Mitglieder aller relevanten Forschungsdisziplinen sind dazu eingeladen, sich an der interdisziplinär ausgerichteten Tagung "Die Ästhetiken der Philosophischen Anthropologie", die vom 18. bis zum 20. Februar 2019 am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" stattfindet, zu beteiligen.
Die Tagung nimmt einen noch immer selten untersuchten Gegenstand ins Visier – die Ästhetiken der Philosophischen Anthropologie. Der Terminus „Philosophische Anthropologie“ kennzeichnet hier systematisch und philosophiegeschichtlich jene theoretische Tradition innerhalb der modernen deutschsprachigen Philosophie, als deren renommierteste Vertreter Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen gelten. Gerade bei diesen drei Autoren, aber auch bei ähnlich ansetzenden Denkern wie z.B. Adolf Portmann, kommen Reflexionen auf den Phänomenbereich des Ästhetischen, und dann auch auf die Künste in praxi, eher indirekt ins Spiel, nämlich jeweils unter dem Gesichtspunkt der Frage, woran genau anthropologische Differenzen des menschlichen Lebens gegenüber der Verhaltenswelt der Tiere festgemacht werden könnten.

Eben dieser Ansatz macht jedoch den Ausgriff auf ästhetische Fragestellungen unumgänglich: Mit der Artifizialität, ja Gegennatürlichkeit der menschlichen Lebensweise und -praxis, mit der „Sonderstellung“ des Menschen in der Natur ist das Interesse an der Ästhetik bereits mit angesprochen und „eine besondere Beziehung zu den Künsten als ‚reinem Fall‘ menschlicher Produktivität“ (Karl-Siegbert Rehberg) gleichsam vorgegeben. An diesem bemerkenswerten Zusammenhang der Implikation der Ästhetik innerhalb der Entwürfe der Philosophischen Anthropologie setzt das Forschungsinteresse der Tagung an.

Abstracts mit Vortragsvorschlägen können noch bis zum 31. Juli eingereicht werden an Dr. Thomas Ebke (Potsdam) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und/oder Dr. Tatjana Sheplyakova Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zum Call for Paper (pdf): Hier...
Weitere Informationen: Hier...


Aktuelles

"Making Crises Visible" - Ausstellung und Rahmenprogramm beginnen im Februar 2020

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität beteiligt sich von Februar bis Juni 2020 am Rahmenprogramm zum wissenschaftlich-künstlerischen Projekt "Making Crises Visible". Mehr...

DFG fördert Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“

Eine von der DFG geförderte Kolleg-Forschungsgruppe mit dem Titel  „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ richtet ab Oktober 2020 den Blick auf frühere Formen des Christentums. Sprecherinnen sind Prof. Dr. Birgit Emich und Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität. Mehr...

Nächste Termine

31. Januar 2020, 9 Uhr

Workshop: Miteinander reden oder aneinander vorbei? Chancen und Herausforderungen aus der Praxis der Wissenschaftskommunikation. Mehr...

31. Januar 2020, 18 Uhr

Podiumsdiskussion: Kritik der Vernunft oder Vernunft der Kritik? Mehr...

3. Februar 2020, 18.15 Uhr

Interdisziplinäre Vortragsreihe "Evidenz in der Wissenschaft": Prof. Dr. Hartmut Leppin: Hat Jesus eigentlich gelebt? Zur Frage der historischen Evidenz. Mehr...

-----------------------------------------

Neueste Medien

Der Zorn der Moralisten und die Theorie des Ressentiments. Gegenwartsdiagnose mit/gegen Nietzsche

Prof. Dr. Albrecht Koschorke
Vortrag

Jia Zhangkes Gedächtnisprojekt 24 CITY: Vom Umschreiben der Geschichte zu einem Umdenken in der Geschichtsschreibung

Chris Berry
Lecture & Film "Jia Zhangke: Kino der Transformation"

Neueste Volltexte

Burchard, Christoph (2019):

Künstliche Intelligenz als Ende des Strafrechts? Zur algorithmischen Transformation der Gesellschaft. Normative Orders Working Paper 02/2019. Mehr...

Kettemann, Matthias (2019):

Die normative Ordnung der Cyber-Sicherheit: zum Potenzial von Cyber-Sicherheitsnormen. Normative Orders Working Paper 01/2019. Mehr...