Veranstaltungen

Latenz - Zur Genese des Ästhetischen als historischer Kategorie

Kantorowicz Lecture in Political Language

Mittwoch, 8. Juni 2022, 18.00 Uhr

Vortrag von
Prof. Dr. Anselm Haverkamp (Universität München)

Latenz ist ein tentativer Begriff: das in ihr Begriffene drängt sich auf, bevor es begriffen ist. Es liegt auf der Hand, dass Ästhetik dabei eine Rolle spielt: ihr historischer Quellenwert liegt im Freilegen von Latenzen, des sich in Geschichte wandelnden Latenten.

„Der Schriftsteller: er sagt immer mehr und weniger als er denkt. […] Was er schließlich schreibt, entspricht keinem wirklichen Gedanken.“ (Valéry, Tel Quel).

Als Relais der in allem und jedem Gesagten akuten, aber unverwirklichten Zukünfte liegt die Wahrheit von Kunst und Literatur in keiner Unbestimmtheit oder Unendlichkeit, sondern unterliegt sie einer historischen Ökonomie der Latenthaltung. Nicht alles ist möglich, latent ist nicht virtuell.

Clov „Es gibt so viele schreckliche Dinge“. Hamm „Nein, nein, es gibt gar nicht mehr so viele.“ (Beckett, Endgame – Adorno, Versuch das Endspiel zu verstehen)

Anselm Haverkamp ist emeritierter Professor of English an der New York University und Honorarprofessor für Philosophie an der Universität München.

Weitere Informationen folgen

Veranstalter:
Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Neue Konfliktlinien: Polarisiert sich Deutschland?

Kontrovers: Aus dem FGZ

Donnerstag, 27. Januar 2022, 16.30 Uhr

Mit: Prof. Dr. Daniela Grunow (FGZ Frankfurt, Goethe-Universität) und
Prof. Dr. Andreas Zick (FGZ Bielefeld, Universität Bielefeld)
Moderation: Heike List (FGZ, Goethe-Universität)

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Wir bitten um eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Login-Daten werden nach Anmeldung übermittelt.

Die in Politik und Öffentlichkeit artikulierte Sorge um eine gesellschaftliche Polarisierung umfasst verschiedene Annahmen: Politische Streitfragen zu Pandemiebekämpfung, Klima-, Gender- und Migrationspolitik würden zunehmend verhärtet geführt, Meinungen und Einstellungen, Gruppen und Parteien stünden sich dabei unversöhnlich bis feindschaftlich gegenüber und radikalisierten sich. Wechselseitiges Vertrauen und Kompromissbereitschaft gingen verloren und Konflikte würden immer häufiger gewaltsam ausgetragen. Das „Auseinanderdriften der Gesellschaft“ wird darüber hinaus in einer unüberbrückbar werdenden Kluft zwischen Arm und Reich, regional ungleichen Lebensverhältnissen sowie fehlenden Bildungs- und Aufstiegschancen diagnostiziert.
Im Format „Kontrovers: Aus dem FGZ“ wollen wir diese Thesen wissenschaftlich einordnen und diskutieren: Haben wir es überhaupt mit einer Polarisierung der Lager und politischen Einstellungen in Deutschland zu tun oder ist diese Sichtweise verzerrt? Lassen sich neue kulturelle und sozioökonomische Konfliktlinien und gesellschaftliche Spaltungstendenzen erkennen? Welche Daten sprechen dafür, welche dagegen? Und schließlich: Wieviele dieser Gegensätze kann und muss eine plurale Demokratie aushalten?
Mit der Diskussion dieser und weiterer Fragen zwischen Prof. Dr. Daniela Grunow (Professorin für Soziologie, FGZ Frankfurt/Goethe-Universität) und Prof. Dr. Andreas Zick (Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, FGZ Bielefeld/Universität Bielefeld), moderiert von Heike List (Wissenschaftliche Referentin der Geschäftsführung, FGZ), startet die Reihe „Kontrovers: Aus dem FGZ“ ins Jahr 2022.

Daniela Grunow ist Direktorin des Institute for Empirical-Analytical Research (InFER) und Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt „Quantitative Analysen gesellschaftlichen Wandels“ am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität sowie Sprecherin der Forschungsgruppe „Reconfiguration and Internalization of Social Structure“ (RISS). Am FGZ-Standort Frankfurt ist sie stellvertretende Sprecherin und leitet zwei Teilprojekte, darunter „Wertkonflikte, Arbeitsteilung und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Geschlechterverhältnis“. Ihre Forschung und Lehre konzentrieren sich auf die Wechselwirkungen von Arbeitsmarkt, Hausarbeit und Geschlechterbeziehungen in verschiedenen Wohlfahrtsstaaten sowie auf Aspekte sozialer Integration und Kohäsion. Zur Erforschung dieser Themen verwendet sie unterschiedliche empirische Methoden; speziell Methoden zur Analyse von Längsschnittdaten. 
 
Andreas Zick ist Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung und Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld sowie Sprecher des Standorts Bielefeld des FGZ. Am FGZ-Standort Bielefeld leitet er vier Forschungsprojekte, darunter das Projekt „Zusammenhalt in und durch Nachbarschaften – Stadtteilstudien und Regionalpanel NRW und Niedersachsen“. Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei Intergruppenkonflikten, Vorurteilen und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Radikalisierung und Extremismus sowie Migrations- und Integrationsprozessen. Er engagiert sich zudem langjährig in der medialen und öffentlichen Vermittlung seiner Forschungsergebnisse zu Ursachen, Formen und Folgen innergesellschaftlicher Konflikte, Diskriminierung und Gewalt.
 
Heike List ist Wissenschaftliche Referentin der Geschäftsführung des FGZ. An der Goethe-Universität arbeitete sie zuvor in der Geschäftsstelle des Exzellenzclusters „Normative Orders“ und als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU-Verbundprojekt „Reconstituting Democracy in Europe“ (RECON) am Lehrstuhl für politische Theorie und Philosophie in der Lehre und Forschung u.a. zu normativen Ordnungsstrukturen der EU und dem Spannungsverhältnis von nationaler Vielfalt und Demokratie.

Zum Format:
In der Debattenreihe „Kontrovers: Aus dem FGZ“ werden Themen und Thesen aus der Frankfurter Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in öffentlichen Debatten zu kontroversen Positionen zugespitzt, in einem Dialog vermittelt und zur Diskussion gestellt.
"Kontrovers" ist eines von drei Transferformaten aus dem Transferprojekt „Frankfurt streitet!“ des Frankfurter Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Ziel des Transferprojekts ist es, in verschiedenen Formaten die Bedeutung einer Konfliktkultur des produktiven Streits für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu vermitteln und praktisch erlebbar zu machen. Das Projekt möchte dabei den Gedanken aufgreifen, dass es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt entscheidend ist, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sozial produktiv auszutragen.

Veranstalter
Frankfurter Teilinstitut des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Crisis of Freedom. Hegel‘s Elements of the Philosophy of Right After 200 Years

International Conference

13th - 15th January 2022

The object of Hegel’s Elements is “das Recht”. Hegel understands Recht to be nothing else (and nothing less) than the actuality of freedom: freedom that has become actual, that is, freedom that has actualized itself. In this sense, Recht comprises all of (social) actuality which can in turn be understood as the medium and presentation of freedom. Hegel’s Elements is a theory of freedom and a theory of social actuality in one. Since the publication of Hegel’s Elements, this unity of theory of freedom and theory of (social) actuality has been understood as an apologetic program. This understanding was decisively influenced by Hegel’s positioning in the political struggles of his time. After Hegel, the critique of this reactionary positioning has fueled the program to go back behind Hegel. Hence, a (normative) theory of freedom was played off against a (realistic) theory of social and political reality in order to thereby regain the possibility of critique. Yet this reaction forfeits the specific form of critique that Hegel’s program of a conceptual unity of freedom and social actuality opens up. For Hegel’s program is critical not because it asserts the claims of freedom against (bad) actuality or the claims of actuality against (false) freedom but rather through the mode in which it demonstrates the unity of freedom and actuality: it is critical through the mode of its presentation (Darstellung). Since it shows that the unity of freedom and actuality only exists as a process – and that this process consists in the bringing forth of the tensions and contradictions in which the attempts to actualize this unity become necessarily entangled. Hegel’s Elements is thus critical as an exposition of crises: Its argument moves from one to the next form of right by showing and exacerbating the crisis in which every form of law is caught up precisely because (or insofar as) it is a step in the actualization of freedom. The exposition of crises does thus not only have a diagnostic but a strategic, argumentative significance in Hegel’s philosophy of right.

Online via Zoom. To participate, please follow the links to individual sessions in the full program here...

Organized by: Simon Gurisch, Jonas Heller, Marina Martinez Mateo, Christoph Menke and Benno Zabel

Presented by:
Frankfurt Humanities Research Center (Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, FZHG), Department of Philosophy at the Goethe University Frankfurt and the Research Centre “Normative Orders” of Goethe University. The conference is funded by the Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG), the ProPostDoc-Program of the Frankfurt Humanities Research Centre (FZHG), the Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität and the Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Johann Wolfgang Goethe-Universität.

Sozialpsychologie des zeitgenössischen Autoritarismus und Rechtspopulismus – Dynamiken des Vertrauens und Misstrauens

Workshop

Freitag, 18. März 2021

Gegenwärtig ist in vielen Ländern ein Aufstieg von Bewegungen zu beobachten, die demokratische Errungenschaften auf doppelbödige Weise unterminieren: Sie attackieren Rechtsstaatlichkeit und berufen sich zugleich darauf, wenn es opportun erscheint. Sie wenden sich gegen Minderheiten und reklamieren für sich selbst jene Schutz- und Freiheitsrechte, die sie in anderer Hinsicht massiv bekämpfen. Sie greifen an und deklarieren sich als diskreditierte Opfer.
Entsprechende Phänomene werden unter dem Begriff des Rechtspopulismus oder auch eines neuen Autoritarismus gefasst. In jüngerer Zeit finden sich entsprechende Muster auch bei Anti-Corona-Protesten und den gemischten Milieus der in Deutschland sog. ‚Querdenker‘.
Bei aller Heterogenität der Beteiligten und der deklarierten Ziele lassen sich als verbindende Elemente ein generalisiertes Misstrauen gegenüber Institutionen und Repräsentant:innen des demokratischen Rechtsstaats als leitmotivisch für Weltsichten und Handlungsmuster ausmachen. Komplementär dazu haben sich regressive Formen des Vertrauens in idealisierte Gruppen oder Autoritäten herausgebildet.
Solche spezifischen Dynamiken des Vertrauens und Misstrauens sowie ihre doppelbödigen destruktiven Potenziale sollen durch sozialpsychologische Zugänge erhellt werden, die im Zentrum dieses Workshops stehen.

