Wer kennt Indonesien? Veranstaltungen und Informationsangebote der Goethe-Universität zum diesjährigen Ehrengast der Buchmesse

Pressemitteilung

14. Oktober 2015

FRANKFURT AM MAIN. Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober) ist das asiatische Land Indonesien. Wer sich fachwissenschaftlich mit dem größten muslimischen Land der Welt beschäftigen möchte, vielleicht aber auch aus privatem Interesse auf der Suche nach geeigneter Literatur ist, findet in der aktuellen „Literaturvitrine“ der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg jede Menge Vertiefungsmöglichkeiten. Dieses virtuelle Informationsangebot wird zu aktuellen Themen zusammengestellt. Die letzten „Literaturvitrinen“ waren unter anderem dem jüngst verstorbenen Dichter Henning Mankell, dem 25jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit und der frischgebackenen Literaturnobelpreisträgerin Svetlana Aleksievic gewidmet. (http://www.ub.uni-frankfurt.de)

Die Universitätsbibliothek der Goethe-Universität widmet auch einen Vortrag auf ihrem Buchmessen-Stand dem Gastland Indonesien. Am Donnerstag wird Referent Holger Warnk in seinem Vortrag über „Orang Utans, Amok und Kopfjäger“ über die Indonesien-Bestände der Universitätsbibliothek sprechen. Die Bibliothek besitzt umfangreiche Sammlungen zur Malaiischen Welt und zu Indonesien im Besonderen. Die Bibliothek der Deutschen Kolonialgesellschaft sammelte intensiv zur damaligen Kolonie Niederländisch-Indien, auch die Handschriftenabteilung weist seltene Bestände auf. In der Teilbibliothek der Südostasienwissenschaften sind ebenfalls einzigartige Bestände vorhanden, die zu einem erheblichen Teil aus Indonesien selbst stammen. Der Vortrag wird einige Schätze aus diesen Sammlungen vorstellen.
15. Oktober 2015, 14:30 Uhr, am Stand der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Halle 4.2., Stand N74. (Englischsprachiger Vortrag zum Thema am Freitag, 16.10., um 11 Uhr).

Eine vom Exzellenzcluster Normative Orders veranstaltete Podiumsdiskussion auf dem Campus Westend wird sich mit der Provinz Aceh im Nordosten Indonesiens beschäftigen, die im Jahre 2004 besonders stark vom Tsunami im Indischen Ozean getroffen wurde. Versucht werden soll, die Entwicklungen des Friedensprozesses in den vergangenen zehn Jahren in Bezug auf die islamische Rechtsordnung der Provinz, Geschlechterverhältnisse, Menschenrechte und lokale politische Dynamiken nachzuzeichnen. Es diskutieren die indonesische mehrfach preisgekrönte freie Schriftstellerin und Journalistin Linda Christanty, der aus Aceh stammende Menschenrechtsaktivist und freie Autor Azhari Aiyub, der US-amerikanische Ethnologe Prof. Dr. James T. Siegel  und Dr. Gunnar Stange. Die Diskussion wird von der Ethnologin Prof. Dr. Susanne Schröter moderiert.

15. Oktober 2015, 18.15 bis 19.45 Uhr, Campus Westend, Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02, Max-Horkheimer-Str. 2.


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Mit: Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüterrecht, Urheber- und Medienrecht), Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher), Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders) und Niklas Maak (Journalist und Architekturkritiker)
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