Grenzland Europa - Ein Kontinent wird neu vermessen

Podiumsgespräch innerhalb der Reihe "100 Jahre Oktoberrevolution. Ein Jubiläum – und viele Fragen offen"

Montag, 13. November 2017, 19.30 Uhr

Stadtbücherei Frankfurt am Main
Zentralbibliothek
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

Die Journalistin Kerstin Holm (FAZ) im Gespräch mit den Historikern Karl Schlögel (ehem. Europa-Univer­sität Viadrina) und lgor Narskij (LMU München).

Mit der Existenz der Staa­ten des real existierenden Kommunismus ging in Eu­ropa eine tiefe Spaltung zwischen  Ost und West einher. Ein Kontinent von vormals großer Vitalität und Komplexität wurde im Laufe des 20.Jahrhunderts Opfer einer gewaltsamen Ent mischung. Seit 1989 sind vormals tote Grenzregionen neu belebt,bisherige Lebensformen in Frage gestellt und neue Lebensentwürfe ermöglicht worden.  Mit dem Verschwin­ den des Eisernen Vorhangs trafen zwei Erfahrungshori­zonte  aufeinander, an die Daten der jüngeren Geschichte knüpfen sich jeweils verschiedene Erinnerungen.
Welche Asymmetrien der Erfahrung und Erinnerung in Ost und West stehen einer gemeinsamen europäischen Erin­ nerungskultur entgegen?
Ein "Osteuropa" als Einheit gibt es nicht;neben den ge­ meinsamen  Erinnerungen an Krieg und  Totalherrschaft ringen einige der aus dem zerfallenen Imperium hervorgegangenen Staaten um die eigene kollektive oder nationale Identität. Die offizielle Geschichtsschreibung Russlands stellt dessen Größe, seine Siege und Helden heraus, das Revolutions-Jubiläum scheint eher unwillkommen zu sein.
Wiescharfwaren die Zäsuren 1917 und 1991 in Russland wirklich,die Beginn und Ende der Sowjetunion markieren?
Mit dem Ende der Sowjetunion wandelten sich politische und administrative Machtstrukturen.
Inwieweit war damit auch die Auflösung einer Lebensform verbunden,die den Alltag im realen Kommunismus prägte und welche psychosozialen Folgen waren und sind damit verbunden? Welche Erkenntnisse liefert eine "Archäologie des Kommunismus"?

Programm mit weiteren Informationen (pdf): Hier...

 

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Bildergalerie:

  • lgor Narskij (LMU München), Kerstin Holm (FAZ) und Karl Schlögel (ehem. Europa-Universität Viadrina) (v.l.)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • lgor Narskij (LMU München)
  • lgor Narskij (LMU München) und Kerstin Holm (FAZ)
  • lgor Narskij (LMU München), Kerstin Holm (FAZ) und Karl Schlögel (ehem. Europa-Universität Viadrina) (v.l.)
  • Karl Schlögel (ehem. Europa-Universität Viadrina)
  • lgor Narskij (LMU München), Kerstin Holm (FAZ) und Karl Schlögel (ehem. Europa-Universität Viadrina) (v.l.)

 

Veranstalter:
VHS Frankfurt am Main und Stadtbücherei Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und dem Film-Forum Höchst


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