more expensive and more credible; they allow fewer excuses for failing to live up to them.

Video:

Audio:

 

Presented by:
Kolleg-Forschergruppe Justitia Amplificata in cooperation with the Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Protest - Widerstand - Aufstand. Streit um politische Ordnungen

Vortragsreihe "Protest - Widerstand - Aufstand" (IV)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Programm

23. Mai 2016, 18.00 Uhr ct
Campus Westend | Seminarhaus SH 5.101

Riots: normativistische vs situationistische Erklärungsansätze
Ferdinand Sutterlüty, Goethe-Universität, Frankfurt am Main

20. Juni 2016, 16.00 Uhr ct
Campus Westend | Seminarhaus SH 1.109

Armed activism as the enactment of a collective identity. The case of the Provisional IRA between 1969 and 1972
Lorenzo Bosi, Scuola Normale Superiore, Florenz

4. Juli 2016, 18.00 Uhr ct
Campus Westend | Normative Ordnungen EG.01

Voices of Dissidence: The History and Transnational Diffusion of American Labor Protest Songs (Vortrag mit Gesangsperformance)
Bucky Halker, Folksänger, Schriftsteller und Gastprofessor Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


11. Juli 2016 16.00 Uhr ct

Campus Westend | Seminarhaus SH 1.109

Fatalistische Figuren des Protests.  Über die Grenzen der Reichweite normativer Ordnungen
Andreas Pettenkofer, Universität Erfurt


Organisation:
Christopher Daase und Nicole Deitelhoff

Veranstalter: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

 

"Africa" as a new frontier? Lawyers, extractive economies and global reconfigurations of political authority

Workshop

20-21 June 2016

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Limited participation, please register with Sara Dezalay: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

20.6.2016: 13h30-18h
21.6.2016:  8h45-16h45

Workshop description:
With the 2008 global financial crisis and Chinese economic growth, the African continent has reemerged as a source of mineral riches, a boon for the expansion of global markets, and a new site of legal globalization.  This workshop looks at this renewed prominence of the continent as an opportunity to assess the relationship between capital investment, politics, and law in these transformations. The boon of extractive economies on the African continent - oil and mining industries, and related infrastructure and land projects, from pre-colonial eras to the present (e.g. Ellis 2012) -makes those a paradigmatic site to explore the history of the uneven and unequal connections between Africa and the world (Cooper 2014). Conversely, legal practices and institutions are a core dimension connecting political and economic institutions at the domestic level, with financial and mineral markets - as well as economic, political and social justice at the global level.

Under the expansion of the global regulatory framework over deals between foreign investors and states in Africa - including the growing reach of the 1977 US Foreign corrupt practices Act (FCPA) against US and European companies operating in Africa - lawyers are playing increasing roles to negotiate extractive contracts as well as to help states reform mining codes and taxation regulations, advise foreign companies against adverse political, social and economic effects in their deals on the continent, and increasingly local populations in their contests over the legitimacy of mineral contracts for social justice and development. Yet - the technicality, complexity, and for the most part, opacity of these legal practices open a tantalizing trap for scholars engaged with these dynamics.

Discussions on law and lawyers in contemporary Africa tend to reflect the protracted political and development ‘dependency’ of the continent. The position of Africa in globalization is overwhelmingly construed as one defined by exclusion and marginalization, with Africa hailed as a foil for European capitalist history (Cooper 2014). Debates on the ‘resource curse’ link the vulnerability of resource-rich African economies to the weakness of domestic governance mechanisms (e.g. Collier 2007) and the desirability of governing trade and financial flows globally (e.g. Rich & Moberg 2015). Yet - there is still an exceptional knowledge gap on legal professions in Africa that contrasts with the abundant literature on the contributions of lawyers to political and economic change in the US, Europe, Latin America and more recently in Asia (see Politique africaine 2015). Indeed, seemingly on a par with the ebb and flow of policy orientations and geostrategic interests over the continent, lawyers in Africa overwhelmingly appear under two contrasting guises. They are either denounced as mercenaries at the service of new forms of colonial ‘looting’ (e.g. Burgis 2015) or idealized as a professional corps defending the rule of law (Halliday et al. 2012). The failure of the legal systems inherited from colonization (see World Bank 2003) is coupled with the need to reform - if not reinvent - political, legal and economic institutions so as to check the tendency towards personal, tyrannical and anti-entrepreneurial governance (Acemoglu & Robinson 2001).

