Medien-Echo

Wie die Kurie ihr Recht setzte. Savignys und Kuttners Erbe: Zum Tod des Kanonisten Peter Landau

Elementare Prinzipien, Begriffe und Institutionen der europäischen Rechtsgeschichte lassen sich auf das kanonische Recht zurückführen. In den gleichen Jahrhunderten, in denen man sich an den ersten Universitäten dem römischen Recht zuwandte, war mit der Papstkirche ein neuer kraftvoller Gesetzgeber auf den Plan getreten, der in engem Austausch mit der jungen Wissenschaft vom kanonischen Recht die Überlieferung ordnete und bald massenhaft neues Recht produzierte. Diese sich als autonom beschreibende Rechtsordnung, die bis weit ins neunzehnte Jahrhundert in einer fruchtbaren Spannung zum weltlichen Recht stand, ist auch ein Bindeglied zwischen der kontinentaleuropäischen Tradition und der des Common law. Auch die evangelischen Kirchenrechte der Neuzeit bauten auf ihr auf, das westliche Staatskirchenrecht zeigt bis heute Spuren des kanonischen Rechts.
Im Vergleich zu dieser historischen Bedeutung ist der Kreis derjenigen, die sich mit der Geschichte des kanonischen Rechts beschäftigen, klein. Hatte die Historische Schule sich zunächst auf das römische Recht konzentriert, folgte die historische Kanonistik mit folgenreicher Verspätung, geriet man doch in die Kirchenkämpfe des späten neunzehnten Jahrhunderts hinein. Das Vorbild Friedrich Karl von Savignys, vor allem aber die massenhafte Rechtsschöpfung durch Wissenschaft und Kurie führten dazu, dass sich die Forschung zunächst fast ausschließlich mit der Suche, Ordnung und Edition von Quellen beschäftigte.
Mit Stephan Kuttners Emigration in die Vereinigten Staaten trat eine nordamerikanische Community neben die vor allem deutschsprachige und italienische Forschung, die deutlich internationaler wurde als alle ihre rechtshistorischen Schwestern. Es war der 1935 in Berlin geborene Peter Landau, der das bis dahin in Yale und Berkeley geführte Stephan Kuttner Institute of Medieval Canon Law Anfang der neunziger Jahre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ansiedeln konnte. Nicht nur dadurch wurde Landau zur zentralen Figur der historischen Kanonistik.
Schon in seiner Dissertation und der Habilitation in Bonn, später in Regensburg, seit 1987 in München hat er sich mit zentralen Institutionen und den Quellen des mittelalterlichen kirchlichen Rechts beschäftigt. In einer Fülle von Einzelarbeiten, immer wieder auf eigene Handschriftenstudien gestützt, zeichnete er ein neues Bild von den mittelalterlichen Rechtserzeugungsprozessen als Zusammenspiel zwischen Kurie und Wissenschaft. Mit geradezu kriminalistischer Energie rekonstruierte er die Wege von Handschriften und Menschen, identifizierte neue Autoren und Schulen und legte damit europäische Netzwerke der Wissensproduktion frei.
Diese Kärrnerarbeit führte er noch viele Jahre nach seiner Emeritierung weiter. Als leidenschaftlicher Jurist und politisch denkender Mensch meldete er sich aber auch in anderen Zusammenhängen zu Wort. Er begriff die Gegenwart von Recht und Staat aus ihrer Geschichtlichkeit. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden so eine Geschichte der evangelischen Kirchenrechte und des Staatskirchenrechts, eine Geschichte des Rechts im deutschen Sprachraum und viele eindringliche philosophiegeschichtliche Arbeiten, zum Teil in Sammelbänden zusammengefasst. Die Beschäftigung mit der Rechtsgeschichte im Nationalsozialismus war ihm ein besonderes Anliegen.
Wer ihn kannte, weiß, dass er alles, was er tat, mit besonderer Intensität tat. Doch seine Lebensaufgabe sah er darin, das kanonische Recht als Teil der europäischen Rechtsgeschichte und damit unserer Gegenwart zu erforschen. In seinem Nachruf auf Stephan Kuttner, dessen Erbe er sich wie dem Savignys verpflichtet fühlte, bezeichnete er dieses kanonische Recht als "Weltkulturerbe". Mit Peter Landau ist am 23. Mai einer seiner besten Kenner in München verstorben.
THOMAS DUVE