Mit: José Brunner (Tel Aviv), Katarina Busch (SFI), Maurits Heumann (Luzern), Vera King (SFI & GU Frankfurt), Patrícia da Silva Santos (Belem), Mardeni Simoni (SFI), Ferdinand Sutterlüty (IfS & GU Frankfurt), Greta Wagner (Darmstadt/Luzern) und Heinz Weiß (Stuttgart/SFI Frankfurt)

Organisiert von Vera King und Ferdinand Sutterlüty

Die Zahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, um Anmeldung über Sonja Helfmann: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

Programm und weitere Informationen (PDF): Hier...

Veranstalter:
Sigmund-Freud-Institut Frankfurt, „ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität

Political Trust

3. Vortrag innerhalb der ConTrust Speaker Series

Mittwoch, 16. Februar 2022, 18.15 Uhr

Kevin Vallier (Associate Professor of Philosophy at Bowling Green State University)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Veranstalter: 
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis in Pandemiezeiten

Podiumsdiskussion im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Mercator Science-Policy Fellowship-Programms

9. November 2021, 18.15 Uhr

Mit: Prof. Dr. Tanja Brühl (Präsidentin der Rhein-Main-Universitäten, TU Darmstadt), Prof. Dr. Stephan Jolie (Vizepräsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Dr. Schmidt-Gernig (Bundesministerium für Gesundheit) und Dr. Katja Zboralski (Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)

Weitere Informationen auf der Website des Mercator Science-Policy Fellowship-Programm: Hier...

Ein Bericht zur Auftaktveranstaltung findet sich im Uni-Report der Goethe-Universität Frankfurt: Hier...

Veranstalter:
Mercator Science-Policy Fellowship-Programm in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Unviversität Frankfurt am Main

AI and Criminal Justice: Trust, Conflict and Power

IX AIDP Symposium for Young Penalists

Artificial intelligence (AI) is progressively transforming decision-making processes and affecting our everyday lives. The use of algorithms, AI agents and big data techniques also creates unprecedented opportunities for the prevention, investigation, detection or prosecution of criminal offences and the efficiency of the criminal justice system. Equally, however, the rapid increase of AI and big data in criminal justice raises a plethora of criminological, ethical, legal and technological questions and concerns, e.g. about enhanced surveillance and control in a pre-crime society and the risk of bias or even manipulation in (automated) decision-making. In view of the stakes involved, the need for regulation of AI and its alignment with human rights, democracy and the rule of law standards has been amply recognised, both globally and regionally (e.g. UNICRI-Interpol: Towards responsible AI Innovation, 2020; Council of Europe: Recommendation on the human rights impacts of algorithmic systems, 2020; European Commission: White Paper on Artificial Intelligence, 2020). The lawfulness, social acceptance and overall legitimacy of AI, big data and automated decision-making in criminal justice will depend on a range of factors, including (algorithmic) transparency, trustworthiness, non- discrimination, accountability, responsibility, effective oversight, data protection, due process, fair trial, access to justice, effective redress and remedy. There is, therefore, a clear need to address these issues and raise awareness on AI systems’ capabilities and limitations within criminal justice in order to be better prepared for the future that is now upon us.

AIDP Symposia for Young Penalists have become a focal point for exchange on current issues of criminal justice. Young academics and practitioners share their ideas on an international forum, receive feedback and are inspired by renowned keynote speakers and moderators, and work together to learn more – and improve – criminal justice. For further information, visit the AIDP Young Penalists website: www.youngpenalists.com
The Ninth International AIDP Symposium for Young Penalists is hosted by the Forschungskolleg Humanwissenschaften of the Goethe-University Frankfurt and co-organized by the Research Centre “Normative Orders”, the Research Initiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt – Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ and by the Young Penalists Committee of the International Association of Penal Law (AIDP).

Registration
The Symposium takes place in accordance with the so called 2G+ rule, i.e. for the attendance it is required proof of vaccination or recovery and to undertake a free self test on site. Attendance at the conference is free, but the number of places is limited due to covid prevention protocols. Pre-registration (before 9.12.2021) is therefore required at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!de

Organization and Contact
Dr. Nicola Recchia, LL.M. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!de

Conference Venue
Villa Reimers
Forschungskolleg Humanwissenschaften of the Goethe-University Frankfurt
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg v.d. Höhe

Programme (pdf): Click here...

Conference Program

Thursday, 16 December 2021, 14.00

Registration of Participants

Welcome Address
Francesco Mazzacuva (University of Parma, President of the YP International Committee)

Introductory Remarks
Christoph Burchard (Goethe-University Frankfurt, Normative Orders, ConTrust)

Panel I: AI Applications and Criminal Liability
Chair: Ulrich Sieber (Former Director Max Planck Institut for Foreign and International Criminal Law, President AIDP Germany)
Anna Moraiti (PhD Student, University of Luxembourg), AI Crimes and Misdemeanors: Debating the Boundaries of Criminal Liability and Imputation
Beatrice Panattoni (PhD Student, University of Verona), AI and Criminal Law: The Myth of ‘Control’ in a Data-Driven Society

Coffee Break

Panel II: AI as a Tool in Corporate Criminal Compliance
Chair: Nina Peršak (University of Ljubjana, Co-Editor in Chief RIDP)
Leonardo Simões Agapito (PhD Student, University of São Paulo), Matheus de Alencar e Miranda (PhD Student, State University of Rio de Janeiro) and Túlio Felippe Xavier Januário (PhD Student, University of Coimbra), On the Potentialities and Limitations of Autonomous Systems in Money Laundering Control
Federico Mazzacuva (Post-doc, University of Milan Bicocca), The Impact of AI on Corporate Criminal Liability: Algorithmic Misconduct in the Prism of Derivative and Holistic Theories

Panel III: AI-based Investigative Tools
Chair: Gert Vermuelen (Ghent University, Director General of Publications AIDP)
Katherine Quezada Tavárez (Researcher, KU Leuven), Augmented Reality in Law Enforcement from an EU Data Protection Law Perspective: the Darlene Project as a Case Study
Bárbara da Rosa Lazarotto (PhD Student, Free University of Brussels – VUB) The Application of the GDPR in Criminal Courts when Using AI as Biometric Evidence

Friday, 17 December 2021, 9.30

Panel IV: The Impact of AI on Criminal Procedural Law
Chair: Dominik Brodowski (Saarland University, General Secretary AIDP Germany)
Miguel João Costa (Guest Lecturer and Integrated Researcher, University of Coimbra) and António Manuel Abrantes (Guest Lecturer, Portuguese Catholic University), The Challenges of AI for Transnational Criminal Law: Jurisdiction and Cooperation
Kelly Blount (PhD Student, University of Luxembourg), Applying the Presumption of Innocence to Policing with AI

Coffee Break

Panel V: Predictive Policing and Risk Assessment Tools in Criminal Justice
Chair: Katilin Ligeti (University of Luxembourg, Vice-President AIDP)
Alice Giannini (PhD Student, University of Florence and University of Maastricht), Lombroso 2.0: On AI and Predictions of Dangerousness in Criminal Justice
Julia Heilemann (Legal Trainee, European Court of Human Rights), Click, Collect and Calculate – The Growing Importance of Big Data in Predicting Future Criminal Behaviour

Concluding Remarks and Future Perspectives
John Vervaele (Utrecht University, President of the AIDP)

Farewell Address
Nicola Recchia (Goethe-University Frankfurt, YP International Committee)

 

Presented by:
Research Centre “Normative Orders”, the Research Initiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt – Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ and the Young Penalists Committee of the International Association of Penal Law (AIDP)

Trusting enemies: Interpersonal trust and international conflict

2. Vortrag innerhalb der ConTrust Speaker Series

Mittwoch, 8. Dezember 2021, 18.15 Uhr

Professor Nicholas J. Wheeler (University of Birmingham)

Online via Zoom. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Video:

ConTrust Speaker Series
A standard assumption of research is that trust and conflict stand in opposition and exclude one another. ConTrust questions that assumption and inquires into the dynamics of trust and conflict in various contexts of social life. Can trust arise in, manifest itself and be stabilized in conflicts rather than apart from them? What are the conditions for that?

Veranstalter: 
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ - ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Misstrauen in Zeiten der Ungewissheit

Panel

Donnerstag, 9. Dezember 2021, 17 Uhr

Die Frage danach, was Gemeinschaften oder gar ganze Gesellschaften „zusammenhält“, wird oft mit dem Begriff des Vertrauens beantwortet. Dem Gegenbegriff zu Vertrauen, dem des Misstrauens, wird hingegen auch die gegenteilige Wirkung zugesprochen: Misstrauen, so die landläufige – und auf den ersten Blick hochplausible – Vorstellung, treibt auseinander.
Neue autoritäre Bewegungen und Gruppierungen, die sich gegen Infektionsschutzmaßnahmen wenden, machen jedoch deutlich, dass diese einfache Dichotomie zu kurz greift. Unter Bedingungen gesellschaftlicher Ungewissheit ist Misstrauen – genau wie Vertrauen – ein Mittel zur Reduktion sozialer Komplexität, das nicht nur zur Erklärung der Welt, sondern auch zur Vergemeinschaftung beiträgt. Was beispielsweise die äußerst heterogene sogenannte Querdenkerbewegung eint und mobilisiert, scheint gerade das geteilte Misstrauen gegen politische Institutionen, etablierte Medien und Wissenschaft zu sein.
Beobachten wir gegenwärtig eine neue gesellschaftliche Spaltung zwischen jenen, die dem öffentlichen Diskurs als Austragungsort gesellschaftlicher Konflikte eher vertrauen, und jenen, die – insbesondere seit Pandemiebeginn – gegen ihn ein tiefes Misstrauen hegen? Wie verhält sich dieses Misstrauen zu neuen partikularisierten Vertrauensgemeinschaften? Wie lassen sich für die demokratische Lebensform essenzielle Formen des Zweifels von eher destruktiven Formen des Misstrauens unterscheiden? Diese und weitere Fragen möchten wir auf dem Panel aus philosophischer, ideengeschichtlicher und sozialpsychologischer Perspektive beleuchten.

Es diskutieren: PD Dr. Christian Budnik (Zürich), PD Dr. Eva Marlene Hausteiner (Greifswald/Bonn), Prof. Dr. Vera King (Frankfurt).

