Erfolgsstory von morgen. Biennale des bewegten Bilds macht Schule

Bernd Kracke, Präsident der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG), trägt ein schwarzes T-Shirt mit einem B und drei weißen Balken. Es ist das Motiv der Biennale des bewegten Bildes: Kracke ist nicht nur der Kopf des Kulturfestivals, das letztes Jahr ins Leben gerufen wurde, sondern auch sein erster Botschafter: "Die Biennale", sagte er bei der Vorstellung des Programms, "verfolgt ein einzigartiges Konzept in der Welt. Wir wollen aus ihr eine Erfolgsstory machen."

Damit sich diese Ambitionen auch erfüllen können, wird die Biennale in diesem Jahr um die sogenannte "Autumn School" erweitert. Zum einen geht es dabei um einen international besetzten "Think Tank", wo das Konzept für die nächste Ausgabe im kommenden Jahr erarbeitet wird. Zum anderen werden in 35 Workshops Studenten, Lehrern und Schülern die neuen Trends aus Film, Kunst, Hörspiel und Gaming vorgestellt. Die Veranstaltungen finden in verschiedenen Frankfurter Bildungs- und Kultureinrichtungen statt, unter anderem der Städelschule sowie dem Deutschen Filmmuseum. Sie beginnen am Sonntag und enden mit einer Präsentation am darauffolgenden Samstag.

Die Biennale in diesem Jahr hat den Titel "Expanded Senses" - erweiterte Sinne. Damit greift das Festivalteam um Kracke die "Expanded Narration" aus dem letzten Jahr auf. Dahinter steht die Idee eines Treffpunkts der internationalen Kreativszene: "Wir haben", erläutert Kracke, "heute ganz neue Medienformate: Kuppel-Projektionen, Google-Glass, Multi-Screens. Deshalb verfolgen wir einen Ansatz, der verschiedene Genres und Disziplinen vereint." Für die Umsetzung von "Expanded Senses" hat Kracke viele Partner und Unterstützer gefunden, unter anderem die hessische Film und Medienakademie (HfMa) mit ihren 13 Hochschulen.

Das hessische Wissenschaftsministerium ist mit anderen zusammen Träger des Projekts. Minister Boris Rhein (CDU) begründete gestern das Engagement der Landesregierung: "Das Festival sendet Impulse für die Medienstandorte in Frankfurt, dem Rhein-Main-Gebiet und Hessen."

haav.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. September 2014, haav. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv.


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