Sprache. Macht. Gerechtigkeit. Wer darf wie reden?

50. Römerberggespräche

Samstag, 6. November 2021

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal
Neue Mainzer Str. 17
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung wird nach der 2G-Regel durchgeführt

Gender-Sternchen, Binnen-I, N- oder Z- Wort – um nichts wird derzeit so leidenschaftlich gestritten wie über die richtige Sprachverwendung. Gerechtigkeitsempfinden steht dabei gegen Sprachgefühl. Die einen wollen inklusiver und diskriminierungsfreier sprechen, die anderen fühlen sich zu phonetischen Verrenkungen genötigt. Während für die einen Sprache der Hort historischer und gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten ist, fühlen andere sich durch die Inflation immer neuer Sprachnormen bevormundet und überfordert. Schon macht die Behauptung von einer „Sprachdiktatur“ die Runde. Es geht hier offenbar um mehr als nur um die korrekte Wortendung. Worum geht es hier eigentlich und wer bestimmt, wie wir reden sollen?

Die Veranstaltung ist öffentlich. Programm (pdf): Hier...

Programm

10.00 Uhr
Begrüßung
Ina Hartwig (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main)

10.15 Uhr
Aladin El-Mafaalani (Universität Osnabrück)
Kampfzone Sprache: Was verhandelt die Gesellschaft?

11.00 Uhr
Paula-Irene Villa Braslavsky (Universität München)
Identität, Sprache und Diskriminierung – Wie verständigt sich eine Gesellschaft?

12.00 Uhr
Henning Lobin (Leibniz-Insitut für deutsche Sprache) – Peter Graf von KielmanseggThomas Thiel (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Framing – Wie mit Sprache Politik gemacht wird

13.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Gudrun Perko (Fachhochschule Potsdam) – Ute Sacksofsky (Normative Orders, Goethe-Universität)
Sprache und Gerechtigkeit

14.45 Uhr
Nele Pollatschek (Schriftstellerin) – Anatol Stefanowitsch (FU Berlin)
Sprache und Protest – Die Genderdebatte in Deutschland

15.45 Uhr
Sasha Marianna Salzmann (Autorin)
Anerkennende Sprache

16.15 Uhr
Martin Seel (Normative Orders)
Macht und Gegenmacht der Sprache

Ende gegen 17.00 UHR

Veranstalter:
Römerberggespräche e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

(Universität Osnabrück)

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