Die Todesstrafe: Wurzeln US-amerikanischer Befürwortung und deutscher Ablehnung

(Joshua Kleinfeld)

In Deutschland ist die Todesstrafe auf Bundesebene verfassungsrechtlich verboten und wird gewöhnlich als Menschenrechtsverletzung angesehen. In den USA ist die Todesstrafe verfassungsrechtlich erlaubt – 35 Bundesstaaten und die Bundesregierung billigen sie – und 3300 Gefangene erwarten derzeit ihre Hinrichtung. Ein derart gewaltiger Unterschied, insbesondere zwischen zwei der führenden Rechtssysteme der westlichen Welt, verlangt nach einer Erklärung. Warum haben sich die Positionen zur Todesstrafe in den USA und in Deutschland so stark auseinander bewegt? Was sind die Wurzeln dieser Divergenz?

Auf einer ersten Ebene umfasst diese Fragestellung die Entstehung der verschiedenen Positionen Deutschlands und der USA. Dies ist eine kausale Frage, die eine soziologische oder historische Antwort erfordert. Auf einer zweiten Ebene sollen die Ideen analysiert werden, die in den USA hinter der Erlaubnis und in Deutschland hinter dem Verbot der Todesstrafe stehen. Hier handelt es sich um eine philosophische Gerechtigkeitsfrage.

Samstag, 24.10.
IG Farben-Gebäude 1.411

9.00-9.30 Uhr   
Joshua Kleinfeld (Frankfurt): Toward a Theory of Capital Punishment

9.30-10.00 Uhr   
Lutz Eidam (Hamburg): Capital Punishment in Germany and the United States: Historical Roots and Current Arguments

10.00-10.30 Uhr    
Gabriel Mendlow (New Haven): Capital Punishment and Moral Uncertainty

10.30-10.45 Uhr   
Kaffeepause

10.45-11.15 Uhr   
Questions & Answers, Moderator and Panelists

11.15-12.15 Uhr   
Questions & Answers, Audience and Panelists

Diskutant und Moderator: Benjamin Steiner


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