Vorlesungsreihe "Kino"

Chytilová's Inheritance: A prescient analysis of boorishness

Lecture & Film "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová"

20. Januar 2022, 20.15 Uhr

Jan Čulík (Glasgow)

Der renommierte Wissenschaftler und unabhängige Journalist Jan Čulík (University of Glasgow) beschäftigt sich in seinem Video-Vortrag „Chytilová’s Inheritance: A prescient analysis of boorishness“ mit Věra Chytilovás DĚDICTVÍ ANEB KURVAHOŠIGUTNTA: Auch nach dem sogenannten „Fall des Kommunismus“ Ende der 1980er Jahre bewahrte sich Věra Chytilová ihre Haltung für Solidarität und Gemeinsinn. Der Film nimmt die Exzesse der post-kommunistischen Ära mit bitterer Ironie und brutalem Realismus in den Blick. Eine bedeutende tschechische Filmkritikerin verurteilte den Film zur Zeit seines Erscheinens als „Produkt einer verbitterten Frau“. Sollte sie damit Recht behalten?

Jan Čulík lehrt Czech Studies an der University of Glasgow in Schottland. Er ist Autor der ersten Monographie über unabhängige tschechische Exilliteratur zwischen den Jahren 1970 und 1989 und hat mehrere Bücher über den postkommunistischen tschechischen Spielfilm und weitere Monographien über tschechische Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts für das amerikanische Dictionary of Literary Biography verfasst. Außerdem ist er Chefredakteur der tschechischen Internettageszeitung Britské listy, die seit 1996 existiert.

Filmprogramm: DĚDICTVÍ ANEB KURVAHOŠIGUTNTAG, Věra Chytilová, CZ 1992, 118 min, OmU.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt 5 Euro. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

Weitere Informationen zum Programm der Reihe: Hier...
Der Film beim DFF: Hier...

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe des DFF und des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit der Forschungsinitiative "ConTrust" und dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität

Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová

November 2021 bis Juni 2022

Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Zusammen mit Milos Forman und Jiri Menzel war sie die Protagonistin der tschechischen Neuen Welle der 1960er Jahre. Anders als Forman und Menzel, die das Land nach der Niederschlagung des Prager Frühlings verließen, blieb Věra Chytilová in der Tschechoslowakei und arbeitete trotz zeitweiligen Berufsverbots beharrlich weiter.

Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein Werk, dessen subversive Kraft ungebrochen ist und dessen Formenreichtum in seinen Kontinuitäten und Brüchen es neu zu entdecken gilt. Die „Lecture & Film"-Reihe Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen, die Chytilová im Kontext der aktuellen filmwissenschaftlichen Debatte verorten.

Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Karten können jeweils auf den Seiten des Deutschen Filminstitut Filmmuseum (DFF) gekauft werden.

Falls nicht anders angegeben, finden die Vorträge in englischer Sprache statt.
Filmprogramm unter Vorbehalt.

Programm:

Donnerstag, 18. November 2021, 20.15 Uhr (Vortrag in deutscher Sprache)
Vinzenz Hediger (Frankfurt am Main)
SEDMIKRÁSKY. Tausendschönchen – Kein Märchen
Filmprogramm: SEDMIKRÁSKY. Tausendschönchen – Kein Märchen, Věra Chytilová, CS 1966, 76 min, OmU.

Donnerstag, 9. Dezember 2021, 20.15 Uhr (Vortrag in deutscher Sprache)
Daniel Fairfax (Frankfurt am Main)
HRA O JABLKO (Ein bisschen Schwanger)
Filmprogramm: HRA O JABLKO, Věra Chytilová, CS 1977, 101 min.

Donnerstag, 20. Januar 2022, 20.15 Uhr
Jan Čulík (Glasgow)
Chytilová's Inheritance: A prescient analysis of boorishness
Filmprogramm: DĚDICTVÍ ANEB KURVAHOŠIGUTNTAG, Věra Chytilová, CZ 1992, 118 min, OmU.