Yet - the thriving of private foreign investments in the very countries hailed as ‘failures’ (Ferguson 2006) opens a much more complex image than the mere economic dependency of the continent - notably with the expansion of a ‘Beijing consensus’ freed from political conditionality and outside the scope of US imperial politics (Halper 2012). Further, these images of the law and lawyers not only reflect a gap between practice and scholarship – they are also dis-connected from the long durée of the transformation of the interaction between power and economics on the continent, regionally and domestically. Legal historians have underlined the centrality of law in the expansion of European colonial Empires  (e.g. Benton & Ross 2013; Ibhawoh 2013). Underscoring the connections between successive and competing imperial models (e.g. Bertrand 2015, 2008) they have also opened paths to explore the instrumental role played by lawyers and legal institutions not only as vectors of domination and globalization - to connect the products of economic exploitation - be it slaves, crops or minerals - to global markets, but also in the transformation of power and social hierarchies in the colonial states and the métropoles. This has given way to recent scholarship highlighting the contributions of lawyers as brokers connecting imperial legacies with contemporary transformations of the state (S. Dezalay 2015; Gobe 2013). But there is still a need to further document, explore and explain how the diverse colonial economic extractive models (e.g. merchant, corporate or state led, see Breckenridge 2011) were sanctioned by specific legal, social and political institutions; and how legal practices in contemporary extractive economies reflect and depart from these legacies.

In the face of these knowledge gaps, the core purpose of this workshop is to foster dialogue between scholarship and practice on these issues of high policy relevance - as they hinge on the transformation of political authority and the global allocation of resources, financial flows and shifts in North-South relations. To reflect the complexity of extractive economies and associated legal practices - but also the diversity of colonial and postcolonial paths in Africa -, this dialogue also needs to be cross-disciplinary. Connecting law, political science, economics, and development scholarship with legal history and anthropology is key to assess the impact of past historical processes into the present, including to trace the genealogy of scholarly categories on the state, law, and the market on the African continent (Steinmetz 2013).

This workshop articulates this objective as a need to combine focal lengths (see Cooper 2014): by zooming in onto the specificity of legal practices surrounding extractive economies and by zooming out so as to situate these practices within wider historical and geopolitical shifts. Three sets of related and open interrogations will be explored:
How is the extractive economy in African national contexts bound up with social, legal and political developments at the domestic level?
How, in turn, are the global distribution of capital flows and the structure of global mineral markets connected to global regulatory frameworks and contracting practices, as well as (trans)national dispute resolution processes?
Lastly, how are the structure and logics of extractive economies affected by and impacting on legal globalization patterns, in particular the global expansion of corporate law into Africa?

Organized in three panels, discussions will explore legal practices in extractive economies in their diverse dimensions at the domestic and international level, and across time: in the transformation of the relation between power and economics in the trajectory of the state; in the connection between the evolution of mineral markets in the successive phases of globalization from colonial Empires to the present, with regulatory frameworks, contracting and disputing practices; and, lastly, in the transformation of the markets for legal services and legal globalization patterns across the continent.