Kommentar: Prof. Dr. Ayelet Shachar, Dr. Greta Wagner (Luzern/Darmstadt) und Moderation: Dr. Tobias Albrecht (Frankfurt)

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Um vorherige Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

Veranstalter:
Arbeitsgruppe 1: Demokratie der Forschungsinitiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt – Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“

AI and criminal law: Need for a new model of criminal liability?

Online Vortrag innerhalb des Dienstagsseminars des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dienstag, 23. Novmember 2021, 16 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Maria Kaiafa-Gbandi (Professorin für Strafrecht an der Aristoteles-Universität Thessaloniki, Fellow am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität)

Online via Zoom. Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Logindaten werden nach Anmeldung übermittelt

Weitere Informationen zum Fellowship von Prof. Dr. Maria Kaiafa-Gbandi: Hier...

Veranstalter
Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Mit Unterstützung durch das Förderung durch Alexander von Humboldt-Stipendium und die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Documentary and Democracy in Crisis

International Conference Visible Evidence 2021

14 - 18 December 2021

What we call ‘documentary’ emerged in the 1920s and 1930s in response to a perceived crisis of liberal democracy, as a mode of factual representation which empowers citizens to participate in the political process. As the last months have shown, the willingness or unwillingness of citizens to comply with policy makers have crucial effects.
How does documentary respond to what has been widely diagnosed as the current crisis of democracy? What could be an adequate reaction in forms, themes and modes of production, to the return to nationalism and other forms of political tribalism in the face of global migration? In what ways does documentary shape our perceptions of the consequences of globalization, from climate change, health crisis, to the transformation of the economy? And how can documentary in theory and practice contribute to defend the spaces and modes of deliberation necessary for the life of democracy?

Visible Evidence, the international conference on documentary film and media, now in its 27th installment, will be hosted by the Institute for Theatre, Film and Media Studies (TFM) at Goethe University, Frankfurt in collaboration with Künstlerhaus Mousonturm and DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Designed as a public event in collaboration with the city’s leading cultural institutions, the conference makes a conscious nod towards documentary history as an instrument of public opinion. The notion of crisis, a thread weaved through the history of documentary, and in light of current affairs seems ever more pertinent, calls for new political, formal and social possibilities that consolidate and expand documentary’s role as a space for representation and democratic deliberation. These new possibilities are explored in a dialogue between theory and practice.

Programme and further information: Click here...

Conference locations

Mousonturm
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

COVID Regulations
It is important to us to keep conference participants as safe as possible. Therefore, we have decided that the conference will be held as a 2G-event, meaning that only people who are vaccinated or have recovered will be able to attend. We are closely monitoring the current situation and will implement further safety measures if necessary.

 

Presented by:
Institute for Theatre, Film and Media Studies (TFM) at Goethe University, Frankfurt in collaboration with Künstlerhaus Mousonturm and DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. In cooperation with the Research Centre "Normative Orders" of Goethe University, The Research Initiative "ConTrust" and further partners

The Global Machinery: Revisiting Technocracy, Depoliticization and International Organizations

Book launch and discussion

Tuesday, 30 November 2021, 5-6.30 PM (CET)

Speakers
Marieke Louis, PhD, Sciences Po Grenoble, Grenoble Alpes University
Lucile Maertens, PhD, University of Lausanne
Prof. Jens Steffek, Technical University of Darmstadt and Normative Orders

Discussant
Prof. Frédéric Mérand, CÉRIUM, Université de Montréal

The Covid-19 pandemic has brought back critical debates about international organizations (IOs) and their role in global politics. Many of these debates revolve around the claim that IOs could be impartial knowledge producers, removed from political battles and national or sectoral interests. Through the analytical tools of depoliticization and technocracy, two new books explore the apolitical image of IOs and its functionalist roots. They show in detail how IOs, but also academics, are creating this image and what consequences this has for IO legitimacy. Based on in-depth case studies, Why International Organizations Hate Politics demonstrates how IOs currently enact depoliticization in a series of overlapping, sometimes mundane, practices resulting from the complex interaction between professional habits, organizational cultures and individual tactics. International Organization as Technocratic Utopia traces the evolution of the idea that international relations should be managed by experts, bureaucrats and lawyers, rather than by politicians or diplomats. It shows that the technocratic ideal has been a persistent theme in writings about international relations, both academic and policy-oriented, since the late 19th century.

Video:

 

The event will be held in english

 

Steffek, Jens: International Organization as Technocratic Utopia. Oxford University Press 2021. For further information: Click here...

 

 

 

 

 

Marieke Louis, Lucile Maertens: Why International Organizations Hate Politics. Depoliticizing the World. Routledge 2021. For further information: Click here...

 

 

 


Presented by:
Research Centre “Normative Orders”, Goethe University Frankfurt

Die EU und der Indo-pazifische Raum – Gemeinsame Strategie in der Krise?

Crisis Talk

Donnerstag, 8. November 2021, 13 - 14 Uhr

Verfolgen Sie den deutschen Livestream auf dem Youtube-Kanal "Hessen in Berlin und Europa": Hier...

Please put questions to the panelists here: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Please register here: https://eu.hessen.de/Krisenmanagement
Der Livestream wird simultan verdolmetscht (Englisch/Deutsch).

Programm (pdf): Hier...

 

Begrüßung
Lucia Puttrich
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten

Impuls
Dr. Christian Wirth
Research Fellow Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien

Podiumsdiskussion
Dr. Christian Wirth
Research Fellow Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung/Goethe-Universität Frankfurt am Main
David McAllister, MdEP
Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament
Dr. Reinhold Brender
Referatsleiter des Europäischen Auswärtigen Dienstes für den Bereich Japan, Korea, Australien, Neuseeland und den Pazifik

Moderation
Rebecca C. Schmidt
Geschäftsführerin des Forschungsverbunds Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt

Video:

 

Die EU und der Indo-pazifische Raum - Gemeinsame Strategie in der Krise?
Die indo-pazifische Region gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung für die EU. Die Europäische Kommission hat kürzlich ihre Strategie für die Zusammenarbeit im Indo-Pazifik verabschiedet. Das Ziel besteht darin, das europäische Engagement in dieser ökonomisch und geopolitisch zunehmend wichtigen Region zu stärken. Dies unterstreicht auch den europäischen Anspruch, in außen- und sicherheitspolitischen Fragen als globaler und eigenständiger Akteur wahrgenommen zu werden. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Bemühungen durch das trilaterale Militärbündnis der USA, Großbritanniens und Australiens in eine Krise geraten könnten. Oder liegt hier vielmehr auch eine Chance für die EU, die Akzente ihrer Indo-pazifik-Politik noch deutlicher herauszuarbeiten? Zentrale Punkte, die im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden sollen, sind die Förderung der regelbasierten Ordnung, freie Schifffahrts- und Handelswege sowie eine europäische Haltung gegenüber der neuen Weltmacht China.

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Reihe "Crisis Talks": Hier...

 

Algorithmic Justice for Deciding on Criminal Matters?

Fellow colloquium

Thursday, 16 December 2021, 11:00 am

Prof. Dr. Maria Kaiafa-Gbandi (Aristotle University of Thessaloniki)

Chair: Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor for Criminal Law and Criminal Procedure, Comparative Law and Legal Theory, Goethe University; Normative Orders; Goethe Fellow at the FKH)

Forschungskolleg Humanwissenschaften, Großer Salon
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg

und online via Zoom

As »algorithmic governance« progresses in modern technological societies, justice systems come gradually to the forefront. In light of the EU and the Council of Europe initiatives on »Ethics guidelines for trustworthy AI systems« (2021) and on a »European Ethical Charter on the use of artificial intelligence in judicial systems« (CEPEJ, 2018) aiming to address essential risks for the rule of law that accompany the use of algorithmic tools, the presentation focuses on the different fields of AI-assisted criminal justice, which is related to the harshest mechanism of social control. It highlights the pros and particularly the cons of the algorithmic tools’ use in the field of criminal matters under the perspective of fundamental rights and principles of criminal law and tries to define priorities for their future use.

Maria Kaiafa-Gbandi is Professor of Criminal Law at Aristotle University of Thessaloniki. She is also Director of the »Research Institute for Transparency, Corruption and Financial Crime« of the Aristotle University of Thessaloniki and a member of the Expert Group of the European Commission on European Criminal Justice. From September 2021 to February 2022 she is, on the invitation of Professor Klaus Günther and the Frankfurt Research Center »Normative Orders«, a fellow at the Forschungskolleg Humanwissenschaften. For further information: Click here...

Participation and registration
For participation online or on site, please register in advance (contact: Beate Sutterlüty; email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

For those who plan to participate via Zoom: Click here...

Presented by:
Forschungskolleg Humanwissenschaften of Goethe University and Research Centre "Normative Orders"

Das Afghanistan-Desaster: Lehre für die Zukunft?

Montag, 1. November 2021

Konferenz unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schröter (Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Gebäude "Normative Ordnungen"
Campus Westend
Max Horkheimer Str. 2

In Präsenz unter Hygieneauflagen der 2-G-Regel

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte geben Sie bei Anmeldung an, ob Sie an den Vorträgen, der Podiumsdiskussion oder an beidem teilnehmen möchten.

Livestream unter live.ffgi.net

Die erneute Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat einen Schock in weiten Teilen der internationalen Gemeinschaft ausgelöst. 20 Jahre lang engagierten sich die USA und zahlreiche andere westliche Länder für den Aufbau eines demokratischen Staates, ein modernes Bildungswesen und die Umsetzung der Menschen- und besonders der Frauenrechte. Einheimische Sicherheitskräfte in Armee und Polizei sollten den neuen Staat und seine Errungenschaften gegen islamische Extremisten absichern. Dass es dabei immer wieder Schwierigkeiten gab, wurde mit der allgegenwärtigen Korruption oder auch Fällen von Fehlverhalten ausländischer Militärangehöriger zugeschrieben, bei denen einheimische Zivilisten starben. Erfolge wurden medial so präsentiert, als ob die demokratische Transformation insgesamt auf einem guten Weg sei. Jetzt wurde offensichtlich, dass dies eher einem Wunsch als den Tatsachen entsprach. Die seit Jahren erstarkenden Taliban marschierten ohne nennenswerten Widerstand durch das Land und nahmen eine Stadt nach der anderen ein. Zuletzt auch Kabul. Der Truppenabzug westlicher Armeen ähnelt einer überhasteten Flucht und hinterlässt auch eine humanitäre Katastrophe.
Das Desaster wirft eine Reihe von Fragen auf, die wir auf der Konferenz ansprechen möchten.