Donnerstag, 27. Januar 2022, 20.15 Uhr
Peter Hames (Staffordshire)
Chytilová's Flights and Falls
Filmprogramm: VZKETY A PÁDY, Věra Chytilová, CZ 2000, 108 min, OmU.

Donnerstag, 10. Februar 2022, 20.15 Uhr (Vortrag in deutscher Sprache)
Nicole Kandioler (Wien)
Linke Missverständnisse und Filmpolitik
Filmprogramm: CHYTILOVÁ VERSU FORMAN CONSCIOUSNESS OF CONTINUITY, Věra Chytilová, BE/CS 1981, 84 min, engl./frz. OF.

Donnerstag, 17. Februar 2022, 20.15 Uhr (Vortrag in deutscher Sprache)
Natascha Drubek-Meyer (Berlin)
Einmal hin, einmal her: Chytilová's Kino am Ende des Sozialismus
Filmprogramm: KOPYTEM SEM, KOPYTEM TAM, Věra Chytilová, CS 1988, 137 min, OmU.

Donnerstag, 02. Juni 2022, 20.15 Uhr (Vortrag in deutscher Sprache)
Dr. Jindriška Bláhová (Prag)
Es ist zu spät um etwas Bedeutsames aufzubauen: Zeit, Tod und mentale Geographien in The Very Late Afternoon of a Faun
Filmprogramm: FAUNOVO VELMI PODZNÍ ODPOLEDNE (Der sehr späte Nachmittag eines Fauns), Vera Chytilová, 99 Min,. OmU.

Freitag, 03. Juni 2022, 18.00 Uhr
Filmprogramm: PERLICKY NA DNE (Perlen auf dem Meeresgrund), Vera Chytilová, Evald Schorm, Jirí Menzel, Jan Nemec, Jaromil Jireš, 105 min, OmU.

Donnerstag, 23. Juni 2022, 20.15 Uhr
Bettina Schulte Strathaus (Frankfurt)
Murdering the devil? Chytilovás doppelbödige Würdigung Ester Krumbachovás
Filmprogramm: PÁTRÁNÍ PO ESTER (Auf der Suche nach Ester), Vera Chytilová, 119 Min, OmeU.

Samstag, 25. Juni 2022, 18.00 Uhr
Dr. Alice Lovejoy (Minnesota)
Bauen Filmen: Panelstory (Geschichte der Wände) und der Wandel von Prag
Filmprogramm: PANELSTORY ANEB JAK SE RODÍ SÍDLISTE (Geschichte der Wände oder Wie eine Siedlung entsteht), Vera Chytilová, 96 Min, OmeU.

Donnerstag, 30. Juni 2022, 20.30 Uhr
Prof. Dr. Katerina Svatonová
Experimente auf der Suche nach Wahrheit: OVOCE STROMU RAJSKÝCH JÍME
Filmprogramm: OVOCE STROMU RAJSKÝCH JÍME (Fruit of Paradise), Vera Chytilová, 99 Min, OmeU.

Zu den vorangegangenen Vorlesungsreihen "Lecture and Film": Hier...

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe des DFF und des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität mit dem Graduiertenkolleg "Konfigurationen des Films" in Zusammenarbeit mit der Forschungsinitiative "ConTrust" und dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität

Nach Tabernas!

Vorlesungsreihe "Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos"

Dienstag, 9. Juli 2019, 19:00 Uhr

Prof. Dr. Diedrich Diederichsen (Akademie der bildenden Künste Wien)
über

Rainer Werner Fassbinder, Warnung vor einer heiligen Nutte, D 1971

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei

Video:

 

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Christoph Menke, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie
  • Prof. Dr. Christoph Menke, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie
  • Prof. Dr. Diedrich Diederichsen, Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • Prof. Dr. Diedrich Diederichsen, Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • Prof. Dr. Diedrich Diederichsen, Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • Prof. Dr. Diedrich Diederichsen, Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • Prof. Dr. Diedrich Diederichsen, Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien

 

Veranstalter: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Komik der Krise. Kooperation à la Hollywood

Vorlesungsreihe "Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos"