Workshop Programme:

20 June: 1.30 pm – 6pm

1.45 pm -2.30 pm:

Opening keynote: Imperial trajectories and legal transfers
Romain Bertrand (director of research, Centre de recherches internationales (CERI), Sciences-Po, Paris)

3 pm-6 pm:
Panel 1: Extractive economies and state transformations
This first panel looks at the contributions of law and lawyers to the transformation of the connection between economics and power in the historical trajectory of the state. The image of the ‘gatekeeper state’ (Cooper 2004) is a useful entry-point to look at this evolution both inside – in the legal, political and social ramifications of extractive economies at the domestic level – and outside, in the relation between resource-rich states with global markets, development institutions and foreign corporations. At stake is the understanding of the specificities and transformation of extractive economies themselves and their legal, political, social dimensions. For example, the logic of ‘ring-fencing’ the oil industry in Angola, away from the wider economy of the state (see Ferguson 2006) contrasts with the economic path taken in South Africa from the turn of the twentieth century (see Breckenridge 2011), which has articulated tightly the exploitative dimension of extractive industries with a wider social development project. How is this reflected, articulated, and contested in the ‘development’ capacities of the state? How, furthermore, are colonial economic paths – e.g. between merchant, corporate or state dominated extractive industries connected to specific colonial legal patterns? How are those in turn ‘revived’ (Dezalay & Garth 2010) in the contemporary political economy of the state?

Chair and discussant:
Prof. Ute Röschenthaler (Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders", Goethe University)
Prof. Sol Picciotto (Emeritus, Lancaster University)

Panelists:
Prof. Ambreena Manji, Cardiff School of law and politics
Bertram Turner (Senior Research Fellow, Max Planck Institute, Halle)
Prof. Keith Breckenridge (University of the Witwatersrand - Skype participation)
John P. Williams (Duncan & Allen)
Prof. Heinz Klug (University of Wisconsin Law School)

21 June: 8.45am-5pm

9am-12pm
Panel 2: Minerals between global markets, regulatory frameworks and transnational legal practices
This second panel expands the focus towards the connection between power and economics at the international level, from colonial Empires to the present phase of globalization. What are the roles of lawyers in the negotiation of contracts, the resolution of disputes between states and corporations? How is the nature of contracts as sui generis forums, combining domestic and international law, and at times innovative legal techniques (e.g. Lhuilier 2013) impacting on capacities for legal empowerment and action – at the domestic, regional and global levels? In particular, how is the transnational dispute resolution system responding to growing contests over the societal and developmental dimensions of extractive contracts? Current discussions at the level of the African Union for the codification of a ‘Panafrican’ investment code are further shifting the focus towards ‘South-South’ contests over the structure of the present investment and regulatory framework. Are there alternatives emerging - ‘Chinese’, ‘Indian’ or ‘Brazilian’? What are the regional patterns emerging within the African continent?

Chair and discussant:
Prof. Stefan Kadelbach (Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders", Goethe University)
Prof. Isabel Feichtner (Goethe University)

Panelists:
Prof. Peter Rosenblum (Bard College)
Prof. Makane Mbengue (University of Geneva)
Prof. Gilles Lhuillier (Fondation Maison des Sciences de l’Homme)
Dr. Florian Favreau (École normale supérieure Rennes)

12pm-1pm: lunch break

1pm-4pm

Panel 3: Extractive economies, domestic legal markets and legal globalization
This last panel zooms in onto legal markets and their transformations on the continent. What is the role played by lawyers and legal institutions in the penetration of transnational capital at the domestic level? The wide move (marketed and real) of predominantly US, UK and French law firms into the continent in the last ten years is raising the question of access into African legal markets and the types of legal work this involves. How is the relationship between international law firms and domestic law firms evolving? How does this legal globalization compare with other emerging and developing economic settings, in Asia, Latin America (see in particular the Globalization, Lawyers, and Emerging Economies project at Harvard law school Center on the Legal profession)? How is it impacting on and reflecting the specificities of extractive economies?

