Veranstaltungen

Identität_Aber welche?

Identität – dahinter ließe sich ein Fragezeichen setzen oder doch besser ein Ausrufezeichen? Eines ist klar: Es ist ein problematischer und zugleich politischer Begriff geworden, der die gegenwärtige öffentliche Debatte bestimmt. Wie wir anderen Menschen begegnen, entspricht oftmals nicht dem, wie sie selber gelesen werden wollen. Wer entscheidet über die Zugehörigkeit zum Geschlecht, zum Kulturkreis? Prägt die Herkunft unsere Identität mehr als unsere Bildung? Wie konstruiert sich überhaupt unsere Identität im gesellschaftlichen Feld? Wer darüber zu bestimmen sich anmaßt, ergreift Macht. Meist ist es eine Macht, die den Anderen ausgrenzt, weil er nicht in das Muster der eigenen Identität passt. Für die einen ist der Begriff der Identität daher ein Vehikel, um Diskriminierung zu rechtfertigen, für andere ist das Beharren auf einer besonderen, eben nicht universalen Identität der Weg, endlich als öffentliche Stimme gehört zu werden. Versteckt sich hinter der politischen Kontroverse ein ideologischer Verteilungskampf oder entpuppt sie sich als notwendigen Schritt auf dem Weg zur Teilhabe? Die Diskurse über Identität spalten unsere Gesellschaft und bieten doch zugleich die Möglichkeit, über Gleichberechtigung und Selbstbestimmung neu nachzudenken: Grund genug, sie in unserer partizipativen Redenreihe DenkArt zu reflektieren.

Ziel der Reihe "DenkArt" ist, die öffentliche Debattenkultur zu pflegen und einen partizipativen Diskursraum zu gesellschaftlichen Themen der Gegenwart zu ermöglichen. Nach jedem Impulsvortrag der Reihe erhalten alle Zuhörer die Möglichkeit, in kleinen Gesprächsrunden zu jeweils zehn Personen die dargelegten Thesen und Analysen zu diskutieren und Fragen an die Rednerin oder den Redner zu formulieren. Die jeweilige Moderatorin des Abends sammelt diese Eindrücke ein und konfrontiert den eingeladenen Gast auf diese Weise mit den Fragen des Publikums.

August bis Dezember 2021

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Die Tickets erhalten Sie an der Rezeption im Haus am Dom, im Internet unter ticket.hausamdom.de oder an den AD-Ticket-Vorverkaufsstellen adticket.de/vorverkaufsstellen

Übertragung auch per Livestream:
youtube.com/hausamdom

Programm (pdf): Hier...

Bitte beachten Sie, dass es gegebenenfalls kurzfristige Änderungen beim Ticketverkauf und Livestreaming-Angebot geben kann.


Programm:

Mittwoch, 25. August 2021, 19.30 Uhr
Identitätsspiel_Was bestimmt uns wirklich?
Dr. Mithu Sanyal (Autorin)
Moderation: Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor der katholischen Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom Frankfurt

Mittwoch, 3. November 2021, 19.30 Uhr
Identitätspolitik_Was soll das denn sein?
Prof. Dr. Stephan Lessenich (Soziologe)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbundes Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Donnerstag, 2. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Identitäsraub_Wer darf über wen sprechen?
Dr. Emilia Roig (Politologin)
Moderation: Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und Dramaturgin

Veranstalter:
Katholische Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.. Unterstützt wird die Reihe durch die Sebastian-Cobler-Stiftung für Bürgerrechte.

Zu den vergangenen DenkArt- und Denkraum-Reihen

"Solidarität_Aber wie?": Hier...
„Der normalisierte Ausnahmezustand“:
Hier...
"Zukunft_Aber wie?"
: Hier...
"Verfassung_Aber wie?": Hier...

Gesundheitsdatenraum im Spannungsfeld zwischen medizinischer Versorgung, Forschungsfreiheit und Datensicherheit

Crisis Talk

Donnerstag, 1. Juli 2021, 13 - 14 Uhr

Verfolgen Sie den deutschen Livestream auf dem Youtube-Kanal "Hessen in Berlin und Europa": Hier...

