Pressemitteilungen

In der Diskussion um die Impfpflicht droht eine lebensgefährliche Verwirrung der Begriffe: Freiheit und Gesundheit sind kein Gegensatz. Ein Gastbeitrag.

Von Rainer Forst

Fragen des Gesundheitsschutzes sind zu Grundfragen des politischen Zusammenlebens geworden. Wir sind von einer Diskussion über Gerechtigkeit zu einer über Demokratie und Solidarität übergegangen und inzwischen bei der Freiheit gelandet. Das ist angesichts der Debatte über moralische und rechtliche Impfpflichten folgerichtig. Es droht aber die Verdopplung der physischen Pandemie durch eine normative Pandemie, die unsere Köpfe verwirrt.
Dies drückt sich in Entgegensetzungen von „Freiheit versus Gemeinwohl“ aus, welche die Botschaft aussenden, die individuelle Freiheit bestehe darin, tun und lassen zu können, was man will, ganz gleich ob es andere schädigt oder nicht, während die Maßnahmen, welche die Gesundheit schützen, angeblich nicht die Freiheit befördern, sondern eine abstrakte Größe, die „Gemeinwohl“ genannt wird.
In dieser Feier dessen, was man klassisch Willkürfreiheit nennt, werden drei wesentliche Dimensionen der Freiheit unterschlagen: erstens unsere politische, demokratische Freiheit, zweitens die moralische Freiheit der Verantwortung und drittens die Bedingungen individueller Freiheitsausübung. Eine solche Unterschlagung deutet auf soziale Regression hin, weil sie mit einem Selbstverständnis einhergeht, das ein vernünftiges, demokratisches Zusammenleben unmöglich macht.
Unsere politische Freiheit wird dort übersehen, wo pandemiebedingte Vorsorgemaßnahmen, sofern sie rational gerechtfertigt und demokratisch beschlossen wurden, nicht als Ausdruck kollektiver Selbstbestimmung betrachtet werden, sondern als freiheitsfeindliche Akte einer staatlichen Autorität, die sich zum paternalistischen Bewahrer kollektiver Güter (Gesundheit, Solidarität) aufschwingt. Unsere moralische Freiheit wird dort ausgeblendet, wo die Idiosynkrasie bis hin zur Rücksichtslosigkeit (etwa der Maskenverweigerung) als wahre Freiheit geehrt und dabei der Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung gekappt wird.
Denn freies Handeln ist immer eines, das sich verantworten muss; zwar bleibt das Handeln, das sich der Rechtfertigung entzieht, auch ein freies, aber widersinnigerweise beruft es sich auf Selbstverantwortung, während es sie gleichzeitig negiert. Wer Freiheit primär dort lokalisiert, der kann Akte der Solidarität nicht als Akte der Freiheit begreifen, und darin liegt
eine Verarmung des Denkens.

Ein pandemischer Verfall

Schließlich zu den Bedingungen individueller Freiheitsausübung. Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, die Freiheit beschränken, sollen recht betrachtet Freiheit schützen und ermöglichen, wenn sie es Menschen, die Ansteckung fürchten, erlauben, ohne Angst in die Öffentlichkeit zu gehen, weil man dort Masken trägt oder geimpft beziehungsweise getestet ist. Die Freiheit von Bedrohung ist nicht nur als „Gut“ der Sicherheit zu betrachten, sondern eine echte Freiheit. Insbesondere die Freiheit von Krankheit (und Krankenhaus) ist eine wesentliche Freiheit, sogar eine Bedingung für die Wahrnehmung anderer Freiheiten.
Was wir fürchten müssen, ist ein pandemischer Verfall unseres Selbstverständnisses als demokratische Gesellschaft. Wer den libertär-autoritären Verquerdenkern den Begriff der Freiheit überlässt, die angeblich einem gewaltigen, freiheitsverschlingenden Obrigkeitsstaat gegenübersteht, der entwickelt normatives Fieber, das rasch wahnhaft steigen könnte. Die Rede von „Gesundheitsdiktatur“ ist Indiz dafür.

