Eine Stadt ansehen: Agnès Varda’s Pariser Kurzfilme

Lecture & Film: „Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda“

28. April 2016, 20 Uhr

Paris zählt zu den am meisten gefilmten und fotografierten Städten der Welt. Neben ihren bekannteren Spielfilmen drehte Varda, die seit mehr als sechzig Jahren in Paris lebt und arbeitet, über längere Zeit hinweg immer wieder Filme, die sich mit ihrer Stadt befassten. Als Serie betrachtet, erteilen uns diese Filme eine faszinierende Lektion in der Kunst, eine Stadt anzusehen. Wir bewegen uns durch Paris nicht mehr als Touristen, sondern als Reisende durch die Zeit, durch Gefühle und Ideen. Dieser Beitrag setzt Vardas humorvolle Avant-Garde-Kurzfilme in einen größeren Zusammenhang mit ihrem ganzen Werk und erforscht wiederkehrendeThemen rund um die körperliche Erfahrung der Stadt, die Inszenierung von Gegensätzen und Evokationen der Vergangenheit in der Gegenwart. Von den Stufen der ehemaligen Cinémathèque über eine verschwundene Löwenstatue bis zu nackten Frauen und gefährlichen Sonnenbrillen auf offener Strasse spürt Varda immer wieder das Außergewöhnliche im Alltäglichen auf. Zugleich verbirgt sich in Vardas verspieltem Blick auf die Stadt aber auch eine wirkungsvolle Form der Kritik.

Isabelle McNeill ist Philomathia Lecturer in French an der Trinity Hall der University of Cambridge, wo sie seit 2006 Filmwissenschaft und französische Literaturwissenschaft unterrichtet. Zu ihren Publikationen zählt Memory and the Moving Image: French Film in the Digital Era (Edinburgh University Press, 2012). Derzeit erforscht sie den Zusammenhang von Kino, urbanem Raum und kulturellem Gedächtnis.

Filmprogramm:
L’Opéra-Mouffe, F 1958, 16 Min. | Les Fiancés du Pont Macdonald, F 1961, 5 Min. | Elsa La Rose, F 1965, 20 Min. | Les dites Cariatides, F 1984, 12 Min. | Les dites Cariatides bis, F 2005, 2 Min. | T’as de beaux escaliers, tu sais, F 1986, 3 Min. | Le Lion volatil, F 2003, 12 Min.

Vortrag in englischer Sprache


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

 

Video:

 Audio:

 

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe der Goethe-Universität (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) und des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA). In Kooperation mit dem Masterstudiengang „Curatorial Studies“, dem Institut Français pour l’Histoire en Allemagne und der Filmwissenschaft/Mediendramaturgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Zum Programm: Hier...


Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, ist im Suhrkamp Verlag erschienen

Am 17. April 2021 ist der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

Nächste Termine

19. September 2022, 13.00 Uhr

Book lɔ:ntʃ: Friedensfähig in Kriegszeiten - Friedensgutachten 2022. Mit Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen, Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)). Mehr...

18. Oktober 2022, 18.30 Uhr

Buchvorstelllung und Podiumsdiskussion: Widersprüchliche Weltmacht China – Was bedeutet der Aufstieg der Volksrepublik für die internationale Ordnung und für Europa? Mehr...

-----------------------------------------

Neueste Medien

Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid. Zwischen Geniekult und geistigem Eigentum

Mit: Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüterrecht, Urheber- und Medienrecht), Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher), Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders) und Niklas Maak (Journalist und Architekturkritiker)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Normative Orders)
Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung "Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid"

The Social Circumstances of Epistemic Trust

Prof. Dr. Lisa Herzog (Centre for Philosophy, Politics and Economics der Universität Groningen)
ConTrust Speaker Series

Videoarchiv

Weitere Videoaufzeichnungen finden Sie hier...

Neueste Volltexte

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. Mehr...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. Mehr...