Was tun gegen autoritäre Tendenzen in Politik und Gesellschaft?

Kantorowicz Lecture des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften und des Forschungsverbunds „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität am 27. November 2019

Pressemitteilung

FRANKFURT. Der Aufstieg und Siegeszug autoritärer Bewegungen und Machthaber in verschiedenen Teilen der Welt gilt als eine der größten Herausforderungen für demokratische Gesellschaften. Doch wie mit diesen autoritären Bewegungen und Entwicklungen angemessen umgehen? Wie verhindern, dass sich durch mögliche Lösungswege der Raum legitimer Politik noch weiter verengt und polarisiert und die politische Auseinandersetzung auf eine Konfliktzone zwischen Gut und Böse reduziert?

Solche und weitere Fragen sind Themen der aktuellen Kantorowicz Lecture in Political Language an der Goethe-Universität. Sie wird veranstaltet vom Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Der Rechtswissenschaftler und Leibniz-Preisträger 2016 Christoph Möllers spricht über die

„Kritik der Wertegemeinschaft oder: Über den Platz der Politik in der politischen Auseinandersetzung“ am Mittwoch, dem 27. November 2019, um 18.00 Uhr, Campus Westend der Goethe-Universität, IG Farben Gebäude, Raum 411.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Forschungen bewegen sich in den Bereichen deutsches, europäisches und vergleichendes Verfassungsrecht, Demokratietheorie und Theorie sozialer Normen. Er war zuvor Professor für Öffentliches Recht an den Universitäten Münster und Göttingen, Emile Noël-Fellow an der NYU, Fellow am Wissenschaftskolleg und Gastprofessor u.a. an der CEU Budapest, Princeton University und den Universités Paris I und II. Von 2011 bis 2014 war er Richter im Nebenamt am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Er ist Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der DFG 2016.

Die einmal pro Jahr stattfindenden Kantorowicz Lectures in Political Language erinnern an Ernst Kantorowicz, der zu den herausragenden Forscherpersönlichkeiten der Frankfurter Universitätsgeschichte gehört. Kantorowicz musste die Universität 1934 zwangsweise verlassen und wurde später am Institute for Advanced Study in Princeton zu einem der international einflussreichsten Geisteswissenschaftler, dessen Arbeiten bis heute zu den meistzitierten gehören. Die 2011 ins Leben gerufene Vortragsreihe konzentriert sich auf das Thema der „politischen Sprache“. Stets sprechen sehr renommierte Gäste aus dem In- und Ausland, wie beispielsweise der Philosoph und Historiker Quentin Skinner, der Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt, der Komponist, Regisseur und Kunsttheoretiker Heiner Goebbels oder zuletzt 2018 die Amerikanistin Heike Paul. Seit 2013 findet die Kantorowicz Lecture in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ statt.

Information: Janneke Rauscher, Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, 069/798-32344 (Sekretariat), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.fzhg.org

Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“, Tel.: 069/798-31407, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.normativeorders.net/de

Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft in GOETHE-UNI online (www.aktuelles.uni-frankfurt.de)

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de

Herausgeberin: Die Präsidentin der Goethe-Universität Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel: 069 798-13035, Fax: 069 798-763 12531, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Aktuelles

"Making Crises Visible" - Ausstellung und Rahmenprogramm beginnen im Februar 2020

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität beteiligt sich von Februar bis Juni 2020 am Rahmenprogramm zum wissenschaftlich-künstlerischen Projekt "Making Crises Visible". Mehr...

DFG fördert Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“

Eine von der DFG geförderte Kolleg-Forschungsgruppe mit dem Titel  „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ richtet ab Oktober 2020 den Blick auf frühere Formen des Christentums. Sprecherinnen sind Prof. Dr. Birgit Emich und Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Mitglied des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität. Mehr...

Nächste Termine

20. und 21. Februar 2020

Workshop: The Challenge of Market Socialism - Challenges to Market Socialism. Mehr...

26. Februar 2020, 18 Uhr

Ausstellungsprojekt "Making Crises Visible": Kuratorenführung: »Making Crises Visible«. Mit Felix Kosok. Mehr...

-----------------------------------------

Neueste Medien

Demokratie_Was wird aus der Krise des Politischen?

Prof. Dr. Martin Saar
Denkraum "Zukunft_Aber wie?"

Entzauberung und Wieder-Verzauberung in Ruinenlandschaften: Jia Zhangkes experimentelles chinesisches Großstadtkino

Winnie Yee
Lecture & Film "Jia Zhangke: Kino der Transformation"

Neueste Volltexte

Burchard, Christoph (2019):

Künstliche Intelligenz als Ende des Strafrechts? Zur algorithmischen Transformation der Gesellschaft. Normative Orders Working Paper 02/2019. Mehr...

Kettemann, Matthias (2019):

Die normative Ordnung der Cyber-Sicherheit: zum Potenzial von Cyber-Sicherheitsnormen. Normative Orders Working Paper 01/2019. Mehr...