Von Thomas Duve. Aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28.05.2019, Feuilleton (Feuilleton), Seite 12. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv

Eine Sprache, die jeder versteht. "Café Europa" mit Rainer Forst und Daniel Cohn-Bendit

Es war ausverkauft. Das Interesse an Europa scheint in Frankfurt überwältigend groß zu sein. Denn das Publikum rannte Michael Hohmann die Bude ein. Genauer gesagt: das "Café Europa", wie eine neue, gemeinsam mit dem Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales organisierte Diskussionsreihe in der Romanfabrik heißt. Zum Auftakt sprachen der Philosoph Rainer Forst, Sprecher des Exzellenzclusters "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität, und der Ex-Europa-Politiker Daniel Cohn-Bendit über die europäische Aufklärung und ihre revolutionären Folgen. Einig waren sie darin, dass sie sich gesprächsweise im geistigen Vorhof Europas befanden. Doch dann musste Forst plötzlich die Aufklärung gegen Cohn-Bendit verteidigen, der sie für die Perversionen während der Französischen Revolution verantwortlich machte.
So spannend kann Dialektik sein. Mit einem Impulsvortrag über die Kernaussagen der Aufklärung stimmte der Philosoph das Publikum auf den "heißen Abend" ein. Zunächst definierte er die Aufklärung als "wirkmächtigste intellektuelle Epoche Europas", die in der Französischen Revolution kulminierte. Forst schlug vor, bei Kant nachzuschlagen, der aufgefordert habe, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Damit habe das Zeitalter der Kritik begonnen, aber nicht das aufgeklärte Zeitalter: "Aufklärung ist nie zu Ende." Die Religionskritik sei der Kern aufklärerischen Denkens, das schon im Mittelalter mit Abaelard begonnen habe. Auch Voltaires Vernunftreligion sei "der christlichen nicht ganz unähnlich gewesen", schmunzelte der Referent. Letztlich sei Aufklärung die Kritik von Machtkomplexen gesellschaftlichen Handelns.
Von Hobbes über Spinoza kam Forst auf Rousseau und dessen "Contrat social" zu sprechen, den Entwurf einer gesellschaftlichen Neugründung über den Gemeinwillen, der andere Menschen hervorbringen sollte. Die Revolution sei von den Zeitgenossen als Realisierung des Rousseauschen Entwurfs wahrgenommen worden. Kant habe sie als "Geschichtszeichen" eines geistreichen Volkes gewertet, das sich aus eigener Kraft gesellschaftlich entwickeln wollte: "So etwas vergisst sich nicht mehr." Dann brachte Forst dialektische Fragen auf. "Wer für die säkulare Vernunft eintritt, ist er auch für die Tolerierung des Kopftuches?" Wie verhält sich die öffentliche Vernunft zur digitalen Kommunikation? Wer hört noch den Ruf nach transnationaler Demokratie? Die französischen Revolutionäre hätten schließlich kein ethnisches, sondern ein Staatsvolk vor Augen gehabt.
So viel Glauben in die Menschheit war für Cohn-Bendit zu viel. Schließlich hat er etliche Jahre und damit auch Enttäuschungen mehr auf dem Buckel als sein Gesprächspartner. Der einstige deutsch-französische Revoluzzer hat sich wundgerieben an den Revolutionen jedweder Couleur - und an ihren geistigen Wegbereitern. "Die Aufklärung war eine Wunschvorstellung von Denkern, die sich befreien wollten von real existierenden Ketten." Erster Fehler: "Für Rousseau ist der Mensch grundsätzlich gut." Der Mensch sei aber weder gut noch schlecht, fuhr Cohn-Bendit fort. Und er sei während und nach der Revolution derselbe gewesen wie vorher mit allem Guten und Bösen in sich. Deshalb hält Cohn-Bendit "die Revolution für eine der größten Betrugswunschvorstellungen" der Geschichte. "Nicht Freiheit wollten die hungernden Menschen haben, sondern Brot."
Von Rousseau zu Che Guevara und Lenin war es für Cohn-Bendit da nur noch nur ein kleiner Schritt. Es sei trügerisch zu glauben, durch die Härten einer Revolution komme ein neuer Mensch heraus. Nicht ganz zufällig sei die Französische Revolution das Modell der Bolschewiken gewesen. Dahinter habe die Idee von der Unmündigkeit der Arbeiterklasse gestanden. "Ich verstehe die Wunschvorstellung der Aufklärung, aber was ist daraus geworden? Kann man mit diktatorischen Mitteln Menschen befreien? Nein!" Fast konnte er einem schon leid tun angesichts solcher Frustration. Nicht Rousseau, Augustinus sprach aus ihm. Und doch fragte er weiter: "Wie können sich Menschen von den Strukturen befreien, die sie unterdrücken? Von innen heraus müssen sie ihre Ketten brechen."
Damit kam er auch auf die unvermeidliche Kopftuchdebatte zu sprechen. "Befreien wir diese Frauen, oder ist es ein Prozess der eigenen Befreiung?" Forst, Vorkämpfer für Toleranz, berief sich auch hier auf die Kernüberzeugung der Aufklärung: "Der Prozess der Aufklärung muss ein autonomer sein." Auch glaube er nicht, dass der Mensch einen verderblichen Kern habe, sondern sei davon überzeugt, dass sich menschliches Verhalten grundsätzlich entwickeln könne. Und nicht zu vergessen: "Aufklärung ist keine europäische Erfindung, sondern eine Sprache, die jeder versteht."
CLAUDIA SCHÜLKE

