Veranstaltungen

2019

Die mit den digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien verbundenen normativen Herausforderungen werden immer offenkundiger. Als Netzwerk der Netzwerke ist das Internet zu einem zentralen Gegenstand rechts-, sozial-, politik- und geistes-wissenschaftlicher Forschung geworden. Am Cluster wird seit Jahren Internetforschung aus unterschiedlichen, aber einander ergänzenden Perspektiven geleistet. Der Forschungsschwerpunkt Internet und Gesellschaft im Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ bündelt diese Initiativen und festigt die Rolle des Clusters als Zentrum empirisch-normativer Internetforschung. Flagship-Veranstaltung des Forschungsschwerpunktes ist das traditionelle Frankfurter Kolloquium für Internetforschung, ein interdisziplinäres Forum für all jene, die sich in Frankfurt und Umgebung mit Themen aus dem weiten Feld der Netzpolitik auseinandersetzen und in Forschung oder Praxis mit dem Internets zu tun haben.

Termine

Donnerstag, 11. April 2019, 18-19.30 Uhr
Anton Peez (Berlin, Frankfurt/Main)
Kommerzielle Normativität im Internet:
Tech-Firmen als Normunternehmer

Donnerstag, 9. Mai 2019, 18-19.30 Uhr
Ramon Negócio (Frankfurt/Main)
Der Einfluss des Rechts auf die Technik

Donnerstag, 6. Juni 2019, 18-19.30 Uhr
Verena Kuni (Frankfurt/Main)
"PLEASE ARREST THIS BOT"
Künstlerische Interventionen und Irritationen im Kontext von Recht und Internet

Donnerstag, 11. Juli 2019, 18-19.30 Uhr
Karolina Zawada (Normative Ordnungen)
Die Inhaltspolizei auf YouTube

 

Campus Westend, Gebäude "Normative Ordnungen", 5.02
Max-Horkheimer-Straße 2
60323 Frankfurt am Main

Eine Anmeldung ist erforderlich:
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Local Hosts:
Ramon Negócio und Karolina Zawada

Convener:
Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard) und Dr. Thorsten Thiel

Veranstalter:
Forschungsschwerpunkt Internet und Gesellschaft des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Weitere Informationen: Hier...

7. und 8. März 2019

Europäische Bürgerschaft - Anfang oder Ende einer Utopie?

Goethe-Universität Frankfurt
Campus Westend
Poelzig-Bau -Einsenhower-Saal (IG-1.134)
Norbert Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Das Walter Hallstein-Kolloquium steht dieses Mal unter dem Titel „Europäische Bürgerschaft – Anfang oder Ende einer Utopie?“. Die Unionsbürgerschaft sollte Europäerinnen und Europäern eine Reihe von Rechten verlei-hen, die im Kern von der Freizügigkeit in einem Europa ohne Binnengrenzen abgeleitet sind und zu denen auch soziale Rechte gehören. Sie soll aber auch einen politischen und bürgerrechtli-chen Status vermitteln, indem sie Unionsange-hörigen ein Wahlrecht am Wohnsitzort zu kom-munalen Vertretungskörperschaften und zum Europäischen Parlament verleiht. Dies wäre dann der „grundlegende Status“ eines civis europeus, den der Europäische Gerichtshof und seine Generalanwälte in vielen ihrer Entschei-dungen herausstellten.
Da die Unionsbürgerschaft besitzt, wer die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates erworben hat, scheint in ihr in der Tat eine inklu-sive (Europa) und eine exklusive (alle anderen nicht) Seite, also ein privilegierter Status ange-legt zu sein. In den letzten Jahren ist indessen eine Entwicklung zu verzeichnen, die diese Idee umzukehren scheint. Migration wird zunehmend kritisch betrachtet, und es zeichnet sich eine Differenzierung ab, die nicht mehr an der Unionszugehörigkeit, sondern an den Bedürf-nissen des Arbeitsmarktes, dem Ausbildungs-stand und damit am sozialen Status der Migran-tinnen und Migranten ausgerichtet ist. Der „Brexit“ ist nur ein Symptom dieses Prozesses. Dieser Themenkreis soll mit Beiträgen aus der Philosophie sowie den Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften ausgeleuchtet werden.

