Lichtmodenschau im Hafen. Offenbach mit 35 Projekten bei der Luminale

es. OFFENBACH. Mit 35 Projekten ist Offenbach bei der Luminale vertreten. Vom 13. bis 18. März und damit gleichzeitig mit der Messe "Light + Building" in Frankfurt findet die Biennale der Lichtkultur in beiden Städten statt. Insgesamt mehr als 200 Licht-Projekte und Licht-Installationen werden dabei zu sehen sein. Rund 240000 Besucher interessierten sich vor zwei Jahren für die Veranstaltungen. Die Luminale gibt es seit 2002. Offenbach kam 2006 hinzu. Seit 2008 beteiligt sich die Stadt in einer "konzertierten Aktion" daran und ist also zum sechsten Mal dabei. Das Motto lautet hier: "Highlight Offenbach".

Für die Offenbacher Kreativwirtschaft sei die die Luminale die "einmalige Chance", sich der Stadt und der Region zu präsentieren, sagte Jürgen Amberger, der Leiter des städtischen Amts für Wirtschaftsförderung. Die Wirtschaftsförderung koordiniert die Offenbacher Aktivitäten und stellt etwas über 10 000 Euro bereit. Ein Stadtplan führt alle Veranstaltungen in Offenbach auf.

An den Luminale-Tagen pendelt jeweils von 18 bis 23 Uhr ein Shuttle-Bus im Stundentakt zwischen dem Offenbacher Marktplatz und dem Paulsplatz in Frankfurt; Besucher können den "Luminale Express" unentgeltlich nutzen. Der Gesamtkatalog und der Offenbacher Stadtplan sind in den Luminale-Infozentren im Kulturzentrum Hafen 2, Nordring 129, in der Heyne-Fabrik, Lilistraße 83D, und im Ostpol-Gründercampus, Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, erhältlich. Die Kooperation mit Offenbach sei besonders wichtig, sagte Angelika Kroll-Marth vom Projektbüro Luminale.

Eröffnet wird die Luminale in Offenbach am Samstag, 12. März, um 19 Uhr und um 20.30 Uhr im Hafen 2 mit der Lichtmodenschau "Leuchtstoff" der Schule für Mode, Grafik, Design. Zehn Lichtdesigner und Lichtkünstler des "Instituut Lichtontwerpen" aus Amsterdam zeigen unter dem Titel "Many Many Moons" 13 Projekte in der Heyne-Fabrik. Nach Angaben von Thomas Kypta, dem Geschäftsführer der Etage 3 Kommunikation + Design GmbH, werden außerdem mehrere Workshops angeboten. "Nous n'avons pas besoin de tuer" heißt ein Projekt des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt, das Laura Gerlach als Neon-Installation mit Sound zur Luminale in Frankfurt und Offenbach präsentiert. Eröffnet wird das Projekt am Sonntag, 13. März, um 18 Uhr vor dem Offenbacher Rathaus. Man wolle Wissenschaft nicht im Elfenbeinturm betreiben, sondern den direkten Dialog mit dem Bürger suchen, sagte Rebecca Schmidt, die Geschäftsführerin des Exzellenzclusters.

Das Klingspor-Museum zeigt die begehbare Licht-Papier-Installation "Schwarzlicht" im Foyer der Sparkasse Offenbach, Berliner Straße 45. Das Projekt erinnert nach den Worten von Nina Mössle vom Klingspor-Museum an die vor 100 Jahren errichtete alte Offenbacher Synagoge, das heutige Capitol-Theater, an der Goethestraße und an die Verfolgung und Vernichtung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Februar 2016, es. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv.


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