Wutbürger ist nur ein Wort

Frankfurter Stadtgespräch über die neuen Bürgerproteste mit Erhard Eppler und Peter Niesen am 5. Mai im Frankfurter Kunstverein

Pressemitteilung

30. April 2011

FRANKFURT. „Wutbürger“ – so lautete das „Wort des Jahres“ 2010, gekürt von der Gesellschaft für deutsche Sprache. Das Wort dokumentiere ein großes Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, über ihre Wahlentscheidung hinaus ein Mitspracherecht bei gesellschaftlich und politisch relevanten Projekten zu haben. Die Wahl blieb jedoch nicht unwidersprochen. Das Aktionsbündnis gegen „Stuttgart 21“ – übrigens der zweitplazierte Ausdruck des Jahres – wies darauf hin, dass das Bündnis nicht nur aus Wut bestehe. Was hat es nun mit den neuen Protestbewegungen auf sich? Darüber diskutieren der Politiker Dr. Erhard Eppler (SPD) und der Politikwissenschaftler Prof. Peter Niesen beim nächsten Frankfurter Stadtgespräch, veranstaltet vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität und dem Frankfurter Kunstverein, zum

Thema: Wohin mit dem Protest?
Von der Zukunft unserer Demokratie
am: Donnerstag, dem 5. Mai 2011, um 20 Uhr
Ort: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg,
Markt 44, 60311 Frankfurt.

Die Republik ist in Bewegung geraten. Vom Massenprotest gegen Stuttgart 21 über das Wiedererstarken der Anti-AKW-Bewegung bis zum Hamburger Schulentscheid – zum ersten Mal seit längerer Zeit formiert sich an verschiedenen Stellen so etwas wie eine außerparlamentarische Opposition, die sich in politische Fragen einmischt. Doch was sind die Motive dieser Einmischung? Und welche Konsequenzen hat sie für die Verfasstheit unserer Demokratie? Mit Erhard Eppler, Bundesminister a.D. und langjähriger Vorsitzender der Grundwerte-Kommission der SPD, steht einer der angesehensten und interessantesten Politiker der Bundesrepublik Rede und Antwort. Gesprächspartner ist Peter Niesen, Professor für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt, der sich seit Langem intensiv mit Demokratietheorie und politischer Ideengeschichte befasst. Die Podiumsdiskussion über die jüngsten Protestbewegungen und -formen ist das mittlerweile fünfte Frankfurter Stadtgespräch. Die Moderation liegt wieder in den Händen von Peter Siller, Scientific Manager des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Mit der bisher sehr gut besuchten Veranstaltungsreihe wollen der Exzellenzcluster und der Frankfurter Kunstverein den Dialog mit der Öffentlichkeit fördern. Der Eintritt ist frei.

Informationen: Peter Siller, Exzellenzcluster ‚Die Herausbildung normativer Ordnungen’, Tel: (069) 798-25290, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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