Ein horizontales Verständnis

Leider hat sogar das Bundesverfassungsgericht, als es die „Bundesnotbremse“ als verfassungskonform beurteilte, die Entgegensetzung von individuellen Freiheiten und einem das Gut der Gesundheit sichernden Staat ins Zentrum seiner Abwägung gestellt. Wörtlich heißt es im Urteil des Ersten Senats, dass die Grundrechtseingriffe verfassungsrechtlich legitimen Staatszwecken des „Lebens- und Gesundheitsschutzes“ im Sinne überragend wichtiger „Gemeinwohlbelange“ dienten. Das ist juristisch korrekt, legt aber terminologisch eine einseitige Freiheitsrechnung nahe.
Wenn wir unsere Rolle als Bürger einer Demokratie ernst nehmen, sollten wir uns nicht primär als Willkürsubjekte verstehen, die ihre quasi natürliche Freiheit gegen einen machtvollen Leviathan verteidigen müssen, sondern wir sollten uns als autonome Mitgesetzgeber denken: Selbstgesetzgebung ist der kantische Begriff hierfür. Und eine Demokratie verdient erst dann ihren Namen, wenn sie dies institutionell realisiert.
Daraus folgt ein horizontales Verständnis von Freiheitsrechten als Grundrechte, die wir einander als gleichgestellte normative Autoritäten zusichern müssen. Das heißt, dass jede Grundfreiheit an der Freiheit der anderen ihre Rechtfertigungsgrenze findet, dass also niemand einen legitimen Anspruch auf eine Freiheit hat, die andere in ihrer Freiheit unzulässigerweise begrenzt. Es verbietet sich dann die Freiheit, andere mit einem Virus anzustecken, das ich möglicherweise, ohne es zu wissen, tragen und weitergeben kann. Und ebenso die Freiheit, mich so verhalten, dass andere wahrscheinlich intensivmedizinisch nicht versorgt werden können.

Eine Frage der Relation

Wir haben es hier also nicht mit einem Konflikt zwischen staatlichem Gesundheitsschutz und individueller Freiheit als Grundrecht zu tun, sondern mit einer Abwägung zwischen der Freiheit des einen und der anderer. Man hat etwa das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit, aber nicht das Recht, durch die Stadt zu rasen. Die Gesundheit ist kein zu schützendes Gut neben der Freiheit; sie ist Bedingung und Teil meiner Freiheit. Wer mir die Gesundheit nimmt, nimmt mir meine Freiheit – negativ als Freiheit von körperlicher Beeinträchtigung, positiv als Freiheit, mein Leben zu führen, wie ich es mir vorstelle.
Daher ist es problematisch, die Pandemiebekämpfung so zu rechtfertigen, dass der paternalistische Staat, der sich der Volksgesundheit verschrieben hat, die Menschen vor sich selbst zu schützen sucht. Die Maßnahmen müssen vorrangig in Bezug auf andere gerechtfertigt werden; sind sie gerechtfertigt, beschränken sie zwar die Willkürfreiheit, nicht aber die Freiheitsrechte in ihrem eigentlichen Sinne, denn Rechte hat man nur als zu rechtfertigende.
Das heißt nicht, dass wir einander nicht riskanten Unternehmungen aussetzen dürfen, aber es heißt, dass wir als politische Gemeinschaft die Pflicht haben, dort, wo diese zu weit gehen, Normen zu setzen. Dann sind solche Beschränkungen zwar eine Begrenzung unserer Handlungsfreiheiten, nicht aber eine Einschränkung, sondern Ausdruck unserer Autonomie, und zwar drücken wir sie als Gesetzgeber und Rechtsadressaten zugleich aus, indem wir allgemein und reziprok gerechtfertigte Normen beschließen und befolgen.
Wo gute, moralisch relevante Gründe dafür-, aber nicht gleich gute dagegensprechen, kann eine Rechtspflicht begründet werden, auch die Pflicht, sich impfen zu lassen. Diejenigen, die sich diesbezüglich um die körperliche Unversehrtheit sorgen, sollten die Freiheit vom Impfen mit der Freiheit in Relation setzen, von Krankheit frei zu sein sowie von all den Eingriffen in die Freiheit und Unversehrtheit, die aus dieser Krankheit folgen können.

