Publikationsdetails

"Die Herrschaftsproblematik in den Internationalen Beziehungen – eine Einleitung", in: Herrschaft in den Internationalen Beziehungen, Springer VS, S. 1-26.

Buchkapitel

Autor(en): Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Kamis, Ben; Pfister, Jannik; Wallmeier, Philip
Publikationsjahr: 2017

Abstract: Obwohl globale Machtasymmetrien und ihre Verfestigung in der internationalen Politik immer mehr die gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskussion bestimmen, wurde die Herrschaftsfrage für die Internationalen Beziehungen bisher kaum systematisch gestellt. Dies liegt zum einen am wirkmächtigen traditionellen Bild der internationalen Politik als Sphäre struktureller Anarchie, zum anderen am Fokus der Internationalen Beziehungen als Disziplin auf die Kooperation zwischen formal gleichen Staaten. Doch in jüngerer Zeit hat die Herrschaftsfrage dreifach Konjunktur: in der Gesellschaft in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, in den Gesellschaftswissenschaften allgemein, und mittlerweile selbst in den in Internationalen Beziehungen. Die Einleitung zeichnet diese Entwicklungen nach und zeigt, dass die Beschreibung von Machtasymmetrien jenseits des Staates als Herrschaftsverhältnisse mit der Frage nach deren Rechtfertigung einhergeht. Der kritische Impetus in der Analyse globaler Politik ist der Mehrwehrt der vorgeschlagenen Herrschaftsperspektive, auf deren besondere (epistemologische) Herausforderungen die Beiträge des Bandes unterschiedliche Antworten geben.

Keywords: Herrschaft, Internationale Beziehungen, Widerstand, Machasymmetrien, Institutionen.

Forschungsfeld: Forschungsfeld 3 - Die Pluralität normativer Ordnungen: Konkurrenz, Überlagerung und Verflechtung
Forschungsprojekt: Wandel normativer Ordnungen: Die Transnationalisierung von Herrschaft und Widerstand
Fachrichtung(en): Politikwissenschaft

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