Please put questions to the panelists here: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Please register here: https://eu.hessen.de/Krisenmanagement
Der Livestream wird simultan verdolmetscht (Englisch/Deutsch).

Video:

 

Begrüßung
Lucia Puttrich (Minister for European Affairs of the State of Hessen)
Prof Dr Nicole Deitelhoff (Leibniz Peace Research Institute Frankfurt/Speaker Leibniz Research Alliance “Crises in a Globalised World”)

Impuls
Prof Dr  Indra Spiecker genannt Döhmann (Goethe University Frankfurt, ConTrust)

Podiumsdiskussion
Prof Dr Indra Spiecker genannt Döhmann (Goethe University Frankfurt, ConTrust)
Axel Voss (Member of the European Parliament)
Ioana-Maria Gligor (tbc) (Directorate-General for Health and Food Safety of the European Commission)

Moderation
Alexandra von Nahmen (Deutsche Welle, Bureau Chief in Brussels)

Digitale Daten haben ein großes Potential für ein verbessertes Gesundheitswesen und die medizinische Forschung. Zugleich handelt es sich um höchstpersönliche Informationen, deren Schutz eine der zentralen technischen, politischen und rechtlichen wie ethischen Herausforderungen der Digitalisierung ist. Die EU widmet sich den Herausforderungen, aber auch Potenzialen in den Planungen eines gemeinsamen Gesundheitsdatenraums. Wie gelingt es, einen institutionellen Rahmen zu entwickeln, der das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Datensicherheit stützt und zugleich die Möglichkeiten für eine Verbesserung der medizinischen Forschung sowie Versorgung nutzt? In diesem Crisis Talk sprechen wir über die Zukunft der EU-Gesundheitspolitik und legen dabei einen Fokus auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Datensicherheit. Dabei geht es letztlich immer auch um die Anforderung, die Digitalisierung so zu begleiten und zu gestalten, dass dabei nicht die Privatsphäre in eine Krise gerät. Stellt doch der europäische Raum für Gesundheitsdaten das Recht von Einzelpersonen auf Kontrolle über ihre personenbezogenen Gesundheitsdaten in den Mittelpunkt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission (03. Mai bis 26. Juli 2021) zum europäischen Raum für Gesundheitsdaten – ein wichtiger Baustein der Europäischen Gesundheitsunion – soll darüber diskutiert werden, wie digitale Gesundheitsdienste in vollem Umfang zu nutzen sind, um eine hochwertige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Forschungsverbund "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Reihe "Crisis Talks": Hier...

Artificial Intelligence and Criminal Justice

International Summer School

12-16 July 2021

The International Summer School on “AI and Criminal Justice”, organized by Luiss School of Law in cooperation with Goethe University Frankfurt am Main is an advanced course which gives a comprehensive and up-to-date overview of the interrelations between AI and criminal justice.
The course is one-of-a-kind, as it will bring together internationally recognized academics and practitioners who will co-teach during the interdisciplinary modules of the course.
The course is based on a blended learning model and it will be held both in presence at Luiss University and through Webex online platform.
Course objectives: The International Summer School on “AI and Criminal Justice” aims at providing participants with a comprehensive knowledge, as well as conceptual and normative tools to understand and manage opportunities and threats brought by the latest AI developments in the different areas of criminal justice.To this purpose, the course will primarily give a solid background on how algorithms work, essential in order to gain a full expertise to combine the related advantages and disadvantages. Afterwards, lessons will be focused on AI applications in the criminal justice area, exploring the use of AI as a supportive tool in the public and private sectors and training participants’ skills to frame and solve the criminal liability issues related to these new agents coming on to stage.
Target: The International Summer School on “AI and Criminal Justice” is an advanced course open to graduates, PhD students, post-doctoral researchers as well as to practitioners from public and private sectors who intend to acquire an interdisciplinary and in-depth knowledge in the cutting-edge area of AI and criminal justice in its most recent developments at the international level.
Course grading: 80% final exam and 20% class participation. The final exam consists in writing a short paper on a specific topic addressed during the course and approved by the coordinator/tutor.

