Künstliche Intelligenz im Kino

Zwei Film- und Gesprächsveranstaltungen des Exzellenzclusters Normative Ordnungen zusammen mit dem DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum am 12. und 16. Juli

Pressemitteilung

FRANKFURT. „Talking About a Revolution: Rechtswissenschaft und Filmwissenschaft im Gespräch über künstliche Intelligenz und Kino“. Unter diesem gemeinsamen Motto stehen zwei Expertengespräche mit jeweils anschließender Filmvorführung, veranstaltet vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität in Kooperation mit dem DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Veranstaltungsort ist das DFF, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main.

Wie verändert künstliche Intelligenz die Filmproduktion? Welche Konsequenzen hat das für unsere Vorstellungen von Autor- und Urheberschaft? Wie beeinflusst die Darstellung künstlicher Intelligenz im Kino deren Entwicklung und Einbettung in unsere Lebensformen? Im Dialog der Disziplinen sollen die beiden filmwissenschaftlichen Schlüsselbegriffe der Autorschaft und der Repräsentation im Lichte der neusten Entwicklungen im Feld der künstlichen Intelligenz auf den Prüfstand gestellt werden. Die Diskutanten sind Mitglieder des Exzellenzclusters.

Am 12. Juli diskutiert Vinzenz Hediger, Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität, mit Alexander Peukert, Professor für Immaterialgüterrecht an der Goethe-Universität, unter dem Titel „Können Roboter Autoren sein? Ein Gespräch über Copyright und künstliche Intelligenz rund um die Filme von Jan Bot“. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Im Anschluss an das Gespräch gibt es Filmbeispiele und Impressionen der Arbeitsweise des Film-Roboters „Jan Bot“. Dieser wurde am EYE Filmmuseum in Amsterdam entwickelt, um selbstständig mittels Algorithmen Experimentalfilme zu produzieren.

Auch am 16. Juli, diesmal um 20.15 Uhr, gehört der Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger zu den Experten. Sein Partner auf dem Podium ist Christoph Burchard, Professor für Straf- und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität. Ihre Diskussion steht unter dem Titel „Verzerrt das Kino die KI? Ein Gespräch über Privatheit, IT-Vertrauen und Repräsentation anhand von The Circle“. Der im Anschluss gezeigte Film „The Circle“ (USA 2017) basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Dave Eggers über eine fiktive Firma im Silicon Valley, die die vollkommene Transparenz ihrer Nutzer anstrebt, wobei sich schon bald die Schattenseiten dieser Utopie offenbaren.

Die beiden Podiumsgespräche mit Filmvorführungen finden im Rahmen der derzeitigen Ausstellung „Digital Revolution“ im DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum statt und stehen gleichzeitig im Zusammenhang mit dem laufenden Projekt „Die normative Ordnung Künstlicher Intelligenz | NO:KI“ von Prof. Christoph Burchard im Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“.

Die Veranstaltungen sind öffentlich. Der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Platzzahl wird eine Kartenreservierung empfohlen unter: 069 961 220-220.

Informationen:
Prof. Vinzenz Hediger, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Tel. 069/798-32079, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.normativeorders.net/de/, www.dff.film/

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Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de

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