Von Claudia Schülke. Aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 05.06.2019, Kultur (Rhein-Main-Zeitung), Seite 34. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv

Wiederbelebung einer großen Kinokultur

Deutsch-afrikanischer Austausch: Das Frankfurter Modell eines Film-Studiengangs wird nach Nigeria exportiert

FRANKFURT. Wenn ein gutes Produkt sich auf dem Markt behaupten kann, wird es über kurz oder lang exportiert. So ist es jetzt mit dem Masterstudiengang "Filmkultur - Archivierung, Programmierung, Präsentation", der seit dem Wintersemester 2013/14 an der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filminstitut und Filmmuseum (DFF) angeboten wird. Die Absolventen des Studiengangs, der Theorie und Praxis kombiniert, sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt.
Von September an werden afrikanische Studenten die Möglichkeit haben, nach dem Frankfurter Modell Filmkultur und vor allem Archivierung in einem Masterprogramm zu erlernen: Mit dem Berliner Arsenal Institut für Film und Videokunst haben die Partner DFF und Goethe-Universität sich 2018 zusammengetan, um vier Jahre lang für das "Archival Studies Master Program Jos" in Kooperation mit der Nigerian Film Corporation, dem National Film Institute of Nigeria und dem National Film, Video and Sound Archive in Jos den Studiengang aufzubauen. Finanziert wird das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst aus dem Programm "Transnationale Bildung".
Nach dem Modell "Training the Trainers" wird derzeit an der Weiterbildung der afrikanischen Kollegen gearbeitet. Noch bis Ende des Monats pendeln die beiden nigerianischen Fachleute Justina Omojeve vom National Archive for Film, Video and Sound und Dan Ella, der an der University of Jos Film in Theorie und Praxis lehrt, sowie zwei ihrer Kollegen zwischen Wiesbaden, Frankfurt und Berlin. Dort eignen sie sich die Methoden des Masterstudiengangs Filmkultur und die Arbeitsweisen des DFF sowie des Berliner Arsenals an.
Geplant ist, so Vinzenz Hediger, seit 2011 Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität, ein Austausch in beide Richtungen. In den nächsten drei Jahren sollen afrikanische und europäische Dozenten auch gemeinsam lehren, ein Studentenaustausch soll etabliert werden. Nicht zuletzt soll es dem hiesigen Kinopublikum ermöglicht werden, das afrikanische Filmerbe zu entdecken. Bei den diesjährigen Berliner Filmfestspielen war das erste Mal frisch digitalisiertes Material aus Nigeria präsentiert worden.
