Crisis Talks - Europäische Solidarität in der Krise

23. Februar 2016, 12.30-14.30 Uhr

Ob Schuldenkrise in Griechenland oder die aktuelle Flüchtlingskrise: Die Krisen, mit denen die EU gegenwärtig konfrontiert ist, zeichnen sich zunehmend dadurch aus, dass in ihnen das Thema der europäischen Solidarität aufgeworfen wird. In solchen Krisensituationen entstehen Dynamiken, die den Zusammenhalt von Gemeinschaften gefährden und möglicherweise auch zu ihrem Zerfall führen können. Vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahren beobachteten Politisierung der EU, die immer stärker zum Thema gesellschaftlicher Auseinandersetzungen geworden ist, bergen solche Krisen aber auch Chancen: Sie bieten die Möglichkeit, die an supranationale Institutionen gestellten Anforderungen zu konkretisieren, und bergen daher Mobilisierungspotential zugunsten einer Ausweitung europäischer Integration. Reicht die europäische Solidarität aus, um gemeinsam den Krisen einer globalisierten Welt zu begegnen? Wächst sie an den politischen Herausforderungen? Oder ist es gerade das Fehlen europäischer Solidarität, das in Krisen die Unzulänglichkeiten der institutionellen Architektur aufdeckt?

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und daher auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Gilt die bisherige Faustregel noch, dass Krisen in der Tendenz zu weiterer Vergemeinschaftung führen? Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe von Crisis Talks, in denen der Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“ systematisch und entlang konkreter Herausforderungen der Frage nachgehen wird, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgeht, was die Chancen der Krise(n) sind, und was man aus der Bewältigung vergangener Krisen lernen kann.

Begrüßung
Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten
Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Sprecher des Leibniz-Forschungsverbunds „Krisen einer globalisierten Welt“

Vortrag
Prof. Dr. Michael Zürn, Wissenschaftszentrum Berlin

Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Michael Zürn
Rebecca Harms Mitglied des EP und Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europaparlament)
Dr. Janusz Lewandowski, Mitglied des Europäischen Parlaments, ehem. EU-Kommissar (2009-2014)

Moderation
Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf

Simultanverdolmetschung Deutsch/Englisch

U.A.w.g. per e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm (pdf): Hier...

Die Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union
Rue Montoyer 21, B-1000 Brussels

Konzeption: Dr. Thorsten Thiel, Leibniz-Forschungsverbund „Krisen einer globalisierten Welt“, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Veranstalter:
Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Leibniz-Forschungsverbund
„Krisen einer globalisierten Welt“ gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“


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Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit je her ein integraler Bestandteil des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“. Das 2017 neu strukturierte, verbundseigene Postdoc-Programm bietet die besten Bedingungen zu forschen und hochqualifizierte junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zum Erfahrungsbericht: Hier...

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