Kaiserinnen im Visier der Bischöfe: Justina und Aelia Eudoxia – die Nachkommen der Isebel und Herodias?

Michaela Dirschlmayer

Die Glaubensgrundsätze des Christentums wurden  im Römischen Reich der Spätantike gezielt zur Legitimation sowohl bestehender als auch neuer Machtpositionen eingesetzt. Der römische Kaiser fand in dieser Religion eine neue Herrschaftsdefinition und zugleich eröffneten sich ihm neue Handlungsspielräume um seine Herrschaft zu festigen. Infolgedessen  überschneidet sich jedoch sein Aktionsradius mit jenem der kirchlichen Vertreter, wodurch die Entstehung von Konflikten zwischen kaiserlichem Hof und Kirche zu erwarten waren. An Hand zweier konkreter Fallbeispiele sollen Veränderungen in der römischen Herrschaftslegitimation und die damit verbundene Problematik aufgezeigt werden.  Als Akteure stehen die römischen Kaiserinnen – die in dieser Zeit Macht und Schwäche zugleich demonstrieren – Iustina und Aelia Eudoxia im Konflikt mit den Bischöfen Ambrosius von Mailand und Johannes Chrysostomos in Konstantinopel im ausgehenden 4. Jh. im Mittelpunkt. Mittels biblischer Rechtfertigungsnarrative stellten die Bischöfe die durch das Christentum neu definierte legitime Stellung der Kaiserin und indirekt dadurch auch des römischen Kaisers in Frage.


Aktuelles

Rainer Forst zu Corresponding Fellow der British Academy gewählt

Wie die British Academy am 24. Juli bekannt gab, wurde Prof. Rainer Forst als Corresponding Fellow aufgenommen. Jährlich wählt die British Academy herausragende Gelehrte und Wissenschaftler*innen, die sich auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften international verdient gemacht haben zu Corresponding Fellows. Mehr...

Bundesministerin Karliczek gibt Startschuss für das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

In einer Pressekonferenz hat Bundesministerin Anja Karliczek am 28. Mai 2020 den Startschuss für das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) gegeben. Mit dabei waren Sprecherin Prof. Nicole Deitelhoff (Goethe-Uni, Normative Orders), sowie der Geschäftsführende Sprecher Prof. Matthias Middell (Uni Leipzig) und Sprecher Prof. Olaf Groh-Samberg (Uni Bremen). Nun kann auch das Frankfurter Teilinstitut seine Arbeit aufnehmen. Mehr...

Nächste Termine

27. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Online Discussion: Rethinking the Transatlantic: The U.S. Elections and the Challenges to a Sustainable Transatlantic Partnership. With Ambassador Daniel Benjamin, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff and Jürgen Trittin MP. Chair: Rebecca C. Schmidt. Mehr...

6. November 2020, 16 Uhr

Online-Buchpräsentation: Debating Critical Theory - Engagements with Axel Honneth. Mit: Amy Allen, Rainer Forst, Sally Haslanger, Axel Honneth, Beate Rössler und Martin Saar. Moderation: Daniel Loick und Kristina Lepold. Mehr...

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Neueste Medien

„Autoritäre Bedrohungen oder liberale Demokratie?“ – Die offene Gesellschaft im Ausnahmezustand

Prof. Wilhelm Heitmeyer
DenkArt „Der normalisierte Ausnahmezustand“

Normative Orders Insights

... mit Jakob Huber

Neueste Volltexte

Darrel Moellendorf (2020):

Hope and reasons. Normative Orders Working Paper 02/2020. Mehr...

Kettemann, Matthias (2020):

The Normative Order of the Internet. Normative Orders Working Paper 01/2020. Mehr...