Nachwuchsperspektiven für die Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Promovierende aus ganz Europa treffen sich beim „ESTER Research Design Course“ am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

Pressemitteilung

9. Oktober 2014

FRANKFURT AM MAIN. Der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität ist Gastgeber und Kooperationspartner eines mehrtägigen, internationalen Workshops, bei dem rund 40 Promovierende aus ganz Europa ihre Dissertationsprojekte zu wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Themen vorstellen. Die Veranstaltung mit dem Titel „ESTER Research Design Course“ findet vom 14. bis 17. Oktober im Gebäude des Exzellenzclusters auf dem Frankfurter Campus Westend statt. Zu den Organisatoren gehört Andreas Fahrmeir, Professor für Neuere Geschichte an der Goethe-Universität und Mitglied des Exzellenzclusters.

ESTER steht für „European Graduate School for training in Economic and Social Historical Research“. Getragen wird diese Graduiertenschule von mehr als 60 europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Der ESTER-Verbund richtet jährlich an wechselnden Orten seinen „Research Design Course“ aus. „Dabei wird den Promovierenden die Gelegenheit gegeben, sich in einem internationalen Umfeld intensiv untereinander und mit Experten auszutauschen“, so Andreas Fahrmeir. Ziel ist es, die Nachwuchswissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre Forschungsfragen deutlich herauszuarbeiten, Klarheit über den methodischen und theoretischen Ansatz zu erzielen und insgesamt einen realistischen Fahrplan für das gesamte Dissertationsprojekt zu erstellen.

Jeder der rund 40 teilnehmenden Promovierenden erörtert sein Thema mit zwei weiteren Nachwuchswissenschaftlern und einem Experten. Die Experten – meist Professorinnen oder Professoren – kommen ebenfalls aus ganz Europa. Experten von Seiten der Goethe-Universität sind Andreas Fahrmeir sowie seine Fachkollegen Torsten Riotte und Ralf Banken. Themen der Dissertationen sind beispielsweise die Rolle der Politik und der Finanzwirtschaft in Revolutionszeiten, Gesundheit und Lebenserwartung in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die wirtschaftliche Entwicklung Chinas im 18. und 19. Jahrhundert.

Im Rahmenprogramm geht es unter anderem um Publikationsmöglichkeiten von Dissertationen. Zudem gibt es einen Erfahrungsaustausch mit Teilnehmern des Internationalen Graduiertenprogramms (IGP) des Exzellenzclusters. Im Rahmen des IGP arbeiten Nachwuchswissenschaftler des Frankfurter Forschungsverbundes in einem strukturierten Programm an ihren Dissertationen.

Administrativer Sitz des ESTER-Verbundes, der 1991 gegründet wurde, ist die Universität Leiden in den Niederlanden. Organisatoren des aktuellen Research Design Course auf Seiten von ESTER sind Dr. Jeroen Touwen sowie Dr. Jaco Zuijderduijn.

Information: Prof. Andreas Fahrmeir, Historisches Seminar und Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Telefon (069) 798 - 32626/32613, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.normativeorders.net/ester

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 2014 feiert sie ihren 100. Geburtstag. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto „Wissenschaft für die Gesellschaft“ in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften.“>
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Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilungsleiter
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