Academic Directors:
Prof. Dr. Christoph Burchard
Prof. Dr. Antonio Gullo
Prof. Dr. Giuseppe F. Italiano

For more information about how to apply please click here...
Deadline for Applications: by 30 June 2021

Program:

Monday 12 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 2:00 pm-6:00pm

Presentation of the Programme
Module 1:
Artificial Intelligence and Algorithms
Introduction to Artificial Intelligence and Machine
Learning Algorithms
Artificial Intelligence and Algorithms

Tuesday 13 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 2:00 pm-6:00pm

Module 2:
Agency and Responsibility for and of Harmful Artificial Intelligence
AI Agents’ Criminal Liability
The Implications of Artificial Intelligence on The Financial
Sector.
Market Manipulation by High Frequency Traders

Wednesday 14 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 3:30 pm-5:30 pm

Module 3:
The Use of Algorithms to Prevent Crimes
AI and Cybersecurity
Predictive Policing Algorithms: General Introduction
and Concrete Applications

Thursday 15 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 3:00 pm-5:30 pm

Module 4:
Artificial Intelligence and Criminal Compliance
Roundtable. Artificial Intelligence and Criminal Compliance
Practical Lab

Friday 16 July 2021
Morning 9:30 am-12:30 pm
Afternoon 3:30 pm-5:30pm

Module 5:
The Use of Risk Assessment Algorithms
in the Decision-Making Processes
Algorithmic Risk Assessment in The Decision-Making Processes
Algorithmic Risk Assessment in Sentencing

For further information: Click here...

Presented by:
Luiss School of Law and the Research Initiative “ConTrust: Trust in Conflict – Political Life under Conditions of Uncertainty” at the Research Centre "Normative Orders" of Goethe University. With the support and participation of Elettronica Group

Your body is a battleground - Ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung”

Zweitägiges Forum

18. und 19. September 2021

Fünfzig Jahre nach den wichtigsten Errungenschaften der feministischen Bewegungen ist die Wahlfreiheit der Frauen nach wie vor Gegenstand politischer und kultureller Auseinandersetzungen. Zeitgleich mit dem Aufstieg anti-liberaler Parteien und VordenkerInnen erleben wir die Verbreitung politischer Programme, die sich auf die Förderung der „natürlichen” Familie und die Einschränkung von Rechten wie Abtreibung, Schutz vor häuslicher und sozialer Gewalt und Zugang zu Technologien der assistierten Fortpflanzung konzentrieren.

Was in nationalen Kontexten geschieht, ist jedoch nur der sichtbarste Teil eines komplexeren Phänomens, in dem die Themen Familie und Frauen als symbolischer Zusammenhalt für die Schaffung neuer transnationaler politischer Allianzen dienen. Tatsächlich haben in den letzten Jahren JournalistInnen und ForscherInnen aus der ganzen Welt das Entstehen einer neuen ultrakonservativen transnationalen Bewegung beleuchtet, die zivilgesellschaftliche Organisationen, AkademikerInnen, AktivistInnen und religiöse Gruppen zusammenbringt und auf verschiedenen Ebenen der globalen Gesellschaft operiert. Aus der Zivilgesellschaft hervorgegangen, um ein traditionelles Familienmodell gegen eine liberale Auslegung der Menschenrechte zugunsten von Frauen, Kindern und Homosexuellen zu verteidigen, ist dieses Netzwerk heute eine politische Einheit, die in der Lage ist, das Projekt der globalen Rechtsextremen ideologisch zu untermauern und zur Radikalisierung der nationalen und internationalen Debatten über die Menschenrechte von Frauen beizutragen. Eine Relevanz, die vor allem dank eines Wandels in der sprachlichen, ikonografischen und operativen Strategie dieser Bewegungen möglich wurde, und durch die formal fundamentalistische Positionen zum Mainstream wurden, mit wichtigen Auswirkungen auf den demokratischen Pluralismus und das zivile Zusammenleben aller.

Kuratorin: Asia Leofreddi

Frankfurter Kunstverein
Markt 44
60311 Frankfurt (zusätzlicher Online-Zugang)

Weitere Informationen folgen

Veranstalter:
Frankfurter Kunstverein und Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das Forum findet unter der Schirmherrschaft des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main und des Amtes für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt am Main statt.

