„Freiwilligkeit oder Zwang?“ – Experimente in den Zeiten von Infektionsschutz

Vortrag von Prof. Günter Frankenberg in der Reihe DenkArt „Der normalisierte Ausnahmezustand“ am 8. Dezember 2020

Pressemitteilung

FRANKFURT. „Der normalisierte Ausnahmezustand“ – unter diesem Thema steht die aktuelle partizipative Vortragsreihe „DenkArt“ der Katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom, des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität und der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. mit Unterstützung der Sebastian-Cobler-Stiftung für Bürgerrechte.

Nach dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer und der Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung Jutta Allmendinger, spricht am 8. Dezember 2020 um 19.30 Uhr Günter Frankenberg, Professor für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Assoziiertes Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ in der Reihe.
 
Der Jurist und Rechtsphilosoph wird in seinem Vortrag der Frage „Freiwilligkeit oder Zwang? – Experimente in den Zeiten von Infektionsschutz“ nachgehen und adressiert damit gegenwärtige Befürchtungen im Zuge der Anordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. 
Um Risiken für die eigene Bevölkerung zu verringern und die befürchtete Überlastung für Gesundheitssysteme eindämmen zu können, wurden von zahlreichen Ländern zuvor ungeahnte Maßnahmen in die Wege geleitet. Gesetze und Rechte, die bisher als unumstößlich galten, wurden eingeschränkt, um Kontaktsperren und Abstandsregelungen zur Virusbekämpfung durchzusetzen – darüber soll auch im Anschluss an den Impulsvortrag von Frankenberg mit dem Publikum diskutiert werden.
Der Vortrag wird über den Youtube Kanal des Haus am Dom im Livestream zu verfolgen sein und die Zuschauer*innen sind herzlich dazu eingeladen, sich über die Chatfunktion an der Diskussion zu beteiligen.
 
Günter Frankenberg ist Professor für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung und assoziiertes Mitglied des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Vergleichendes Verfassungsrecht, Rechts- und Verfassungstheorie sowie Gefahrenabwehr- und Migrationsrecht. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, insbesondere zum Verfassungs- und zum Ausländerrecht. Zu seinen Publikationen zählen eine Einführung in das Grundgesetz und die Studie „Staatstechnik. Perspektiven auf Rechtsstaat und Ausnahmezustand“. Er gehört zu den Herausgebern der Zeitschrift „Kritische Justiz“. Im Frühjahr dieses Jahres erschien sein Buch „Autoritarismus. Verfassungstheoretische Perspektiven“ im Suhrkamp Verlag.
Moderieren wird Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und Dramaturgin.
Ziel der Reihe „DenkArt“ ist, die öffentliche Debattenkultur zu pflegen und einen partizipativen Diskursraum zu gesellschaftlichen Themen der Gegenwart zu ermöglichen. Nach jedem Impulsvortrag der Reihe erhalten alle Zuschauer*innen – gegenwärtig über die Chatfunktion des Livestreams – die Möglichkeit, die dargelegten Thesen und Analysen zu diskutieren und Fragen an die Rednerin oder den Redner zu formulieren. Die Fragen werden von der Moderation gesammelt und an den eingeladenen Gast zur Beantwortung weitergegeben.
 
Übertragung via Livestream über folgenden Link: https://youtu.be/gb6l0XVqIqg
 
Detailliertes Programm:
https://www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/denkart
 
Informationen:
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds, 069/798-31407, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.normativeorders.net

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Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de

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