Vortrag auf der B3 Biennale des bewegten Bildes 2017 "On Desire. Über das Begehren"
2. Dezember 2017, 17.30 Uhr
Festivalzentrum FOUR Frankfurt
1. OG, Plenarsaal
Junghofstraße 5-9
60311 Frankfurt
Eine Funktion, die dem Recht zugeschrieben wird, ist die Abkühlung von heißen Emotionen. Das Recht nötigt dazu, sich auf geregelte Verfahren einzulassen. Doch heften sich Emotionen an das Recht, die umso heißer werden, wenn es nicht dem eigenen Begehren entspricht. Sophokles‘ Drama „Antigone“ oder Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“ sind literarische Beispiele dafür. Der Vortrag geht diesem Widerstreit zwischen Hitze und Kälte im Recht nach.
Klaus Günther ist Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Mitglied des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS). Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: „Der Sinn für Angemessenheit“ (1988); „Schuld und kommunikative Freiheit“ (2005).
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Veranstalter:
Hochschule für Gestaltung Offenbach, Programmpartner: Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"