1. War das anvisierte Ziel, einen demokratischen Staat aufzubauen, von Anfang utopisch oder hätte es Möglichkeiten gegeben, dieses auch zu realisieren? Welche Kardinalfehler wurden gemacht? Was bleibt von den zivilgesellschaftlichen Projekten?
2. Was bedeutet die Entwicklung in Afghanistan für die deutsche Außenpolitik und speziell für laufende oder zukünftige Missionen?
3. Schon jetzt wird Erfolg Sieg der Taliban von Islamisten als Etappensieg über den Westen gefeiert. Müssen wir mit einem Erstarken des politischen Islam und des internationalen Dschihadismus rechnen? Welche Konsequenzen hat dies für die Innenpolitik?
4. Die Machtübernahme der Taliban wird von Politik, Medien und Zivilgesellschaft im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen nahezu einhellig verurteilt, doch eine ähnliche Verurteilung des Iran, die der slowenische Ministerpräsident im Juli gefordert hatte, wurde in der EU abgelehnt. Verfängt sich Westen in seiner eigenen Doppelmoral und verspielt dadurch seine Glaubwürdigkeit?
5. Wie könnte eine Politik Deutschlands aussehen, die sowohl wirtschaftliche, politische und ideelle Ziele miteinander in Einklang bringt, ohne entweder als blauäugig oder egoistisch wahrgenommen zu werden?
6. Einer der Befunde der Ereignisse lautet, dass Freiheit nicht mit Zwang aufoktroyiert werden kann. Ist dies eine Bankrotterklärung für die universellen Menschenrechte?

Programm (pdf): Hier...

Programm:

8:30 Uhr
Begrüßung  
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des FFGI am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“      

 Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbundes „Normative Ordnungen“



9:00 Uhr
Prof. Dr. Christopher Daase, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- u. Konfliktforschung, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“:
Sicherheitspolitische Lehren aus dem Scheitern in Afghanistan

9:45 Uhr
Kaffeepause

10:15 Uhr 
Generalleutnant Markus Laubenthal, stellvertretender Generalinspekteur der Bundeswehr:
20 Jahre Afghanistan – von 9/11 bis zu den Evakuierungsflügen

11:00 Uhr
Prof. Dr. Ebrahim Afsah, Institut für Internationales Recht, Universität Wien:
Staatsaufbau als Systemwettstreit: islamischer Staat als Gegenmodel zum Westen

11:45 Uhr
Mittagspause

12:30 Uhr
Zarifa Ghafari, Bürgermeisterin der afghanischen Stadt Maidan Shar:
Will speak about the danger in government office and her escape from the Taliban

13:15 Uhr
Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin des FFGI, Universität Frankfurt: 
Die Hybris des Westens und die Universalität der Menschenrechte

14:00 Uhr
Kaffeepause
                        
14:30 Uhr
Podiumsdiskussion: „Afghanistan als Wendepunkt des Westens?
Staatsministerin Lucia Puttrich, MdL Hessen
(CDU)
Philip Krämer MdB (Bündnis 90/Die Grünen)
Armand Zorn, MdB (SPD)
Till Mansmann, MdB (FDP)


16:30 Uhr

Verabschiedung

 

Veranstalter:
Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main unter Schirmherrschaft von Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten

Vertrauen und Konflikt

1. Jahrestagung des Clusterprojekts „ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“

4. November 2021, 17.00 Uhr

Vertrauen wird oftmals als Gegenbegriff zu dem des Konflikts verstanden. Die Forscher*innen der Clusterinitiative ConTrust gehen hingegen davon aus, dass sich in modernen Gesellschaften Vertrauen in Konflikten nicht nur bewähren muss und damit gefestigt werden kann, sondern unter bestimmten Bedingungen dort erst entsteht. Zugleich gibt es problematische Dynamiken, in denen Vertrauen in bestimmte Personen oder Parteien Konflikte schürt oder verhärtet. Für ConTrust ergibt sich aus dieser Beobachtung die Aufgabe, die Kontexte von Vertrauen und Konflikt zu beleuchten, um die Bedingungen eines gelungenen Austragens sozialer Konflikte zu bestimmen.

Die Veranstaltung kann via Livestream verfolgt werden. Die Login-Daten erhalten Sie nach Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm:

17.00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Enrico Schleiff (Präsident der Goethe-Universität)
Staatsministerin Angela Dorn (Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst)
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff und Prof. Dr. Rainer Forst (Sprecher*innen ConTrust)

17.30 Uhr
„What Kinds of Trust Does Democracy Need?“
Prof. Mark Warren (University of British Columbia, online zugeschaltet)



18.55 Uhr
Roundtable
Prof. Dr. Jan Delhey (Magdeburg), Prof. Dr. Sally J. Scholz (Villanova), Dr. Clara Weinhardt (Maastricht), Prof. Dr. Thomas Biebricher (PI ConTrust)
Moderation:
Dr. Tobias Wille (Forschungskoordinator ConTrust)

 

Veranstalter:
Forschungsinitiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt – Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität

Wissenschaftsfreiheit im Konflikt

Buchvorstellung und Diskussion

Donnerstag, 28. Oktober 2021, 14.00 Uhr

Prof. Dr. Elif Özmen (JLU Gießen)

Kommentare:
Dr. Cord Schmelzle (Goethe-Universität) und Prof. Dr. Richard Traunmüller (Universität Mannheim)

Moderation: Prof. Dr. Hanna Pfeifer (Goethe-Universität)

Die Veranstaltung kann online via Zoom verfolgt werden.
Die Login-Daten erhalten Sie nach Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Demokratie gründet auf dem Recht des Einzelnen, anderer Meinung sein und diese frei äußern und verbreiten zu dürfen. Analog verhält es sich innerhalb der Institutionen der freien Wissenschaft und der kritischen Universität: Sie dienen der Selbstkontrolle wissenschaftlicher Tätigkeit, ebenso dem Schutz einer kritischen Öffentlichkeit. Aber unter welchen Voraussetzungen entwickelt Wissenschaftsfreiheit dieses epistemische, ethische und demokratische Potential? Darf man im universitären Raum alles sagen und diskutieren? Oder gibt es eine Grenze zwischen Freiheit und Zügellosigkeit? Wer sollte nach welchen Maßstäben Grenzen ziehen zwischen dem legitimen Wettbewerb um Meinungen einerseits und der Provokation, Diskriminierung und der Verachtung des Gegners andererseits? Gibt es normative Grundlagen für den Gebrauch der akademischen Freiheiten, die ihre Grenzen zu bestimmen erlauben?
Die Diskussion findet im Rahmen der Arbeitsgruppe 4 - Wissen der Forschungsinitiative ConTrust statt und wird u.a. danach fragen, welche Rolle epistemisches Vertrauen in der Debatte um Wissenschaftsfreiheit spielt.

Weitere Informationen zum Buch "Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen. Hrsg. von Elif Özmen. J.B. Metzler 2021": Hier...

Veranstalter:
Forschungsinitiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt – Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität

Sprache. Macht. Gerechtigkeit. Wer darf wie reden?

50. Römerberggespräche

Samstag, 6. November 2021

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal
Neue Mainzer Str. 17
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung wird nach der 3G-Regel durchgeführt

Gender-Sternchen, Binnen-I, N- oder Z- Wort – um nichts wird derzeit so leidenschaftlich gestritten wie über die richtige Sprachverwendung. Gerechtigkeitsempfinden steht dabei gegen Sprachgefühl. Die einen wollen inklusiver und diskriminierungsfreier sprechen, die anderen fühlen sich zu phonetischen Verrenkungen genötigt. Während für die einen Sprache der Hort historischer und gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten ist, fühlen andere sich durch die Inflation immer neuer Sprachnormen bevormundet und überfordert. Schon macht die Behauptung von einer „Sprachdiktatur“ die Runde. Es geht hier offenbar um mehr als nur um die korrekte Wortendung. Worum geht es hier eigentlich und wer bestimmt, wie wir reden sollen?

Die Veranstaltung ist öffentlich. Programm (pdf): Hier...

Programm

10.00 Uhr
Begrüßung
Ina Hartwig (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main)

10.15 Uhr
Aladin El-Mafaalani (Universität Osnabrück)
Kampfzone Sprache: Was verhandelt die Gesellschaft?

11.00 Uhr
Paula-Irene Villa Braslavsky (Universität München)
Identität, Sprache und Diskriminierung – Wie verständigt sich eine Gesellschaft?

12.00 Uhr
Henning Lobin (Leibniz-Insitut für deutsche Sprache) – Peter Graf von KielmanseggThomas Thiel (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Framing – Wie mit Sprache Politik gemacht wird

13.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Gudrun Perko (Fachhochschule Potsdam) – Ute Sacksofsky (Normative Orders, Goethe-Universität)
Sprache und Gerechtigkeit

14.45 Uhr
Nele Pollatschek (Schriftstellerin) – Anatol Stefanowitsch (FU Berlin)
Sprache und Protest – Die Genderdebatte in Deutschland

15.45 Uhr
Sasha Marianna Salzmann (Autorin)
Anerkennende Sprache

16.15 Uhr
Martin Seel (Normative Orders)
Macht und Gegenmacht der Sprache

Ende gegen 17.00 UHR

Veranstalter:
Römerberggespräche e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

(Universität Osnabrück)

The Government of Things - Foucault and the New Materialisms

Buchvorstellung und Diskussion

Freitag, 29. Oktober 2021, 17.00 Uhr

Prof. Dr. Thomas Lemke (Goethe-Universität Frankfurt)

Kommentare:
Prof. Dr. Ute Tellmann (TU Darmstadt) und Prof. Dr. Reiner Keller (Universität Augsburg)

Moderation: Dr. Katharina Hoppe (Goethe-Universität Frankfurt) und PD Dr. Frieder Vogelmann (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Teilnahme nur möglich via Livestream

Anmeldungen bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstalter:
Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität und LaSST – Lab for Studies of Science and Technology

Studieren, Forschen, Lehren trotz Corona-Pandemie

Frankfurter interdisziplinäre Live-Debatte

Dienstag, 21. September 2021, 18.00 Uhr

Diskussion mit: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (HSFK und „Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Stefanie Dimmeler (Cardio-Pulmonary Institute und Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Klaus Günther („Normative Ordnungen“) und Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen (SAFE)

Moderation: Doris Renck (hr-Journalistin)

Eine Anmeldung ist erforderlich: hier.... Sie erhalten einen Link zur Teilnahme an der Live-Debatte einen Tag vor der Veranstaltung.