Chair and discussant:
Dr. Stefan Kroll (Goethe University)
Prof. Bryant G. Garth (University of California, Irvine School of Law)

Panelists:
Dr. Sara Dezalay (Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders", Goethe University
Dr. Swethaa Ballakrishnen (New York University Abu Dhabi)
Prof. Jeremy Gould (University of Jyväskylä (TBC)
Prof. Jonathan Klaaren (University of the Witwatersrand)
Prof. Jayanth Krishnan (University of Indiana, Maurer School of Law)

4.15pm-4.45pm
Closing remarks

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Die Kunst der zweiten Natur


Tagung

1. bis 2. Juli 2016

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Der Begriff der "zweiten Natur" hat in der praktischen Philosophie der vergangenen Jahre eine bemerkenswerte Aufmerksamkeit erfahren. Im Anschluss an McDowells "Mind and World" stand dabei bislang vor allem ein neo-aristotelisches Verständnis im Vordergrund.
Diesem Verständnis entsprechend hat der Begriff der zweiten Natur allein eine therapeutische Funktion und soll helfen, einen Dualismus von Geist und Natur zu vermeiden. Die Tagung will vor diesem Hintergrund die Diskussion um genuin moderne Konzeptionen erweitern, die das konstruktive und kritische Potential des Begriffs der »zweiten Natur« entfalten.

Die Tagung schließt damit an die Neubestimmung an, die der Begriff der zweiten Natur seit 1800 erfahren hat und durch die er ästhetisch, dialektisch und objektiv gewendet wurde: Zweite Natur ist, nach ihrem modernen Verständnis, keine Frage bloßer Gewöhnung, sondern Produkt eines wesentlich schöpferischen und expressiven Prozesses; sie bezeichnet nicht den unzweideutigen und glücklichen Endzustand einer wiedergewonnenen Natürlichkeit, sondern ist durch eine unauflösliche dialektische Spannung von Freiheit und Natur gekennzeichnet; und sie bezieht sich nicht nur auf erworbene subjektive Dispositionen, sondern umfasst wesentlich auch die Gegenstände und Körperschaften einer sozial geteilten Welt. Zweite Natur wird somit als eine "Kunst" verstanden: als eine ästhetische Praxis, als eine komplexe dialektische Übung und als eine soziale Form der Vergegenständlichung.

Die Tagung wird diese »Kunst der zweiten Natur« in ihren verschiedenen Fassungen – von Kant und Hegel über Freud, Heidegger und Dewey bis hin zu Merleau-Ponty, Adorno und Blumenberg – zur Diskussion stellen.

Mit Christian Bermes (Koblenz-Landau), Georg W. Bertram (Berlin), Oliver Brokel (Frankfurt/M.), Eva Buddeberg (Frankfurt/M.), Simon Gurisch (Frankfurt/M.), Jonas Heller (Frankfurt/M.), Thomas Hoffmann (Magdeburg), Thomas Khurana (Frankfurt/M.), Sonja Kleinod (Frankfurt/M.) Marina Martinez Mateo (Frankfurt/M.), Maria Muhle (München), Jan Müller (Basel), Julia Peters (Tübingen), Francey Russell (Chicago) Italo Testa (Parma), Achim Vesper (Frankfurt/M.), Rahel Villinger (Basel), Tom Whyman (Essex), Claudia Wirsing (Braunschweig).

Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 15. Juni 2016: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

Programm:

Freitag, 1. Juli 2016
09.30 - 10.00
Die Kunst der zweiten Natur: Eine Einführung
Thomas Khurana (Frankfurt/M.)

10.00 - 11.15
Menschliche Natur, zweite Natur und Kunst bei Hegel
Julia Peters (Tübingen)
Moderation: Oliver Brokel (Frankfurt/M.)

11.30 - 12.45
Anerkennung und zweite Natur
Claudia Wirsing (Braunschweig)
Moderation: Sonja Kleinod (Frankfurt/M.)

13.00 - 14.30, Mittagspause

14.30 - 15.45

Die zweite Natur und die ontologische Differenz
Thomas Hoffmann (Magdeburg)
Moderation: Jonas Heller (Frankfurt/M.)

