Die frühen Christen - Von den Anfängen bis Konstantin

24. Januar 2018, 12.30 Uhr

Gebäude "Normative Ordnungen" auf dem Campus Westend
Lounge, 5. OG

Prof. Dr. Hartmut Leppin (Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

C.H. Beck 2018

Die frühen Christen bildeten keineswegs eine homogene Gruppe, geschweige denn eine Kirche. Von ihrem Wirken in der Welt, aber auch von den Irritationen, die sie bei Zeitgenossen auslösten, handelt dieses Buch. Es soll zugleich die modernen Leser irritieren: Die antiken Christen sind durch eine lebendige Erinnerung und durch ein gemeinsames textliches Erbe – die Bibel – eng mit der heutigen Welt verbunden, selbst für diejenigen, die dem christlichen Glauben fernstehen. Allenthalben stoßen wir auf Kirchengebäude, christliche Feiertage rhythmisieren unsere Zeit, weite Teile der Kunst sind durch christliche Motive geprägt, selbst noch in der Persiflage. Doch die sichtbare Nähe kann eine scheinbare sein.
Vieles an den frühen Christen ist uns fremd und weit entfernt von dem, was heute als Christentum gilt. Dieser doppelten Irritation – aus der Sicht der Heutigen und der antiken Zeitgenossen – geht der Autor des vorliegenden Buches nach und lässt uns die Fremdheit eines nur scheinbar vertrauten Christentums erkennen. Zugleich fragt er danach, wie eine kleine, sozial schwache Gruppe aus der Peripherie sich ausbreiten konnte und welchen Herausforderungen ihre Angehörigen sich gegenübersahen.
So legt er auch keine lineare Geschichte vom Urchristentum zur Großkirche vor. Es wird vielmehr deutlich, dass die Geschichte der Christen keiner zwingenden inneren Logik folgt und auch nicht durch höhere Kräfte bestimmt scheint. Stattdessen lassen zahlreiche Beispiele erkennen, wie sich frühe Christen in bestimmten Situationen um Problemlösungen bemühten und unterschiedliche Wege diskutierten – von denen sich manche aber nie durchsetzten. Was wir erkennen, ist mithin auch keine folgerichtige Entwicklung, sondern eine tastende, gleichsam experimentelle Bewegung, die sich oft hinter späteren Dogmen und Konzilsbeschlüssen verbirgt. 

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe: Hier...

Weitere Informationen zum Buch: Hier...

Bildergalerie:

  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker
  • Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
  • Prof. Dr. Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“; Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Historiker

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"


Aktuelles

„Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ untersucht in Zukunft die Bedingungen produktiver Konflikte

Die Arbeit in dem Frankfurter Teil des neuen Instituts baut auf der elfjährigen Zusammenarbeit der WissenschaftlerInnen im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und dem Frankfurter Fachbereich Gesellschaftswissenschaften auf. Projektleiterin in Frankfurt ist Prof. Nicole Deitelhoff. Stellvertretende Sprecher sind Prof. Daniela Grunow und Prof. Rainer Forst. Mehr...

Leibniz-Preis 2019 für Ayelet Shachar

Prof. Dr. Ayelet Shachar, Direktorin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen", ist Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2019. Mehr...

Nächste Termine

25. Februar 2019, 19.30 Uhr

Buchvorstellung: Prof. Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Franka Maubach (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Christina Morina (Duitsland Instituut Amsterdam) und Dr. Maik Tändler (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Zur rechten Zeit: Wider die Rückkehr des Nationalismus. Mehr...

26. Februar 2019, 20 Uhr

Denkraum: Gleichberechtigung _ Was kann das Recht zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen? Mit: Prof. Dr. Ute Sacksofsky. Mehr...

28. Februar 2019, 11 Uhr

Fellowkolloqium: Betcy Jose, PhD: Dueling Humanitarianisms: Russia, Crimea, and Norms. Mehr...

Neueste Medien

Körper in Bewegung im Raum: Toute une Nuit

Chen Sheinberg
Lecture and Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman"

Pockets of Barbarism: Internal and External Challenges to the International Humanitarian Order

Prof. Jennifer M. Welsh
Ringvorlesung "The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century"

Neueste Volltexte

Kettemann, Matthias; Kleinwächter, Wolfgang; Senges, Max (2018):

The Time is Right for Europe to Take the Lead in Global Internet Governance. Normative Orders Working Paper 02/2018. Mehr...

Kettemann, Matthias (2019):

Die normative Ordnung der Cyber-Sicherheit: zum Potenzial von Cyber-Sicherheitsnormen. Normative Orders Working Paper 01/2019. Mehr...