Was gilt die Religion im demokratischen Diesseits?

Frankfurter Stadtgespräch am 22. Mai 2013 mit dem Jesuiten Pater Michael Sievernich und dem Religionsphilosophen Thomas M. Schmidt

Pressemitteilung

14. Mai 2013

FRANKFURT. Das Frankfurter Stadtgespräch, veranstaltet vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Frankfurter Kunstverein, fragt in seiner zehnten Auflage nach dem Ort der Religion in der pluralistischen Öffentlichkeit. Prof. Michael Sievernich SJ und Prof. Thomas M. Schmidt, beide ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet und eng mit der Mainmetropole verbunden, diskutieren zum

Thema: „Diesseits von Eden – Religion zwischen Pontifex und Postsäkularismus“
am: Mittwoch, dem 22. Mai 2013, um 19.00 Uhr.
Ort: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, 60311 Frankfurt

Lange Zeit schien Einigkeit darüber zu bestehen, dass – zumindest in der westlichen Welt – die öffentliche Bedeutung von Religion abnimmt. Mittlerweile aber mehren sich die Stimmen, die anstatt von einer weltlich geprägten Gegenwart von einer „postsäkularen Epoche“ sprechen. Doch gibt es wirklich eine Rückkehr der Religionen? Zumindest in Europa, so auch in Deutschland, scheint die Zahl der weltanschaulich Indifferenten – ob nun mit oder ohne Kirchenmitgliedschaft – eher zu steigen. Trotzdem sind Themen der Religion auch hier so präsent wie selten zuvor. In den Medien pendeln sie zwischen Religionskritik und Sonderausgaben zur Papstwahl. Was sagen diese Befunde über die Bedeutung der Religion – zumal in einer pluralistischen und demokratisch verfassten Gesellschaft?

Mit Überschriften wie „Frankfurt bleibt ein bisschen Papst“ wurde Prof. Michael Sievernich zu seinen Begegnungen mit Pater Jorge Mario Bergoglio befragt. Der Jesuit, ehemaliger Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, ist Experte für Religion in der späten Moderne. Bei dem mittlerweile zehnten Stadtgespräch diskutiert er mit Prof. Thomas M. Schmidt, Goethe-Universität und Mitglied des Exzellenzclusters. Schmidt fragt als Religionsphilosoph nach dem Vernunftanspruch und dem angemessenen Ort von Religion in einem weltlich geprägten Gemeinwesen.

Michael Sievernich lehrte bis zu seiner Emeritierung Pastoraltheologie an der Universität Mainz. Er ist Honorarprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, der er von 1996 bis 2000 auch als Rektor vorstand. Mehrere Studienaufenthalte und Gastdozenturen führten ihn nach Lateinamerika. Dort hatte er bereits Anfang der 1980er Jahre den heutigen Papst kennengelernt. Ein Wiedersehen gab es einige Jahre später, als Pater Jorge Mario Bergoglio seinerseits einige Monate zu Studienzwecken in Sankt Georgen verbrachte.

Thomas M. Schmidt ist Professor für Religionsphilosophie am Fachbereich Katholische Theologie und kooptierter Professor am Institut für Philosophie der Goethe-Universität. Im Exzellenzcluster leitet er das Forschungsprojekt „Religiöse Überzeugungen in normativen Ordnungen“. Der Religionsphilosoph ist zudem einer der Hauptantragsteller des DFG-Graduiertenkollegs „Theologie als Wissenschaft“.

Der Eintritt zu der öffentlichen Podiumsdiskussion ist frei. Sie findet in der Cafèbar des Frankfurter Kunstvereins statt. Die Moderation hat Bernd Frye, Pressereferent des Clusters.

Informationen: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Bernd Frye (Pressereferent), Tel.: 069/798-31411, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/frankfurter-stadtgespraech


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