Denn Nigeria, das den Spitznamen "Nollywood" trägt, ist die zweitgrößte Filmnation der Welt - gleich nach Indien und noch vor den Vereinigten Staaten. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr gut 1000 Filme produziert. "Im Grunde möchte jeder in Nigeria irgendetwas mit Film machen", sagt Dan Ella. Allein an seiner Hochschule gibt es 500 Filmstudenten. Aber Film ist in Nigeria, wie überhaupt in Afrika, bisher ein kurzlebiges Medium: Gedreht vor allem mit kleinen Digitalkameras, werden die Filme auf DVD gebrannt, weiterverbreitet und dann, sehr oft, rasch wieder vergessen. Und selbst große Werke bekannter Regisseure sind schon wenige Jahre nach ihrer Produktion schwer zu finden. Ganz zu schweigen vom Filmerbe auf Zelluloid, das, soweit es überhaupt noch vorhanden ist, bisher kaum archiviert, erforscht und gezeigt wird. Wenn es überhaupt in seinen Ursprungsländern vorhanden ist. Das, was an frühem Film aus Afrika noch vorhanden ist, muss man oft in europäischen Archiven suchen - eine weitere Nachwirkung des Kolonialismus.
Auch das europäische und amerikanische Filmerbe weist große Lücken auf, vieles ist verschollen, weil in den Anfangsjahrzehnten der mit 120 Jahren noch jungen Kunst- und Wirtschaftsform Film auf das Archivieren wenig Wert gelegt worden war. Kriege und wirtschaftliche Krisen beeinflussten ebenfalls das Bewusstsein für den historischen Wert des Films. Strategien, die hierzulande etwas früher eingesetzt haben, sollen jetzt auch die Erschließung des afrikanischen Filmerbes ermöglichen, und der Studiengang soll nach dem Willen der Initiatoren über Nigeria hinausreichen.
"Wir müssen diese Filme bewahren, sonst stirbt die Geschichte", sagt Justina Omojeve vom nigerianischen National Archive for Film, Video and Sound. Nur fünf ausgebildete Archivare wie sie gebe es derzeit in Nigeria. Der Bedarf aber ist groß, und gerade wird das Nationalarchiv in einem Neubau in Jos eingerichtet. Eine mobile Digitalisierungsstation dort soll künftig auch in der Ausbildung der Filmkultur-Studenten eingesetzt werden. Die ersten 25 wird Omojeve von September an unterrichten.
Vor allem das Zelluloid-Archiv des DFF in Wiesbaden hat es ihr angetan - und dort haben sie und Ella tatsächlich historisches Material aus Nigeria sichten können. Das Filminstitut, so Hediger, trage in der Entwicklung des nigerianischen Masters die gesamte archivarische Ausbildung, die akademischen Lehrpläne würden mit der Goethe-Universität erstellt.
Bislang, sagt Dan Ella, könne er seinen Studenten allenfalls punktuell und auf Video historische Werke nahebringen. Kino als gemeinschaftliches Erleben von Originalfilmen existiere in Nigeria, das eine große Filmtheaterkultur hatte, fast gar nicht mehr. Nun erhoffen Ella und Omojeve sich auch ein Wiedererwachen dieser Kultur - ihre Studenten könnten dazu beitragen.

EVA-MARIA MAGEL

Von Eva-Maria Magel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14. Mai 2019, Hochschule (Rhein-Main-Zeitung), Seite 36. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv.