Das Podium der „Frankfurter interdisziplinären Live-Debatte“ kommt am 21. September 2021 um 18.00 Uhr zur zweiten Runde zusammen, um über das Thema „Studieren, Forschen, Lehren trotz Corona-Pandemie“ zu diskutieren. Ausgangspunkt der digitalen Veranstaltung ist die Beobachtung, dass sich der gesamte Bildungssektor durch die Corona-Pandemie stark verändert hat. Die Diskussionsrunde wird sich daher sowohl den Vorteilen als auch den kritischen Aspekten der Digitalisierung von Bildung widmen und erörtern, welche Folgen für Hochschulen, Gesellschaft und ferne auch die Arbeitswelt zu erwarten sind.
Ursprünglich als Blog-Plattform gestartet, wurde die „Frankfurter interdisziplinäre Debatte“ als Serie von Live-Podiumsdiskussionen im Mai 2021 neu gestartet. Neben dem Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE zählen zu den Gründungsinstitutionen des im Jahr 2020 begonnenen Blogs „Frankfurter Debatte“ das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt sowie das Exzellenzcluster „Cardio-Pulmonary Institute“ (CPI) der Universitäten Frankfurt und Gießen zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung.
Somit setzt sich das Podium der „Frankfurter Live-Debatte“ regelmäßig neben SAFE-Direktor Jan Krahnen aus HSFK-Leiterin Nicole Deitelhoff, Stefanie Dimmeler als Vertreterin des CPI sowie Rainer Forst und Klaus Günther von „Normative Ordnungen“ zusammen. In dieser Besetzung sind die Disziplinen der Wirtschafts-, Politik-, Natur- und Rechtswissenschaften sowie der Philosophie fest bei der Debatte vertreten. Die Runde trifft in Abständen zusammen, um den Umgang und Zusammenhalt von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik über die akute Coronakrise hinaus auf den Prüfstand zu stellen. Moderiert wird die zweite Debattenrunde erneut von Doris Renck, Journalistin des Hessischen Rundfunks.

Video:

 

Weitere Informationen zur Frankfurter interdisziplinären Debatte: Hier...

Veranstalter:
Exzellenzcluster Cardio-Pulmonary Institute, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung HSFK, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt und Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE („Sustainable Architecture for Finance in Europe“)

„Grenzen der Meinungsfreiheit“

StreitClub des FGZ-Standort Frankfurt

4. Oktober 2021, 19.30 Uhr

English Theatre
Gallusanlage 7
60329 Frankfurt

Tickets kosten für Schüler:innen 10€, für alle anderen 12€ und sind über das English Theatre erhältlich.

Lasst uns reden! Lasst uns debattieren! Lasst uns STREITEN!

Kaum etwas ist so häufig Teil unseres Alltags und dabei gleichzeitig so negativ besetzt wie der Streit. Häufig assoziieren wir ihn mit Eskalation, zermürbenden Endlos-Auseinandersetzungen und mit Wut, Enttäuschung oder Aggression. Streit bedeutet Konflikt. Streitkultur hingegen bedeutet Konfliktaustragung und -einhegung. Streitkultur meint also nichts anderes als die Kunst des produktiven Streitens. Als solche ist sie unverzichtbar für stabile zwischenmenschliche Beziehungen, denn im Streit loten wir unsere wechselseitigen Grenzen aus, wir lernen an- und voneinander. Das gilt genauso für unser gesellschaftliches Zusammenleben: Erst im Ringen miteinander entdecken wir uns als Gesellschaft und entwickeln und testen politische Alternativen, die unser Zusammenleben strukturieren. Höchste Zeit also, dass wir uns darin wieder üben!

Der StreitClub, ein Veranstaltungsformat des Frankfurter Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) an der Goethe-Universität, hat sich daher der Aufgabe verschrieben, Streitkultur zu fördern und ihr eine Bühne zu geben. Er verhandelt aktuelle Kontroversen in einem produktiven Streitgespräch, das wieder Lust auf Streit machen soll. Zwei streitfreudige Gäste sitzen zwei ebenso streitfreudigen und -erfahrenen Gastgebern gegenüber: Nicole Deitelhoff (Politikwissenschaftlerin, Sprecherin des FGZ, Co-Sprecherin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität und Direktorin des Leibniz-Instituts HSFK) und Michel Friedman (Jurist, Publizist, Philosoph und geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies (CAES), Frankfurt am Main).

Die Veranstaltung wird jeweils von Schüler:innen einer Klasse aus Frankfurt und Umgebung begleitet. Sie fungieren als Streitanalysten, erfassen die verschiedenen Argumente und Für- und Wider-Positionen in Echtzeit, visualisieren den Streit und können auch intervenieren.

Zur Auftaktveranstaltung am 04. Oktober 2021 nimmt sich der StreitClub mithilfe von Staranwalt Christian Schertz und Kabarettist Florian Schroeder einer der großen aktuellen Streitfragen an: Wie weit geht die Meinungsfreiheit? Es ist eine oft gehörte Frage ohne Antwort: „Was darf man denn noch sagen?“ Die Grenzen des Sagbaren irrlichtern zu verschiedenen Anlässen immer wieder durch die Öffentlichkeit: von Jan Böhmermanns Gedicht über den türkischen Präsidenten bis hin zu shitstormenden Querdenkern im Internet oder sich dem Gendern verweigernden sogenannten „alten, weißen Männern“. Die Frage stellt sich also immer wieder neu und fordert eine stetige Auseinandersetzung mit den Inhalten, aber auch der eigenen und fremden Perspektiven.

Zum StreitClub lädt der FGZ-Standort Frankfurt gemeinsam mit dem English Theatre ein, das sich seinerseits in der aktuellen Spielzeit mit Stücken wie „American Son“, „The Totalitarians“ oder „Malala – A Girl with a Book“ verstärkt politischen – und Menschenrechtsthemen widmet. Die Kooperation zwischen dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), dem Center for Applied European Studies (CAES) und dem English Theatre schlägt die Brücke zwischen Wissenschaft und Kultur und macht so die Thesen und Themen des StreitClubs für die Stadtgesellschaft zugänglich.

Veranstalter:
Frankfurter Standort des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität und Center for Applied European Studies (CAES) | Frankfurt UAS mit dem English Theatre

Moralismus in analogen und digitalen Debatten: Eine Gefahr für die Demokratie?

Kontrovers: Aus dem FGZ

Donnerstag, 23. September 2021, 18.30-20.00 Uhr

Mit: Dr. Cord Schmelzle (FGZ Frankfurt, Goethe-Universität) und
Prof. Dr. Wolfgang Merkel (WZB)
Moderation: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (FGZ Frankfurt, Goethe-Universität, HSFK, Normative Orders)

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Eine Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Login-Daten werden nach Anmeldung übermittelt.

Ob in der Twittersphäre oder in öffentlichen Debatten jenseits der sozialen Medien: wenn es um politische Streitfragen der Gegenwart wie den Klimawandel, die Corona-Pandemie, Migration oder Gender geht, wird schnell der Vorwurf des Moralismus laut.
Diejenigen, die ihn erheben, beklagen, dass moralische Argumente in diesen Auseinandersetzungen opportunistisch und übergriffig eingesetzt werden, um die eigene Position als alternativlos auszuzeichnen und die Gegenposition moralisch zu disqualifizieren. Umgekehrt sehen sich Personen und politische Bewegungen, die moralisch argumentieren, zu Unrecht angegriffen und durch diesen Vorwurf der Instrumentalisierung moralischen Sprechens diskreditiert. Ein Diskurs zum eigentlichen Thema kann so nur schwer zu Stande kommen.
Aber ist nun der Austausch moralischer Argumente im politischen Streit eine Notwendigkeit oder wird dadurch die Ebene der sachlichen Auseinandersetzung verlassen? Ab welchem Zeitpunkt schlägt moralisches Argumentieren in Moralismus um? Ziehen Moralismus und Moralisierungen eine gesellschaftliche Polarisierung – Moral gegen Unmoral, „gut“ gegen „böse“ – nach sich und werden Menschen durch die moralische Kritik an ihren Positionen an den Rand der demokratischen Gesellschaft gedrängt? Konstituiert der Moralismus gar eine Krise der Demokratie und stellt eine Gefahr für sie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar?
Mit der Diskussion dieser Fragen zwischen Dr. Cord Schmelzle (Politikwissenschaftler mit dem Arbeitsschwerpunkt Politische Theorie und Philosophie, FGZ Frankfurt/Goethe-Universität) und Prof. Dr. Wolfgang Merkel (Direktor em. am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)), moderiert von Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Professorin für Internationale Beziehungen, FGZ Frankfurt/HSFK), wird die Reihe „Kontrovers: Aus dem FGZ“ fortgesetzt.

Cord Schmelzle ist Politikwissenschaftler mit dem Arbeitsschwerpunkt Politische Theorie und Philosophie. Am FGZ-Standort Frankfurt leitet er das Teilprojekt „Desintegration durch Moral? Moralische Argumentieren und der Vorwurf des Moralismus in öffentlichen Debatten“ und ist zugleich wissenschaftlicher Koordinator des Frankfurter Teilinstituts. Seine Forschung befasst sich mit konzeptionellen und normativen Fragen politischer Legitimität und Autorität, politischen Institutionen, der Theorie des gerechten Krieges und dem Status moralischer Argumente in der Politik.
 
Wolfgang Merkel ist Politikwissenschaftler und Demokratieforscher. Er ist Direktor em. am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), wo er bis 2020 die Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“ leitete, und Senior Fellow am Democracy Institute der Central European University in Budapest. Seine Forschungsthemen umfassen politische Regime, Demokratisierung, politische Parteien, die Sozialdemokratie und soziale Gerechtigkeit. Dabei prägte er maßgeblich die Forschung zu Demokratisierungsprozessen, Systemwechseln und Systemzusammenbrüchen.
 
Nicole Deitelhoff ist Professorin für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität Frankfurt, Sprecherin des FGZ und seit 2016 Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Sie ist zudem Sprecherin des Leibniz-Forschungsverbunds Krisen einer globalisierten Welt und Co-Sprecherin des Forschungsverbunds Normative Ordnungen. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte umfassen Konflikte um Institutionen und Normen, Grundlagen politischer Herrschaft und ihrer Legitimation sowie Widerstands- und Protestphänomene mit einem Schwerpunkt auf soziale Bewegungen und Radikalisierungsdynamiken.

