Angriff auf die liberale Weltordnung. Ringvorlesung zur U.S. Außen- und Sicherheitspolitik unter Trump

Pressemitteilung

19. April 2017

FRANKFURT. Donald Trump mischt die internationale Politik auf. Dabei stellt er nationale Normen und Werte ebenso in Frage wie internationale Institutionen und Organisationen. Nicht wenige sehen in der neuen Außen- und Sicherheitspolitik der USA einen Angriff auf die liberale Weltordnung. Die Vorträge der Ringvorlesung „Angriff auf die liberale Weltordnung – U.S. Außen- und Sicherheitspolitik unter Trump“ untersuchen Aspekte dieser Politik im Detail, stellen sie in den historischen Kontext und versuchen, die Folgen für die internationale Ordnung abzuschätzen. Darüber hinaus fragen sie danach, ob die Ansätze zur Erklärung internationale Politik angesichts dieser Entwicklungen noch angemessen sind oder ob nicht die Grundannahmen insbesondere liberaler und institutionalistischer Ansätze einer kritischen Prüfung unterzogen werden müssten.

Die Ringvorlesung findet in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung statt. Nach den etwa 45-minütigen Vorträgen, die durch das electure-Team aufgezeichnet werden, besteht die Möglichkeit zu einer Diskussion. Die öffentlichen Vorträge finden im Sommersemester 2017 jeweils donnerstags von 14-16 Uhr im Hörsaalzentrum, Raum HZ8, statt.

Termine:

20.04.: Christopher Daase, Die Krise der liberalen Weltordnung – Das Phänomen Trump
27.04.: Gunther Hellmann, Weltordnungspolitik: Die "Normative Macht" USA vor und nach Trump
4.05.: Reinhard Wolf, “Our country needs more ego". Trumps Narzissmus und die Sehnsucht nach außenpolitischen Siegen
11.05.: Hans-Joachim Spanger, Das Empire schlägt zurück: Trumps Russlandpolitik in der Sackgasse
18.05.: Sebastian Biba und Heike Holbig, Chinas Rolle in der G20 und die Beziehungen zu den USA
1.06.: Oliver Owcza, Vier Monate Präsident Trump - eine Zwischenbilanz der deutsch-amerikanischen Beziehungen
8.06.:  Caroline Fehl, “Multilateralism minus one?” Dilemmata der globalen Kooperation in der Trump-Ära
22.06.: Holger Janusch, America First - Paradigmenwechsel in der US-Handelspolitik
29.06.: Michael Dobbins, Trumps Innenpolitik im Schatten von Obama: Stillstand oder Rechtsruck?
6.07.:  Stefan Kroll, Die USA unter Trump und das Völkerrecht. A new sovereigntism?
13.07.: Nicole Deitelhoff, Populismus und Weltpolitik
20.07.: Andreas Kohn und Sebastian Schindler, 100 Tage Great Again: Vom Politiktheater zu Politik im Theater

Weitere Informationen: Prof. Dr. Christopher Daase, Institut für Politikwissenschaft u. Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798-31460, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Dr. Stefan Kroll,  Institut für Politikwissenschaft, Tel. (069) 798-31461, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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Bis Ende September 2020

In der Goethe-Universität finden mindestens bis Ende September 2020 keine Präsenzveranstaltungen statt. Das Veranstaltungsprogramm des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" wird ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt.

29. Mai 2020, 18.30 Uhr

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