Post-Conflict Transformations in Aceh, Indonesia: Islam, Gender, Human Rights and Politics

Podiumsdiskussion

15. Oktober 2015, 18.15 bis 19.45 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 02
Max-Horkheimer-Str. 2

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Die verheerenden Folgen des sogenannten „Indian Ocean Tsunami“ vom 26.12.2004 lösten in Aceh, der nordwestlichsten Provinz Indonesiens, einen umfassenden politischen, kulturellen und sozialen Transformationsprozess aus, der bis heute als ergebnisoffen gelten muss. Aceh war seit 1976 Schauplatz eines bewaffneten Konfliktes zwischen der Unabhängigkeitsbewegung Freies Aceh (GAM) und der indonesischen Regierung, der bis 2005 circa 30.000 Todesopfer gefordert hatte. Vor dem Hintergrund der Zerstörungen des Tsunami gelang es den Konfliktparteien schließlich am 15.08.2005 im finnischen Helsinki unter internationaler Vermittlung ein Friedensabkommen zu  unterzeichnen, das Aceh eine weitgehende Autonomie über seine religiösen, politischen und wirtschaftlichen Belange zusicherte. Im Gegenzug gab die GAM ihr politisches Ziel einer Loslösung von Indonesien auf.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion soll der Versuch unternommen werden, die bisherigen Entwicklungen des Friedensprozesses in den vergangenen zehn Jahren in Bezug auf die islamische Rechtsordnung der Provinz, Geschlechterverhältnisse, Menschenrechte und lokale politische Dynamiken nachzuzeichnen. Es diskutieren die indonesische mehrfach preisgekrönte freie Schriftstellerin und Journalistin Linda Christanty (Thema: Medien und Demokratisierung), der aus Aceh stammende Menschenrechtsaktivist und freie Autor Azhari Aiyub (Thema: Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit), der US-amerikanische Ethnologe Prof. Dr. James T. Siegel (Thema: politischer Islam in Aceh) und Gunnar Stange (politische Transformation in Aceh nach 2005). Die Diskussion wird von der Ethnologin Prof. Dr. Susanne Schröter moderiert.

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und weitere Partner


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