Zum Format:
In der Debattenreihe „Kontrovers: Aus dem FGZ“ werden Themen und Thesen aus der Frankfurter Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in öffentlichen Debatten zu kontroversen Positionen zugespitzt, in einem Dialog vermittelt und zur Diskussion gestellt.
"Kontrovers" ist eines von drei Transferformaten aus dem Transferprojekt „Frankfurt streitet!“ des Frankfurter Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Ziel des Transferprojekts ist es, in verschiedenen Formaten die Bedeutung einer Konfliktkultur des produktiven Streits für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu vermitteln und praktisch erlebbar zu machen. Das Projekt möchte dabei den Gedanken aufgreifen, dass es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt entscheidend ist, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sozial produktiv auszutragen.

Veranstalter
Frankfurter Teilinstitut des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt am Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

RAY Festival 2021 IDEOLOGIEN

Im Rahmen der Internationalen Fotografie-Triennale RAY 2021 IDEOLOGIEN findet vom 1. bis 3. September das RAY Festival mit Vorträgen und Talks statt. An drei Festivaltagen diskutieren internationale Künstler_innen, Kurator_innen und Expert_innen die vielfältigen Perspektiven und fotografischen Positionen zum Thema IDEOLOGIEN. Festivalort von RAY 2021 ist das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Hier werden auch vom 1. bis 12. September die Ergebnisse der RAY MASTER CLASS präsentiert, die unter der Leitung der RAY Künstlerin Johanna Diehl stattgefunden hat. Das RAY Festival wird von der Deutsche Börse Photography Foundation ermöglicht.
Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität ist wissenschaftlicher Partner des Projekts. Im Rahmen der Kooperation finden zwei Festival-Veranstaltungen statt.

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt

Tickets sind im Museum Angewandte Kunst erhältlich und während der Festivallaufzeit außerdem gültig für die RAY IDEOLOGIEN Ausstellungen, Partnerprojekte und die RAY MASTER CLASS. Aufgrund der Pandemiebedingungen ist die Anzahl der Plätze begrenzt. Eine Reservierung kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vorgenommen werden. Das Festivalticket kostet 20€. Ein Tagesticket können die Besucher_innen für 10€ erwerben. Studierende haben freien Eintritt. Über die aktuellen Hygienevorschiften informiert die Website des Museum Angewandte Kunst.


Programm:

Mittwoch, 1. September 2021, 14.30 Uhr
Wahrheit, Demokratie und Ideologie (Vortrag)
Prof. Dr. Rainer Forst (Professor für Politische Theorie und Philosophie und Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)

Video:

 

Mittwoch, 1. September 2021, 15.35 Uhr
Ideologien (Podiumsdiskussion)
Mit: Matthias Wagner K, Anne-Marie Beckmann, Celina Lunsford, Alexandra Lechner und Susanne Pfeffer (Korator*innen RAY 2021)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Video:

Zum Livestream der Veranstaltungen gelangen Sie hier: https://ray2021.de/ray-festival/
Vollständiges Programm (pdf): Hier...

 

Bildergalerie:

  • Prof. Matthias Wagner K (Direktor, Museum Angewandte Kunst)
  • Anne-Marie Beckmann (Kuratorin, Deutsche Böse Photography Foundation)
  • Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders" der Goethe-Universität Frankfurt und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders" der Goethe-Universität Frankfurt und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Susanne Pfeffer (Direktorin des Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Anne-Marie Beckmann (Kuratorin, Deutsche Böse Photography Foundation, Celina Lunsfordund (Künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt), Prof. Matthias Wagner K (Direktor, Museum Angewandte Kunst) und Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Celina Lunsfordund (Künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt), Prof. Matthias Wagner K (Direktor, Museum Angewandte Kunst) und Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Susanne Pfeffer (Direktorin des Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Anne-Marie Beckmann (Kuratorin, Deutsche Böse Photography Foundation, Celina Lunsfordund (Künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt), Prof. Matthias Wagner K (Direktor, Museum Angewandte Kunst) und Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Susanne Pfeffer (Direktorin des Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Anne-Marie Beckmann (Kuratorin, Deutsche Böse Photography Foundation, Celina Lunsfordund (Künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt)
  • Prof. Susanne Pfeffer (Direktorin des Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Anne-Marie Beckmann (Kuratorin, Deutsche Böse Photography Foundation, Celina Lunsfordund (Künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt)

Veranstalter:
RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain in Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst und dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Information zu RAY 2021 IDEOLOGIEN: Hier...
Weitere Informationen zur Beteiligung in 2015: Hier...

Europa kann mehr! Friedensgutachten 2021

Book lɔ:ntʃ

22. September 2021, 13.00 Uhr

Mit: Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main und stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK))

transcript Verlag 2021

Die Europäische Union (EU) steht vor enormen Herausforderungen: In der Rivalität zwischen den USA und China muss sie ihre Position bestimmen. Die Konflikte in Osteuropa und im Südkaukasus brauchen kreative, pragmatische Lösungen. Um die Folgen der Covid-19-Pandemie zu bewältigen, ist globale Solidarität vonnöten. Und es gilt, sich der weltweiten Erosion der Demokratie entgegenzustellen. All das erfordert, dass die EU ihre „strategische Autonomie“ gezielt friedenspolitisch ausrichtet. Nicht zuletzt könnten die Reduktion der Militärausgaben und die Eindämmung von Gewalt eine Corona-Friedensdividende erzeugen, um die Auswirkungen der Pandemie abzumildern und die Weltwirtschaft sozial-ökologisch zu erneuern. Europa kann mehr – aber es muss auch mehr wollen.

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute (BICC / HSFK / IFSH / INEF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik.

Video:

 

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten. Die Einwahldaten werden nach der Anmeldung übermittelt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe: Hier...

Weitere Informationen zum Friedensgutachten und Download der Publikatiion: Hier...

Veranstalter:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Identität_Aber welche?

Identität – dahinter ließe sich ein Fragezeichen setzen oder doch besser ein Ausrufezeichen? Eines ist klar: Es ist ein problematischer und zugleich politischer Begriff geworden, der die gegenwärtige öffentliche Debatte bestimmt. Wie wir anderen Menschen begegnen, entspricht oftmals nicht dem, wie sie selber gelesen werden wollen. Wer entscheidet über die Zugehörigkeit zum Geschlecht, zum Kulturkreis? Prägt die Herkunft unsere Identität mehr als unsere Bildung? Wie konstruiert sich überhaupt unsere Identität im gesellschaftlichen Feld? Wer darüber zu bestimmen sich anmaßt, ergreift Macht. Meist ist es eine Macht, die den Anderen ausgrenzt, weil er nicht in das Muster der eigenen Identität passt. Für die einen ist der Begriff der Identität daher ein Vehikel, um Diskriminierung zu rechtfertigen, für andere ist das Beharren auf einer besonderen, eben nicht universalen Identität der Weg, endlich als öffentliche Stimme gehört zu werden. Versteckt sich hinter der politischen Kontroverse ein ideologischer Verteilungskampf oder entpuppt sie sich als notwendigen Schritt auf dem Weg zur Teilhabe? Die Diskurse über Identität spalten unsere Gesellschaft und bieten doch zugleich die Möglichkeit, über Gleichberechtigung und Selbstbestimmung neu nachzudenken: Grund genug, sie in unserer partizipativen Redenreihe DenkArt zu reflektieren.

Ziel der Reihe "DenkArt" ist, die öffentliche Debattenkultur zu pflegen und einen partizipativen Diskursraum zu gesellschaftlichen Themen der Gegenwart zu ermöglichen. Nach jedem Impulsvortrag der Reihe erhalten alle Zuhörer die Möglichkeit, in kleinen Gesprächsrunden zu jeweils zehn Personen die dargelegten Thesen und Analysen zu diskutieren und Fragen an die Rednerin oder den Redner zu formulieren. Die jeweilige Moderatorin des Abends sammelt diese Eindrücke ein und konfrontiert den eingeladenen Gast auf diese Weise mit den Fragen des Publikums.

August bis Dezember 2021

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Die Tickets erhalten Sie an der Rezeption im Haus am Dom, im Internet unter ticket.hausamdom.de oder an den AD-Ticket-Vorverkaufsstellen adticket.de/vorverkaufsstellen

Übertragung auch per Livestream:
youtube.com/hausamdom

Programm (pdf): Hier...

Bitte beachten Sie, dass es gegebenenfalls kurzfristige Änderungen beim Ticketverkauf und Livestreaming-Angebot geben kann.


Programm:

Mittwoch, 25. August 2021, 19.30 Uhr
Identitätsspiel_Was bestimmt uns wirklich?
Dr. Mithu Sanyal (Autorin)
Moderation: Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor der katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom Frankfurt
Aufzeichnung und weitere Informationen: Hier...

Mittwoch, 3. November 2021, 19.30 Uhr
Identitätspolitik_Was soll das denn sein?
Prof. Dr. Stephan Lessenich (Soziologe)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbundes Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Aufzeichnung und weitere Informationen: Hier...

Donnerstag, 2. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Identitätsraub_Wer darf über wen sprechen?
Dr. Emilia Roig (Politologin)
Moderation: Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und Dramaturgin
Weitere Informationen: Hier...
Zum Livestream: Hier...

Veranstalter:
Katholische Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.. Unterstützt wird die Reihe durch die Sebastian-Cobler-Stiftung für Bürgerrechte.

Zu den vergangenen DenkArt- und Denkraum-Reihen

"Solidarität_Aber wie?": Hier...
„Der normalisierte Ausnahmezustand“:
Hier...
"Zukunft_Aber wie?"
: Hier...
"Verfassung_Aber wie?": Hier...

Gesundheitsdatenraum im Spannungsfeld zwischen medizinischer Versorgung, Forschungsfreiheit und Datensicherheit

Crisis Talk

Donnerstag, 1. Juli 2021, 13 - 14 Uhr

Verfolgen Sie den deutschen Livestream auf dem Youtube-Kanal "Hessen in Berlin und Europa": Hier...

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Der Livestream wird simultan verdolmetscht (Englisch/Deutsch).

