Mittwoch, 2. Mai 2012, 16 Uhr c.t.

Ringvorlesung des Exzellenzclusters

Prof. Dr. Hartmut Leppin

Das christliche Kaisertum - Ein europäisches Paradox

Campus Westend, Casino 1.811

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Zum Vortrag

Im Christentum war das Kaisertum nicht vorgesehen, ja, die kaiserliche Stellung galt als unvereinbar mit dem Christentum. Und dennoch bekannte sich mit Konstantin dem Großen vor 1.600 Jahren ein römischer Kaiser zum Christentum. Der Vortrag geht der Frage nach, wie die paradoxe Verbindung von Kaisertum und Christentum zustande kommen und sich auf Dauer etablieren konnte. Dabei soll deutlich werden, dass es lange dauern sollte, bis Christentum und Kaisertum eine Verbindung  eingehen konnten, die scheinbar unlösbar war.

Zur Person

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Hartmut Leppin (*1963) wurde nach Studium der Geschichte und Klassischen Philologie in Marburg, Heidelberg, Pavia und Rom 1992 in Marburg mit einer  Dissertation über die soziale Stellung römischer Bühnenkünstler promoviert. 1995 erfolgte die Habilitation an der FU Berlin mit einer Arbeit über politische Vorstellungen in der spätantiken Geschichtsschreibung. Nach Stationen in Greifswald, Nottingham und Göttingen seit 2001 in Frankfurt am Main. Er ist Principal Investigator des Exzellenzclusters. Seine gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte liegen auf der politischen Ideengeschichte der Antike sowie auf Christianisierungsprozessen in der spätantiken Gesellschaft. Neuere Publikationen: Theodosius der Große. Auf dem Weg zu einem christlichen Imperium, 2003 (it. und sp. Übersetzung 2008); The Church Historians I. Socrates, Sozomenus, and Theodoretus, in: G. Marasco (Hg.), Greek and Roman Historiography. Fourth to Sixth Century, 2003, 219-254; Power from Humility: Justinian and the Religious Authority of Monks, in: N. Lenski (Hg.), Shifting Frontiers (im Druck).

Zum Veranstaltungsüberblick: Hier...


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Im Rahmen des neuen, von der Europäischen Kommission geförderten Forschungsverbunds „Reconstructing Democracy in Times of Crisis“ analysiert Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, zukünftig die Legitimität von und die Legitimation durch Wahlen in Zeiten der Krise der Demokratie. Mehr...

Denken im Widerspruch

Prof. Dr. Rainer Forst, Co-Sprecher des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" zum Gedenken an Theodor W. Adorno aus Anlass seines 50. Todestags. Mehr...

„Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" - Vortrag von Jürgen Habermas am 19. Juni 2019. Skript und Aufzeichnung verfügbar

Die Meldung zum Vortrag finden Sie: Hier...
Weitere Informationen (Videoaufzeichnung, Skript und Medienecho) finden Sie: Hier...

"The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" - Konferenz zu Ehren von Jürgen Habermas

Am 20. und 21. Juni fand am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" die Konferenz "The History of Postmetaphysical Philosophy and the Future of Democracy" statt.
Die Meldung zur Konferenz finden Sie hier...
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier...

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12. bis 14. Dezember 2019

Erste DVPW Thementagung: Wie relevant ist die Politikwissenschaft? Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung von Forschung und Lehre. Mehr...

12. Dezember 2019, 18 Uhr

Frankfurter Kolloquium für Internetforschung: Karolina Zawada: Die Inhaltspolizei auf YouTube. Mehr...

12. Dezember 2019, 20.15 Uhr

Lecture & Film "Jia Zhangke: Kino der Transformation": Antje Krause-Wahl (Frankfurt) im Gespräch mit Vinzenz Hediger (Frankfurt). Mehr...

13. Dezember 2019, 10 Uhr

Workshop im Rahmen der Postdoctoral Dialogue Series: Progress and Regression in Politics. Mehr...

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