Ein Gespenst geht um: Lubitsch, Dietrich und Friedrich Holländer in Angel

Lecture & Film: "Schnell wie der Witz - Die Filme von Ernst Lubitsch"

1. Juni 2017, 20.15 Uhr

In seinem 1998 erschienenen Band The Material Ghost prägte der Filmkritiker Gilberto Perez den Begriff „materielles Gespenst“, welcher die Fähigkeit des Filmmediums beschreibt, aus kinematografischem Rohmaterial – Licht, Schatten, Bildausschnitt, Bewegung – neue Phantomwelten heraufzubeschwören. Das materiell greifbare Filmphantom ist keineswegs nur ein Phänomen rein ästhetischen Charakters, sondern auch ein Wiedergänger, dessen unheimliche Wiederkehr verloren gegangene Geschichten wachruft und gegenwärtige Desorientierungen in Erscheinung treten lässt. In diesem Vortrag befasst sich Erica Carter mit der unheimlichen Wiederkehr zweier  solcher Filmphantome, Marlene Dietrich und Friedrich Holländer, in der Lubitsch-Komödie Angel (1937). Vortrag in englischer Sprache.

Erica Carter ist Professorin für Germanistik und Filmwissenschaft und Leiterin des German Screen Studies Network am King’s College London. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur deutschsprachigen Film- und Kulturgeschichte gehören „How German is She? Postwar West German Reconstruction and the Consuming Woman“ (1997), „Dietrich’s Ghosts. The Sublime and the Beautiful in Third Reich Film“ (2004), „The German Cinema Book“ (Bergfelder, Carter & Göktürk, 2002) und „Béla Balázs: Early Film Theory“ (2010).

Filmprogramm: Angel, USA, 1937, 91 Min.


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

 

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Bildergalerie:

  • Erica Carter, Professorin für Germanistik und Filmwissenschaft und Leiterin des German Screen Studies Network am King’s College London
  • Urs Spörri, Kulturmanager, Deutsches Filminstitut - DIF e.V.
  • Rembert Hüser, Professor für Medienwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Erica Carter, Professorin für Germanistik und Filmwissenschaft und Leiterin des German Screen Studies Network am King’s College London
  • Erica Carter, Professorin für Germanistik und Filmwissenschaft und Leiterin des German Screen Studies Network am King’s College London

 

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main.

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