Votrag von Amartya Sen in Frankfurt

Plakat SenDer Nobelpreisträger Professor Amartya Sen (Harvard University) hält auf Einladung des Exzellenzclusters „Normative Ordnungen“ und der Kolleg-Forschergruppe „Justitia Amplificata: Erweiterte Gerechtigkeit – konkret und global“ am Donnerstag den 7. Oktober 2010 einen Vortrag mit dem Titel „Justice and the Global World“ an der Goethe-Universität Frankfurt.

Das Werk des Ökonomen und Philosophen beschäftigt sich mit Fragen der Wohlfahrtsökonomie und der Gerechtigkeitstheorie. Hervorzuheben sind seine Arbeiten zu Hungersnöten sowie insbesondere zu dem „capabilities“-Ansatz, welcher Wohlstand im Gegensatz zur neoklassischen Ökonomie nicht am Bruttosozialprodukt misst, sondern an den effektiven Befähigungen, über die Personen verfügen. Der Ansatz ist die Basis des jährlich veröffentlichten Index der menschlichen Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen. In seinem neuen Buch „Die Idee der Gerechtigkeit“ (Beck Verlag, 2010) vertritt Sen die Position, dass eine Theorie der Gerechtigkeit primär die Reduzierung konkreter Ungerechtigkeiten und nicht das Ideal einer vollkommen gerechten Gesellschaft zum Gegenstand haben soll.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr c.t. im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend, Hörsaal 3. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Audiodatei des Vortrags:

 

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Nächste Termine

Bis Ende September 2020

In der Goethe-Universität finden mindestens bis Ende September 2020 keine Präsenzveranstaltungen statt. Das Veranstaltungsprogramm des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" wird ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt.

29. Mai 2020, 18.30 Uhr

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