Die Suche nach der Identität. Café Europa: Neue Reihe in der Romanfabrik

"Die Europäische Union ist der höchste Ausdruck des europäischen Bewusstseins. Aber Europa ist viel mehr", sagte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) gestern bei der Vorstellung einer neuen Vortrags- und Debattenreihe, die sich auf die Suche nach diesem "Viel mehr" begeben wird. Bereits am nächsten Montag startet die durchaus programmatisch "Café Europa" betitelte Vortragsreihe in der Romanfabrik, die in den nächsten vier Jahren an jeweils fünf bis sieben Terminen im Jahr der komplexen kulturellen Identität Europas nachspüren will. In Kurzvorträgen renommierter Referenten und anschließenden Debatten sollen die geschichtliche, kulturelle, politische, juristische, sprachliche, religiöse und philosophische Dimension des Kontinents beleuchtet werden.
Veranstaltet und organisiert wird die Reihe von der Romanfabrik in Kooperation mit dem Institut franco-allemand des sciences historiques et sociales (IFRA-SHS). Sie wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt mit 6000 Euro gefördert, weitere Unterstützung kommt vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain und vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Wie Michael Hohmann, Geschäftsführer der Romanfabrik, und Pierre Monnet, Leiter des IFRA, sagten, sollen die Vorträge jeweils in einem Jahrbuch dokumentiert und zudem als Videomitschnitte auf einem Youtube-Kanal abrufbar sein. Erstmals geöffnet ist das "Café Europa", das die Tradition der Salons und Cafés des 18. Jahrhunderts aufnimmt, am 3. Juni. Von 20 Uhr an sprechen der Philosoph Rainer Forst und der Publizist Daniel Cohn-Bendit in der Romanfabrik, Hanauer Landstraße 186, über "Europäische Aufklärung und Französische Revolution". Zu weiteren Vorträgen im Herbst werden etwa Johannes Fried, Micha Brumlik, Jan Assmann und Béatrice von Hirschhausen erwartet. Weitere Informationen gibt es unter der Adresse www.romanfabrik.de im Internet.
cfr.

Aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28.05.2019, Kultur (Rhein-Main-Zeitung), Seite 34. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv

Stiftung fördert Akademie in Mali

Forscher der Universitäten Frankfurt und Basel bauen in Mali eine Akademie für Postdoktoranden auf. Dort sollen sich Nachwuchskräfte aus sieben frankophonen afrikanischen Ländern der geistes- und sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung widmen. Die in Düsseldorf ansässige Gerda-Henkel-Stiftung, die geisteswissenschaftliche Projekte unterstützt, fördert das Vorhaben mit knapp einer Million Euro. Außerdem gibt es Geld von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Nach Worten des Frankfurter Projektkoordinators Stefan Schmid geht es der Stiftung nicht darum, angewandte Wissenschaft zu fördern. Vielmehr sei es ihr Ziel, die Qualität der Grundlagenforschung in Afrika zu verbessern. Das Programm der Akademie soll es den dort tätigen Stipendiaten ermöglichen, sich kritisch mit ihren Disziplinen und ihrer eigenen Identität als Wissenschaftler auseinanderzusetzen. Nach der dreijährigen Ausbildung in Mali sollen die Postdoktoranden an ihre Heimatinstitutionen zurückkehren, um dort auf höherem Niveau zu lehren und zu publizieren. Zum Projekt gehören auch ein Mentoringprogramm und die Pflege von Kontakten zu anderen Forschungseinrichtungen.
Angesiedelt wird die Akademie in dem unabhängigen Forschungszentrum Point Sud in der malischen Hauptstadt Bamako. Die Förderung läuft zunächst bis Juli 2022.
zos.

Aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14. Mai 2019, Hochschule (Rhein-Main-Zeitung), Seite 36. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv.


Aktuelles

„Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" - Vortrag von Jürgen Habermas. Skript und Video zum Abruf verfügbar

Die Meldung zum Vortrag finden Sie hier...

Weitere Informationen (Vortragsskript und Video) zum Vortrag „Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" von Jürgen Habermas am 19. Juni 2019 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main finden Sie hier...

"The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" - Konferenz zu Ehren von Jürgen Habermas

Am 20. und 21. Juni fand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" die Konferenz "The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" statt.
Die Meldung zur Konferenz finden Sie hier...
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier...

Nächste Termine

22. bis 24. Juli 2019

Masterclass: Predicament of Economics: on the Intersection of Ethics, Political Philosophy and Economics. With Prof. Sanjay G. Reddy. Mehr...

23. Juli 2019, 14 Uhr

Fellow-Lecture: Prof. Sanjay G. Reddy: The Predicament of Economics (and the social sciences more generally). Mehr...

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Neueste Medien

Noch einmal: Moralität und Sittlichkeit

Jürgen Habermas
Öffentlicher Vortrag an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die andere Seite des Kinos: Chantal Akermans De l’autre côté

Martin Seel
Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

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