15.45 - 16.15, Kaffeepause

16.15 - 17.30
Art and Routine: First Nature, Second Nature, and Social Criticism in Dewey
Italo Testa (Parma)
Moderation: Eva Buddeberg (Frankfurt/M.)

17.45  - 19.00
Die Kunst der Wahrnehmung: Merleau-Ponty und die Ambiguität von erster und zweiter Natur
Christian Bermes (Koblenz-Landau)
Moderation: Rahel Villinger (Basel

Samstag, 02. Juli 2016

09.30 - 10.45
A Perverse Nature: Freud's Drive Theory and the Idea of Second Nature
Francey Russell (Chicago)
Moderation: Jan Müller (Basel)

11.00 - 12.15
Understanding Adorno on Natural-History
Tom Whyman (Essex)
Moderation: Simon Gurisch (Frankfurt/M.)

12.30 - 13.45, Mittagspause

13.45 - 15.00
Mimesis zwischen Nach- und »Vorahmung« der Natur
Maria Muhle (München)
Moderation: Marina Martinez Mateo (Frankfurt/M.)

15.15-16.30
Was heißt es, Kunst als paradigmatische Praxis der zweiten Natur zu verstehen?
Georg Bertram (Berlin)
Moderation: Achim Vesper (Frankfurt/M.)

Programm (pdf): Hier...

Veranstaltet vom Forschungsprojekt Normativität und Subjektivität: 1. Natur – 2. Natur – Geist

Organisation: Thomas Khurana

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Normative Perspectives on Labour Immigration

Frankfurt - Ottawa Workshop

6 June 2016, 9am-6.15pm

Speakers:
Christian Barry (ANU)
Patti Tamara Lenard (University of Ottawa)
Eszter Kollár (GU Frankfurt)
Paul Bou-Habib (University of Essex)
Dimitrios Efthymiou (GU Frankfurt)
Oliviero Angeli (TU Dresden)
Luara Ferracioli (University of Amsterdam)
David Owen (University of Southampton)
Ayelet Shachar (MPI Göttingen)

Goethe-University Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", Room 501
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Participation is free and open to all. Registration is necessary and available until room capacity. Please, register with Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programme:

Registration: 8:30 - 9:00

Welcome: 9:00 - 9:15

Session 1: 9:15 - 11:00

Chair: Eszter Kollár (Frankfurt)

Christian Barry (ANU): Immigration Policy, Global Justice, and the Problem of Second-Best
Comments by Joshua Kleinfeld (Northwestern)

Patti Tamara Lenard (Ottawa): Injustice and High-skilled "Temporary" Labour Migration in Receiving Societies
Comments by Alasia Nuti (York/Frankfurt)

Coffee break: 11:00 - 11:30

Session 2: 11:30 - 13:00

Chair: Patti Tamara Lenard (Ottawa)

Eszter Kollár (Frankfurt): Fair Terms of Benefiting from Skills across Borders
Comments by Julian Culp (Frankfurt)

Paul Bou-Habib (Pompeu Fabra/Essex): Skilled Immigration and Exploitation
Comments by Merten Reglitz (Frankfurt)

Lunch: 13:00 - 14:00

Session 3: 14:00 - 15:30

Chair: Daniel Callies (Frankfurt)

Dimitrios Efghymiou (Frankfurt): Is Skills-selective Immigration in the EU Justifiable?
Comments by Isaac Taylor (Frankfurt)

Oliviero Angeli (Dresden): Immigration Fees: A Defense
Comments by Lisa Herzog (Frankfurt)

Coffee break: 15:30 - 16:00

Session 4: 16:00 - 18:15

Chair: Darrel Moellendorf (Frankfurt)

Luara Ferracioli (Amsterdam): Refugees, the Right to Exit and the Brain Drain
Comments by Luke Ulaş (Frankfurt)

David Owen (Southampton): Are Tragedy and Compulsion the only options? Justice, Unilateralism, and a Global Regime for High Skilled Migration
Comments by Melissa Williams (Toronto/Frankfurt)

Ayelet Shachar (MPI Göttingen): Closing remarks

Programme (pdf): click here...