Video:

 

Begrüßung
Lucia Puttrich (Minister for European Affairs of the State of Hessen)
Prof Dr Nicole Deitelhoff (Leibniz Peace Research Institute Frankfurt/Speaker Leibniz Research Alliance “Crises in a Globalised World”)

Impuls
Prof Dr  Indra Spiecker genannt Döhmann (Goethe University Frankfurt, ConTrust)

Podiumsdiskussion
Prof Dr Indra Spiecker genannt Döhmann (Goethe University Frankfurt, ConTrust)
Axel Voss (Member of the European Parliament)
Ioana-Maria Gligor (tbc) (Directorate-General for Health and Food Safety of the European Commission)

Moderation
Alexandra von Nahmen (Deutsche Welle, Bureau Chief in Brussels)

Digitale Daten haben ein großes Potential für ein verbessertes Gesundheitswesen und die medizinische Forschung. Zugleich handelt es sich um höchstpersönliche Informationen, deren Schutz eine der zentralen technischen, politischen und rechtlichen wie ethischen Herausforderungen der Digitalisierung ist. Die EU widmet sich den Herausforderungen, aber auch Potenzialen in den Planungen eines gemeinsamen Gesundheitsdatenraums. Wie gelingt es, einen institutionellen Rahmen zu entwickeln, der das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Datensicherheit stützt und zugleich die Möglichkeiten für eine Verbesserung der medizinischen Forschung sowie Versorgung nutzt? In diesem Crisis Talk sprechen wir über die Zukunft der EU-Gesundheitspolitik und legen dabei einen Fokus auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Datensicherheit. Dabei geht es letztlich immer auch um die Anforderung, die Digitalisierung so zu begleiten und zu gestalten, dass dabei nicht die Privatsphäre in eine Krise gerät. Stellt doch der europäische Raum für Gesundheitsdaten das Recht von Einzelpersonen auf Kontrolle über ihre personenbezogenen Gesundheitsdaten in den Mittelpunkt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission (03. Mai bis 26. Juli 2021) zum europäischen Raum für Gesundheitsdaten – ein wichtiger Baustein der Europäischen Gesundheitsunion – soll darüber diskutiert werden, wie digitale Gesundheitsdienste in vollem Umfang zu nutzen sind, um eine hochwertige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Reihe "Crisis Talks": Hier...

Your body is a battleground - Ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung”

Zweitägiges Forum

18. und 19. September 2021

Gerade einmal fünfzig Jahre nach der Frauenbewegung erleben wir heute, dass Errungenschaften, die wir längst für selbstverständlich gehalten hatten, unter Beschuss stehen. Weltweit sind politische Akteure auf dem Vormarsch, die eine vermeintlich „natürliche Ordnung“ wiederherstellen wollen. Frauen und LGBTQI+ sind dadurch akut bedroht. Aufgeweicht oder abgeschafft werden unter anderem das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, das Recht auf Schutz vor häuslicher Gewalt, der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen sowie zu modernen Fortpflanzungstechnologien. Auch auf dem Arbeitsmarkt, in der Politik und der Kultur herrscht keine Geschlechtergerechtigkeit, vielerorts sinkt der Frauenanteil sogar wieder.

Verantwortlich für diesen globalen Backlash sind Ultrakonservative bzw. Rechtsextreme aus aller Welt. Akademiker*innen, religiöse Gruppierungen, Aktivist*innen, Adelige und Oligarchen schließen sich in transnationalen, also grenzüberschreitenden Allianzen zusammen. Die Politik mit Frauen und Familie dient dabei auch einem allgemeineren Zweck: Mithilfe dieser Themen bauen Ultrakonservative weltweit ihre Netzwerke und ihre Macht aus. Durch veränderte Begriffe, Sprache, Bilder, kommunikative und operative Strategien gelingt es ihnen, fundamentalistische Positionen als normal darzustellen und so im Mainstream zu verankern. Diese Verschiebung der öffentlichen Debatte nach rechts hat gravierende Auswirkungen auf demokratische, pluralistische Gesellschaften und das alltägliche Zusammenleben. Längst überholt geglaubte Wertvorstellungen wurden schleichend wieder salonfähig gemacht.

Diese Strategien und Praktiken beobachten Journalist*innen, Aktivist*innen und Forscher*innen aus aller Welt seit Jahren. Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen sollen im Rahmen des zweitägigen Forums Your body is a battleground für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar gemacht und debattiert werden. Teilnehmen können alle Interessierten kostenlos und ohne Voranmeldung – vor Ort im Frankfurter Kunstverein oder online. Alle Panels des Forums Your body is a battleground – ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung“ werden live auf dem Youtube-Kanal des Frankfurter Kunstvereins übertragen.

Kuratorin: Asia Leofreddi

Programm (PDF): Hier...

Zum Livestream: Hier...

Videos:

Samstag, 18. September 2021

 

Sonntag, 19. September 2021

 

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Sarah Speck (Soziologin, Goethe-Universität Frankfurt), Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin), Rebecca C. Schmidt (Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Thomas Biebricher (Politikwissenschaftler, Copenhagen Business School, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Sarah Speck (Soziologin, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Sarah Speck (Soziologin, Goethe-Universität Frankfurt), Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin), Rebecca C. Schmidt (Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Thomas Biebricher (Politikwissenschaftler, Copenhagen Business School, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Nany Fraser (Henry A. und Louise Loeb Professorin an der New School for Social Research) und Prof. Dr. Rainer Forst (Politischer Philosoph, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Nancy Fraser (Henry A. und Louise Loeb Professorin an der New School for Social Research) und Prof. Dr. Rainer Forst (Politischer Philosoph, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin), Rebecca C. Schmidt (Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Thomas Biebricher (Politikwissenschaftler, Copenhagen Business School, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin) und Rebecca C. Schmidt (Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Sarah Speck (Soziologin, Goethe-Universität Frankfurt), Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin), Rebecca C. Schmidt (Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Thomas Biebricher (Politikwissenschaftler, Copenhagen Business School, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)

 

Programm:

Samstag, 18. September 2021

11.00 Uhr
Begrüßung

Dr. Ina Hartwig (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main)
Rosemarie Heilig (Dezernentin für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt am Main)
Prof. Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein)

11.45 Uhr
Keynote: Ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer ’natürlichen Ordnung‘: Die Netzwerke der ‚Agenda Europe‘

Neil Datta (Sekretär des Europäischen Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Rechte, EPF. Herausgeber der Berichte The Tip of the Iceberg (Die Spitze des Eisbergs), 2021, Modern Day Crusaders (Die heutigen Kreuzritter), 2020, Restoring the Natural Order (Die natürliche Ordnung wiederherstellen), 2018)
Im Gespräch mit: Asia Leofreddi (Kuratorin des Forums, Journalistin, Soziologin und Doktorandin in Human Rights, Society and Multi-level Governance an der Universität Padua)

13.00 – 13.45 Uhr Mittagspause

13.45 Uhr
Was ist radikaler Konservativismus und warum ist er so gefährlich?
Die normativen Ordnungen des radikalen Konservativismus

Prof. Dr. Thomas Biebricher (Politikwissenschaftler, Copenhagen Business School, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt, Autor von Geistig-moralische Wende: Die Erschöpfung des deutschen Konservatismus, Berlin 2018)
Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin, Schwerpunkte auf Rechtsextremismus und die Neue Rechte, Mitautorin von Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa, Münster 2017)
Prof. Dr. Sarah Speck (Soziologin mit Schwerpunkt auf Frauen- und Genderstudien, Goethe-Universität Frankfurt)
Moderation: Rebecca C. Schmidt (Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)

15.15 Uhr
Die Instrumentalisierung und Unterwanderung der Menschenrechte durch ultrakonservative Bewegungen

Prof. Dr. Kristina Stoeckl (Soziologin, Forschungsleiterin ERC POstSEcularConflicts, Universität Innsbruck)
Prof. Dr. Susanna Mancini (Juristin, Universität Bologna. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Fragen des Rechts und der Religion, reproduktiven Rechten, der Partnerschaft von Feminismus und Multikulturalismus)
Prof. Dr. Paul Blokker (Soziologe, Assoziierter Professor mit dem Forschungsschwerpunkt auf Populismus und Recht in Mittel- und Osteuropa, Universität Bologna)
Moderation: Dr. Gesine Dornblueth (Journalistin)

16.30 – 16.45 Uhr Kaffeepause

16.45 Uhr
Our Bodies, Our Politics: Against The Ultra-Conservatives and Their Liberal Enablers

Vortrag von Prof. Dr. Nancy Fraser (Livestream)
Nancy Fraser ist Henry A. und Louise Loeb Professorin an der New School for Social Research und Mitglied des Redaktionsausschusses der New Left Review. Als ausgebildete Philosophin hat sie sich auf kritische Gesellschaftstheorie und politische Philosophie spezialisiert. Ihre neuesten Bücher sind Cannibal Capitalism (erscheint 2022 bei Verso) und Feminism for the 99%: Ein Manifest, gemeinsam verfasst mit Cinzia Arruzza und Tithi Bhattacharya (Verso, 2019 übersetzt in 24 weiteren Sprachen).

Einführung von Prof. Dr. Rainer Forst (Politischer Philosoph, Normative Orders, Goethe-Universität Frankfurt)

Sonntag, 19. September 2021

11.00 Uhr
Die weltweiten Netzwerke ultrakonservativer Bewegungen

Dr. Massimo Prearo (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Forschungszentrum Politik und Theorie der Sexualität, Universität Verona)
Dr. Katharina Hajek (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Koblenz-Landau)
Prof. Dr. Elżbieta Korolczuk (Assoziierte Professorin für Soziologie an der Södertörn Universität Stockholm und am Zentrum für Amerikastudien der Universität Warschau. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehört der von ihr mit herausgegebene Band Women’s Rebellion. Black Protests and Women’s Strikes, 2019.)
Moderation: Annalisa Camilli (Journalistin, Internazionale)

12.30 Uhr
Ursachen und Herausforderungen der Krise: Welche Rolle spielen progressive / liberale Bewegungen?

Eszter Kováts (Doktorandin in Politikwissenschaft an der ELTE Universität Budapest. Von 2012 bis 2019 war sie im ungarischen Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) für das Genderprogramm der Stiftung für Ostmitteleuropa zuständig.)
Prof. Dr. Sara Farris (Assoziierte Professorin, Soziologin und Autorin, Goldsmith Universität London. Sie ist Autorin von In the name of women’s rights. Der Aufstieg des Femonationalismus, 2017 und hat zahlreiche weitere Publikationen zu Gender, Migration, Theorien der sozialen Reproduktion veröffentlicht.)
Judith Goetz (Literatur- und Politikwissenschaftlerin, Universität Wien. Sie ist Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit sowie des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus.)
Prof. Dr. Ilse Lenz (Professorin em. für Soziologie mit dem Schwerpunkt Geschlechter- und Sozialstrukturforschung an der Ruhr-Universität-Bochum.)
Moderation: Asia Leofreddi (Kuratorin des Forums, Journalistin, Soziologin und PhD Studentin des Programms Human Rights, Society and Multi-level Governance an der Universität Padua)

Voraussichtliches Ende: ca. 14.30 Uhr

Veranstalter:
Frankfurter Kunstverein und Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das Forum findet unter der Schirmherrschaft des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main und des Amtes für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt am Main statt.

