"Debtocracy" – Dokumentarfilmvorführung, Präsentation und Diskussion

14. Dezember 2015, 19.15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Gebäude "Normative Ordnungen", EG 01
Max-Horkheimer-Str. 2

Griechenland, 2011, 74 Min., Buch und Regie: Katerina Kitidi und Aris Chatzstefanou; Produktion: Kostas Efimeros. Mit: David Harvey, Costas Lapavitsas, Alain Badiou, Eric Toussaint, Samir Amin u.a.

Der Dokumentarfilm untersucht die Ursachen der griechischen Staatsschuldenkrise von 2010. Zu diesem Zweck wird die Krise eingeordnet in die Dynamiken des globalen Kapitalismus und der Eurozone. Der Titel des Films wird damit erläutert, dass Griechenland in der Schuldenkrise von den Schulden beherrscht wird und dass in diesem Schuldenregime sogar Verfassungsprinzipien und die Demokratie außer Kraft gesetzt werden. Beispiele anderer Länder werden genannt und erläutert, die in ihrer Position als Schuldner zur umfassenden gesellschaftlichen Umgestaltung gezwungen wurden. Experten aus Initiativen zum Kampf gegen Schulden kommen zu Wort. Der Film stellt das von den USA bereits zweimal (Cuba, Irak) verwendete Konzept der „verabscheuungswürdigen Schulden“ (odious debt) vor. Weitere Möglichkeiten der Untersuchung der Legitimität und Legalität von Schulden werden vorgestellt. Der Film schlägt die Bildung einer Kommission vor, zur detaillierten Untersuchung der griechischen Staatsschulden mit Perspektive der Zahlungsverweigerung von als verabscheuungswürdig, illegal und illegitim erachteten Schulden.

Eine solche Kommission wurde 2015 von der ehemaligen Parlamentspräsidentin Zoe Konstatopoulou ins Leben gerufen. Im Anschluss an den Film soll deswegen der im Juli 2015 erschienene vorläufige Bericht der „Truth Commission on Public Debt“ vorgestellt werden.

Die Vorlesung wird organisiert von der Nachwuchswissenschaftler_Innen-Gruppe „Rechtfertigungsnarrative in der Krise“.

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Dier Herausbildung normativer Ordnungen"


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