Mittwoch, 21. Dezember 2011, 18 Uhr c.t.

Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ3

Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann

Praktische Vernunft, Diskurs und Gewissen

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Zum Vortrag

Die Diskurstheorie hat an die Stelle des von Kant als Überprüfung der Richtigkeit von moralischen Normen eingeführten Kategorischen Imperativs die argumentative Rechtfertigung im ethischen Diskurs und die zwanglose Zustimmung aller potenziellen Teilnehmer gerückt. Im Rekurs auf eine klassische Theorie des moralischen Gewissens möchte ich der Frage nachgehen, ob diese, von der Diskurstheorie vorgeschlagene Argumentation überzeugt. Dabei wird es darum gehen, den Zusammenhang von praktischer Vernunft und Gewissen, allgemein überzeugenden Argumenten und individueller Einsicht herauszuarbeiten, um das Prinzip der ethischen Normativität im Bezug auf und in Unterscheidung von der Normativität des Rechts schärfer herauszuarbeiten.

Zur Person

altProf. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann ist seit 1994 Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main; seit 2002 „Adjunct Professor“ für Philosophie der Saint Louis University, USA; seit 2007 Mitglied des Direktoriums des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; seit 2009 Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Forschungsschwerpunkte: Praktische Philosophie, Geschichte der Philosophie und Wissenschaften des Mittelalters, Politische Philosophie Internationaler Beziehungen, Religionsphilosophie. Wichtigste Publikationen (Auswahl): M. Kühnlein/M. Lutz-Bachmann (Hgg.), Unerfüllte Moderne? Neue Perspektiven auf das Werk von Charles Taylor, Berlin 2011; M. Lutz-Bachmann/A. Niederberger/P. Schink (Hgg.), Kosmopolitanismus. Zur Geschichte und Zukunft eines umstrittenen Ideals, Weilerswist 2010; A. Fidora/M. Lutz-Bachmann/A. Wagner (Hgg.), Lex und Ius. Beiträge zur Begründung des Rechts in der Philosophie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Stuttgart-Bad Cannstatt 2010; M. Lutz-Bachmann, Wissenskultur im Aufbruch: Zur Neuformierung der ‚Politischen Theorie’ im Mittelalter, in: Johannes Fried/Michael Stolleis (Hgg.), Wissenskulturen. Über die Erzeugung und Weitergabe von Wissen, Frankfurt am Main 2009. S. 43-57; M. Lutz-Bachmann/A. Niederberger (Hgg.), Krieg und Frieden im Prozess der Globalisierung, Weilerswist 2009; M. Lutz-Bachmann/A. Fidora (Hgg.), Handlung und Wissenschaft: Die Epistemologie der praktischen Wissenschaften im 13. und 14. Jahrhundert, Berlin 2008.

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Prof. Dr. Anna Geis (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg), Prof. Dr. Hanna Pfeifer (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt"), Prof. Dr. Martin Saar (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt" und "Normative Orders") und Prof. Dr. Reinhard Wolf (Goethe-Universität Frankfurt am Main).
Moderation: Regina Schidel (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)
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