Gipfelnächte in Europa: Die Krise als Entscheidungsmodus

Crisis Talk

Mittwoch, 13. November 2019, 12.30 – 14.30 Uhr

Die Vertretung des Landes Hessen bei der EU
Rue Montoyer 21, 1000 Brüssel

Programm (pdf): Hier...

 

Welcome note | Begrüßung

Mark Weinmeister
Secretary of State for European Affairs of the State of Hessen

Prof Dr Nicole Deitelhoff
Leibniz Peace Research Institute Frankfurt, Speaker Leibniz Research Alliance “Crises in a globalised world”

Keynote | Impuls

Prof. Dr. Oliver Ibert
Director, Leibniz Institute for Research on Society and Space

Panel discussion | Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Oliver Ibert
Director, Leibniz Institute for Research on Society and Space

Dr. Carsten Pillath
Director General, European Council

Prof. Dr. Mark Rhinard
Stockholm University, Institute of International Affairs

Moderator | Moderation

Ralph Sina
Head of WDR|NDR-Radiostudio Brussels

 

Simultanverdolmetschung Deutsch/Englisch

U. A. w. g.: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gipfelnächte in Europa: Die Krise als Entscheidungsmodus
Immer häufiger werden weitreichende politische Entscheidungen in der EU im Krisenmodus getroffen. Seit der Finanz- und Währungskrise sind Bilder und Pressekonferenzen langer EU-Gipfelnächte zum spezifischen Entscheidungsmodus in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Bald nachdem die eine Krise gelöst war, folgte bereits die nächste. Jüngstes Beispiel waren die Verhandlungen über die Neuwahl der Spitze der EU-Kommission in diesem Jahr. Der Crisis Talk widmet sich dem Thema des Entscheidens unter Krisenbedingungen. Krisen sind dadurch gekennzeichnet, dass bisherige Gewissheiten nicht mehr gelten, und dass der Entscheidungsdruck für die Lösungen existentiell wahrgenommener Bedrohungen besonders hoch ist. Im Rahmen dieses Crisis Talks werden Analysen solcher Entscheidungssituationen im Fokus der Diskussion stehen. Welche Qualität haben Entscheidungen, etwa im Kontext der Finanzkrise, des Brexit, der Migration, die im Krisenmodus getroffen wurden? Sind Krisen weiterhin als singuläre Ausnahmesituationen zu interpretieren, oder steht das Beispiel EU für einen dauerhaften Krisenmodus? Und wenn letzteres zutrifft, welche Auswirkungen sind auf die europäische Demokratie zu erwarten?

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Bildergalerie:

  • Mark Weinmeister (Secretary of State for European Affairs of the State of Hessen)
  • Prof Dr Nicole Deitelhoff (Leibniz Peace Research Institute Frankfurt, Speaker Leibniz Research Alliance “Crises in a globalised world”, Member "Normative Orders")
  • Ralph Sina (Head of WDR, NDR-Radiostudio Brussels)
  • Prof. Dr. Oliver Ibert (Director, Leibniz Institute for Research on Society and Space)
  • Dr. Carsten Pillath (Director General, European Council), Ralph Sina
  • Ralph Sina, Prof. Dr. Mark Rhinard (Stockholm University, Institute of International Affairs)
  • Prof. Dr. Oliver Ibert, Dr. Carsten Pillath, Ralph Sina, Prof. Dr. Mark Rhinard

© Hessische Landesvertretung/Eric Berghen

 

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Reihe "Crisis Talks": Hier...


Aktuelles

"Making Crises Visible" - Ausstellung und Rahmenprogramm beginnen im Februar 2020

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität beteiligt sich von Februar bis Juni 2020 am Rahmenprogramm zum wissenschaftlich-künstlerischen Projekt "Making Crises Visible". Mehr...

DFG fördert Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“

Eine von der DFG geförderte Kolleg-Forschungsgruppe mit dem Titel  „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ richtet ab Oktober 2020 den Blick auf frühere Formen des Christentums. Sprecherinnen sind Prof. Dr. Birgit Emich und Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität. Mehr...

Nächste Termine

31. Januar 2020, 9 Uhr

Workshop: Miteinander reden oder aneinander vorbei? Chancen und Herausforderungen aus der Praxis der Wissenschaftskommunikation. Mehr...

31. Januar 2020, 18 Uhr

Podiumsdiskussion: Kritik der Vernunft oder Vernunft der Kritik? Mehr...

3. Februar 2020, 18.15 Uhr

Interdisziplinäre Vortragsreihe "Evidenz in der Wissenschaft": Prof. Dr. Hartmut Leppin: Hat Jesus eigentlich gelebt? Zur Frage der historischen Evidenz. Mehr...

-----------------------------------------

Neueste Medien

Der Zorn der Moralisten und die Theorie des Ressentiments. Gegenwartsdiagnose mit/gegen Nietzsche

Prof. Dr. Albrecht Koschorke
Vortrag

Autorschaft und Hypermedialität in PLATFORM

Cecília Mello
Lecture & Film "Jia Zhangke: Kino der Transformation"

Neueste Volltexte

Burchard, Christoph (2019):

Künstliche Intelligenz als Ende des Strafrechts? Zur algorithmischen Transformation der Gesellschaft. Normative Orders Working Paper 02/2019. Mehr...

Kettemann, Matthias (2019):

Die normative Ordnung der Cyber-Sicherheit: zum Potenzial von Cyber-Sicherheitsnormen. Normative Orders Working Paper 01/2019. Mehr...