Rainer Forst ist Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt.

Von Rainer Forst. Aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18. Januar 2022, Feuilleton.

Vielfältiges Programm zum Paulskirchen-Jubiläum 2023 unter dem Motto “Demokratie im Kommen”

Pressemitteilung

Mit vielfältigen Initiativen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie bringt sich die Frankfurter Zivilgesellschaft in die Feierlichkeiten zum 175-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Nationalversammlung ein. Ein Zusammenschluss aus unterschiedlichen Akteuren und Institutionen hat Anfang April das Netzwerk Paulskirche - Demokratie im Kommen gegründet. Das Netzwerk will das Jubiläum der Paulskirchen-Versammlung von 1848 zum Anlass nehmen, um Demokratie als konkrete Lebensform zu stärken und mit Blick auf die neuen globalen Herausforderungen zu erweitern.
Zu den Initiator:innen des Netzwerks gehören unter anderem die Stiftung medico international, der Verein „mehr als wählen“, das Institut für Sozialforschung, der Forschungsverbund Normative Ordnungen, die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sowie die Forschungsstelle Demokratische Innovationen und das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt an der Goethe-Universität Frankfurt. „Die Paulskirche wird oft als ‚Wiege der deutschen Demokratie’ bezeichnet“, so Dominik Herold von „mehr als wählen“: „Mit den Frankfurter Tagen der Demokratie wollen wir zeigen, dass sich Demokratie nicht im musealen Erinnern erschöpfen darf, sondern einen nie zu Ende kommenden und fragilen Prozess darstellt, den es selbstbestimmt und von unten zu gestalten gilt. Dazu gehört, vor allem die Stimmen derjenigen, die häufig nicht gehört und gesehen werden, ins Zentrum zu stellen.“
Das Programm, das sich das Netzwerk Paulskirche für die kommenden Jahre vornimmt, spannt einen weiten Bogen. Entwickelt werden Projekte, die unmittelbare Teilhabe ermöglichen, sowie vielfältige Denk- und Streiträume, die von Nachbarschaftsforen über lokale Bürger:innenräte, wissenschaftliche Symposien und Kunstaktionen bis hin zu einer globalen Versammlung von zivilgesellschaftlichen Vertreter:innen aus aller Welt reichen. Alle Vorhaben sollen zugänglich für möglichst viele Menschen sein. „Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven in einen kritischen Dialog miteinander zu bringen. Demokratie braucht nicht zuletzt Streit und Dissens, sie braucht das ständige Hinterfragen des Bestehenden. Nur so lässt sich auch den heutigen Bedrohungen von Demokratie entgegenarbeiten”, betont Prof. Nicole Deitelhoff von der HSFK.
Die einzelnen Vorhaben sollen Ende April/Anfang Mai 2023 in “Frankfurter Tagen der Demokratie” zusammengeführt werden. Wie eng lokale Demokratie und globale Fragen miteinander verschränkt sind, soll mit einer Premiere in der Paulskirche beispielhaft demonstriert werden: Vertreter:innen der globalen Zivilgesellschaft werden in Frankfurt zu Gast sein und über die Grundlagen einer globalen Verfassung beraten. „Der Klimawandel, die weltweite Migration, die globalisierten Wirtschaftskreisläufe: all das zeigt, dass Demokratie heute immer auch global gedacht werden muss. Mit einer globalen Versammlung wollen wir den Prozess, der mit der Nationalversammlung 1848 angestoßen wurde, in die Zukunft erweitern“, ergänzt Thomas Gebauer, der langjährige Geschäftsführer von medico international und Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt.
Mit seinen Vorhaben verbindet das Netzwerk Paulskirche die Absicht eines substanziell eigenen Frankfurter Beitrags zu den längst im nationalen Interesse stehenden Feierlichkeiten. „Zivilgesellschaftliches Engagement hat in Frankfurt eine lange Tradition. Ohne tatkräftige Teilhabe der  Stadtöffentlichkeit hätte sich Frankfurt nie so entwickeln können, und würde auch keine Zukunft haben. Alle, auch und gerade die Institutionen der Stadt, sind eingeladen, nach Kräften mitzuwirken. Ideell wie finanziell“, so die Kulturproduzentin Dr. Paula Macedo Weiß.

Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationspartner. Interessierte können sich wenden an Dominik Herold (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Liste der Initiator:innen:

Dr. Sidonia Blättler (Institut für Sozialforschung / Utopischer Raum im globalen Frankfurt)

Ben Christian und Dominik Herold (mehr als wählen e.V.)

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff und Rebecca Schmidt (Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilinstitut Goethe Universität Frankfurt / Forschungsverbund Normative Ordnungen / Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung)

Thomas Gebauer und Dr. Ramona Lenz (stiftung medico international/ Utopischer Raum im globalen Frankfurt“)

Prof. Dr. Brigitte Geißel und Jonathan Rinne (Forschungsstelle Demokratische Innovationen an der Goethe Universität Frankfurt)

Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau / Utopischer Raum im globalen Frankfurt)

Dr. Paula Macedo-Weiß (Kulturproduzentin)

Mitglieder des „Netzwerks Paulskirche“ stehen Ihnen für Rückfragen, Interviews und Hintergrundgespräche gerne zur Verfügung.
Kontakt: Dominik Herold 0151-15515258 und Thomas Gebauer 0172-6906219

Hochkarätig besetzte Online-Ringvorlesung der Goethe-Universität untersucht den Umgang der Gesellschaft mit Algorithmen

Pressemitteilung

FRANKFURT. Wir begegnen ihnen, wenn wir auf unserem Smartphone Filme empfohlen bekommen, wenn unsere Kreditwürdigkeit statistisch ermittelt wird oder wenn es um die Ermittlung objektiver, „gerechterer“ Strafen geht: Die Rede ist von Algorithmen – und den hinter ihnen stehenden Akteuren –, die zunehmend mehr Dimensionen unseres modernen Lebens vermessen und beeinflussen.

Algorithmen nehmen in Anspruch, „unvollkommene“ menschliche Entscheidungen zu korrigieren und ihnen neue Informationen hinzuzufügen. Die Ringvorlesung „Algorithms – Between Trust and Control“ beleuchtet nun, wie Algorithmen sich auf normative Ordnungen unserer Gesellschaft auswirken und wie diese Änderungen im Spannungsfeld von Vertrauen und Kontrolle zu bewerten sind. Warum und unter welchen Bedingungen etwa vertrauen wir Algorithmen – vor allem, weil sie womöglich nicht in Rechtfertigungsforen produziert wurden, wo Vertrauen durch soziale Konflikte zustande kommt? Wie viel Kontrolle sollten sie über uns ausüben können, wieviel Kontrolle müssen wir behalten? Können wir mit Algorithmen die Wirkung von Algorithmen kontrollieren und damit eine Metaebene des Vertrauens schaffen? Und wie viel Vertrauen – wenn überhaupt – sollten Algorithmen in uns als Bürger setzen? Müssen sie zum Beispiel davon ausgehen, dass wir ungefährlich und harmlos sind?

Dies sind nur einige der Fragen, die international renommierte Referent*innen in der Ringvorlesung „Algorithms - Between Trust and Control“ aufwerfen, die von Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann und Prof. Christoph Burchard verantwortet und vom Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Clusterprojekt „ConTrust“ des Landes Hessen, den Frankfurter Gesprächen zum Informationsrecht des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Umweltrecht, Informationsrecht und Verwaltungswissenschaften und dem Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung veranstaltet wird.

