Goethe Lectures Offenbach

Von der ‚Geistig-Moralischen Wende‘ zur Erschöpfung des deutschen Konservatismus

Goethe Lectures Offenbach

16. Mai 2019, 19 Uhr

PD Dr. Thomas Biebricher (Goethe-Universität Frankfurt / Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Nach dem ernüchternden Ergebnis der Union bei der Bundestagswahl und dem gleichzeitigen Einzug der AfD in den Bundestag wurde in den Feuilletons rasch eine akute Krise des christdemokratischen Konservatismus diagnostiziert. Die entsprechende Debatte um die Notwendigkeit einer konservativen Profilschärfung der Union entbrannte erneut im Zuge der Kür des Nachfolgers von Angela Merkel als Parteichefin, als insbesondere die Kontrahenten Spahn und Merz für einen konservativen Richtungswechsel stehen sollten – aber letztendlich bekanntlich der damaligen Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer unterlagen.
Der Vortrag nimmt diese teils mit erheblicher Schärfe geführten Diskussionen zum Anlass, sich eingehender mit der Geschichte des deutschen Konservatismus der jüngeren Vergangenheit zu beschäftigen, um zu klären, inwieweit er sich tatsächlich in einer Krise befindet, worin genau diese gegebenenfalls besteht und wo ihre Ursprünge liegen.
Ausgangspunkt sind einige einleitende Betrachtungen zum Begriff des Konservatismus und der Entwicklung jener politischen Traditionslinie in der deutschen Nachkriegszeit, um dann den Bogen zu schlagen zur sogenannten ‚Geistig-moralischen Wende‘, die von der Regierung Kohl/Genscher zu Beginn der 1980er verkündet wurde – und als geradezu kraftstrotzendes Bekenntnis zu einem konservativen politischen Projekt gedeutet wurde. Doch diese Wende, deren genaue Ausrichtung genauer zu erläutern ist, scheitert weitestgehend, und so kann zugespitzt argumentiert werden, dass die Misere des christdemokratischen Konservatismus eigentlich schon im Moment seines vermeintlichen Zenits beginnt.
Die Geschichte des politischen Konservatismus ist seitdem die Geschichte einer kontinuierlichen Auszehrung, deren Gründe im folgenden Argumentationsschritt erläutert werden. Abschließend skizziert der Vortrag die möglichen Zukunftsaussichten eines derart substanziell erschöpften Konservatismus sowie die entsprechenden Auswirkungen auf die liberale Demokratie in Deutschland insgesamt.   

PD Dr. Thomas Biebricher studierte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und der Queen's University in Kingston/Kanada Wissenschaftliche Politik, Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht. Nach seinem Magisterabschluss 2000 promovierte er sich 2003 ebenfalls in Freiburg mit einer Dissertation, die unter dem dem Titel 'Selbstkritik der Moderne. Habermas und Foucault im Vergleich' im Campus Verlag 2005 veröffentlicht wurde. Von 2003 bis 2009 war er als DAAD Visiting Assistant Professor am Department of Political Science der University of Florida in Gainesville tätig. Von 2009 bis 2012 leitete er am Exzellenzcluster eine Nachwuchsforschungsgruppe zum Thema 'Krise und normative Ordnung - Variationen des Neoliberalismus und ihre Transformation'. 2012 und 2013 vertrat er die Professuren für Politische Theorie und Philosophie sowie Internationale Politische Theorie am Exzellenzcluster. Im Winter Term 2014 war er als DAAD Visiting Assistant Professor am Institute for European Studies der University of British Columbia in Vancouver tätig. Von 2014 bis 2017 vertrat er die Professur für politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität. Im Moment ist er Postdoktorand am Exzellenzcluster.

 

Bildergalerie:

  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main)
  • Ria Baumann (Amt für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • PD Dr. Thomas Biebricher (Postdoktorand des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Kooperation mit der Stadt Offenbach, Amt für Wirtschaftsförderung und dem Klingspor Museum

Krise und Gesellschaft: Eine Katastrophengeschichte

Goethe Lectures Offenbach

20. März 2019, 19 Uhr

Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Die Gesellschaft vor Naturkatastrophen zu schützen ist in den USA seit jeher etablierte Staatsaufgabe. Was passiert, wenn dieser gesellschaftliche Konsens in Zeiten des anthropogenen Klimawandels aufgekündigt wird und die Zivilgesellschaft in Zukunft selber für ihren Katastrophenschutz aufkommen muss? Der Vortrag geht dieser Frage in zeitgenössischen Fallstudien von Hurricane Katrina bis Superstorm Sandy nach.     