Reception: 18:15 – 19:30

Organized by the Chair of International Political Theory, Excellence Cluster Normative Orders, Goethe University Frankfurt and the Graduate School of Public and International Affairs, University of Ottawa, Convenors: Eszter Kollár (Frankfurt) and Patti Tamara Lenard (Ottawa)

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of normative Orders", Graduate School of Public and International Affairs, University of Ottawa

Vortrag und Workshop mti Prof. Dr. Eli Friedlander (Tel Aviv)


Vortrag, 9. Juni 2016, 17-20 Uhr

Zur Kritik der Gewalt
"Benjamin's Critique of Vioilence"

Response: Sonja Kleinod (Frankfurt am Main)

 


Workshop, 10. Juni 2016, 10-13 Uhr

"Urphänomen der Geschichte"
Workshop zu Benjamins Passagen-Werk, N

Einführung: Simon Gurisch (Frankfurt am Main)

 


Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", 501
Max-Horkheimer-Str. 2, 60323 Frankfurt am Main

Eine Anmeldung für den Vortrag und den Workshop bis zum 1. Juni ist erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Human Rights in the Extractive Industries: Conflicts and Regulatory Responses

International Conference

 20 – 22 July 2016

House of Finance, Room Paris (E.21)
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Programme (pdf): click here...

Thursday I 21 July 2016

III. REGULATORY RESPONSES: INTERNATIONAL LEVEL
Chair: Phillip Donath, Frankfurt

9.00 Bilateral and Multilateral Agreements on Natural Resources
Markus Krajewski, Erlangen

Trade Agreements Including Kimberley-Process
Krista Nadakavukaren Schefer, Basel
 
10.30 Coffee

11.00
Investment Agreements and Investment Guarantees
Tara van Ho, Aarhus

Investor-State-Contracts
Nora Götzmann, Lund

12.30 Lunch

14.00
The Crime of Pillage and Corporations
James G. Stewart, Vancouver

International Criminal Law as an Instrument of Transitional Justice
Larissa van den Herik, Leiden University

15.30 Coffee

16.00
YOUNG SCHOLARS‘ WORKSHOP 1

Accountability of Canadian Mining Corporations for their Overseas Conduct
Chilenye Nwapi, Calgary

Ending Violence Against Women in the Democratic Republic of the Congo’s Mining Industry: What Role for International Law?
Jean-Claude Misenga, Leicester

Improving Tax Strategy Transparency in the Extractive Industries Sector for the Advancement of Human Rights
Wasima Khan, Rotterdam

17.30
YOUNG SCHOLARS‘ WORKSHOP 2
The Corporate Responsibility to Respect Consultation Rights in the Americas
Carlos Ignacio de Casas, Buenos Aires

Reimagening FPIC Using a Fourth World Approach to International Law
Armi Beatriz Bayot, Makati City

Extracting Natural Resources in Territories under Belligerent Occupation
Ka Lok Yip, Geneva

Friday I 22 July 2016

IV. REGULATORY RESPONSES: SOFT LAW AND CORPORATE STANDARDS
Chair: Karsten Nowrot, Hamburg

9.00
UN Guiding Principles and OECD Due Diligence Guidance
Melba Kapesa, Nairobi

Corporate Standards: Responsible Mining
Radu Mares, Lund

10.30 Coffee

11.00
Implementation of the Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)
Heidi Feldt, Berlin

Enhancing the Effectiveness of Soft Law Approaches
Melanie Coni-Zimmer, Frankfurt