Dienstag, 25. Juni 2019, 19:00 Uhr

Prof. Dr. Christiane Voss (Bauhaus-Universität Weimar)
über

Robert Altman, The Player, USA 1992

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei

Video:

 

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Christoph Menke (Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie)
  • Prof. Dr. Christoph Menke (Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie)
  • Prof. Dr. phil. habil. Christiane Voss (Professorin für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar)
  • Prof. Dr. phil. habil. Christiane Voss (Professorin für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar)
  • Prof. Dr. phil. habil. Christiane Voss (Professorin für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar)
  • Prof. Dr. phil. habil. Christiane Voss (Professorin für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar)
  • Prof. Dr. phil. habil. Christiane Voss (Professorin für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar)

Veranstalter: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Filme über Filme, die es nicht gibt: Das Un-Making-Of einer Don-Quixote-Verfilmung

Vorlesungsreihe "Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos"

Dienstag, 4. Juni 2019, 19:00 Uhr

Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff (Kiel)
über

Keith Fulton / Louis Pepe, Lost in La Mancha, USA 2002

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei

Video:

 

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff, Medienwissenschaftler und pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel
  • Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff, Medienwissenschaftler und pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel
  • Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff, Medienwissenschaftler und pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel
  • Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff, Medienwissenschaftler und pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel
  • Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff, Medienwissenschaftler und pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel
  • Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff, Medienwissenschaftler und pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel

 

Veranstalter: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Fragile Zeitlichkeiten

Vorlesungsreihe "Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos"

Dienstag, 30. April 2019, 19.00 Uhr

Lisa Gotto (Universität Wien)
über

Icíar Bollaín, También la Illuvia (Und dann der Regen), MEX/ESP/F 2010

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei

Video:

 

Bildergalerie:

  • Susanne Pfeffer, Direktorin des Museum für Moderne Kunst
  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Martin Seel, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Lisa Gotto, Professur für Theorie des Films an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Lisa Gotto, Professur für Theorie des Films an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Lisa Gotto, Professur für Theorie des Films an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Lisa Gotto, Professur für Theorie des Films an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Lisa Gotto, Professur für Theorie des Films an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Lisa Gotto, Professur für Theorie des Films an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

 

Veranstalter: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Die andere Seite des Kinos: Chantal Akermans De l’autre côté

Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

27. Juni 2019, 20.15 Uhr

Die andere Seite – das ist in Akermans Film die Seite jenseits der Grenze zwischen Mexiko und den USA, gesehen von jeweils einer dieser Seiten. Menschen, die dort leben, sprechen über ihre Verluste und die Grausamkeiten des US-amerikanischen Grenzregimes. Der Film sieht ihnen dabei zu und verweilt bei Anschauungen der Wüste, die sich in gleichgültiger Schönheit diesseits und jenseits der politischen Demarkationslinie erstreckt. De l’autre côté ist einer der dokumentarischen Filme Akermans, aber er verweigert sich dem in diesem Genre üblichen Gestus des Bescheidwissens ebenso wie der Versuchung, die Splitter der wiedergegebenen Geschichten zu einer deutenden Geschichte zu verbinden.

Martin Seel ist Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und Mitglied des Exzellenclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Jüngere Veröffentlichungen: Die
Künste des Kinos, Frankfurt/M. 2013; Aktive Passivität. Über den Spielraum des Denkens, Handelns und anderer Künste, Frankfurt/M. 2014; Hollywood ignorieren. Vom Kino, Frankfurt/M. 2017;  Nichtrechthabenwollen. Gedankenspiele, Frankfurt/M. 2018.

Filmvorführung: De l’autre côté, F/B 2002, 103 min.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt 5 Euro. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

Video:

 

Veranstalter:
Die Lecture & Film-Reihe „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“ wird veranstaltet vom Deutschen Filminstitut & Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ (www.konfigurationen-des-films.de), in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie.

Zum Programm der Reihe: Hier...