Von großen und kleinen Räumen. Das Zusammenleben auf glokaler Ebene

tinyMONDAY im Rahmen der Ausstellung "tinyBE • living in a sculpture"

Montag, 5. Juli 2021 ab 16.00 Uhr

Ausgehend vom Beispiel Frankfurt werden Fragen um die „auseinanderwachsende Stadt“ auf regionaler Ebene beleuchtet und anschließend in den Kontext der Urbanisierung auf globaler Ebene gesetzt. In Podiumsdiskussionen und Wortwechseln werden Antworten auf die Frage gefunden, wie wir die Zukunft des Zusammenlebens als Individuum und Gesellschaft mitgestalten können. Wie viel Ungleichheit ist gut für ein Gemeinwesen? Wie können öffentliche Räume im virtuellen Raum belebt werden? Und wie lässt sich ein Auseinanderdriften der Quartiere, Viertel und Stadtteile verhindern? Ein Themennachmittag, der mit Impulsen aus der Stadtentwicklungs-Perspektive gegenwärtige soziale Auseinandersetzungen und demokratische Aushandlungsprozesse in den Blick nimmt.

Online via Zoom. Um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten

Weitere Informationen zur Beteiligung des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" an "tinyBE • living in a sculpture": Hier...

Programm:

16.00 Uhr

Begrüßung von Cornelia Saalfrank (Kuratorin von "tinyBE • living in a sculpture") 

Input von Prof. Dr. Rainer Forst (Co-Sprecher des Forschungsverbunds "Normative Orders" der Goethe-Universität Frankfurt und Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

16.15 Uhr, Podiumsdiskussion

„Frankfurt – eine auseinanderwachsende Stadt?“
Frankfurt wächst – vor einigen Jahren überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 700.000. Doch Frankfurt wächst nicht zusammen, sondern weiter auseinander. Während im Europaviertel hochpreisige Luxuswohnungen entstehen, sind die Wohnbedingungen in der Bonameser Flüchtlingsunterkunft von Enge und schlechten hygienischen Bedingungen geprägt. Und während sich Frankfurt sein Prestigeprojekt „Neue Altstadt“ viele Millionen Euro hat kosten lassen, nimmt der soziale Wohnungsbau beständig ab - und dies bei kontinuierlich steigenden Mietpreisen. Nicht zuletzt vertieft die Corona-Pandemie die soziale Ungleichheit.
Vor allem von Seiten der Stadtbevölkerung gibt es auch gegenläufige Bemühungen: Projekte wie „Solidarisch trotz Corona“ versuchen, der sozialen Fragmentierung mit nachbarschaftlichen Wohnformen jenseits einer gewinnorientierten Immobiliennutzung. Schließlich sind Bürgerinitiativen wie die „Grüne Lunge am Günthersburgpark“ bestrebt, eine ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung zu befördern, was auch die sich neu bildende, grün angeführte Stadtregierung verspricht.
Wie lässt sich diese Verschärfung der sozialen Ungleichheit stadtpolitisch im Sinne eines solidarischeren Zusammenlebens adressieren? Sind diese wiederum auf kommunaler Ebene umsetzbar? Wie kann die Heterogenität in der Bevölkerungsstruktur dabei als Chance begriffen werden?

Podiumsgäste: Peter Cachola Schmal (Leitender Direktor des Deutschen Architekturmuseums), Tim Noller (Transition Town Frankfurt), Dr. Greta Wagner (Soziologin, Technische Universität Darmstadt, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“)

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Video:

 

18.00 Uhr, Podiumsdiskussion

„Der urbane Planet - soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen für das globale Zusammenleben der Gegenwart“