12.30 Lunch

V. BEST AND WORST PRACTICES: LEARNING FROM CASE STUDIES
Chair: Richard Meeran, London

14.00
Mining and Confl icts in Sub-Saharan Africa
Melanie Müller, Berlin

14.30
Shell, Nigeria
Liesbeth Enneking, Utrecht

15.00
Coal mine Phulbari, Bangladesh
Heather Bedi, Carlisle

15.30
Chevron-Texaco, Ecuador
Judith Kimerling, New York

16.00
CONCLUDING REMARKS
Isabel Feichtner, Frankfurt
Markus Krajewski, Erlangen

Coffee and farewell

Venue
House of Finance, Room Paris (E.21)
Goethe-University Frankfurt
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Organisation
Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN),
Friedrich-Alexander-University of Erlangen-Nürnberg
www.humanrights-transeconlaw.rw.uni-erlangen.org
House of Finance, Goethe-University of Frankfurt am Main
www.hof.uni-frankfurt.de/de/home.html

Contact
Ricarda Roesch
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Registration
Monika Wehrhahn
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel +49 9131 85-29285
Fax +49 9131 85-26439

Registration Deadline 24 June 2016

Participation Fee (including coffee breaks and lunch)
- 100 EUR
- discounted fee: 50 EUR (for students and PhD students)

Presented by:
House of Finance in cooperation with the Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" and partners

Fünfte FFGI-Vortragsreihe

Fünfte Vortragsreihe des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

19. Mai bis 14. Juli 2016, jeweils donnerstag, 18-20 Uhr

Gebäude "Normative Ordnungen"
Raum EG.02
Goethe-Universität Frankfurt
Max-Horkheimer-Str. 2
60323 Frankfurt

Leitung: Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

Anmeldung erforderlich bei Oliver Bertrand Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Programm:

Donnerstag, 19. Mai 2016, 18 Uhr
Transgender and Human Rights Issues in Pakistan. A case study of Pakistani hijra community
Muhammad Ali Awan (Frankfurt)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 9. Juni 2016, 18 Uhr
Religiös-kulturelle Streitschlichtung und „Paralleljustiz“ – Eine Herausforderung für das deutsche Recht?
Prof. Dr. Mathias Rohe
(Erlangen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 16. Juni 2016, 18 Uhr
Ich war ein Salafist: Meine Zeit in der islamistischen Parallelwelt
Dominic Musa Schmitz (Mönchengladbach)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 30. Juni 2016, 18 Uhr
Zu politischer Identitätsbildung als Radikalisierungsfaktor bei jungen Muslimen in Deutschland
Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf (Köln)

 

Donnerstag, 14. Juli 2016, 18 Uhr
Islamische Theologie im Spannungsfeld zwischen Binnen- und Außenperspektive am Beispiel der Koranforschung
Prof. Dr. Ömer Özsoy (Frankfurt)

 

 

Veranstalter:
Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

 

 


Aktuelles

In eigener Sache: Letter of Concern and Support Regarding the Cluster of Excellence “Normative Ordnungen”

Seyla Benhabib und Charles Larmore, Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats des Exzellenzclusters, haben einen offenen Brief verfasst, in dem sie nach dem Ausscheiden von Normative Orders aus dem Wettbewerb der Exzellenzstrategie ihre Hoffnung auf einen Fortbestand des Forschungsverbundes zum Ausdruck bringen. Mehr...
After the negative result of the DFG Excellence Strategy competition for Normative Orders, Seyla Benhabib and Charles Larmore, Members of our International Advisory Board, wrote an open letter to express their concern about the future of the Cluster and their strong support for it. More...

Internationale Jahreskonferenz des Exzellenzclusters


"Crisis: Interdisciplinary Perspectives" lautet der Titel der diesjährigen Internationalen Jahreskonferenz des Exzellenzclusters vom 23. bis zum 24. November. Eine Anmeldung ist erforderlich. Mehr...

 

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23. bis 24. November 2017

Internationale Jahreskonferenz des Exzellenzclusters: Crisis: Interdisciplinary Perspectives. Mehr...

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