Dr. Peer Illner studierte Soziologie, Philosophie und Medienwissenschaften und Visual Culture am Goldsmiths College der Universität London. Nach Forschungsaufenthalten an der Humboldt Universität und der Universität der Künste, beide in Berlin, wurde er am ‚Copenhagen Center for Disaster Research‘ der Universität Kopenhagen promoviert. In seiner Doktorarbeit widmete er sich der Erforschung der „Amerikanischen Katastrophenhilfe als Problem für die soziale Reproduktion“ (Titel der Dissertation). Illners Forschungsschwerpunkte sind multidisziplinär: Neben der Thematik der Katastrophen und Krisen interessiert er sich für Fragen der politischen Ökonomie, darunter auch das Verhältnis zwischen Kapitalismus und Katastrophe. Weitere Forschungsinteressen liegen im Bereich der Urbanistik des 20. Jahrhunderts, der Kunst und der Architektur. In der Vergangenheit veröffentlichte Illner in Zeitschriften wie der „Culture Unbound“ „continent.“ und der „Real Review“. Auch als Gastdozent an der “Architectural Association”, der “School of Architecture” in London und der “Royal Danish Academy of Fine Arts and Architecture” war er tätig. Derzeit entwickelt er seine Forschung als Postdoktorand am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt weiter, wo er an der Veröffentlichung seiner ersten Monographie mit dem Titel „Disaster in Crisis“ arbeitet.

Video:

 

Bildergalerie:

  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main)
  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main)
  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main)
  • Ria Baumann (Amt für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Ria Baumann (Amt für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Ria Baumann (Amt für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Peer Illner (Postdoktorand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Kooperation mit der Stadt Offenbach, Amt für Wirtschaftsförderung und dem Klingspor Museum

Kinderrechte und Kritik: Dekoloniale Perspektiven auf ein Feld der Entwicklungszusammenarbeit

Goethe Lectures Offenbach

23. Oktober 2018, 19 Uhr

Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Die UN-Kinderrechtskonvention hat sich seit ihrem Inkrafttreten 1990 zur Grundlage zahlreicher Interventionen im Bereich des Kinderschutzes entwickelt. Dieser normative Rahmen wird in den Empfängerländern von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit oft kritische betrachtet, nicht zuletzt aufgrund seines als wertend und exklusiv bezüglich differierender Moralvorstellungen und Richtlinien verstandenen Ansatzes. Wie wichtig es ist lokale Kritiken von Programmen, die auf die Verbesserung von Lebensumständen in ‚nicht-westlichen‘ Gesellschaften abzielen, ernst zu nehmen um dekoloniale Denkweisen auch im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit zu fördern, wird deutlich am Beispiel von Kinderschutzprogrammen in Sansibar, Tansania.


Dr. Franziska Fay
promovierte in Sozialanthropologie (Ethnologie) an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London. Zuvor studierte sie Ethnographische Forschungsmethoden, Afrikanische Sprachwissenschaften (Swahili), Erziehungswissenschaften und Kulturanthropologie an der SOAS, der Goethe Universität Frankfurt und der State University of Zanzibar. Nach ihrer Promotionsforschung zu Kinderschutz und Körperstrafe in sansibarischen Qur’an- und Grundschulen arbeitet sie nun zu Reformbewegungen im islamischen Bildungswesen in Sansibar. Seit November 2017 ist sie Postdoktorandin am Exzellenzcluster „Normative Ordnungen“.

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  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main)
  • Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Prof. Dr. Klaus Günther (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Dr. Franziska Fay (Postdoktorandin am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen") und Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)

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Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Kooperation mit der Stadt Offenbach, Amt für Wirtschaftsförderung und dem Klingspor Museum

Die Krise der liberalen Weltordnung

Goethe Lectures Offenbach

15. August 2018, 19 Uhr

Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK))

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Lange Zeit wurde die liberale internationale Ordnung von aufstrebenden autoritären Mächten wie China, Indien und Russland in Frage gestellt. Mittlerweile scheint die Weltordnung westlicher Prägung auch zunehmend von innen unter Druck zu geraten, von Staaten, die sich einst für die Ideen des internationalen Liberalismus eingesetzt haben: für internationale Institutionen, Freihandel, Menschenrechte und Demokratie.
Die Stichworte reichen von Trump, über den Brexit bis zu nationalistischen und populistischen Bewegungen in Europa. Die Krise der liberalen Weltordnung scheint in hohem Maße eine Krise der liberalen Staatengemeinschaft zu sein. Insofern könnte man sie – zumindest auch – als „homemade“ bezeichnen. Doch im manchen Hinsichten erscheint vor allem Trump nicht als Ursache, sondern eher als Symptom einer Entwicklung, die schon seit einigen Jahren im Gange ist und sich insbesondere in einer Abkehr vom Multilateralismus manifestiert. Dabei scheint der amerikanische Präsident vorhandene Trends zu radikalisieren. So gilt seine Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran vom Mai 2018 als „Frontalangriff gegen die multilaterale Friedens- und Sicherheitsordnung“, wie es in dem jetzt erschienenen „Friedensgutachten 2018“ heißt, einer umfangreichen Studie, an der der Politikwissenschaftler Christopher Daase maßgeblich beteiligt ist.