Programm (pdf): Hier...
Anmeldung bis zum 1. März unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm

Donnerstag, 7. März 2019

14:15
Begrüßung
Prof. Dr. Albrecht Cordes, Dekan des Fachbereiches Rechtswissenschaft der Goethe-Universität
Stefan Kadelbach, Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration und Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

14:30
Europäische Bürgerschaft - und wie sie sich politisch artikulieren kann
Michael Zürn, Berlin

15:00
Die Demokratie in der Politik der Europäi-schen Kommission
Paul Nemitz, Brüssel

15:30
Diskussion

16:00
Kaffeepause

16:30
Europäische Bürgerschaft und Kosmo-politismus - über ein widersprüchliches Verhältnis
Regina Kreide, Gießen

17:00
Diskussion

17:20
Polizei und Justiz in einem Europa ohne Binnengrenzen
Dieter Kugelmann, Mainz

17:50
Diskussion

 

Freitag, 8. März 2019

09:15
Die Ökonomie der europäischen Binnen-migration
Matthias Busse, Brüssel

09:45
Diskussion

10:05
Kaffeepause

10:20
Von der „Freizügigkeit der Wanderarbeit-nehmer“ zur Unionsbürgerschaft und zurück?
Astrid Wallrabenstein, Frankfurt am Main

10:50
Diskussion

11:10
Unionsbürgerschaft und Migrations- steuerung - Voraussetzungen und Gren-zen der Verleihung von Unions- und Staatsbürgerschaft
Ferdinand Wollenschläger, Augsburg

11:40
Diskussion

12:00
Schlussbemerkungen
Rainer Hofmann, Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration

12:15
Ende der Tagung

 

Veranstalter:
Merton Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Fellow colloquium

Thursday, 28 February 2019, 11am

Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg

Registration required: Beate Sutterlüty (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Betcy Jose, PhD (University of Colorado Denver) with Christoph Stefes (University of Colorado Denver)

Betcy Jose is an associate professor in the political science department at the University of Colorado Denver. Relying on her law degree and PhD, she studies human security, global norms, and international humanitarian law. Her current projects explore how civilians protect themselves in war, the emergence of illiberal norms and their suppression using the practice of targeted killings as a case study, and contestation in the norm of humanitarian intervention.

Presented by:
Forschungskolleg Humanwissenschaften of Goethe-University and Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders"

Third Annual Goethe-Göttingen Critical Exchange

Friday, 15 March 2019

Goethe University Frankfurt
Building "Normative Ordnungen"
Room 5.01
Max-Horkheimer-Str. 2
60323 Frankfurt am Main

Please register in advance: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Program:

10:00 a.m. – 10:15 a.m.
Opening Remarks (Rainer Forst and Ayelet Shachar)

10:15 a.m. – 12:15 p.m.
"Two Concepts of Alienation"
Speaker: Catherine Lu (McGill University, Montreal)
Comments: Stefan Gosepath (FU Berlin) & Johannes Schulz (Universität Luzern)

12:15 p.m. – 13:45 p.m.
Lunch

13:45 p.m. – 15:45 p.m.
"Who needs Secularism?"
Speaker: Cécile Laborde (Nuffield College, Oxford)
Comments: Martijn van den Brink (MPI-MMG) & Eva Buddeberg (Frankfurt)

15:45 p.m. – 16:15 p.m.
Coffee break

16:15 p.m. – 18:15 p.m.
"The Marketization of Citizenship"
Speaker: Ayelet Shachar (MPI-MMG)
Comments: Eszter Kollár (KU Leuven) & Rainer Forst (Frankfurt)

Co-organized by
Rainer Forst (Normative Orders, Frankfurt) and Ayelet Shachar (MPI-MMG)

Presented by:
Cluster of Excellence "The Formation of Normative Orders" and Max Planck Institute for the Study of Religious and Ethnic Diversity, Göttingen

Ringvorlesung im Sommersemester 2019

April bis Juli 2019, je 17 Uhr c.t.

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Organisation: Dr. Kristina Lepold (Wissenschafltiche Mitarbeiterin am Insitut für Philosophie der Goethe-Universität) und Dr. Marina Martinez Mateo (Wissenschafltiche Mitarbeiterin am Insitut für Philosophie der Goethe-Universität, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Programm:

29. April 2019, 17 Uhr c.t.
„What is Gender Essentialism?“
Charlotte Witt (University of New Hampshire)
Abstract:
Gender essentialism is a controversial topic in feminist theory. But what is meant by gender essentialism? I begin by distinguishing two types of essentialism: kind essentialism and uniessentialism. The two essentialisms address different questions rather than supplying different answers to the same question. Kind essentialism addresses the issue of the classification of individuals into kinds. For example, the classification of persons into gender kinds (women, men, genderqueer). Uniessentialism addresses an entirely different issue, which is the metaphysical question of what grounds the unity of individuals with parts. I think that our gender is the principle of unity of our social agency and I explain why this idea is important for feminist theorizing today.

13. Mai 2019, 17 Uhr c.t.
„Decolonizing Gender“
Patricia Purtschert (Universität Bern)
Abstract:
What does it mean to decolonize gender? How can we reconstruct one of the central terms of feminist theory, namely gender, if we take thoroughly into account its imperial genealogies? What happens to the ways in which we understand the connections between gender, sex, power, materiality, the social, and ontology, if the insight that current and hegemonic understandings of gender are colonial and thus need to be decolonized is turned into an irreducible starting point for feminist theory? The lecture will address these questions and sketch possible answers.

