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Frankfurter Kolloquium für Internetforschung X

2020/2021

Die mit den digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien verbundenen normativen Herausforderungen werden immer offenkundiger. Als Netzwerk der Netzwerke ist das Internet zu einem zentralen Gegenstand rechts-, sozial-, politik- und geisteswissenschaftlicher Forschung geworden. Am Forschungsverbund wird seit Jahren Internetforschung aus unterschiedlichen, aber einander ergänzenden Perspektiven geleistet. Der Forschungsschwerpunkt Internet und Gesellschaft im Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität bündelt diese Initiativen und festigt die Rolle des Verbunds als Zentrum empirisch-normativer Internetforschung. Flagship-Veranstaltung des Forschungsschwerpunktes ist das traditionelle Frankfurter Kolloquium für Internetforschung, ein interdisziplinäres Forum für all jene, die sich in Frankfurt und Umgebung mit Themen aus dem weiten Feld der Netzpolitik auseinandersetzen und in Forschung oder Praxis mit dem Internets zu tun haben.

Termine

Donnerstag, 17. September 2020, 12-13.30 Uhr
Das Internet – eine #Hassmaschine?
Hakan Tanriverdi (Bayrischer Rundfunk)

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 12-13.30 Uhr
An Insider’s Guide to Safeguarding Human Rights in EU Digital Policy
Eliška Pírková (Access Now, Brüssel)

Donnerstag, 19. November 2020, 12-13.30 Uhr
Medienaufsichtliche Plattform- und Intermediärregulierung in Deutschland: Chance, Hybris oder Symbolpolitik?
Matthias Cornils (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Donnerstag, 17. Dezember 2020, 12-13.30 Uhr
Cyberangriff auf die Demokratie: EU und USA in Gefahr?
Julia Schütze (Stiftung Neue Verantwortung, Berlin)

Donnerstag, 21. Januar 2021, 12-13.30 Uhr
Freiheit zur Rechtswidrigkeit im Internet: Herausforderungen technischer Rechtsdurchsetzung
Maximilian Becker (Leibniz Universität Hannover)

Donnerstag, 18. März 2021, 12-13.30 Uhr
Die Rolle des Rechts im Kampf gegen digitale Gewalt gegen Frauen - Theorie vs. Praxis
Verena Haisch (DLA Piper und Deutscher Juristinnenbund e.V.)

Donnerstag, 15. April 2021, 12-13.30 Uhr
The Facebook Oversight Board: The First Year
Kate Klonick (St. John's University Law School)

Donnerstag, 19. Mai 2021, 12-13.30 Uhr
Die Renaissance des Staats im Internet?
Anna Sophia Tiedeke (Humboldt-Universität Berlin)

Donnerstag, 17. Juni 2021, 12-13.30 Uhr
Cybersecurity and Semi-State Actors: Pirates, Privateers, and Mercantile Companies?
Florian Johannes Egloff (ETH Zürich)

 

Das Kolloquium findet via Zoom statt

Eine Anmeldung ist erforderlich:
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Convener:
Matthias C. Kettemann (Hamburg/Jena) und Alexander Peukert (Frankfurt/Main)

Weitere Informationen: Hier...

Veranstalter:
Forschungsschwerpunkt Internet und Gesellschaft des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität zusammen mit Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI), dem Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft und The Privacy & Sustainable Computing Lab

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Teilhabe: über solche Rechte und Prinzipien in der Gesellschaft denken die Wissenschaftler*innen in dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt nach. Wie etablieren und verändern sich politische, rechtliche, religiöse oder ökonomische Ordnungen, wie kristallisieren sich daraus Herrschaftsstrukturen, wie verteilen sich Macht und Lebenschancen – auch auf transnationaler Ebene? Das Thema hat gesellschaftliche Brisanz: die Welt, deren Ordnungen mit Macht verteidigt werden und trotzdem immer wieder aus den Fugen geraten. Es geht um die gegenwärtigen sozialen Auseinandersetzungen, insbesondere um eine gerechte Ordnung der Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung, und deren lange Vorgeschichten. Untersucht werden die normativen Vorstellungen, die bei derartigen Prozessen und Konflikten eine Rolle spielen. Und wie sie kritisiert oder gerechtfertigt werden können. Es sind vor allem die Grundlagen der Politik und des Rechts, geistes- und sozialwissenschaftlich beleuchtet.

Die Fragen sind komplex. Deshalb arbeitet der Forschungsverbund "Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt interdisziplinär: von der Philosophie, den Geschichtswissenschaften, der Politikwissenschaft und der Rechtswissenschaft über die Ethnologie und die Ökonomie bis zur Soziologie und Theologie.

Normative Ordnungen werden dabei als „Rechtfertigungsordnungen“ verstanden, die historisch gegründet sind und auf „Rechtfertigungsnarrativen“ beruhen. Sie zeichnen bestimmte Legitimationen aus, wobei Normen und Werte verschiedenster Art (Moral, Recht, Religion, um nur einige zu nennen) ineinander greifen bzw. Spannungen erzeugen. Solche Ordnungen legitimieren sich aus bestimmten Normen und bringen ihrerseits Normen hervor, doch stets in einem dynamischen Sinne.

