Mittwoch, 1. Juni 2011, 18 Uhr

Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ5

Prof. Dr. Volkhard Krech (Ruhr-Universität Bochum)

Wiederkehr der Religion? Beobachtungen zur religiösen Lage im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Abstract

Der Vortrag erörtert die Fragen, ob die Annahme einer Säkularisierung im Sinne der abnehmenden Wichtigkeit von Religion empirischen Befunden stand hält und ob derzeit eine Bedeutungszunahme zu verzeichnen ist. Im Einzelnen wird ein Überblick über die gegenwärtige religiöse Lage im internationalen Maßstab gegeben und Entwicklungen auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen am Beispiel Deutschlands im 20. Jahrhundert nachgezeichnet. Dabei wird die These begründet, dass – jedenfalls in westlichen Gesellschaften – nicht religiöse Überzeugungen und Praktiken selbst zunehmen, sondern die Kommunikation über Religion, und sie zu einem Marker innerhalb von „Identitätspolitiken“ wird. Prof. Dr. Volkhard Krech, Ruhr-Universität Bochum

CV

altVolkhard Krech, geb. 1962, ist seit 2004 Professor für Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. In den Jahren 1995 bis 2004 war er Referent für Religionssoziologie an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Sozialwissenschaftliche Religionstheorie, religiöser Pluralismus und Globalisierung, Religion und Gewalt, Religion und Kunst, Wissenschaftsgeschichte der Religionsforschung. – Wichtigste
Veröffentlichungen: Religion und Kunst, in: Birgit Weyel und Wilhelm Gräb (Hgg.), Religion in der modernen Lebenswelt, Göttingen 2006, 101-117; Götterdämmerung. Auf der Suche nach Religion, Bielefeld 2003; Sacrifice and Holy War: A Study of Religion and Violence. P. 1005-1021 in W. Heitmeyer and J. Hagan (eds.): International Handbook of Violence Research, Dordrecht/Boston/London 2003; Wissenschaft und Religion. Studien zur Geschichte der Religionsforschung
in Deutschland 1871 bis 1933, Tübingen 2002; Religionssoziologie, Bielefeld 1999; Georg Simmels Religionstheorie, Tübingen 1998.

 


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