Artificial Intelligence and Criminal Justice

International Summer School

12-16 July 2021

The International Summer School on “AI and Criminal Justice”, organized by Luiss School of Law in cooperation with Goethe University Frankfurt am Main is an advanced course which gives a comprehensive and up-to-date overview of the interrelations between AI and criminal justice.
The course is one-of-a-kind, as it will bring together internationally recognized academics and practitioners who will co-teach during the interdisciplinary modules of the course.
The course is based on a blended learning model and it will be held both in presence at Luiss University and through Webex online platform.
Course objectives: The International Summer School on “AI and Criminal Justice” aims at providing participants with a comprehensive knowledge, as well as conceptual and normative tools to understand and manage opportunities and threats brought by the latest AI developments in the different areas of criminal justice.To this purpose, the course will primarily give a solid background on how algorithms work, essential in order to gain a full expertise to combine the related advantages and disadvantages. Afterwards, lessons will be focused on AI applications in the criminal justice area, exploring the use of AI as a supportive tool in the public and private sectors and training participants’ skills to frame and solve the criminal liability issues related to these new agents coming on to stage.
Target: The International Summer School on “AI and Criminal Justice” is an advanced course open to graduates, PhD students, post-doctoral researchers as well as to practitioners from public and private sectors who intend to acquire an interdisciplinary and in-depth knowledge in the cutting-edge area of AI and criminal justice in its most recent developments at the international level.
Course grading: 80% final exam and 20% class participation. The final exam consists in writing a short paper on a specific topic addressed during the course and approved by the coordinator/tutor.

Academic Directors:
Prof. Dr. Christoph Burchard
Prof. Dr. Antonio Gullo
Prof. Dr. Giuseppe F. Italiano

For more information about how to apply please click here...
Deadline for Applications: by 30 June 2021

Program:

Monday 12 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 2:00 pm-6:00pm

Presentation of the Programme
Module 1:
Artificial Intelligence and Algorithms
Introduction to Artificial Intelligence and Machine
Learning Algorithms
Artificial Intelligence and Algorithms

Tuesday 13 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 2:00 pm-6:00pm

Module 2:
Agency and Responsibility for and of Harmful Artificial Intelligence
AI Agents’ Criminal Liability
The Implications of Artificial Intelligence on The Financial
Sector.
Market Manipulation by High Frequency Traders

Wednesday 14 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 3:30 pm-5:30 pm

Module 3:
The Use of Algorithms to Prevent Crimes
AI and Cybersecurity
Predictive Policing Algorithms: General Introduction
and Concrete Applications

Thursday 15 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 3:00 pm-5:30 pm

Module 4:
Artificial Intelligence and Criminal Compliance
Roundtable. Artificial Intelligence and Criminal Compliance
Practical Lab

Friday 16 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 3:30 pm-5:30pm

Module 5:
The Use of Risk Assessment Algorithms
in the Decision-Making Processes
Algorithmic Risk Assessment in The Decision-Making Processes
Algorithmic Risk Assessment in Sentencing

For further information: Click here...

Presented by:
Luiss School of Law and the Research Initiative “ConTrust: Trust in Conflict – Political Life under Conditions of Uncertainty” at the Research Centre "Normative Orders" of Goethe University. With the support and participation of Elettronica Group

Von großen und kleinen Räumen. Das Zusammenleben auf glokaler Ebene

tinyMONDAY im Rahmen der Ausstellung "tinyBE • living in a sculpture"

Montag, 5. Juli 2021 ab 16.00 Uhr

Ausgehend vom Beispiel Frankfurt werden Fragen um die „auseinanderwachsende Stadt“ auf regionaler Ebene beleuchtet und anschließend in den Kontext der Urbanisierung auf globaler Ebene gesetzt. In Podiumsdiskussionen und Wortwechseln werden Antworten auf die Frage gefunden, wie wir die Zukunft des Zusammenlebens als Individuum und Gesellschaft mitgestalten können. Wie viel Ungleichheit ist gut für ein Gemeinwesen? Wie können öffentliche Räume im virtuellen Raum belebt werden? Und wie lässt sich ein Auseinanderdriften der Quartiere, Viertel und Stadtteile verhindern? Ein Themennachmittag, der mit Impulsen aus der Stadtentwicklungs-Perspektive gegenwärtige soziale Auseinandersetzungen und demokratische Aushandlungsprozesse in den Blick nimmt.

Online via Zoom. Um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten

Weitere Informationen zur Beteiligung des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" an "tinyBE • living in a sculpture": Hier...

Programm:

16.00 Uhr

Begrüßung von Cornelia Saalfrank (Kuratorin von "tinyBE • living in a sculpture") 

Input von Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders" der Goethe-Universität Frankfurt und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

16.15 Uhr, Podiumsdiskussion

„Frankfurt – eine auseinanderwachsende Stadt?“
Frankfurt wächst – vor einigen Jahren überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 700.000. Doch Frankfurt wächst nicht zusammen, sondern weiter auseinander. Während im Europaviertel hochpreisige Luxuswohnungen entstehen, sind die Wohnbedingungen in der Bonameser Flüchtlingsunterkunft von Enge und schlechten hygienischen Bedingungen geprägt. Und während sich Frankfurt sein Prestigeprojekt „Neue Altstadt“ viele Millionen Euro hat kosten lassen, nimmt der soziale Wohnungsbau beständig ab - und dies bei kontinuierlich steigenden Mietpreisen. Nicht zuletzt vertieft die Corona-Pandemie die soziale Ungleichheit.
Vor allem von Seiten der Stadtbevölkerung gibt es auch gegenläufige Bemühungen: Projekte wie „Solidarisch trotz Corona“ versuchen, der sozialen Fragmentierung mit nachbarschaftlichen Wohnformen jenseits einer gewinnorientierten Immobiliennutzung. Schließlich sind Bürgerinitiativen wie die „Grüne Lunge am Günthersburgpark“ bestrebt, eine ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung zu befördern, was auch die sich neu bildende, grün angeführte Stadtregierung verspricht.
Wie lässt sich diese Verschärfung der sozialen Ungleichheit stadtpolitisch im Sinne eines solidarischeren Zusammenlebens adressieren? Sind diese wiederum auf kommunaler Ebene umsetzbar? Wie kann die Heterogenität in der Bevölkerungsstruktur dabei als Chance begriffen werden?

Podiumsgäste: Peter Cachola Schmal (Leitender Direktor des Deutschen Architekturmuseums), Tim Noller (Transition Town Frankfurt), Dr. Greta Wagner (Soziologin, Technische Universität Darmstadt, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“)

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Video:

 

18.00 Uhr, Podiumsdiskussion

„Der urbane Planet - soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen für das globale Zusammenleben der Gegenwart“

In den vergangenen zehn Jahren haben wir eine weltweite Beschleunigung der Urbanisierung erlebt, immer mehr Menschen zieht es in Großstädte. Die Anziehungskraft des städtischen Lebens speist sich aus verschiedenen Quellen: Arbeitsplätze, Infrastruktur, Versprechungen einer verbesserten Lebenssituation für lokale Landbevölkerung wie globale Migrationsbewegungen.
Doch neben einer Verschärfung der Wohnraumsituation hat das geballte Leben in Großstädten auch soziale und ökologische Effekte. Viele Menschen leben isoliert ohne soziale Netzwerke in Großstädten; dies mündet oftmals in Vereinsamung, Suchtkrankheiten oder Depressionen. Mit der Urbanisierung geht häufig auch Naturzerstörung einher, die Versiegelung von Grünflächen, schwindende Biodiversität, Luftverschmutzung und insbesondere im globalen Süden auch eine mangelnde Wasserversorgung und hygienische Missstände. Nicht zuletzt die Covid 19-Pandemie kann als Folge dieser zunehmenden Naturzerstörung verstanden werden.
Wie können wir den globalen Trend zur Urbanisierung verstehen und seine Auswirkungen antizipieren? Geschichtswissenschaftlich gefragt, was können wir aus der Geschichte von Stadt und Bürgertum über Urbanisierungsprozesse lernen? In ökonomischer und ökologischer Perspektive ist zu fragen, wo die Chancen und Grenzen der globalen Urbanisierung liegen, gerade auch in Hinblick auf eine nachhaltige und klimasensible Entwicklung.

Podiumsgäste: Prof. Dr. Susanne Heeg (Professorin für Geographische Stadtforschung am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität), Prof. Dr. Darrel Moellendorf (Klimaphilosoph, Professor für Internationale Politische Theorie sowie Philosophie der Goethe-Universität, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Andreas Fahrmeir (Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des 19. Jahrhunderts am Historischen Seminar der Goethe-Universität, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“).

Moderation: Regina Schidel (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“)

 Video:

 

Veranstalter:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit tinyBE gGmbH

Armed non-state actors and the politics of recognition

Online-Book lɔ:ntʃ

Freitag, 16. Juli 2021, 13 Uhr

Mit Prof. Dr. Anna Geis (Professorin für Politikwissenschaft, insbesondere Internationale Sicherheitspolitik und Konfliktforschung, an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg), Prof. Dr. Hanna Pfeifer (Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Radikalisierungs- und Gewaltforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt"), Prof. Dr. Martin Saar (Professor für Sozialphilosophie, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt" und "Normative Orders") und Prof. Dr. Reinhard Wolf (Professor für Internationale Beziehungen mit dem Schwerpunkt Weltordnungsfragen der Goethe-Universität Frankfurt am Main).

Geis, Anna/Clément, Maéva/Pfeifer, Hanna (eds), (2021): Armed non-state actors and the politics of recognition, Manchester: Manchester University Press
Weitere Informationen zum Buch: Hier...

An­erkennung wird oft als Mittel zur De­eskalation von Kon­flikten und zur Förderung friedlicher sozialer Inter­aktionen angesehen. Der Sammel­band "Armed non-state actors and the politics of recognition" von Anna Geis, Maéva Clément und Hanna Pfeifer erforscht die Formen, die soziale An­erkennung und ihre Ver­weigerung in asymmetrischen bewaffneten Kon­flikten annehmen können. Außerdem untersuchen die Autor:innen die Risiken und Chan­cen, die entstehen, wenn lokale, staatliche und trans­nationale Akteure bewaffnete nichtstaatliche Akteure anerkennen, falsch anerkennen oder ihnen die An­erkennung verweigern.

Durch die Unter­suchung zentraler asymmetrischer Konflikte durch das Prisma der An­erkennung bietet der Band eine innovative Perspektive auf die Inter­aktionen zwischen bewaffneten nicht-staatlichen Akteuren und staatlichen Akteuren. In welchen Kon­texten fördert die An­erkenn