Jia Zhangkes Gedächtnisprojekt 24 CITY: Vom Umschreiben der Geschichte zu einem Umdenken in der Geschichtsschreibung

Lecture & Film "Jia Zhangke: Kino der Transformation"

16. Januar 2020, 20.15 Uhr

Chris Berry (London)

Jia Zhangkes Filme können alle als Erinnerungsstücke zur neueren chinesischen Geschichte verstanden werden, keiner aber ausdrücklicher als 24 City (2008). Indem der Film Subjektives
und Flüchtiges aufzeichnet, verwandelt er Gedächtnis in Geschichte. Zugleich setzt er der kohärenten Argumentation und Perspektivierung der konventionellen Geschichtsschreibung einen heterogenen Diskurs entgegen, der reale und inszenierte Interviews mit Literatur, Musik, Montagen von Fabrikarbeiten und langen Porträtaufnahmen von Arbeitern und ihren Familien kombiniert.

Chris Berry ist Professor für Filmwissenschaft am King’s College London und der Autor von Postsocialist Cinema in Post-Mao China: the Cultural Revolution after the Cultural Revolution (2004) und dem vierbändigen Standardwerk Chinese Cinema (2012).

Vortrag in englischer Sprache
Film: 24 CITY, VR China 2007, 102 Min.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt 5 Euro. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

Video:

 

Weitere Informationen zum Programm der Reihe: Hier...

Veranstalter:
„Jia Zhangke: Kino der Transformation“ wird durchgeführt vom Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ an der Goethe-Universität und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ (www.konfigurationen-des-films.de) in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie und dem Konfuzius Institut Frankfurt.


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