Die wandernde Jüdin: Chantal Akermans Heimatlosigkeit


Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

11. Juli 2019, 20.15 Uhr

Ausgehend von ihrem letztem Film No Home Movie, in dem sie sich ein letztes Mal mit ihrer Mutter auseinander setzt, stellt dieser Vortrag die Frage nach Zugehörigkeit und Heimatlosigkeit im Werk von
Chantal Akerman. Was mitunter mit einem alten Begriff aus Stalins anti-semitischem Kampagnenvokabular als „wurzelloser Kosmopolitismus“ verächtlich gemacht wird, erweist sich bei Akerman als lebenslange Suche nach Schutz und Unterkunft und zugleich eines der leitenden Prinzipien ihrer Arbeit als bildende Künstlerin und Filmemacherin.

Dieter Roelstraete ist Kurator am Neubauer Collegium der University of Chicago, wo er auch lehrt. Er war Kurator für die Documenta 14 (2015–2017), das Museum of Contemporary Art Chicago (2012–2015), und das Museum of Contemporary Art M HKA in Antwerpen (2004–2011). Seine letzte Ausstellung in Antwerpen war die monographische Schau Chantal Akerman: Too Far, Too Close.

Vortrag in englischer Sprache

Filmvorführung: No Home Movie, B/F 2015, 115 min.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt 5 Euro. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

Video:

 


Veranstalter:

Die Lecture & Film-Reihe „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“ wird veranstaltet vom Deutschen Filminstitut & Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ (www.konfigurationen-des-films.de), in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie.

Zum Programm der Reihe: Hier...

Vor und nach Jeanne Dielman

Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

13. Juni 2019, 18 Uhr

“It felt as though there was a before and after Jeanne Dielman
just as there had once been a before and after Citizen Kane.”
(Laura Mulvey 2016)

Der Vortrag untersucht das frühe Meisterwerk von Chantal Akerman in seiner Spannung zwischen realistischem Inhalt und radikal künstlerischer Form und fragt nach den Gründen für die grosse  Bedeutung dieses Films im kunst- bzw. filmtheoretischen sowie sozialpolitischen Kontext seines Erscheines im Jahre 1975. Zugleich versteht der Vortrag den Film als Beitrag zu einer postfeministischen Repräsentationskritik, in der nicht mehr das Objekt oder Sujet „Frau“, sondern Verfahren der Subjektivierung im Zentrum stehen.

Eva Kuhn ist Kunst- und Filmwissenschaftlerin, lehrt und publiziert im Schnittbereich Kunst/Kino und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft an
der Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Dissertation leben – filmen. Jonas Mekas’ filmisches Lebenswerk wird 2019 bei Fink erscheinen.

Filmvorführung: Jeanne Dielman, 23 Quai du Commerce, 1080 Bruxelles, B/F 1975, 201 min.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt 5 Euro. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

Video:

 

Veranstalter:
Die Lecture & Film-Reihe „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“ wird veranstaltet vom Deutschen Filminstitut & Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ (www.konfigurationen-des-films.de), in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie.

Zum Programm der Reihe: Hier...


Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, ist im Suhrkamp Verlag erschienen

Am 17. April 2021 ist der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

Nächste Termine

30. Juni bis 1. Juli 2022

Workshop: Borders, Territory and Rights. Changing Legal Cartographies of Migration and Mobility. Mehr...

1. und 2. Juli 2022

Tagung: Das vermessene Leben. Transformationen der digitalen Gesellschaft. Mehr...

4. Juli 2022, 17.00 Uhr

Online Lecture Series "Rule of Law and Democracy": Prof. David Dyzenhaus (Toronto): The Legal Experience of Injustice. Mehr...

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Neueste Medien

Reden wir über Demokratie!

14 Essays und Gespräche von Paula Macedo Weiß
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)
Buchvorstellung im Schauspiel Frankfurt

What – if? The cunning of uncertainty meets predictive algorithms

Prof. em. Dr. Helga Nowotny (ETH Zurich, Professorin em. für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung)
Ringvorlesung "Algorithms, Uncertainty and Risk"

Videoarchiv

Weitere Videoaufzeichnungen finden Sie hier...

Neueste Volltexte

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. Mehr...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. Mehr...