Neue Normalität - Neue Reihe "DenkArt" im Haus am Dom

Eine partizipative Vortragsreihe unter dem Titel "DenkArt" soll die erfolgreiche Redenreihe "Denkraum" des Frankfurter Schauspiels fortsetzen. Das haben die einstige Initiatorin Marion Tiedtke und ihre Mitstreiter vom Forschungsverbund "Normative Orders" an der Goethe-Universität beschlossen. Neuer Gastgeber ist das Frankfurter Haus am Dom. Dort wird der Soziologe Wilhelm Heitmeyer vom Institut für interdiziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld die Reihe am 8. September um 19.30 Uhr mit einem Vortrag über "Autoritäre Bedrohungen oder liberale Demokratie? - Die offene Gesellschaft im Ausnahmezustand" eröffnen. Mehr als 46 Besucher sind unter Corona-Bedingungen nicht zugelassen im Großen Saal. Aber über die Internet-Adresse www.youtube.com/hausamdom kann man sich digital in den Live-Stream zuschalten.
Lisa Straßberger, Studienleiterin an der Katholischen Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom, spricht von einem "Thinktank" unter dem Leitwort "Der normalisierte Ausnahmezustand". Bis Ende des Jahres sind zwei weitere Gastvorträge geplant: Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, wird am 17. November über "Teilhabe oder Rückschritt? - Die Position der Frauen in Zeiten von Corona" sprechen, Der Verfassungsrechtler Günter Frankenberg, assoziiertes Mitglied des Forschungsverbunds, spricht am 8. Dezember über "Freiwilligkeit oder Zwang? - Experimente in den Zeiten von Infektionsschutz". Das Format des "Denkraums" wird beibehalten: 30 Minuten Impulsvortrag, 30 Minuten Diskussion unter den Besuchern, jetzt in unterschiedlichen Seminarräumen, und Stellungnahme des Referenten zu deren Fragen.
"Raus aus dem Elfenbeinturm" der Wissenschaft und hinein in den Dialog mit dem Publikum will Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbunds. Tiedtke, jetzt nicht mehr Chefdramaturgin am Schauspiel, sondern wieder Professorin für Schauspiel und Ausbildungsdirektorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, pocht auch auf die Präsenz künstlerischer Kreativität in der Reihe. Die Heinrich-Böll-Stiftung war an der Konzeption beteiligt, auch die Sebastian-Cobler-Stiftung für Bürgerrechte unterstützt die Reihe. Im Frühjahr soll sie unter dem Leitwort "Solidarität" fortgesetzt werden.

Von Claudia Schülke aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Rhein-Main) vom 28. August 2020. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv


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