Archiv

Vorlesungsreihe "Kino"

Das Böse verlachen. To Be or Not to Be von Ernst Lubitsch

Lecture & Film: "Schnell wie der Witz - Die Filme von Ernst Lubitsch"

1. Dezember 2016, 20.15 Uhr

To Be or Not to Be ist ein frühes – und herausragendes – Beispiel der bis heute andauernden komischen Verarbeitung der faschistischen Schreckensherrschaft im Kino. Gedreht in der Zeit des japanischen Überfalls auf Pearl Harbour und des anschließenden Kriegseintritts der USA, ist der Film zugleich eine rasante screwball comedy und einer der humansten je gedrehten Propagandafilme. In Form einer satirischen Farce stellt er den Eigensinn neurotischer Theaterleute dem mörderischen Welttheater des Nazi-Regimes entgegen.

Martin Seel ist Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Autor von u. a. „Aktive Passivität. Über den Spielraum des Denkens, Handelns und anderer Künste“ (2014), „Die Künste des Kinos“  (2013) und „111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue“ (2011).

Filmprogramm: To Be or Not to Be, USA, 1942, 93 Min.


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

Video:

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Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main.

Zum Programm: Hier...

Das leere Boot. Meteorango Kid und das brasilianische Cinema Marginal

Lecture and Film "Tropical Underground: Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos"

21. Dezember 2017, 20.15 Uhr

André Luiz Oliveira’s Meteorango Kid O Herói Intergalático (1969) erkundet verspielt, traumartig und bisweilen düster den Widerstandsgeist und die Entfremdung von Jugendlichen in Salvador de Bahia, dem Geburtsort der Tropicália-Bewegung.

Christopher Dunn ist Professor für brasilianische Literatur und Kultur an der Tulane University in New Orleans.

Filmprogramm: Meteorango Kid — O Herói Intergalático, André Luiz Oliveira, BRA 1969, 85 min.

 
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

Video:

Audfio:

 


Veranstalter:

Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Kino des Deutschen Filmmuseums und weitere Partner.

Zum Programm: Hier...

Der längste Tag. Zu Agnès Vardas Cléo de 5 à 7

Lecture & Film: „Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda“

03. Dezember, 20 Uhr

Am Beginn von „Cléo“ steht eine Prophezeiung, am Ende eine Prognose. Dazwischen ist Warten und der Film handelt von diesem Warten (oder mit ihm): Zeit verstreicht, Zeit vergeht, Cléo vertreibt die Zeit, lässt sich treiben, driftet durch Paris. Die Stadt ist hier mehr als eine Kulisse, die Stadt spielt, wie Frieda Grafe es einmal formuliert hat, den Menschen mit. Eine Transformation ereignet sich, in der sich das weibliche Subjekt anders zu seiner Umgebung in Beziehung setzt. Und außerhalb der Szene tobt der Algerienkrieg, von dem im Film nichts zu sehen, aber immer wieder zu hören ist. Wie erzählt Agnès Varda einen Feminismus, der 1961 noch kaum auf diesen Namen hörte? Wie zeigt sich das Ende des Kolonialismus, von dem noch nicht abzusehen war, wie lange es andauern würde?

Kathrin Peters ist Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste Berlin. Sie forscht zu Formen des Fotografischen, zum Verhältnis von Gender und Medien und zur Geschichte der Gestaltung und leitet die Redaktion der Zeitschrift für Medienwissenschaft.

Filmprogramm:
Cléo de 5 à 7, F 1961, 90 Min.

Vortrag in englischer
Sprache


Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

Video:

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Bildergalerie:

  • Kathrin Peters, Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste Berlin
  • Kathrin Peters, Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste Berlin und Vinzenz Hediger, Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
  • Kathrin Peters, Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste Berlin

 

Veranstalter:
Eine Veranstaltungsreihe der Goethe-Universität (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) und des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA). In Kooperation mit dem Masterstudiengang „Curatorial Studies“, dem Institut Français pour l’Histoire en Allemagne und der Filmwissenschaft/Mediendramaturgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Zum Programm: Hier...

Das Melodrama des kolonialen Wahns: Zu La Folie Almayer

Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

25. Oktober 2018, 20.15 Uhr

Ein Merkmal von Chantal Akermans Werk besteht darin, dass sie Formen zu finden vermag, die einen Zusammenhang zwischen der Intimität der Autobiographie und der Erfahrung von Geschichte herstellen. Das gilt so auch für ihren zweitletzten Film, La Folie Almayer. Akerman, die Tochter polnischer Juden, die in der Hauptstadt der ehemaligen Kolonialmacht Belgien aufwuchs, nimmt „Almayer’s Folly“, den Debüt-Roman des polnischen Exilanten Joseph Conrad aus dem Jahr 1895, dem Geburtsjahr des Kinos, zum Ausgangspunkt für eine Meditation mit melodramatischen Zügen über die Abgründe des kolonialen Wahns und transponiert den historischen Stoff in eine irritierende Gegenwart.

Vinzenz Hediger ist Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und leitet das Graduiertenkolleg „Konfiguration des Films“.

Filmvorführung: Almayer’s Folly, F 2011, 130 min.

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt 5 Euro. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 Video:

 

Veranstalter:
Die Lecture & Film-Reihe „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“ wird veranstaltet vom Deutschen Filminstitut & Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ (www.konfigurationen-des-films.de), in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie.

Zum Programm der Reihe: Hier...

 

Der Meister des Terrir: Ivan Cardoso’s The Secret of the Mummy (1982)

Lecture and Film "Tropical Underground: Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos"

2. November 2017, 20.15 Uhr

Basierend auf einer Idee des Ethnologen Eduardo Viveiros de Castro, steht O Segredo da Múmia für das Genre des „terrir“ (eine Kombination von „terror“ und „rir“, „lachen“), als dessen Schöpfer Ivan Cardoso gelten darf.

Stefan Solomon ist Postdoktorand an der University of Reading.

Filmprogramm: O Segredo da Múmia, Ivan Cardoso, BRA 1982, 85 min.

 
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

 

 

 

 

 

 

Video:

Audio:

 

Veranstalter:
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Kino des Deutschen Filmmuseums und weitere Partner.

Zum Programm: Hier...


Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, ist im Suhrkamp Verlag erschienen

Am 17. April 2021 ist der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

Nächste Termine

19. September 2022, 13.00 Uhr

Book lɔ:ntʃ: Friedensfähig in Kriegszeiten - Friedensgutachten 2022. Mit Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen, Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)). Mehr...

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Neueste Medien

Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid. Zwischen Geniekult und geistigem Eigentum

Mit: Friederike von Brühl (Anwältin für Immaterialgüterrecht, Urheber- und Medienrecht), Antonio de Campos (Künstler, Architekt und Filmemacher), Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Forschungsinitiative "ConTrust", Normative Orders) und Niklas Maak (Journalist und Architekturkritiker)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Normative Orders)
Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung "Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid"

The Social Circumstances of Epistemic Trust

Prof. Dr. Lisa Herzog (Centre for Philosophy, Politics and Economics der Universität Groningen)
ConTrust Speaker Series

Videoarchiv

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Neueste Volltexte

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. Mehr...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. Mehr...