27. Mai 2019, 17 Uhr c.t.
„Doing Epistemology as a Feminist“
Helen Longino (Stanford University)
Abstract:
Feminists have made a number of interventions in the sciences and in conceptions of knowledge animating those interventions. This talk explores some central points of contention among conceptions of knowledge available for feminist purposes and explores how developments in feminist thinking about gender can illuminate the epistemological issues.

17. Juni 2019, 17 Uhr c.t.
„Imagining Otherwise: Gender Violence and Resistant Imaginations“
José Medina (Northwestern University)
Abstract:
This talk will explore how gender violence intersects with racist and transphobic violence and how those intersections are erased or distorted in public discourse. I will examine the communicative dysfunctions that exist around the phenomenon of gender violence and how sexist, transphobic, and racist imaginaries make women of color especially vulnerable to violence and distort their experiences as victims of violence. I will discuss how we can exercise the imagination in resistant ways and how we can resist those communicative dysfunctions and oppressive imaginaries by imagining otherwise. I will discuss some specific cases of gender violence and the ways in which they were distorted in the media coverage, showing how critically engaged publics can resist those distortions.

24. Juni 2019, 17 Uhr c.t.

„Transnational and Decolonial Feminisms and the Normativity Question“
Serene J. Khader (CUNY Graduate Center & Brooklyn College)
Abstract:
In the lecture, I argue that it is possible to develop a genuinely normative anti-imperialist feminist position. Developing such a position depends on a) recovering the core moral commitment of feminism and b) reconceiving the role of moral ideals in transnational feminist praxis. Feminism’s core normative commitment is, in my view, to opposing sexist oppression. Returning to this commitment, rather than treating the prevalence of Western cultural forms as indicative of feminist progress, reveals that the controversial forms of many values that have been accused of being vehicles of imperialism, such as individualism and autonomy, are not required for feminism. The role of moral ideals in transnational feminist praxis is what I call, borrowing a term from Amartya Sen, a “justice-enhancing” one. Rather than looking to them to prescribe a single vision of gender-just social relations, we should look to feminist ideals to help us overcome existing forms of gender injustice.

1. Juli 2019, 17 Uhr c.t.
„Why Bend Critical Theory Towards Feminism in the 21st Century?“
Estelle Ferrarese (Université de Picardie Jules Verne)
Abstract:
On the one hand, the Critical Theory of the Frankfurt School is suspect for its feminism, often developed reluctantly, or misguidedly. On the other hand, it is surrounded by more clear-cut feminist theories that seek to appropriate the syntagm Critical Theory, yet take no interest in its philosophers, except for minor themes. I would like to demonstrate how it is possible to infringe on the reception of the Critical Theory of the Frankfurt School, by subjecting it to a usage that is as scrupulous in its form as it is unfaithful in its destination. Several distinct thematics or theoretical gestures might be presented that a feminism of our time can appropriate: a conception of nature, in which nature – human, feminine and biological – may be given its rightful place: i.e. one that is unable to be located and superfluous; a theory of the capitalist form of life, one that offers a fertile view of the hinge between production and reproduction; lastly, a philosophy that is at once moral and social, wherein the question of the moral justness of an act can be extricated from that of its origin, or rather, from the purity of this origin.

 

Veranstalter:
Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Unterkategorien


Aktuelles

„Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ untersucht in Zukunft die Bedingungen produktiver Konflikte

Die Arbeit in dem Frankfurter Teil des neuen Instituts baut auf der elfjährigen Zusammenarbeit der WissenschaftlerInnen im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und dem Frankfurter Fachbereich Gesellschaftswissenschaften auf. Projektleiterin in Frankfurt ist Prof. Nicole Deitelhoff. Stellvertretende Sprecher sind Prof. Daniela Grunow und Prof. Rainer Forst. Mehr...

Leibniz-Preis 2019 für Ayelet Shachar

Prof. Dr. Ayelet Shachar, Direktorin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen", ist Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2019. Mehr...

Nächste Termine

25. Februar 2019, 19.30 Uhr

Buchvorstellung: Prof. Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Franka Maubach (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Christina Morina (Duitsland Instituut Amsterdam) und Dr. Maik Tändler (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Zur rechten Zeit: Wider die Rückkehr des Nationalismus. Mehr...

26. Februar 2019, 20 Uhr

Denkraum: Gleichberechtigung _ Was kann das Recht zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen? Mit: Prof. Dr. Ute Sacksofsky. Mehr...

28. Februar 2019, 11 Uhr

Fellowkolloqium: Betcy Jose, PhD: Dueling Humanitarianisms: Russia, Crimea, and Norms. Mehr...

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Körper in Bewegung im Raum: Toute une Nuit

Chen Sheinberg
Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

Pockets of Barbarism: Internal and External Challenges to the International Humanitarian Order

Prof. Jennifer M. Welsh
Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century"

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Kettemann, Matthias; Kleinwächter, Wolfgang; Senges, Max (2018):

The Time is Right for Europe to Take the Lead in Global Internet Governance. Normative Orders Working Paper 02/2018. Mehr...

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