Der Forschungsverbund "Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität ist ein Netzwerk, an dem sich folgende Partnerinstitutionen beteiligen: Frobenius-Institut (Frankfurt am Main), Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (Frankfurt am Main), Institut für Sozialforschung (Frankfurt am Main), Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg), Point Sud, Centre for Research on Local Knowledge (Bamako, Mali) und Technische Universität Darmstadt.

Der Forschungsverbund ist aus dem Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" hervorgegangen, welcher von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurde.

Sprecher des Forschungsverbunds sind

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Institut für Politikwissenschaft) und

Prof. Dr. Rainer Forst (Institut für Politikwissenschaft und Institut für Philosophie)

 


Mehr lesen:

Forst, Rainer; Günther, Klaus (Hrsg.) (2010): Die Herausbildung normativer Ordnungen. Zur Idee eines interdisziplinären Forschungsprogramms, Normative Orders Working Paper 01/2010.
Link zum Volltext | urn:nbn:de:hebis:30-80730

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Forst, Rainer; Günther, Klaus (Hrsg.) (2011): Die Herausbildung normativer Ordnungen: Interdisziplinäre Perspektiven, Normative Orders Bd. 1, Frankfurt am Main: Campus, 2011, 267 S.

Weitere Informationen: Hier...

About the Research Centre “Normative Orders” of Goethe University

Freedom and justice, tolerance and participation: the researchers in the Research Centre "Normative Orders" of Goethe University are reflecting on such rights and principles in social life. How are political, legal, religious or economic orders established, and how do they change? How do structures of power crystallize in such processes of social dynamics? How are power and life chances distributed, on national and transnational levels? The topic is of high social relevance: we need to reflect on a world the orders of which are defended with power and yet are still fragile. The research of the Centre focuses on current social conflicts about a fair order of society in times of globalization, as well as its long prehistory. It examines the normative ideas that play a role in such processes and conflicts, as well as how they can be criticized or justified. Above all, the fundamentals of politics and law are highlighted in the humanities and social sciences.

Such questions are complex, and it for this reason that the Research Centre "Normative Orders" of Goethe University in Frankfurt works on an interdisciplinary basis: from philosophy, history, political science and law to ethnology, economics, sociology and theology.

Normative orders are understood in this context as historically grounded “orders of justification” based upon “justification narratives”. They privilege certain legitimations, where norms and values of very different kinds (moral, legal and religious, to mention just a few) are interconnected or give rise to tensions. Such orders derive their legitimation from specific norms and themselves give rise to norms, though always in a dynamic sense.

The Research Centre "Normative Orders" of Goethe University is a research network involving the following partner institutions: Frobenius Institute (Frankfurt am Main), Peace Research Institute Frankfurt (Frankfurt am Main), Institute for Social Research (Frankfurt am Main), Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law (Heidelberg), Max Planck Institute for European Legal History (Frankfurt am Main), Point Sud - Centre for Research on Local Knowledge (Bamako, Mali) and Technische Universität Darmstadt.

The Research Centre "Normative Orders" has emerged from the Cluster of Excellence, which was funded by the German Research Foundation in the context of the Excellence Initiative of the German Federal and State Governments.

Directors are

Professor Nicole Deitelhoff (Institute of Political Science) and

Professor Rainer Forst (Institute of Political Science and Institute of Philosophy)

 

Read more:

Forst, Rainer; Günther, Klaus (Hrsg.) (2010): Die Herausbildung normativer Ordnungen. Zur Idee eines interdisziplinären Forschungsprogramms, Normative Orders Working Paper 01/2010.
Link to Fulltext | urn:nbn:de:hebis:30-80730

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Forst, Rainer; Günther, Klaus (Hrsg.) (2011): Die Herausbildung normativer Ordnungen: Interdisziplinäre Perspektiven, Normative Orders Bd. 1, Frankfurt am Main: Campus, 2011, 267 S.

For further information: Click here...


Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, erscheint am 17. April 2021 im Suhrkamp Verlag

Am 17. April 2021 erscheint der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

„Symposium on Jürgen Habermas’ Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Rainer Forst erschienen

Als jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Constellations: An International Journal of Critical and Democratic Theory" ist kürzlich das „Symposium on Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Prof. Rainer Forst erschienen. Mehr...

Nächste Termine

23. September 2021, 18.30 Uhr

Kontrovers: Aus dem FGZ: Moralismus in analogen und digitalen Debatten: Eine Gefahr für die Demokratie? Mehr...

4. Oktober 2021, 19.30 Uhr

StreitClub des FGZ-Standort Frankfurt: „Grenzen der Meinungsfreiheit“. Mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (FGZ, Goethe-Universität), Prof. Dr. Dr. Michel Friedman (Frankfurt UAS), Prof. Dr. Christian Schertz (Technische Universität Dresden) und Florian Schroeder (Kabarettist). Mehr...

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Neueste Medien

Identitätsspiel_Was bestimmt uns wirklich?

Dr. Mithu Sanyal (Autorin)
Moderation: Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor der katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom Frankfurt
DenkArt "Identität_Aber welche?

Armed non-state actors and the politics of recognition

Prof. Dr. Anna Geis (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg), Prof. Dr. Hanna Pfeifer (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt"), Prof. Dr. Martin Saar (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator im Clusterprojekt "ConTrust: Vertrauen im Konflikt" und "Normative Orders") und Prof. Dr. Reinhard Wolf (Goethe-Universität Frankfurt am Main).
Moderation: Regina Schidel (Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität)
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Neueste Volltexte

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. Mehr...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. Mehr...