Prof. Christopher Daase ist Professor für Internationale Organisationen an der Goethe-Universität, Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Stellvertretender Leiter des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Die HSFK, eine Partnerinstitution des Frankfurter Exzellenzclusters, gehört zu den Herausgebern des jährlich erscheinenden Friedensgutachtens mit Handlungsempfehlungen an die Politik. Christopher Daase war Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bevor er 2009 nach Frankfurt kam. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Internationalen Institutionen und Sicherheitspolitik auch normative Aspekte internationaler Politik und Völkerrecht. Im vergangenen Jahr zählte er zu den Organisatoren der viel beachteten Ringvorlesung „Angriff auf die liberale Weltordnung – U.S. Außen- und Sicherheitspolitik unter Trump“ an der Goethe-Universität. Ein Sammelband ist in Vorbereitung.

 
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  • Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität) und Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität) und Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Prof. Dr. Christopher Daase (Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" und Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität) und Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Kooperation mit der Stadt Offenbach, Amt für Wirtschaftsförderung und dem Klingspor Museum

 

Im Namen des Gesetzes: Geistiges Eigentum und Urheberrecht im afrikanischen Kontext

Goethe Lectures Offenbach

10. April 2018, 19 Uhr

Prof. Dr. Mamadou Diawara (Professor für Anthropologie am Institut für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

 

Eigentumsrecht steht mehr als je zuvor im Zentrum der Handlung von Firmen und Regierungen.  Dies gilt nicht nur für diejenigen Länder, in denen diese „normative Ordnung“ entstanden ist, sondern auch dort wo sie kolonial bedingt eingeführt wurde. Wie jedoch wird dieses geistige Eigentumsrecht in den unterschiedlichen Kontexten verstanden und erlebt? Anhand von Beispielen aus Afrika wird hinterfragt,  wie sich die kolonialbedingte Genealogie des Urheberrechts auf dem Kontinent behauptet. Es wird dargestellt wie sich die Problematik der Globalisierung des Eigentumsrechts gegenüber Ländern und Gesellschaften verhält, die ihre eigenen Normen umsetzen, ebenso wie diese von Akteurinnen und Akteuren, insbesondere aus Afrika südlich der Sahara ausgehandelt werden.

Die Präsentation zum Vortrag finden Sie: Hier...

Prof. Dr. Mamadou Diawara ist Professor für Anthropologie am Insitut für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Außerdem ist er Direktor von Point Sud, Forschungszentrum für lokales Wissen in Bamako, Mali, Herausgeber der "Arbeitspapiere zum Thema Lokales Wissen" (Point Sud, Bamako), Redaktionsmitglied des "Mande Studies Association Review", von "africa spectrum" und von „Paideuma“ sowie Mitglied der Arbeitsgruppe Entwicklungsethnologie. Seine thematischen Schwerpunkte sind Entwicklungsethnologie, oral history / mündliche Traditionen im Medienzeitalter, Globalisierung, Geschichte Afrikas. Sein regionaler Forschungsschwerpunkt ist das subsaharische Afika, insbesondere Mali.

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  • Dr. Stefan Soltek (Leiter des Klingspor Museum Offenbach am Main
  • Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)
  • Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Mamadou Diawara (Professor für Anthropologie am Institut für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen")
  • Prof. Dr. Mamadou Diawara (Professor für Anthropologie am Institut für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Principal Investigator des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen") und Jürgen Amberger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Offenbach am Main)

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Kooperation mit der Stadt Offenbach, Amt für Wirtschaftsförderung und dem Klingspor Museum

 

 

 


Aktuelles

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Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Martin Saar und PD Dr. Thomas Biebricher findet vom 24. April bis 17. Juli 2019 die Ringvorlesung „Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz“ statt. Mehr...

Aus aktuellem Anlass:

Weitere Informationen zur Konferenz "Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Schröter am 8. Mai 2019. Hier...

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23. Mai 2019, 20.15 Uhr

Lecture & Film "Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman": Alisa Lebow (Sussex): Distanz rahmen: News from Home. Mehr...

27. Mai 2019, 17.15 Uhr

Ringvorlesung "Contemporary Approaches to Feminist Philosophy": Helen Longino: „Doing Epistemology as a Feminist“. Mehr...

28. Mai 2019, 13 Uhr

Kamingespräch des Frauennetzwerks mit Prof. Helen Longino. Hier...

28. Mai 2019, 18.15 Uhr

Ringvorlesung "Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz": Prof. Michael Walzer: Immigration and Nationalism. Mehr...

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