Die Ringvorlesung wird mit folgendem Beitrag eröffnet:

Donnerstag, 22. April 2021, 18.00-19.30 CEST
Never apologise, never explain: (How) can AI rebuild trust after conflicts?
Burkhart Schäfer (University of Edinburgh, Professor of Computational Legal Theory)

Zur Begrüßung sprechen Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Rainer Forst, Sprecher der Clusterinitiative ConTrust und des Forschungsverbunds „Normative Orders“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main, sowie Prof. Klaus Günther, Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Weitere Termine und Themen im Überblick:

Mittwoch, 5. Mai 2021, 18.00-19.30 CEST
From Eugenics to Big Data: A Genealogy of Criminal Risk Assessment in American Law and Policy
Jonathan Simon (Professor of Criminal Justice Law, UC Berkeley)

Mittwoch, 19. Mai 2021, 18.00-19.30 CEST
„Recommended for You“: Das Informationsproblem in Märkten für Kulturgüter und die Kontrollfunktion von Empfehlungsalgorithmen
Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Principle Investigator von „ConTrust“ und „Normative Orders“, Goethe-Universität)

Mittwoch, 27. Mai 2021, 18.00-19.30 CEST
Zahlen lügen nicht? - Von trügerischer Objektivität und historic bias bei algorithmenbasiertem Kreditscoring
Katja Langenbucher (Professorin für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Bankrecht, Goethe-Universität)

Donnerstag, 10. Juni 2021, 18.00-19.30 CEST
Algorithm Watch - Von A wie Accountability bis Z wie Zertifizierung: Kann und sollte eine zivilgesellschaftliche
Kontroll-Organisation zu mehr Vertrauen beim Einsatz von Systemen zum automatisierten Entscheiden beitragen?
Matthias Spielkamp (Algorithm Watch)

Montag, 14. Juni 2021, 18.00-19.30 CEST
Das vermessene Leben
Vera King (Professorin für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie, Principle Investigator von „ConTrust“, Goethe-Universität; Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts)

Dienstag, 15. Juni 2021, 18.00-19.30 CEST
„Kontrolle trotz(t) Komplexität“: Wie Datenschützer ihre unlösbare Aufgabe bewältigen
Stefan Brink (Landesbeauftragter für den Datenschutz, Baden-Württemberg)

Mittwoch, 23. Juni 2021, 18.00-20.00 Virtueller Roundtable
The Freedom to Deviate in the Algorithmic Society?
Lucia Zedner (Professor of Criminal Justice, Oxford, All Souls College)
Bernard Harcourt (Professor of Law and of Political Science, Columbia Law School)
Frank Pasquale (Professor of Law, Brooklyn Law School)
Christoph Burchard (Professur für Straf- und Strafprozessrecht, Principle Investigator von „ConTrust“ und „Normative Orders“, Goethe-Universität)
Indra Spiecker gen. Döhmann (Professorin für öffentliches Recht, Principle Investigator von „ConTrust“, Goethe-Universität)
Moderation: Jürgen Kaube (Herausgeber, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Information und Anmeldung: Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Weitere Informationen unter: www.normativeorders.net/ringvorlesungen

Kontakt: Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main, 069/798-31407
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.normativeorders.net

Redaktion: Pia Barth, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Abteilung PR & und Kommunikation, Telefon 069 798-12481, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internationale Wissenschaftler fordern ethische Richtlinien für Kontrollstudien zu weltweiten Maßnahmen gegen den Klimawandel

Pressemitteilung

195 Vertragspartner haben auf dem Pariser Klimagipfel 2015 Maßnahmen gegen den Klimawandel beschlossen. Wer in der Folge wieviel Treibhausgase reduziert hat, wird derzeit weltweit in zahlreichen Studien untersucht. Doch an welchen ethischen Kriterien wird der Erfolg der Maßnahmen gemessen? Eine Analyse der Prüfkriterien legt nun ein Zusammenschluss internationaler Philosophen sowie Sozial- und Politikwissenschaftler vor, denen auch Prof. Dr. Darrel Moellendorf, Politikwissenschaftler an der Goethe-Universität, angehört.

