Vorlesungsreihe "Kino"
15 October 2011
Unter dem Titel „Narration und Rechtfertigung im Kino“ beginnt im Wintersemester eine besondere Vorlesungsreihe des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität. Auf dem Programm stehen unter anderem „To Be or Not to Be“ von Ernst Lubitsch, „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino, „The Man Who Shot Liberty Valance“ von John Ford und „Minority Report“ von Steven Spielberg – oder genauer gesagt: die Analyse bestimmter Aspekte dieser Filme.
Am Beispiel des gegenwärtigen Kinos untersucht ein Cluster-Forschungsprojekt unter der Leitung von Martin Seel, wie in fiktionalen und dokumentarischen Filmen Vorstellungen von Recht und Unrecht tradiert, etabliert oder erschüttert werden. Die Vorlesungsreihe öffnet sich den Traditionen des Kinos und widmet sich an 15 Terminen den Zusammenhängen von Erzählen und Rechtfertigen in seinen unterschiedlichen Epochen und Genres. Am Beispiel eines Films ihrer Wahl werden die Vortragenden erörtern, ob und wie filmische Erzählungen auf ihre Weise zur Legitimation oder Delegitimation normativer Einstellungen und Ordnungen beitragen – oder doch zumindest beitragen können. Das disziplinäre Spektrum umfasst Philosophie, Film- und Medienwissenschaften, Kunstgeschichte, Kultur- und Rechtswissenschaften.
Die Veranstaltungen beginnen jeweils donnerstags um 16 Uhr c.t. in Hörsaal HZ 9 im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend. Eine Ausnahme bildet der Vortrag von Prof. Robert Pippin am Montag, 28. November um 18 Uhr c.t. Er findet in Hörsaal HZ 6 des Hörsaalzentrums statt. Bürgerinnen und Bürger sind als Zuhörer herzlich willkommen.
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