Keine Ordnung ohne Grenzen. Internationale Nachwuchskonferenz des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ fragt nach „Borders of Orders“

Pressemitteilung

25. November 2014

FRANKFURT. Die internationale Nachwuchskonferenz des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität beschäftigt sich am 28. und 29. November aus verschiedenen Blickwinkeln mit den Grenzen sozialer Ordnungen. Unter dem Titel „Borders of Orders – Grenzziehungen und soziale Ordnung“ geht es beispielsweise um geographische Grenzen zwischen Nationen, Macht und Ausgrenzung, Grenzüberschreitung durch Migration und die Grenzen der Demokratie. Zu den weiteren Themen gehören Grenzfragen der Ästhetik, die auch in Bezug auf Immanuel Kant diskutiert werden, und Grenzen der Privatsphäre, die nicht zuletzt im Internet eine Rolle spielen.

Die Konferenz geht von der These aus, dass sich jede Ordnung unter anderem durch Abgrenzung aufrechterhält. Gerade in der jüngsten Vergangenheit gab es jedoch viele Entwicklungen, durch die Grenzen verschiedenster Art in Frage gestellt worden sind. Die Finanzkrise, die Auseinandersetzungen in der Ukraine und auch der Vormarsch der Terror-Miliz IS betreffen dabei nicht nur geographische Grenzen sondern, in unterschiedlichem Maße, auch Grenzen zwischen Politik und Wirtschaft, Macht und Recht, Religion und Politik. Das Programm umfasst 15 Panels mit rund 45 Mitwirkenden aus aller Welt. Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Am Abend des ersten Konferenztages (28.11.) hält Catherine Colliot-Thélène die Keynote Speech. Die Professorin für Philosophie an der Universität Rennes spricht über „The Right and the Duty of Hospitality in Democracy“. Zum Abschluss der Konferenz (29.11.) gibt es einen Filmabend, kuratiert von Doktorandinnen und Doktoranden der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG). Hier werden Grenzen sozialer Ordnung in Form von Kurzfilmen verhandelt. Zu sehen ist dabei unter anderem ein Präsident, der Machtausübung schlicht verweigert.

Die internationale Nachwuchskonferenz steht Interessierten offen. Die meisten Veranstaltungen finden im Gebäude des Exzellenzclusters auf dem Frankfurter Campus Westend statt. Eine vorherige Anmeldung wird erbeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm: www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/nachwuchskonferenzen

Informationen: Maya Hatsukano vom Organisationsteam der Nachwuchskonferenz, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Tel. 069/798-31419, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.normativeorders.net

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 2014 feiert sie ihren 100. Geburtstag. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto „Wissenschaft für die Gesellschaft“ in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften.“

Mehr Informationen unter www2.uni-frankfurt.de/gu100


Herausgeber: Der Präsident
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Internet: www.uni-frankfurt.de


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10. September 2020, 12.30 Uhr

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