FRANKFURT. Zehn von sechzehn untersuchten Studien zur Bewertung der weitweiten Anstrengungen gegen den Klimawandel urteilen nach Kriterien, die „voreingenommen und stark vereinfachend sind“. Damit bevorteilten sie vor allem die wohlhabenden Länder der Erde. Zu diesem Schluss kommen 18 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Studie „Ethical choices behind quantifications of fair contributions under the Paris Agreement“, an der auch der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Darrel Moellendorf beteiligt ist. Im Vorfeld des für November in Glasgow geplanten Weltklimagipfels fordern sie deshalb, diese Kriterien transparent zu machen und politisch zur Diskussion zu stellen.

„Viele dieser Bewertungen von Klimagerechtigkeit gelten als neutral und unabhängig, was sie aber nicht sind und vielleicht auch gar nicht sein können“, sagt Darrel Moellendorf, Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Umweltethik an der Goethe-Universität. „Wir müssen über diese Kriterien nachdenken, bevor auf Grundlage dieser Studien neue Beschlüsse gefasst werden. Andernfalls wird es weiterhin keine Klimagerechtigkeit geben. Und Klimagerechtigkeit bedeutet: Länder, die eine größere Kapazität haben, gegen den Klimawandel vorzugehen, müssen auch größere Anstrengungen unternehmen.“

Selbst der anerkannten und als unabhängig geltenden wissenschaftlichen Analyse „Climate Action Tracker“ (CAT), die von Medien, Regierungen und der Zivilgesellschaft zur Einschätzung klimagerechter Schritte herangezogen wird, attestieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Kriterien, die wohlhabendere Länder bevorzugen. So liege etwa auch in CAT-Analysen das in der Europäischen Union praktizierte Grandfathering-Prinzip zugrunde – wenn auch „tief im Innern ihres Maschinenraums versteckt“, so die Wissenschaftler: Nach dem Grandfathering-Prinzip erhalten Anlagen kostenlose Zertifikate gemäß ihren bisherigen Emissionen. Dieses Prinzip benachteilige Anlagen, die früher weniger durch Emissionen zum Klimawandel beigetragen hätten. Zu einer Schieflage in der Bewertung von Klimagerechtigkeit führe zudem auch, dass die „Not“ mancher Länder, also deren schwächere ökonomische Lage, bei der Beurteilung ihrer Klimagerechtigkeit nicht berücksichtigt werde.

„Die Studien sollten diese unterschiedlichen Ausgangslagen der Länder offenlegen“, sagt Moellendorf. „Auch sollte die größere Verantwortung der Industrienationen in die Bewertung von klimagerechtem Handeln einfließen. Und wir sollten uns darüber klar sein, dass es eine völlig neutrale Bewertung von Klimagerechtigkeit nicht gibt. Nach welchen Kriterien wir sie beurteilen, sollte aber transparent gemacht werden und auch politisch diskutiert werden.“

Neben dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Darrel Moellendorf der Goethe-Universität sind folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Studie beteiligt:

Kate Dooley, University of Melbourne; Christian Holz, Carleton University,Ottawa; Sivan Kartha, Stockholm Environment Institute, Boston; Sonja Klinsky, Arizona State University; Timmons Roberts,, Brown University, Rhode Island; Henry Shue, University of Oxford; Harald Winkler, University of Cape Town; Tom Athanasiou, Climate Equity Reference Project, Berkeley; Simon Caney, University of Warwick; Elizabeth Cripps, University of Edinburgh; Navroz K. Dubash, Centre for Policy Research, New-Delhi; Galen Hall, Brown University; Paul G. Harris, Education University of Hong Kong; Bård Lahn, CICERO Center for International Climate Research, Oslo; Benito Müller, University of Oxford; Ambuj Sagar, Indian Institute of Technology, Delhi; Peter Singer, Princeton University.

