Was war der Kommunismus?

Podiumsgespräch innerhalb der Reihe "100 Jahre Oktoberrevolution. Ein Jubiläum – und viele Fragen offen"

Montag, 20. November 2017, 19.30 Uhr

Stadtbücherei Frankfurt am Main
Zentralbibliothek
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) im Gespräch mit Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Gerd Koenen (Historiker und Publizist) und Susanne Schattenberg (Universtät Bremen).

Am  Beginn der  kommunistischen Ära stehen der Bruch Lenins mit der historischen Arbeiterbewegung und folgenschwere Theorie-Postulate. Auffällig ist die fehlende theoretische Kontinuität zwischen den "Klassikern" des Marxismus-Leninismus (Marx, Lenin, Stalin, Mao).
Ist die reale Geschichte des Kommunismus als die Wir­kungsgeschichte einer Idee zu erzählen oder besser aus den Bedingungen des historischen Augenblicks und der Motive der jeweiligen Akteure zu verstehen?
Die Länder, in denen die Kommunisten zunächst an die Macht kamen, waren durch vormoderne Gesellschafts­strukturen gekennzeichnet. Sämtliche Ressourcen und Po­tentiale wurden unter Führung einer "allwissenden" Partei in den Händen eines neu gestalteten Staates konzentriert. Kennzeichnend für die kommunistischen Herrschaftssyste­me war der auf das Ganze zielende Gestaltungsanspruch, der Versuch, die gesamte Gesellschaft von einem leiten­den Zentrum her planen und steuern zu wollen.
Was hielt die kommunistischen Herrschaftssysteme im In­nersten zusammen? War es die Machtvertikale, die in der Hierarchie Nachgeordnete an der Macht beteiligte, oder die jeweils nationalkulturell gefärbte Ideologie, gepaart mit terroristischen Mitteln?
Die auseinanderstrebende Vielfalt der Erscheinungsfor­men erschwert eine zusammenhängende historische Dar­stellung des Phänomens "Kommunismus".
Ist es angesichts der verschiedenen Entwicklungslinien überhaupt sinnvoll, im Singular von dem Kommunismus zu reden? Ist eine kommunistische Utopie für alle Zeiten diskreditiert?

Programm mit weiteren Informationen (pdf): Hier...

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Bildergalerie:

  • Gerd Koenen (Historiker und Publizist), Susanne Schattenberg (Universität Bremen), Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) (v.l.)
  • Bernd Eckardt (Abteilungsleiter des Fachbereich Sprachen der Volkshochschule Frankfurt)
  • Gerd Koenen (Historiker und Publizist), Susanne Schattenberg (Universität Bremen), Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) (v.l.)
  • Susanne Schattenberg (Universität Bremen), Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) (v.l.)
  • Gerd Koenen (Historiker und Publizist), Susanne Schattenberg (Universität Bremen), Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) (v.l.)
  • Susanne Schattenberg (Universität Bremen)
  • Susanne Schattenberg (Universität Bremen), Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung)
  • Gerd Koenen (Historiker und Publizist)
  • Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung)

Veranstalter:
VHS Frankfurt am Main und Stadtbücherei Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und dem Film-Forum Höchst


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Weitere Informationen (Vortragsskript und Video) zum Vortrag „Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" von Jürgen Habermas am 19. Juni 2019 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main finden Sie hier...

"The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" - Konferenz zu Ehren von Jürgen Habermas

Am 20. und 21. Juni fand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" die Konferenz "The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" statt.
Die Meldung zur Konferenz finden Sie hier...
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier...

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