Frankfurter Stadtgespräch zur Kunst in der Krise

Der Dramaturg Carl Hegemann und der Philosoph Christoph Menke diskutieren am 8. März 2012 im Frankfurter Kunstverein

Pressemitteilung

Donnerstag, 1. März 2012

FRANKFURT. Die aktuellen Krisen betreffen auch Kunst und Kultur. Zum einen ist die Existenz künstlerischer Produktionsstätten von der Wirtschafts- und Finanzkrise unmittelbar betroffen. Zum anderen erweist sich die Kunst als Laboratorium, in dem gesellschaftliche Verhältnisse offengelegt und Auswege erprobt werden. In Zeiten der Verunsicherung steigt das Interesse an künstlerischen Antworten – ihren Brechungen, Erzählungen und Utopien: Theater begreifen sich zunehmend als Orte der politischen Diskussion und Beteiligung, Ausstellungen reagieren auf die aktuellen Krisen. Doch was trauen wir der Kunst zu? Was kann sie bewirken, wie uns helfen? Das nächste Frankfurter Stadtgespräch, veranstaltet vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität und dem Frankfurter Kunstverein, widmet sich dem

Thema: „Was macht die Kunst? – Die Künste und die aktuellen Krisen“
am: Donnerstag, dem 8. März 2012, um 20.00 Uhr
Ort: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, 60311 Frankfurt

Zum aktuellen Verhältnis von Kunst und Politik diskutieren beim 9. Frankfurter Stadtgespräch der Dramaturg Carl Hegemann, langjähriger künstlerischer Weggefährte von Christoph Schlingensief und Professor für Dramaturgie in Leipzig, sowie der Frankfurter Philosophieprofessor Christoph Menke, der seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Ästhetik und praktischer Philosophie forscht.

Der Autor und Theaterschaffende Carl Hegemann arbeitet neben seiner Professur an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ als Dramaturg am Thalia-Theater in Hamburg. Ebenfalls Dramaturg war er bereits bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, am Stadttheater in Freiburg, am Schauspielhaus Bochum, am Berliner Ensemble und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Christoph Menke ist Professor für Praktische Philosophie im Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Dort leitet er das Forschungsprojekt „Normativität und Freiheit“. Dabei geht es um das Spannungsfeld zwischen der Freiheit des Subjekts und der Verbindlichkeit von Normen. Zu Menkes Schwerpunkten gehört ebenso die Ästhetik und hier insbesondere die Beschäftigung mit der Tragödie und dem Theater. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes „Kreation und Depression – Freiheit im gegenwärtigen Kapitalismus“. Zu den Autoren gehört auch Carl Hegemann.

Die Moderation der Podiumsdiskussion, die wieder in der Cafèbar des Kunstvereins stattfindet, hat Peter Siller, Scientific Manager des Exzellenzclusters. Das Stadtgespräch mit Carl Hegemann und Christoph Menke ist Teil des wissenschaftlichen Rahmenprogramms der Ausstellung „Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen“, einem Gemeinschaftsprojekt des Clusters mit dem Frankfurter Kunstverein vom 20. Januar bis 25. März 2012.

Informationen: Peter Siller, Exzellenzcluster ‚Die Herausbildung normativer Ordnungen’, Tel: (069) 798-25290, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.normativeorders.net/frankfurter-stadtgespraech, www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/ausstellungsprojekt


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