In den vergangenen zehn Jahren haben wir eine weltweite Beschleunigung der Urbanisierung erlebt, immer mehr Menschen zieht es in Großstädte. Die Anziehungskraft des städtischen Lebens speist sich aus verschiedenen Quellen: Arbeitsplätze, Infrastruktur, Versprechungen einer verbesserten Lebenssituation für lokale Landbevölkerung wie globale Migrationsbewegungen.
Doch neben einer Verschärfung der Wohnraumsituation hat das geballte Leben in Großstädten auch soziale und ökologische Effekte. Viele Menschen leben isoliert ohne soziale Netzwerke in Großstädten; dies mündet oftmals in Vereinsamung, Suchtkrankheiten oder Depressionen. Mit der Urbanisierung geht häufig auch Naturzerstörung einher, die Versiegelung von Grünflächen, schwindende Biodiversität, Luftverschmutzung und insbesondere im globalen Süden auch eine mangelnde Wasserversorgung und hygienische Missstände. Nicht zuletzt die Covid 19-Pandemie kann als Folge dieser zunehmenden Naturzerstörung verstanden werden.
Wie können wir den globalen Trend zur Urbanisierung verstehen und seine Auswirkungen antizipieren? Geschichtswissenschaftlich gefragt, was können wir aus der Geschichte von Stadt und Bürgertum über Urbanisierungsprozesse lernen? In ökonomischer und ökologischer Perspektive ist zu fragen, wo die Chancen und Grenzen der globalen Urbanisierung liegen, gerade auch in Hinblick auf eine nachhaltige und klimasensible Entwicklung.

Podiumsgäste: Prof. Dr. Susanne Heeg (Professorin für Geographische Stadtforschung am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität), Prof. Dr. Darrel Moellendorf (Klimaphilosoph, Professor für Internationale Politische Theorie sowie Philosophie der Goethe-Universität, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“), Prof. Dr. Andreas Fahrmeir (Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des 19. Jahrhunderts am Historischen Seminar der Goethe-Universität, Forschungsverbund „Normative Ordnungen“).

Moderation: Regina Schidel (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsverbund „Normative Ordnungen“)

 Video:

 

Veranstalter:
Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit tinyBE gGmbH

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Aktuelles

„Normative Ordnungen“, herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther, erscheint am 17. April 2021 im Suhrkamp Verlag

Am 17. April 2021 erscheint der Sammelband „Normative Ordnungen“ im Suhrkamp Verlag. Herausgegeben von den Clustersprechern Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther, bietet das Werk einen weit gefassten interdispziplinären Überblick über die Ergebnisse eines erfolgreichen wissenschaftlichen Projekts. Mehr...

Das Postdoc-Programm des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“: Nachwuchsförderung zwischen 2017 und 2020

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

„Symposium on Jürgen Habermas’ Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Rainer Forst erschienen

Als jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Constellations: An International Journal of Critical and Democratic Theory" ist kürzlich das „Symposium on Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie“ herausgegeben von Prof. Rainer Forst erschienen. Mehr...

Nächste Termine

25. August 2021, 19.30 Uhr

DenkArt "Identität_Aber welche?": Dr. Mithu Sanyal (Autorin): Identitätsspiel_Was bestimmt uns wirklich? Mehr...

18. und 19. September 2021

Zweitägiges Forum: Your body is a battleground - Ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung”. Mehr...

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Neueste Medien

Gesundheitsdatenraum im Spannungsfeld zwischen medizinischer Versorgung, Forschungsfreiheit und Datensicherheit

Impuls: Prof Dr Indra Spiecker genannt Döhmann (Goethe University Frankfurt, ConTrust)
Podiumsdiskussion: Prof Dr Indra Spiecker genannt Döhmann (Goethe University Frankfurt, ConTrust), Axel Voss (Member of the European Parliament) and Ioana-Maria Gligor (tbc) (Directorate-General for Health and Food Safety of the European Commission)
Moderation: Alexandra von Nahmen (Deutsche Welle, Bureau Chief in Brussels)
Crisis Talks

The Freedom to Deviate in the Algorithmic Society?

Lucia Zedner (Oxford, All Souls College), Bernard Harcourt (Columbia Law School), Frank Pasquale (Brooklyn Law School), Christoph Burchard (Goethe University, Normative Orders), Indra Spiecker gen. Döhmann (Goethe University, ConTrust)
Moderation: Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Ringvorlesung "Algorithms - Between Trust and Control"

Videoarchiv

Weitere Videoaufzeichnungen finden Sie hier...

Neueste Volltexte

Rainer Forst (2021):

Solidarity: concept, conceptions, and contexts. Normative Orders Working Paper 02/2021. Mehr...

Annette Imhausen (2021):

Sciences and normative orders: perspectives from the earliest sciences. Normative Orders Working Paper 01/2021. Mehr...