Publikation in „Nature Climate Change“:
https://dx.doi.org/10.1038/s41558-021-01015-8

Weitere Informationen
Prof. Dr. Darrel Moellendorf
Institut für Politikwissenschaft/ Forschungsverbund „Normative Ordnungen“
Goethe-Universität Frankfurt
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Redaktion: Pia Barth, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12481, Fax 069 798-763-12531, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die partizipative Vortragsreihe „DenkArt“ widmet sich ab März in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität den aktuellen Herausforderungen des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Pressemitteilung

FRANKFURT. Im Haus am Dom wird in diesem Frühjahr die partizipative Vortragsreihe „DenkArt“ fortgesetzt, die von Prof. Marion Tiedtke (Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und Dramaturgin), Prof. Joachim Valentin (Direktor der Katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom Frankfurt), Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Mechtild M. Jansen (Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen) konzipiert wurde. Der zweite Zyklus der Reihe widmet sich ab März dem Thema „Solidarität“.

Mehr denn je brauchen wir in Zeiten von Corona einen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Jeder ist in dieser Krisensituation gefragt, Verantwortung auch für andere zu übernehmen, jeder muss sich beteiligen, wenn es gilt, die wirtschaftlichen Folgen gemeinsam zu tragen. Doch seit einiger Zeit zeichnet sich in unserer Gesellschaft eine Entwicklung ab, die unsere Öffentlichkeit in partielle Interessengruppen zerfallen lässt. Parallelwelten tun sich auf, Blasen, in denen wir uns einrichten und zugleich abgrenzen. Sei es in Fragen der Religion, der Herkunft, der sozialen Stellung, der politischen Haltung, des eigenen Lebensstils: die Gesellschaft ist divers und droht in dieser Vielfalt als Gemeinschaft zu zerfallen. Was verbindet uns noch, wenn Fake-News keine Wahrheit mehr zulassen, wenn Werte strittig geworden sind, wenn Meinungen statt Argumenten zählen, wenn das Soziale uns immer mehr spaltet? Nur mit Solidarität werden wir die Aufgaben der Zukunft bewältigen, und nur mit Solidarität lassen sich die demokratischen Rechte schützen. Aber wie ist Solidarität heute überhaupt noch möglich?

Am 9. März um 19.30 Uhr eröffnet die Autorin und Bloggerin Kübra Gümüşay die Reihe mit dem Vortrag „Solidarität_Wie ist Teilhabe für alle möglich?“. Im Anschluss spricht am 4. Mai der Autor und Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss zur Fragestellung „Solidarität_Wie lässt sich ein alter Wert neu denken?“. Zum Abschluss der Reihe folgt schließlich Prof. Sighard Neckel, Soziologe der Universität Hamburg und assoziiertes Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“, mit einem Vortrag zu der Frage „Solidarität_Welche Rolle spielen Emotionen, Regeln, Infrastrukturen?“ am 8. Juni.

Ziel der Reihe ist es, die öffentliche Debattenkultur zu pflegen und einen partizipativen Diskursraum zu gesellschaftlichen Themen der Gegenwart zu ermöglichen. Daher werden im Anschluss an die Impulsvorträge die Zuschauer*innen miteinander ins Gespräch gebracht und erhalten die Gelegenheit, die Vorträge untereinander zu diskutieren und in Kleingruppen Fragen an die Gastredner*innen zu entwickeln. Da voraussichtlich nur wenige Plätze im Haus am Dom vergeben werden können, wird die Veranstaltung durch ein Live-Streaming-Angebot über www.youtube.com/hausamdom ergänzt bzw. gegebenenfalls ersetzt. Dieses soll über einen Chat weiteren Zuhörer*innen die Möglichkeit bieten, sich in die Diskussion zum jeweiligen Impulsvortrag einzubringen.
Veranstalter sind die Katholische Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom, der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Unterstützt wird die Reihe durch die Sebastian-Cobler-Stiftung für Bürgerrechte.

