Democracy-Enhancing Multilateralism: Theoretical and Empirical Perspectives

In einem kürzlich erschienen Artikel konstatieren Robert Keohane, Stephen Macedo und Andrew Moravcsik, dass die vielfach geäußerte Kritik am undemokratischen Charakter vieler Regelungsarrangements jenseits des Staates häufig überzogen sei. Vielmehr, so argumentieren sie, können aus der Perspektive eines konstitutionellen (statt eines rein majoritären) Demokratieverständnisses multilaterale Organisationen durchaus demokratiefördernd wirken, indem sie helfen, partikuläre Sonderinteressen einzuhegen, Individual- und Minderheitenrechte gegen Staat und sektiererische Mehrheiten zu schützen und die qualitative Informationsbasis kollektiver Deliberation zu erhöhen.

Die Beiträge zu diesem Panel sollten sich diesen Argumenten sowohl aus theoretischer als auch empirischer Perspektive nähern. Sie sollen untersuchen, inwieweit das Konzept konstitutioneller Demokratie auch auf den internationalen Raum ausgeweitet werden und die Delegation von Entscheidungsbefugnissen auf nicht-majoritäre oder sogar nicht-partizipative Institutionen rechtfertigen kann – oder aber als normative Basis für eine solchen Transfer scheitern muss. Kritische Beiträge könnten zudem untersuchen, inwieweit die Verwurzelung der Argumente Keohanes, Macedos und Moravcsiks in der spezifischen amerikanischen Verfassungstradition einer Akzeptanz in anderen politisch-rechtlichen Kulturen entgegensteht.

Das Panel steht allen am Thema Interessierten offen, insbesondere sind jedoch IB-Forscher mit Interesse an politischer Theorie sowie empirisch arbeitende politische Theoretiker angesprochen. Die Beiträge sollten vorzugsweise in englischer Sprache abgefasst sein. Vorschläge sollten eine Länge von ca. 500 Wörtern haben und bis zum 6. Juli 2009 eingeschickt werden. Es ist geplant, Reise- und Hotelkosten zu bezuschussen. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und wenden sich mit Fragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Informationen finden Sie auf www.normativeorders.net.


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Am 17. April 2021 erscheint der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

„Symposium on Jürgen Habermas’ Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Rainer Forst erschienen

Als jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Constellations: An International Journal of Critical and Democratic Theory" ist kürzlich das „Symposium on Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Prof. Rainer Forst erschienen. Mehr...

Nächste Termine

23. September 2021, 18.30 Uhr

Kontrovers: Aus dem FGZ: Moralismus in analogen und digitalen Debatten: Eine Gefahr für die Demokratie? Mehr...

4. Oktober 2021, 19.30 Uhr

StreitClub des FGZ-Standort Frankfurt: „Grenzen der Meinungsfreiheit“. Mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (FGZ, Goethe-Universität), Prof. Dr. Dr. Michel Friedman (Frankfurt UAS), Prof. Dr. Christian Schertz (Technische Universität Dresden) und Florian Schroeder (Kabarettist). Mehr...

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Armed non-state actors and the politics of recognition

Prof. Dr. Anna Geis (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg), Prof. Dr. Hanna Pfeifer (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt"), Prof. Dr. Martin Saar (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt" und "Normative Orders") und Prof. Dr. Reinhard Wolf (Goethe-Universität Frankfurt am Main).
Moderation: Regina Schidel (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)
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