Wie steht es um Frankfurt? Bürger-Universität der Goethe-Universität startet mit gleich zwei Hauptreihen zu aktuellen Frankfurt-Themen ins Wintersemester

Pressemitteilung

27. Oktober 2015
     
FRANKFURT AM MAIN. Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit Frankfurts? Welche Schlussfolgerungen ziehen Akteure der Bürgergesellschaft nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen und friedlichen Protesten im März 2015 im Umfeld der EZB-Eröffnung, die global für Schlagzeilen sorgten?

Zwei Fragen, zwei Reihen, eine Stadt: Wie unter einem Brennglas scheinen in der Metropole am Main derzeit globale Veränderungen spürbar und sichtbar zu werden. Die Bürgeruniversität nimmt diese Veränderungen in den Blick und bringt namhafte Expertinnen und Experten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch. Schon 2012 konnte mit dem diskursorientierten Ansatz einer Frankfurter Bürger-Universität zur Finanzmarktkrise die Situation um die Besetzung des Willy-Brandt-Platzes im Rahmen von Blockupy entscheidend entschärft werden.

Die Diskussionsreihe "Was bleibt nach Blockupy?", die am 2. November 2015 (Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude H IV) mit dem Thema „Wut, Ohnmacht, Gewalt? Protest-Kultur in Frankfurt“ eröffnet, greift diesen diskursorientierten Ansatz wieder auf: Brennende Autos, Steingeschosse, verletzte Polizisten und Demonstranten – die Bilder der Krawallen und gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld der EZB-Neueröffnung im Frühjahr 2015 bestimmten das Echo nationaler und internationaler Medien. Die vergleichsweise friedlichen Proteste gegen die europäische Wirtschaftspolitik fanden dagegen kein vergleichbares Echo. Es herrschte allgemeine Erschütterung angesichts dieser unerwarteten Gewalt, die weder von Seiten der Veranstalter, noch von der Polizei vorhergesehen worden war. Warum eskalierten die Proteste und was sagt das über ein möglicherweise verändertes Protestverhalten? Mit einem zeitlichen Abstand von etwas mehr als einem halben Jahr möchte die Reihe noch einmal – mit nüchternem Blick – auf die Ereignisse vom März 2015 zurückblicken. Dabei soll es nicht nur um die Gewalt und das Spannungsverhältnis zwischen Demonstranten und Polizei gehen, sondern auch um die Politik der EZB und die Rollen der unterschiedlichen Akteure.

Das Podium des Eröffnungsabends bestreiten Oberbürgermeister Peter Feldmann, der gleichzeitig Schirmherr der Bürger-Universität ist, Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill, Rainer M. Gefeller, Chefredakteur Frankfurter Neue Presse, die Demonstrationsbeobachterin Dr. Elke Steven sowie Katharina Bogerts vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe Universität. Es moderiert Hanning Voigts von der Frankfurter Rundschau. Die Frankfurter Rundschau ist gleichzeitig Medienpartner der Reihe.
Weitere Termine und Themen der Reihe:

16. November 2015: „Nach Blockupy und G7 - Kapitalismuskritik heute“, Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude H IV (Moderation: Daniel Baumann, Redakteur)

18. Januar 2016: „Im Rausch öffentlicher Vorurteile - Welche Diskurskultur braucht die Demokratie?“, Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude H IV (Moderation: Bascha Mika, Chefredakteurin)

Wie steht es um Frankfurt? Die zweite Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität liefert unter dem Titel „Wie lebt Frankfurt?“weitere Facetten dieses Themenschwerpunktes. An insgesamt fünf Abenden beschäftigt sich diese Reihe ab dem 30. November 2015 mit so unterschiedlichen Fragen wie

30. November 2015: Wie generationengerecht ist Frankfurt? Älterwerden in der City.

7. Dezember 2015: Wer kann sich Frankfurt (noch) leisten? Eine Stadt für alle oder für die Reichen.

14. Dezember 2015: Wird Frankfurt seinem Integrationsanspruch gerecht? Miteinander oder nebeneinander.

24. Januar 2016: Zu etabliert um cool zu sein? Frankfurt und seine Subkultur.

1. Februar 2016: Wofür engagiert sich Frankfurt? Private versus öffentliche Verantwortung.

Alle fünf Veranstaltungen finden im großen Saal des Haus am Dom statt, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main, Beginn jeweils 19:30 Uhr. Medienpartner dieser Reihe ist hr-iNFO, der Eintritt ist frei.

Das gerade erschienene Programmheft der Bürger-Universität bietet in diesem Wintersemester insgesamt über 130 populärwissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Das Programm im Netz: http://www.buerger.uni-frankfurt.de
Bestellung von Programmheften bitte an Frau Marthe Lisson, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto "Wissenschaft für die Gesellschaft" in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften."

Herausgeber: Die Präsidentin
Abteilung Marketing und Kommunikation,
60629 Frankfurt am Main
Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilungsleiter Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main Telefon (069) 798 – 13035, Telefax (069) 798 – 763 12531, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.uni-frankfurt.de


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