Die anstehenden Termine im Überblick:

Dienstag, 9. März 2021, 19.30 Uhr
Solidarität_Wie ist Teilhabe für alle möglich?
Kübra Gümüşay (Autorin und Bloggerin)
Moderation: Prof. Joachim Valentin, Direktor der Katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom Frankfurt

Dienstag, 4. Mai 2021, 19.30 Uhr
Solidarität_Wie lässt sich ein alter Wert neu denken?
Lukas Bärfuss (Autor und Büchnerpreisträger)
Moderation: Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und Dramaturgin

Dienstag, 8. Juni 2021, 19.30 Uhr
Solidarität_Welche Rolle spielen Emotionen, Regeln, Infrastrukturen?
Prof. Sighard Neckel (Soziologe)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbunds Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Jeweils 19.30 Uhr
Die Tickets erhalten Sie an der Rezeption im Haus am Dom, im Internet unter www.ticket.hausamdom.de oder an den AD-Ticket-Vorverkaufsstellen www.adticket.de/vorverkaufsstellen
Eintritt: 10 Euro / erm. 7 Euro

Übertragung auch per Livestream: www.youtube.com/hausamdom

Bitte beachten Sie, dass es gegebenenfalls kurzfristige Änderungen beim Ticketverkauf und Livestreaming-Angebot geben kann.

Detailliertes Programm und aktuelle Informationen:
www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/denkart
www.hausamdom-frankfurt.de

Pressekonferenz am 4. März 2021 via Zoom:

Wir möchten an dieser Stelle auch auf die Pressekonferenz zur partizipativen Vortragsreihe „DenkArt“ hinweisen, zu der Sie am Donnerstag, dem 4. März, um 11 Uhr herzlich eingeladen sind. Als GesprächspartnerInnen stehen Ihnen zur Verfügung: Prof. Marion Tiedtke (HfMDK), Prof. Joachim Valentin (KARM), Mechtild M. Jansen (Heinrich-Böll-Stiftung Hessen) und Rebecca Caroline Schmidt (Forschungsverbund „Normative Ordnungen“).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und danken für Ihre Anmeldung per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen:
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität, 069/798-31407, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.normativeorders.net

Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft in GOETHE-UNI online (www.aktuelles.uni-frankfurt.de)

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de
Herausgeber: Der Präsident der Goethe-Universität. Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel: 069 798-13035, Fax: 069 798-763 12531, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, ist im Suhrkamp Verlag erschienen

Am 17. April 2021 ist der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

Nächste Termine

26. Mai 2022 bis 29. Mai 2022

32nd Annual Conference of the Association for Anglophone Postcolonial Studies: Contested Solidarities: Agency and Victimhood in Anglophone Literatures and Cultures. Mehr...

30. Mai 2022, 18.00 Uhr

Virtuelle Ringvorlesung "Algorithms, Uncertainty and Risk": Prof. Kiel Brennan-Marquez (UConn School of Law, Associate Professor of Law): Automating the Preconditions of Judgment? Mehr...

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Zurück auf Null? Der Ukrainekrieg und seine Folgen

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (HSFK, Normative Orders, Goethe-Universität)
51. Römerberggespräche "Nie wieder Frieden? Der Ukraine-Krieg und die neue Welt-Unordnung"

Ein Verbrechen ohne Namen. Anmerkungen zum neuen Streit über den Holocaust

Mit Prof. Dr. Dan Diner (Universitäten Jerusalem und Leipzig), Prof. Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Fritz Bauer Institut, Normative Orders, Goethe-Universität)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt "Normative Ordnungen")
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