Panel IV: Ästhetik von Rechtfertigungsnarrativen
14.11.2009, 10.00 – 12.30 Uhr, Hörsaal-Zentrum – HZ 3
Alle Narrative besitzen eine besondere semiotisch-pragmatische Verfasstheit. Das Panel wird sich deshalb aus philosophischer Perspektive mit den semiotisch-pragmatischen Strukturen von Rechtfertigungsnarrativen beschäftigen und der Frage nachgehen, wie diese in verschiedenen Kontexten zur Sprache kommen. Während der erste Vortrag die epistemische Frage einer „Erklärung durch Beschreibung“ und deren Legitimationspotential behandelt, wird sich der zweite Vortrag mit der besonderen ästhetischen Struktur von Erzählungen in Filmen und deren (de-)legitimierende Funktion am thematischen Beispiel der Berichterstattung zum zweiten Irak-Krieg befassen.
Prof. Matthias Lutz-Bachmann
Einführung
Matthias Lutz-Bachmann, Professor für Philosophie, Mitglied des Direktoriums des Exzellenzclusters 243 und Vizepräsident der Goethe-Universität. Er leitet innerhalb des Clusters die Forschungsgruppe zur Rechtsphilosophie der „Schule von Salamanca“ und arbeitet maßgeblich in der Projektgruppe zur Entwicklung der Theorie des „Post-Säkularismus“ mit. Schwerpunkte seiner Forschung liegen in der Philosophie des Mittelalters, der Politischen Philosophie, der Kritischen Theorie und der Religionsphilosophie. Neuere Veröffentlichungen: Metaphysik heute - Probleme und Perspektiven der Ontologie (Hrsg. zusammen mit Thomas M. Schmidt), 2007; Handlung und Wissenschaft. Die Epistemologie der praktischen Wissenschaften im 13. und 14. Jahrhundert (Hrsg. zusammen mit Alexander Fiodora), 2008; Krieg und Frieden im Prozess der Globalisierung (Hrsg. zusammen mit Andreas Niederberger), 2009.
Prof. Michael Hampe
Erklärung durch Beschreibung
Michael Hampe, geb. 1961, Studium der Philosophie, Psychologie, Germanistik und Biologie in Heidelberg und Cambridge, Professor für Philosophie an der ETH Zürich. Arbeitsgebiete: Entstehung der neuzeitlichen Wissenschaft, Relevanz der Erkenntnis für die Lebenspraxis, Naturphilosophie. Buchpublikationen (Auswahl): Die Wahrnehmungen der Organismen, Göttingen 1990 (Diss.); Gesetz und Distanz. Studien über die Prinzipien der Gesetzmäßigkeit in der theoretischen und praktischen Philosophie, Heidelberg 1996 (Habil. Teil 1), Erkenntnis und Praxis, Frankfurt/M. 2006; Eine kleine Geschichte des Naturgesetzbegriffs, Frankfurt/M. 2007 (Habil Teil 2). Das vollkommene Leben, München 2009.
Prof. Martin Seel
Narration und (De-)Legitimation
Der zweite Irak-Krieg im Kino
Martin Seel, geb. 1954 in Ludwigshafen/Rhein, ist Professor für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. Buchveröffentlichungen u. a.: Versuch über die Form des Glücks, Frankfurt/M. 1995; Ethisch-ästhetische Studien, Frankfurt/M. 1996; Ästhetik des Erscheinens, München 2000; Sich bestimmen lassen. Studien zur theoretischen und praktischen Philosophie, Frankfurt/M. 2002; Die Macht des Erscheinens. Texte zur Ästhetik, Frankfurt/M. 2007; In der Welt der Sprache. Konsequenzen des semantischen Holismus (zus. m. G.W. Bertram, D. Lauer, J. Liptow), Frankfurt/M. 2008; Theorien, Frankfurt/M. 2009.













